Frage von tenisha2016, 117

Kann man während der Probezeit wegen einer Schwangerschaft gekündigt werden oder hat man da besonderen Schutz?

Antwort
von Yuurei, 56

Auch in der Probezeit greift das Mutterschutzgesetzt, sie kann also definitiv nicht gekündigt werden.
Allerdings geht die Probezeit weiter, sobald sie nach dem Mutterschutz wieder arbeiten kommt. Bei einem fiesen Arbeitgeber kann sie dann wieder gekündigt werden.

Kommentar von MenschMitPlan ,

Allerdings geht die Probezeit weiter, sobald sie nach dem Mutterschutz wieder arbeiten kommt.

Quatsch!

Kommentar von Familiengerd ,

Allerdings geht die Probezeit weiter, sobald sie nach dem Mutterschutz wieder arbeiten kommt.

Das ist ja völliger Unsinn!

Wie sollte eine Begründung für ein solches Vorgehen denn überhaupt aussehen können?!?!

Antwort
von putzfee1, 57

Der Kündigungsschutz für Schwangere greift auch in der Probezeit.

Antwort
von DerTroll, 61

Das Gesetz steht über individuellen Vereinbarungen zwischen ARbeitgeber und Arbeitnehmer, sofern es nicht zum Vorteil des Arbeitnehmers ist. Das heißt, selbst wenn eine Probezeit vereinbart ist, muß sich der Arbeitgeber an das Kündigungsschutzgesetz halten. Also eine Kündigung ist da zumindest stark erschwert.

Kommentar von Familiengerd ,

Die Antwort auf diese Frage zum Kündigungsschutz bei Schwangerschaft auch in der Probezeit ist zwar richtig.

Die allgemeine Aussage "Das Gesetz steht über individuellen Vereinbarungen zwischen ARbeitgeber und Arbeitnehmer, sofern es nicht zum Vorteil des Arbeitnehmers ist." ist allerdings falsch.

Es gibt zahlreiche gesetzliche Bestimmungen, die auch zum Nachteil eines Vertragspartners abbedungen werden können, deren Anwendung also ausgeschlossen werden kann.

Kommentar von DerTroll ,

Zum Beispiel?

Kommentar von Familiengerd ,

Abbedungen oder zum Nachteil des Arbeitnehmers geändert werden kann z.B.

> die Bestimmung des Arbeitszeitgesetzes ArbZG zu Ersatzruhetagen für Feiertagsarbeit nach § 11 "Ausgleich für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung" Abs. 3 (durch Tarifvertrag
auch zuungunsten des Arbeitnehmers),

> die Bestimmung zur Berechnung der Höhe der Entgeltfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 4 "Höhe des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts" (durch Tarifvertrag auch zuungunsten des Arbeitnehmers),

> die Bestimmung zur Gewährung eines zusammenhängenden Urlaubsteils von 12 aufeinanderfolgenden Werktagen nach dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 2 Satz 2 (durch Tarifvertrag auch zuungunsten des Arbeitnehmers),

> die Bestimmung zur Kündigungsfrist bei Kündigung durch den Arbeitnehmer nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 612 "Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen" Abs. 1 (nachteilige Verlängerung durch Arbeits- oder Tarifvertrag),

> die Bestimmung zur Entgeltleistung bei Annahmeverzug/Betriebsrisiko durch den Arbeitgeber nach BGB § 615 "Vergütung bei Annahmeverzug und bei Betriebsrisiko",

> die Bestimmung zum "Sonderurlaub" nach BGB § 616 "Vorübergehende Verhinderung".

Es gibt im Arbeitsrecht (nicht nur dort) eine Vielzahl von gesetzlichen Bestimmungen, von denen aufgrund arbeits- oder tarifvertraglicher Vereinbarungen auch zum Nachteil eines Arbeitnehmers abgewichen oder deren Anwendung ganz ausgeschlossen werden kann.

Diese Möglichkeit ist entweder in den entsprechenden Gesetzen selbst formuliert (z.B. im Entgeltfortzahlungsgesetz EntgFG § 12 "Unabdingbarkeit"; hier werden die Bestimmungen genannt, von denen nicht zum Nachteil des Arbeitnehmers abgewichen werden darf) oder ergibt sich durch richterliche Auslegung der entsprechenden Bestimmungen (Richterrecht)

Reicht das als Beispiele?? Wenn nicht, kannst Du Dich im Internet selbstverständlich weiter dazu "schlau machen".

Kommentar von DerTroll ,

Danke, ja das reicht.

Antwort
von hoekerlein, 72

Nein, du hast Kündigungsschutz!

Das war bei meiner Arbeitskollegen. Die Kündigung mußte zurückgenommen werden.

Antwort
von Wiesel1978, 62

In der Probezeit, kannst Du Angabe von Gründen gekündigt werden (fristlos nur wenn du "schwere Vergehen" begangen hast) . Inwieweit da der Kündigungsschutz bei Schwangeren greift, weiß ich nicht

Kommentar von Familiengerd ,

@ Wiesel1978:

In der Probezeit, kannst Du Angabe von Gründen gekündigt werden

Ja und?

Das beantwortet die Frage doch nicht und sagt noch lange nicht, dass in der Probezeit bei einer Schwangerschaft gekündigt werden könnte (kann nämlich nicht, wenn nicht besondere Umstände und die Genehmigung der Aufsichtsbehörde vorliegen)!

Antwort
von FckTheSystem, 56

Kann man nicht. Mutterschutzgesetz 

Antwort
von ObscuraNebula, 55

in der probezeit kann man ohne grund gekündigt werden 

Kommentar von FckTheSystem ,

Aber nicht wenn man schwanger ist. Soweit man es dem Arbeitgeber  gemeldet hat. http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/105309-schwanger-in-der-pro...

Kommentar von Familiengerd ,

@ ObscuraNebula:

Ja und?

Das beantwortet die Frage doch nicht und sagt noch lange nicht, dass in der Probezeit bei einer Schwangerschaft gekündigt werden könnte (kann nämlich nicht, wenn nicht besondere Umstände und die Genehmigung der Aufsichtsbehörde vorliegen)!

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