Frage von i8888i, 100

Kann man von Anti-Depressiva und Alkohol sterben?

Hallo zusammen,

ich habe morgen einen Arzt-Termin, weil ich seit Ostern in meiner Herzgegend so einen stechenden Schmerz habe, der immer stärker wird. Außerdem ritze ich mich wieder und habe Selbstmordgedanken. Der Stress auf der Arbeit ist mir einfach zu viel geworden und vor ein paar Wochen ist auch ein sehr guter Freund von mir gestorben. Ich glaube der Arzt verschriebt mir wieder Anti-Depressiva, wie vor 1 Jahr schon mal. Kann man davon sterben, wenn man das gleichzeitig mit Alkohol nimmt?

DANKE für eure Antworten.

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Antwort
von Negreira, 15

Um in eine Klinik gehen zu können, brauchst Du kein Geld. Dein Arzt wird Dich einweisen oder Du gehst auf eigenen Wunsch und wirst für diese Zeit krankgeschrieben. Allerdings empfinde ich diese Häuser als sehr deprimierend, geschlossene Türen, die ich nicht so öffnen kann, wie ich will, machen mich krank.

Allerdings kann man sich auch alles schönreden und vielleicht hilft Dir eine solche Unterbringung ja auch. Viel Glück. Recne aber mit einer Wartezeit, bis man Dich aufnehmen kann, also mach keinen Mist in der Zwischenzeit!

Antwort
von user6363, 35

Du kannst leicht Überdosieren bei diesen Mischungen, da beides dämpfend wirkt. Aber es kommt auch darauf an, was genau du hast, aber ich würde es dir nicht empfehlen. Allgemein Mischkonsum von Drogen.

Antwort
von Schattenblume89, 51

Kommt auf die Menge an. Man soll es normalerweise nicht mischen. Ich habe das schon getan und viele Stunden durchgekotzt, einmal lag ich auch auf der Intensivstation. Also lass die Finger besser davon... 

Weißt du, wenn du stirbst, hast du keinen Ärger mehr. Aber du kannst auch nie wieder Sonne auf der Haut spüren, lauthals lachen, ein Eis essen, dein Lieblingslied hören, dich verlieben, jemanden küssen, umarmen, nie mehr Freude empfinden, nicht Vater oder Mutter werden, nie mehr ins Meer springen, nie wieder.... nie wieder irgendetwas das du magst oder schön findest! 

Kommentar von user6363 ,

> Weißt du, wenn du stirbst, hast du keinen Ärger mehr. Aber du kannst auch nie wieder Sonne auf der Haut spüren, lauthals lachen, ein Eis essen, dein Lieblingslied hören, dich verlieben, jemanden küssen, umarmen, nie mehr Freude empfinden, nicht Vater oder Mutter werden, nie mehr ins Meer springen, nie wieder.... nie wieder irgendetwas das du magst oder schön findest! 

Jeder Sozialpädagoge würde dich dafür schlagen, sei mit solchen Personen bitte verdammt vorsichtig und sag NIEMALS dass wenn die sterben, man kein Ärger mehr hat, egal im welchen Kontext und liste keine Sachen auf die schön sind.

Kommentar von Schattenblume89 ,

Mag sein, das ein Sozialpädagoge mich schlagen würde. Mich hat ein ähnlicher Satz in einem Brief meiner Mutter damals ins LEBEN zurückgeholt. 

Kommentar von i8888i ,

Danke für deine Antwort. Natürlich hast du Recht, das ich diese und andere Sachen nicht mehr tun kann. Leider bin ich bei Frauen in meinem alter unbeliebt, wahrscheinlich weil ich mit meinem Leben nicht klar komme und mein Leben hasse. Zudem hat mir der Freund von mir der gestorben ist damals geholfen, wie ich mir schon mal das Leben nehmen wollte. Wenn ich besser für Ihn da gewesen wäre, wäre er jetzt vielleicht noch am leben, das und so vieles anderes in meinem Leben macht mich einfach kaputt derzeit. Aber danke für deine Erfahrungen mit Anti-Depressiva + Alkohol.

