Frage von lavendelkerze34, 116

Kann man von Gott als Person sprechen, was spricht dafür, was dagegen?

gott ist ja keine person im sinne eines menschen aus fleisch und blut und mit eigenem selbstbewusstsein.... und doch spricht man ihn mit "du" an.

was bedeutet es also, von gott als person zu sprechen?

danke im voraus :)

Antwort
von RevatiKKS, 18

Eine Person muss nicht unbedingt einen materiellen Körper besitzen, so wie wir einen haben. Gott besitzt einen spirituellen Körper, der unserem äußerlich gleicht, wie es ja auch in der Bibel gesagt wird: "Gott schuf den Menschen nach Seinem Ebenbild." Der Unterschied besteht darin, dass Gottes Körper frei von allen Mängeln ist und, da völlig spirituell, nicht dem Kreislauf von Geburt, Krankheit, Alter und Tod unterworfen ist. 

Wenn Gott keine Person sein könnte, dann könnten wir etwas, was Gott nicht kann, nämlich eine Persönlichkeit besitzen, eine Person sein. Damit würden wir in diesem Aspekt über Gott stehen. Was bedeuten würden, das Gott nicht über allem steht und allmächtig ist. und das wäre ein Widerspruch, denn die Definition Gottes ist doch "allgegenwärtig, allwissend und allmächtig".

Wenn Gott keine Person wäre, wie könnten wir dann eine persönliche Beziehung zu Ihm aufbauen, wie könnten wir Ihn wieder lieben lernen, was doch das Ziel aller Religionen ist?

Die uralten Vedischen Schriften sind die einzigen spirituellen Schriften, die uns nähere Informationen über die Person "Gott" geben. Aus ihnen können wir nicht nur erfahren, wie Gott aussieht, wo Er sich aufhält und in welcher Beziehung Er zu den anderen Lebewesen steht, sondern sogar was Er gern isst und wie Er seine Zeit verbringt.

Das mag den meisten Menschen als Mythologie erscheinen, was aber nur daran liegt, dass wir unser ganzes  Leben lang von den unvollständigen Lehren der etablierten Religionen in Unwissenheit gehalten wurden. Und heutzutage wird im Christentum z.B. sogar von offizieller verkündet, dass man sich Gott eher als unpersönliche Energie vorzustellen habe. Diese Gehirnwäsche war überaus erfolgreich, wie man daran sehen kann, dass sich immer mehr Menschen nicht nur von Religionen, sondern auch von Gott abwenden, weil sie zu der Überzeugung gelangt sind, dass es diesen Gott, wie Er offiziell dargestellt wird, gar nicht geben kann.  

Hier spricht Gott über sich selbst: http://www.prabhupada.de/bg/Prabhupada%20-%20Bhagavad-gita%20Wie%20Sie%20Ist.pdf

Dieses "Gespräch" fand zwar bereits vor ca 5000 Jahren statt, aber die dort ausgesprochenen Wahrheiten sind zeitlos, haben ewige Gültigkeit.

Wie es doch so schön heißt: "Religion, die den Zeitgeist heiratet, wird bald zur Witwe." Das ist es, worunter das Christentum leidet. Man bemüht sich "modern" zu sein und verliert dabei nach und nach seine Grundlagen.

Antwort
von Rendric, 51

Es heißt, Gott schuf die Menschen nach seinem Ebenbild (menschliches Aussehen?).

Er wird personalisiert, in dem wir ihn als Person ansprechen. Man spricht vom "Vater" im Himmel oder vom "Herrn". (Aus irgendeinem Grund, wird immer die männliche Person gewählt).

Indem wir ihn Personifizieren, machen wir eine Verbindung deutlich. Nennen wir ihn "Herr" sehen wir ihn als eine Art Gebieter oder König an. Wir sind seine Untertanen.

Sprechen wir von "Vater" geht es um die Beziehung von Gott zu den Menschen als der liebende Schöpfer.

So schreiben wir Gott verschiedene Rollen zu und sprechen ihn in der Rolle an, die wir gerade am ehesten brauchen.

