Frage von DaveHasNoBrain, 39

Kann man überhaupt eine eigene Persönlichkeit haben oder bin ich nur Abbild meiner Umgebung und Mitmenschen?

Antwort
von Ottavio, 8

Es sind nicht nur zwei, sondern mindestens drei, wenn nicht vier "Ebenen" von Einflüssen, die die Persönlichkleitsentwicklung eines Menschen formen: Zuerst einmal ist da die genetische, ererbte. Sie ist zumindest insofern die wichtigste, als durch sie bestimmt ist, dass Du überhaupt ein Mensch bist und kein Kaninchen. Wie groß im Übrigen ihr Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung ist, ist wissenschaftlich und vor allem politisch derzeit auf das Heftigste umstritten; ihren Einfluss schlichtweg zu leugnen halte ich für nur albern. Zum zweiten gibt es da die Ebene der gesellschaftlichen Beeinflussung. Sie umfasst vielerlei Faktoren, von denen Erziehung und Vorbilder am meisten genannt werden, aber nicht unbedingt die wichtigsten sein müssen. Zum Beispiel sind Menschen von Natur aus geschlechtliche Wesen. Von einem gewissen Alter an bemühen sie sich, Wesenszüge anzunehmen, die den Menschen des anderen Geschlechts gefallen. Die dritte Ebene scheint mir bei erwachsenen Menschen die wichtigste zu sein: Menschen haben ein gewisses Maß an Willensfreiheit. Sie haben die Möglichkeit, sich selbst zu entwerfen, sich ein Ich-Ideal zu schaffen und sich zu bemühen, mit ihrer eigenen Realität diesem Ideal möglichst nahe zu kommen. Sie selbst sind es also, die ihren Charakter formen. Fraglich scheint mir einzig zu sein, ob sie die Freiheit haben, das nicht zu tun. Die wahrscheinlich vierte Ebene ist die Ebene der Epigenetik. Ihre Entdeckung ist relativ neu und noch eher wenig erforscht. Auch insoweit Menschen gleiche Gene haben, wird die Wirksamkeit genetisch vorgegebener Veranlagungen pränatal oder in einem frühestkindlichen Stadium "ausgeschaltet". Dies "Ausschaltungsmuster" kann auch vererbt werden, im Allgemeinen aber nur über wenige Generationen. Wie weit dieser Vorgang für die Ausbildung von Persönlichkeitszügen verantwortlich ist, kann ich noch nicht beurteilen. Es scheint mir aber durchaus möglich, dass er noch wesentlicher ist als die anderen Ebenen.

Antwort
von Quastroo, 20

Da jeder Mensch unterschiedlich ist, denke ich nicht, dass man nur ein Abbild der Umgebung und Mitmenschen ist. Man reagiert und unterhält sich anders. Man hat andere Meinungen, andere Vorlieben, andere Einstellungen, andere Geschmäcker, ja sogar andere Fetische usw.....

Daher hat man eine gewisse eigene Persöhnlichkeit. Es dürfte zwar Übereinstimmungen mit Anderen geben, dennoch unterscheidet man sich doch letztendlich irgendwo. Es kommt auf das Detail an.

Antwort
von DarkArtist, 26

Man kann eine eigene Persönlichkeit haben aber manche Leuten nehmen die Persönlichkeit des Menschen an der oder die einen oft umgibt. Aber nicht jeder ist so. Ich habe zum Beispiel meine eigene Persönlichkeit.

Antwort
von chrisi565, 22

Du hast deine eigene individuelle Persönlichkeit. Das interessante ist, die Grundbausteine setzten deine genetischen Erbstücke (Eltern, Großeltern). Gewisse Verhaltensmuster lassen sich nach Jahren von Erfahrung und sozialer Veränderung immer wieder erkennen.

Der zweite große Teil ist das soziale Umfeld in dem wir uns bewegen. Somit ist es sowohl abhängig vom sozialen Umfeld und trotzdem aber auch eine genetische und Individuelle kombination.

Somit ist jede Persönlichkeit anders, ähnlich wie andere aber trotzdem immer anders in irgend einer Weise.

Das ist meine persönliche Meinung

Antwort
von allph, 14

Du bist, was du bist! Kein Abbild deiner Umgebung und Mitmenschen, sondern ein Ergebnis deiner Interaktion mit denselben! Daraus ergiebt sich die Persönlichkeit .... ;-)

Kommentar von allph ,

ich muss mich jetzt selbst kommentieren: "Person" laut Wikipädia bedeutet:
Am bekanntesten ist die Ableitung von lat. per-sonare (kurzes -o-) für „durchtönen“ (nämlich die Stimme durch die Maske).

Ein vergleichbarer Erklärungsversuch nimmt die Abstammung von

per-sônare

bzw

per-zônare

(langes -o-) für „verkleiden“ (zu griech. ζώνη

zônê

‚Gürtel‘) an. Diese Ad-hoc-Herleitungen werden jedoch stark angezweifelt. Der an der Lautgeschichte interessierte Etymologe Josef Justus Scaliger (* 1540, † 1609) entschied sich für

perzonare

(einen Gürtel anlegen), was allerdings keine rein lateinische Etymologie darstellt. Denn

zona

kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Gürtel“.

[1]

Manche Wissenschaftler halten den Begriff für eine Entlehnung aus dem neutestamentlichen griech. πρόσωπον prosôpon ‚Maske‘, ‚Rolle‘, ‚Mensch‘ (ältere Bedeutung: (An)Gesicht, Miene, Blick, äußere Gestalt, Aussehen).

Einer anderen und von den meisten Etymologen und Philologen heute für wahrscheinlicher gehaltenen Theorie zufolge[2] stammt er jedoch vom etruskischen Wort phersu für ‚Maske‘. Die Ableitung aus dem Etruskischen wird bereits seit Jahren als einzige Version von der Duden-Redaktion vertreten.[3] Phersu
war der Eigenname einer Gestalt aus der Unterwelt, die bei
Leichenspielen auftrat und sich in einer für sie typischen Verkleidung
zu erkennen gab.

Nur zur Ergänung "ad Persona"

Antwort
von Steffile, 16

Auch wenn dich das jetzt nicht zufriedenstellt: beides, etwas in der Mitte.

Menschen werden mit Persoenlichkeitszuege geboren (das habe ich bei meinen Kids schon vor der Geburt gemerkt!). Was daraus wird, haengt stark von den Vorbildern (erst Eltern, dann auch Freunde) und den gegebenen Stimulationen ab. Das haben Zwillingsstudie schon oft gezeigt.

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