Kommentar von Schattenblume89 ,

Das verstehe ich. Manchmal ist alles so lange zu viel und man sieht keinen Ausweg außer dem. Ich weiß nicht, wie alt du bist... aber meine ernsthaften Beziehungen kamen auch erst mit dem Älterwerden (bin mittlerweile 26 und war das erste Mal mit 13 wegen einem Suizidversuch in der Psychiatrie). Leider nicht die ernste Liebe von meiner Seite aus, das war viel früher. 

Dein Freund hat dir geholfen... weil er wollte, das du lebst. Wenn er jetzt mit dir reden könnte, glaubst du, er würde dir Vorwürfe machen? Man ist selbst so oft gefangen in seiner Depression, das man Hinweise gar nicht bemerken KÖNNTE; selbst wenn es diese GÄBE. :( Da kannst du aber nichts dafür. So hart wie es klingt, du hättest es vermutlich nicht ändern können. 

Hast du abgesehen von deinem Arzt einen Therapeuten oder stresst dich die Suche derzeit zu sehr? Gibt es irgendwelche Menschen, an die du dich wenden könntest, die dir nahe stehen? 

Kommentar von i8888i ,

Hallo, ich bin auch 26 jetzt. Meine Selbstmordgedanken kamen zum ersten mal, wie die Kinder in der Schule mich angefangen haben zu schlagen und zu mobben. Da ich damals körperlich nicht sehr stark war und bis dato auch nie agressiv war, habe ich nie zurückgeschlagen. Ab da wurde dann alles schlimmer und irgendwann fing ich dann auch an mich zu ritzen. Ich schreibe fast täglich mit einem Freund von mir, der hat mir auch schon sehr oft geholfen. Einen Therapeuten, oder so etwas in der Art habe ich nicht. Ich glaube, so etwas kann ich mir auch nicht leisten. Ich weiß nicht, ob ich mir einen anderen Job suchen soll, weil der belastet mich auch sehr extrem. Eigentlich hasse ich den Job und in letzter Zeit habe ich sogar Angst einzuschlafen, weil ich nicht zur Arbeit gehen will. 

Kommentar von Schattenblume89 ,

Auf jeden Fall kann dich ein Arzt wegen akuter Belastungsreaktion krankschreiben lassen. (Musste das wegen Mobbing Anfang letztes Jahr mal in Anspruch nehmen.) Wenn du merkst, dass du dauerhaft mit dieser Arbeit nicht glücklich wirst, sieh dich nach etwas Anderem rum. Die körperlichen Beschwerden werden kommen, wenn du über deine Psyche lebst bzw. sind sie bei Schlafstörungen ja schon da. 

Falls du nicht privat versichert bist: Eine Kasse übernimmt den Therapeuten. Du hast dann 5 Kennenlerngespräche, wo halt geguckt wird, was du hast und ob ihr gut miteinander klarkommt. Danach hast du die Entscheidung, ob du weitersuchst oder den nimmst. Die Wartelisten sind lang, daher ruhig frühzeitig anleiern. Geht natürlich nicht unendlich oft, aber eine gewisse Anzahl Male. 

Zumindest in Niedersachsen gibt es eine Liste niedergelassener kassenärztlicher Psychiater, Psychologen und Psychotherapeuten. 

Sonst bliebe im Akutfall noch der Weg in die psychiatrische Ambulanz bzw. bei akutem suizidalem Verhalten/Gedanken der Weg in die Klinik. (Was viel weniger schlimm ist, als man gemeinhin denkt, finde ich.)

Kommentar von i8888i ,

Ja, also körperliche Beschwerden habe ich leider auch schon. Ich denke es wäre das beste, wenn ich einen anderen Job bekommen würde. Ist aber leider immer sehr schwierig, weil die ja immer eine Ausbildung haben möchten und sonst einen nicht einstellen. Und wenn ich den gleichen Job nur wo anderst machen würde, wäre ich genauso unglücklich. Vielleicht helfen die Anti-Depressiva ja, wenn ich morgen welche bekomme.