Ein gutes Buch zu diesem Thema ist "Die Hütte" von William Paul Young.

Kommentar von realsausi2 ,

(Aus irgendeinem Grund, wird immer die männliche Person gewählt).

Weil er von Männern erfunden wurde.

Kommentar von Rendric ,

Das Gesellschaftsbild der damaligen Zeit ;-)

Findet sich ja auch gut in der Bibel wieder.

Antwort
von WorldHistory99, 1

Wenn du Gott als Person ansprechen möchtest, musst du auch alle die als Person ansprechen, die aus ihm hervorgehen. Alle Lebewesen, alle Dinge.

Das hat was vom Animismus!

Die meisten Menschen sind zu eingebildet, um sich so etwas vorstellen zu können, doch es ist ganz einfach.

Antwort
von arevo, 11

Der Personenbegriff, auch in bezug auf Gott, entwickelte sich aus der Frage, was die Seele des Menschen Jesus`war und ob Jesus überhaupt eine menschliche Seele hatte.Davor gab es dafür nur die Begriffe Logos, Natur und Psyche/geistiges Prinzip.

Die zentrale Frage des 4. bis 7.Jhdt war folgende: Wenn Jesus ein Mensch war und zugleich der Zweite des dreieinigen Gottes, wie kann er dann " EINER " ( d..h. Gott ) sein.Wenn Jesus ein Mensch ist, gemäß der Bibel, aber zugleich Sohn Gottes ist, dann hat er auch ein " göttliches ICH". Hat er daneben auch ein menschliches ICH ?.

Im griechisch-hellenistischen Denken sah die Lösung des Problems so aus, dass Jesus keine Seele hat, sondern der göttliche Logos die Stelle der menschlichen Seele als bestimmendes Prinzip tritt. Das konnte aber nicht richtig sein, weil Jesus wie ein Mensch fühlte.

Cyril von Alexandria sah das Neue, das uns in Jesus entgegentritt, dass ein Mensch wirklich Gott ist, als eine " neue Natur ".Aus der Verbindung von Gott und Mensch wäre eine " neue Natur " entstanden. Aber durch die Mischung kann man nicht erklären, was so unterschiedlich ist.Mit " neuer Natur " wird aber bezeichnet was nicht " ICH " ist.Nämlich das Göttliche und Menschliche in Jesus.


Wenn Seele und Natur nicht mehr die Begriffe sein können, womit das bezeichnet wird, was " beide Naturen " einigt, mußte ein neuer Begriff gefunden werden. In dem man sich auf das Anlitz des Menschen bezog, konnte man Leiblichkeit und Geistigkeit in einem verstehen.

PROSOPON - PERSONA - Anlitz,Person war dafür gefunden.
Mit diesem Begriff kann etwas ausgesagt werden, das mit dem Wort SEELE nicht deutlich wird.Tertullian führte den Begriff Persona/Personae für Vater,Sohn und Hl.Geist ein.

Nach griechischen Denken ist die " Seele "/Psyche das Lebens-Prinzip des Körpers.Verläßt sie den Körper, ist dieser ohne Leben und nur noch Materie.
Die Christen hatten durch die AUFERSTEHUNG JESUS`erkannt, dass der Leib und ebenso die Seele zur himmlischen Existenz gehören mußte, Einheit von Leib und Seele mußte also genauer beschrieben werden. Eine leiblich-seelische Existenz braucht ein einigendes Prinzip. Daher die Einführung des Personen-Begriffs ins theologischen Denken im Christentum.
Jesus ist eine Person und doch zugleich Gott und ganz Mensch.

Zur  totalen Begriffsverwirrung kam es allerdings im lateinischen Christentum als Tertullian als Jurist noch den Begriff substantia einführte.Darunter versteht er die Gesamheit des trinitarischen Gottes, in der drei Personen wirken.

