Kann man wegen Überforderung einen sozialen Betreuer für sich selbst beantragen?

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5 Antworten

Ich sehe hier einen Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Du drehst dich in der Vergangenheit im Kreis. Wichtig ist nicht, was war, wichtig ist was ist und was sein wird.

Was machst du denn gerade? Gehst du noch zur Schule? Bist du in einer Ausbildung? Studierst du?

Wie alt bist du? Wären deine Eltern in der Lage Unterhalt zu zahlen?

All diese Fragen sollten geklärt werden. Dann, wenn die aktuelle Situation klar auf dem Tisch liegt, kannst du Pläne für die Zukunft machen. Vorher macht das alles keinen Sinn.

Ich glaube nicht, dass dir ein sozialer Betreuer wirklich weiterhelfen würde. Er könnte dir zwar bei bestimmten Dingen hilfreich unter die Arme greifen und dir viele Dinge erklären. Machen müsstest du das aber dann selbst. Ausserdem muss der Antrieb, es schaffen zu wollen, von dir aus kommen.

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Kommentar von Studentdurior
27.09.2016, 13:19

Antrieb allein reicht nicht.
Schule & komplette Alleinfinanzierung führt zwingendermaßen immer Problemen.

Ich bin 21, Studium abgebrochen, wie ich für mich sehe aus oben genannten Gründen, finanzielle Überforderung resultierend aus mangelnder schlichtweg zu-kurz-kommen von sozialen finanziellen Hilfestellungen zur fljsbfjdjlbfblflb

Hör mal zu, Unterhalt einfordern, etc etc habe ich alles schon durch, mittlerweile stehe ich sehr viel besser da.
Nur zieht sich das unnötiger weise unglaublich, da ich das alles alleine recherchiere bzw. mithilfe netter Leute wie dich erarbeite, indem ich immer wieder meine Situation in Internet darlege und sie mir dann versuchen Informationen zu geben.

Nur ist das Ganze eben so kompliziert, dass immer wieder Stichpunktartige, eingeschränkte Hilfestellungen über's Internet nicht ausreichen bzw. allein dass ich eine Frage zu einem bestimmten Anspruch stelle,  setzt ja voraus, dass ich von der Existenz diesen Anspruches weiß ...

kurz gesagt, denke ich es zieht sich zu lange, bzw. ist unverhältnismäßig wegen solch grundlegender Dinge jedes mal auf Tipps von Leutem ausm Internet angewiesen zu sein,

ich hätte halt gerne jemanden vor Ort dem ich einmal alles schildern kann und der mir dann entsprechend über die Dinge in Kenntnis setzt

Jemand, der mich zB darüber informiert, dass ich beim Jobcenter Anspruch auf eine Erstaustattung an Möbeln/Kleidung habe, wie soll ich sonst davon erfahren wenn es mir beim Amt nicht gesagt wird und ich offensichtlich zu doof bin, sowas selbst zu erfahren?
ansonsten muss ich halt das ganze Sozialgesetzbuch studieren ^^

beim Studium war es so, dass weder Jugend, noch BAföG amt, noch Beratungsstelle in der Uni mir tiefgreifend genug helfen konnten, sondern ich musste mir alles mühselig im Internet anlesen, es war sogar so kompliziert, dass es einem Studium gleichte^^ Eltern wollten nix zahlen, BAföG Amt auch nicht, Jugendamt half, aber erst spät und nicht umfangreich (keine Sonderleistungen für Kleidung/Möbel um nur ein Beispeil zu nennen)

ich bräuchte halt schon jemanden der auf meiner Seite steht und Ahnung hat^^

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Kommentar von Studentdurior
27.09.2016, 15:13

Was jetzt ist, ist nun mal, dass ich offensichtlich mit so grundlegenden Dingen wie Finanzierung eines Lebens am Existenzminimums überfordert bin.

Und genau dabei suche ich Hilfestellung im Sinne von Informationen.
Sprich, wenn ich sage mir geht's sche*ße, weil ich es nicht schaffe jeden Tag zur Schule zu gehen und gleichzeitig genug Geld für Essen und Wohnung zu verdienen,
würde er mir dann sagen pass auf, du musst das gar nicht alles alleine stemmen sondern du hast Anspruch auf Kindergeld oder Unterhalt oder was weiß ich.

Sowas suche ich!
In der Vergangenheit habe ich in solchen Dingen Hilfe im Internet gesucht, was fatal fehlschlug, dort verstand man meine Situation nicht, nahm mich nicht ernst, zerstörte Hoffnung.

In der realen Welt konnte ich mich Leuten die merkten, dass mit mir was nicht stimmt/meine Siutation nicht normal ist, gegenüber nicht öffnen, da ich von Anfang nicht daran glaubte, dass sie mir konkret helfen können, da ich wie erwähnt glaubte,
keinerlei Recht auf irgendeine art finanzieller Versorgung zu haben, wasich wiederrum glaubte, da man mir diesen Eindruck im Internet vermittelte/da ich im Internet falsch rechechiert habe, zB. wäre
damals betreutes Wohnen perfekt für einen vernachlässigten Jugendlichen wie mich gewesen.

Mittlerweile bin ich 21 und aus der Situation raus, aber nach wie vor sehe ich, dass ich mit meiner Situation überfordert bin.