Kommentar von Schattenblume89 ,

Ja, aber rechne damit, dass es ein paar Wochen dauert. Viele dauern 2-4 Wochen, weil sich im Körper erst ein Pegel aufbauen muss. 

Könntest du vielleicht als Quereinsteiger irgendwo anfangen? 

Kommentar von i8888i ,

Hmmm... OK. Danke für die Info. Als Quereinsteiger, ich denke eher weniger. Weil ich bislang nur einen langweiligen Schreibtisch-Job gemacht habe und das glaube ich nichts für mich ist. Aber nochmal eine Ausbildung machen und wieder immer zuhause bleiben, weil das Geld nie reicht ist auch eher deprimierend.  

Antwort
von erkennungslos, 9

Eher unwahrscheinlich und du kannst Hirnschäden davontragen oder du musst alles wieder auskotzen. 

Du kannst es aber kombinieren mit von der Brücke Springen oder Erhängen.

Steigert aber nicht umbedingt deine Erfolgstchancen. 

"Meine Krankheit ist unsichtbar, außer wenn man wie ich eine Halsmanschette tragen muss!" xD

Antwort
von EdnaImmers, 34

Ja - kann man ..... ist aber unangenehm und man sollte es tunlichst vermeiden sich umzubringen.

Sprich den Arzt auf deine Depressionen an - nimm die Medikamente und vermeide den Alkohol (Alkohol ist teuflisch, wenn es einem schlecht geht - die Probleme werden noch heftiger) 

alter, weiser Spruch:

Wer versucht seine Sorgen in Alkohol zu ertränken wird merken, dass Sorgen schwimmen können!

Kommentar von i8888i ,

OK, Danke für den Spruch und die Info. Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, den Alkohol zu vermeiden. Ich versuche dann an den Tagen, wo ich was trinke, keine Tabletten zu nehmen.

Kommentar von EdnaImmers ,

Versuch ist immer gut. Aber sieh es mal so - der Alk ist, wenn es einem seelisch nicht gut geht wirklich schlecht. 

Lass den Alk doch mal probeweise 4 Wochen ganz weg. Das überlebst du garantiert und ich wette, dir wird es besser gehen. 

Der Mensch braucht keinen Alkohol um zu überleben - das Zeug ist nun mal auch ein  " Gift" 

Kommentar von i8888i ,

Hi, ja. Ich habe eigentlich nie wirklich viel Alk. getrunken in meinem Leben. Da ich eine Zeit lang so gut wie keine Freunde hatte. Da ich aber jetzt wieder neue Freunde gefunden habe, die ich aber schon an sich von früher kannte, und die trinken fast täglich, ist es fast unmöglich mit denen befreundet zu sein und keinen Alk. zu trinken, aber versuchen kann ich es. 

Kommentar von EdnaImmers ,

Wenn du dich mit mit Leuten umgibst die jeden Tag trinken ..... 

Sieh es doch mal so - es gibt Menschen die vertragen keine Milch und es gibt welche die vertragen keine Erdnüsse und du scheinst keinen Alkohl zu vertragen .....

Kommentar von i8888i ,

Bisher hab ich Ihn schon vertragen :-) Ich versuche an den Tagen, wo ich trinken will, keine Tabletten zu nehmen. Aber natürlich ist es immer am besten, man lässt Ihn ganz weg... Da hast du schon Recht!

Kommentar von EdnaImmers ,

< puuh> endlich gibst du mir Recht .... hat ja ziemlich lang gedauert :-)))

Ich denke du hast verstanden was ich gesagt habe :-)))

Antwort
von kokomi, 32

gehe bitte in eine klinik!

Kommentar von i8888i ,

Ich habe nicht viel Geld um mir sowas zu leisten, ich muss Mo. bis Fr. leider auch immer arbeiten.

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