Antwort
von LuzifersBae, 54

Ich glaub das liegt einfach daran das religiöse Menschen viel Vertrauen besitzen, was Gott angeht. So, als wäre er ein Teil von uns, so als könnte man ohne ihn nicht mehr leben. Eine große Liebe, die ich mir selbst nicht erklären kann. 

Antwort
von Philipp59, 7

Hallo

obwohl, wie Du richtig sagst, Gott nicht aus Fleisch und Blut besteht, ist er dennoch eindeutig eine Person. Das geht z. B. aus folgender biblischer Aussage hervor: "Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte, die ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen." (Hebräer 9:24)

Wenn Gott also eine Person ist, was unterscheidet ihn dann von uns Menschen? "Gott ist ein Geist" sagt die Bibel (1. Johannes 4:24) Besitzt ein Geist einen Körper? Eindeutig ja, denn die Bibel spricht davon, dass auch Gott und die Engel Körper von einer bestimmten Art haben: "Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; doch die Herrlichkeit der himmlischen Körper ist e  i  n  e Art, und die der irdischen Körper ist eine andere Art." (1. Korinther 15:40) Wenn es demnach von Gott heißt, er sei ein Geist, bedeutet das nicht, dass ihn grundsätzlich niemand sehen kann. Er ist lediglich für unser menschliches Auge, das eben nur stoffliche Dinge wahrnehmen kann, unsichtbar. Für Menschen jedoch, die einmal bei Gott im Himmel sein werden, ist er sichtbar. Deswegen sagt die Bibel: "Wir wissen, daß, wann immer er offenbar gemacht wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn so sehen, wie er ist." (1. Johannes 3:2)

Auch wenn wir Menschen uns Gott bildlich nicht vorstellen könne, ist es dennoch möglich, zu ihm ein enges Verhältnis, ähnlich, wie zu einer irdischen Person, aufbauen zu können. Gott ist uns nämlich ähnlicher, als die meisten Menschen denken. Er hat Gefühle und Empfindungen, die den unseren gleichen oder ähnlich sind. Aus der Bibel geht hervor, dass wir Gott erfreuen, ihn kränken oder traurig machen können (siehe Psalm 78:40, 41 und Sprüche 27:11).

Interessanterweise ist eine der Haupteigenschaften Gottes die Liebe (1. Johannes 4:8). Das bedeutet, dass alles, was Gott tut, letztendlich auf seine Liebe gegründet ist. An anderer Stelle wird er als "barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn, überströmend an liebender Güte und Wahrheit" beschrieben (2. Mose 34:6). Hauptsächlich diese Eigenschaften machen ihn für uns so sehr anziehend.

Man kann also sagen, dass Gott nicht nur eine Person ist, sondern er besitzt auch die anziehendste Persönlichkeit überhaupt. Das macht es uns Mensch leicht, der Einladung nachzukommen: "Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen." (Jakobus 4:8)

LG Philipp

Antwort
von realsausi2, 25

Welche Farbe hat der Schlüper von Rotkäppchen?

Fliegen moderne Hexen auf Staubsaugern?

Man kann einem fiktiven Etwas keine Eigenschaften zusprechen. Bzw. man kann ihm jede Eigenschaft zusprechen, die einem gefällt, weil es nichts gibt, an dem sich eine solche Zuorndung belegen oder widerlegen ließe.

Jede Antwort, die Du bekommen kannst, ist ebenso aus den Finger gesogen wie irgend eine, die Du Dir selbst ausdenkst.