Mir geht es ja nicht darum,dass sich irgendwer verantwortlich für mich fühlt und mir hilft, sondern
dass mir jemand dabei hilft, bestehende Hilfssangebote zu erkennen und in Anspruch zu nehmen.
Den gesamten Umfang, jeglicher Hilfestellung zu realisieren und im individuellen Bedarf in Anspruch zu nehmen.

Wenn dann dabei heraus kommt, dass mir nicht geholfen wird, dann ist das auch okay.
Aber dieser Halbzustand von
"keiner muss mir helfen" vs.
"oh eigentlich hätte ich da ja doch Anspruch auf Hilfe gehabt"
ist sehr unpraktisch.

Daher versuche ich mich über alle Hilfsangebote zu informieren, bevor ich wieder in den Zustand verfalle, dass es für Menschen in meiner Situation keinerlei Hilfe gibt.

Ich hoffe jetzt verstehst du warum ich nicht auf deine nett gemeinten Anregungen eingehe.
Ich suche einfach mehr als das :D

Konkrete, umfassende Beratung dabei welche rechtlichen Ansprüche in Hinblick auf Finanzen ich habe, welche Regeln, welche Fristen dort gelten, welche Ansprüche überhaupt EXISTIEREN!
denn die Vergangenheit hat gezeigt, dass ich damit als 16 jähriger komplett und jetzt immer noch teilweise überfordert war, was ich möglichst nie wieder sein will.

daher ein Betreuer.
Ich hab's halt ausgehalten (Vernachlässigung)
anstatt aggressiv, schwanger, kriminell zu werden oder von Zuhause abzuhauen und auf der Straße zu pennen
, daher bin ich nie in dieses System gekommen, in dem die Option eines sozialen Betreuers überhaupt existiert . . .
sprich, es ist bis auf einige Lehrer (Leistungseinbruch vom beliebten Musterschüler zum schuleschwänzenden emo) denen gegenüber ich mich nicht geöffnet habe, weil ich glaubte sie können mir eh nicht helfen, (ich habe als Schüler ja kein Anspruch auf Geld für Wohnung etc - Fehlschluss),
nie jemand auf mich aufmerksam geworden.

Wie gesagt bin ich jetzt älter und die Situation eine andere, aber nach wie vor fühle ich mich mit o.g. Dingen überfordert,
ich mein dass man in einer leeren Wohnung ohne Bett schläft weil man kein ausreichendes Einkommen hat ist doch unnötig oder? xD

daher suche ich Hilfe, Beratung, die mir neue Aspekte aufzeigt, um meine Situation zu verbesseren, in der Gegenwart :P
dabei muss man halt schon irgendwie die Vergangenheit erwähnen ^^

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Befindest Du Dich in therapeutischer Behandlung?

Du kannst Dich an den sozialpsychiatrischen Dienst ( i.d.R. beim Gesundheitsamt ) wenden und um Unterstützung bitten.

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Kommentar von Studentdurior
27.09.2016, 13:04

Nein, befinde ich mich nicht.
Da ich immer der Überzeugung war, dass das zwar hilfreich wäre,
meine Probleme aber ursprünglich aus den oben gennanten(rechtlichen?) resultieren

also wie gesagt, therapeutische Behandlung sollte ich mir auch suchen, aber eher sekundär, oder? ^^

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Also 1. ist ein sozialpsychiatrischer dienst, egal ob im gesundheitsamt oder im julius schiedet haus eine erste beratungsstelle für menschen mit psychiatrischen erkrankungen. Und so wie sich das für mich anhört hast du vor allem soziale probleme. Du brauchst in erster linie nicht jemanden wie einen psychiater, der sich noch dazu mit sozialkompetenter hilfe meist überhaupt nicht auskennt. Du brauchst eine sozialtherapeutische hilfe. Also eine Sozialarbeiterin, die genau das studiert hat. Sozialgesetze, hilfsmassnahmen, soziale kompetenz vermitteln. Hast du eine wohnung dann würde ich dir ambulantes betreutes wohnen vorschlagen. Das gibt es von verschiedenen Institutionen. Diese Adressrn hat tatsächlich auch der sozialpsychiatrische dienst des gesundheitsamtes. Es gibt grundsätzlich 2 Arten des ambulant betreuten wohnens. Einmal für menschen mit psychisch krankem hintergrund. Paragraph 53 SGB XII und für eher soziale problematik im Hintergrund nach paragraph 67 SGB XII. Zahlt entweder der überörtliche Bezirk oder die Stadt. Das gesundheitsamt kannda ganz gut vermitteln. Erste Hilfestellung geben. Um  so etwas zu beantragen. Oder wende dich an die sozialverbände der stadt z.b. caritas, stadtmission, arbeiterwohlfahrt. Auch die heilsarmee kann da ganz gut weiterhelfen. Und vielleicht suchst du dir dann mal  nebenbei einen psychologen, mit dem du diese Missstände die damals passiert sind und offensichtlich noch immer an dir nagen aufzuarbeiten. Aber das ist  meiner Meinung nach erstmal zweitrangig.  Sozialtherapeutische hilfe ist erstmal das erste mittel was du brauchst. Viel Glück

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Bei deinen Problemen müsste das Amt dir eigentlich zwei Betreuer zur Verfügung stellen.

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das solltest du uuuuuuuuuuuuuunbedingt versuchen.

deine chancen stehen gut!

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