Antwort
von Raubkatze45, 20


Christliches Reden von Gott geht daher immer auf die Bibel zurück. Die Bibel aber redet von Gott, indem sie sich personaler Merkmale bedient: Gott handelt, er redet, Gott liebt und zürnt, er erwählt und verwirft, er hört und sieht. Gott hat einen Namen, mit dem man zu ihm rufen kann. Wenn die Bibel von Gott wie von einer Person redet, so ist das noch keine Vermenschlichung. Die Bibel weiß, dass Gott kein Mensch ist. Wenn ihm personale Eigenschaften zugesprochen werden, so handelt es sich dabei um Bildworte, die helfen sollen, über Gott etwas aussagen zu können, über sein Wesen und Wirken.
Eine Person ist ein Wesen, das lebendig ist, das einen eigenen Willen besitzt und souverän handeln kann. Gott wurde von Menschen Jahrtausende lang so erfahren: als ein lebendiges Wesen, das die Geschicke der Welt und der Völker lenkt, das sich aber auch dem Einzelnen zuwendet, ihn trägt und beschützt, ihm hilft und beisteht. Wenn von Gott in personaler Weise die Rede ist, so hat dies auch Auswirkungen auf die, die sich von Gott angesprochen sehen. Indem Gott uns als Person entgegentritt, uns mit ‚Du’ anspricht, werden wir selber zu Personen, die ‚Ich’ sagen können.


Ein Gott, zu dem man nicht ‚Du’ sagen kann, ist kein Gott, zu dem man beten kann. Zu einer inneren Kraft, zu einem Energiefeld lässt sich nicht beten. Ohne ein personales Gottesbild kann es nicht zu einer echten Begegnung zwischen Gott und Mensch kommen.




Antwort
von aicas771, 27

Ein Dialog, ein Gespräch aus Fragen und Antworten, aus Aussagen und Erwiderungen, ist nur möglich zwischen zwei Personen.

Auf Gebete zu Gott erhält man Antworten von Gott. Also muss Gott eine Person sein. Diese Erfahrung deckt sich auch mit den Aussagen der Bibel, in der sich Gott als "die Liebe in Person" vorstellt.

Antwort
von SirJohn, 36

Die Anrede "Du" stellt hierbei nicht eine "Person" dar, sondern nur eine Personifizierung ;-)


Antwort
von fricktorel, 5

Gott (Jes.45,22) ist tatsächlich keine "Person" im physischen Sinne, aber ein Geistwesen, das so aussieht wie wir (1.Mose 1,26-27; Joh.12,45).

Da Er unsere aller Vater ist, sollen wir Ihn auch mit "Du" anreden (Gal.4,6).

Du brauchst ja nicht von Gott als "Person" sprechen...

Antwort
von TheElegantMen, 24

Ich finde es ist gotteslästerung zu denken gott hätte ohren um uns zu hören, ein mund um zu reden und augen um uns zu sehen, der Mensch stelt Gott in dem Moment mit sich gleich. 

Kommentar von realsausi2 ,

Ich finde es ist gotteslästerung zu denken

Da bleiben keine Fragen offen.

Antwort
von princecoffeeII, 34

naja....in zeiten in denen man noch davon ausging, dass die erde eine scheibe wäre und bildung nur den wenigsten zugute kam, da brauchte es für gott eine menschengestalt, damit die fantasien der menschen überhaupt eine möglichkeit hatten gott gedanklich zu "visualisieren"..

ob es gott nun gibt oder nicht....ist das eine. wenn es ihn gibt, dann stellt sich die frage nach seiner form..

aber da man bekanntlich nicht den 2. schritt vor den 1. setzt, sollte man vorab seine existenz beweisen bevor man sich mit seiner form beschäftigt..


da die kirche bekanntlich ein recht konservativer verein ist, hält man an den alten mythen und geschichten um sein aussehen und seiner person fest..


Antwort
von chrisbyrd, 20

Hier werden einige der Namen beschrieben, mit denen Gott sich in der Bibel vorstellt: https://www.bibelkommentare.de/?page=dict&article_id=252

Wenn man sie - und die gesamte Bibel - liest, kann man schon zu dem Schluss kommen, dass Gott eine Person ist. Gott ist so groß und mächtig, dass wir uns ihn wahrscheinlich nicht einmal annähernd vorstellen können. Nach der Bibel offenbart sich uns Gott in 3 Personen, die doch eins, ein einziger Gott sind: Gott als Vater, Sohn (Jesus Christus) und Heiliger Geist (vgl. Dreieinigkeit, Trinität).

Antwort
von stoffband, 1

Der Geist Gottes ist auch eine Person,

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