Frage von somebodyelse00, 211

Kann man über eine schlechte Kindheit hinwegkommen?

Hallo. Ich bin weiblich, mittlerweile 17 und hatte es wirklich sehr schwer in meiner Kindheit. Um es kurzzufassen: psychische und physische Misshandlung, Scheidung der Eltern, Todesfall in der Familie und das ist auch nicht alles.. Mein Arzt meint ich bin depressiv, was man durchaus so sagen kann. Ich war schon beim Psychologen aber das ist einfach nichts für mich und es hilft mir auch nicht mich immer wieder mit meiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Am liebsten würde ich mich umbringen um den Schmerz loszuwerden. Ich kann und will so nicht mehr leben. Vielleicht gibt es ja Jemanden der ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder weiß wie man über sowas hinweg kommen kann. Danke für Antworten.

Antwort
von XNightMoonX, 99

Das kenne ich. Bei mir ist es Mobbing über die gesamte Schulzeit (11 Jahre) gewesen. Meine Eltern trinken viel Alkohol. Lassen mich immer spüren, dass ich ihnen nicht wichtig bin, ich habe keine Freunde, psychische Probleme, Jugendamt usw.
Wenn ich alles aufschreiben würde, würde das lesen sehr anstrengend werden. Daher belasse ich es mal bei den paar Beispielen.

Ich habe auch oft daran gedacht, mich einfach umzubringen, da mich eh keiner braucht. Ich habe so vielen den Hintern gerettet, aber mich lies jeder einzelne davon fallen. Da hat man irgendwann einfach keine Hoffnung mehr.
Das mit der Therapie hat mir auch nichts gebracht, bzw. wurde sich da im Grunde gar nicht richtig drum gekümmert.

Die Vergangenheit und den damit verbundenen Schmerz loszulassen, quasi zu vergessen, ist sehr schwer.
Ich bin jetzt 19 und bei mir fingen diese psychischen Probleme auch mit 16/17 an. Folgen von Mobbing können sehr fatal sein und das Leben des betroffenen gründlich zerstören.

Ich habe dann aber zwei Menschen gefunden, denen ich wirklich was bedeute. Ich kann mit ihnen reden, jederzeit zu ihnen usw. Das hilft mir auch sehr. Vorher war ich niemanden so wichtig. Allerdings wollte ich es den beiden auch erst nicht richtig glauben, aus Angst eben.

Ich versuche momentan ein neues Leben aufzubauen. Typveränderung, von meinem Geburtsort wegziehen und auch woanders arbeiten usw. 
Ich will auch mein Selbstbewusstsein aufbauen, damit mir vieles einfach egal werden kann. Normalerweise zerbreche ich schon an der kleinsten Kleinigkeit. Aber das alles dauert noch etwas..
Ich habe alles verkauft und entsorgt, was mich an meine Schulzeit und die Leute mit denen ich dort zu tun hatte, erinnerte.  Auch alles andere, was mich nur an schlechtes erninnerte.

Ich möchte einfach mein bisheriges Leben komplett hinter mir lassen, als hätte es das nie gegeben. Wenn ich zurück denke, habe ich nur sehr wenige Momente, bei denen ich lächeln kann.

Wie Du darüber hinweg kommst, kann ich Dir leider nicht genau sagen. Auch wenn ich gerne würde. Aber jeder hat da seine eigene Methode, etwas zu verarbeiten.
Ich kann Dir nur sagen, wie ich es mache und es hilft mir auch. Erinnerungen zu löschen ist zwar schwierig, aber nicht unmöglich.

Alles Gute.

Antwort
von pingu72, 129

Ich war schon beim Psychologen aber das ist einfach nichts für mich und es hilft mir auch nicht 

Ne, so kann das auch nicht helfen. Ist ja nicht so dass man da einmal hingeht und alles ist gut.... Fange nochmal an und ziehe es durch, hab Geduld!

Es ist nunmal unheimlich wichtig es zu verarbeiten und darüber zu reden! Verdrängen bringt gar nichts, dann kommt es immer wieder hoch.... Es gibt Menschen die schlimmeres erleben mussten, und die haben es auch geschafft! 

Du bist erst 17 und hast deine Zukunft noch vor dir! Du wirst irgendwann einen tollen Job, super Freunde und einen liebevollen Partner haben können, aber dafür musst DU auch etwas tun. Von nix kommt nix, also nehme dein Leben in die Hand! Es lohnt sich!!!!

Antwort
von miralo1234, 93

Ja, ich weiß wie du dich fühlst. Ich bin jetzt 15 Jahre alt und hatte auch schon oft das Bedürfnis, einfach wegzulaufen.

Aber eines musst du dir immer merken: Es gibt Menschen, die haben es zwar etwas einfacher, aber dafür haben sie keine Ahnung, wie stark Menschen wie du kämpfen.

Ich versuche es also immer als Herausforderung und Erfahrung zu sehen. Das hilft mir persönlich sehr und macht mich auch stolz.

Ich denke, du musst einfach lernen etwas positiver zu denken. Ich weiß, man würde am liebsten den ganzen Tag im Bett liegen und heulen, aber Schmerz lässt sich auch gut verarbeiten, indem man Dinge tut, die einem gut tun.

Du lenkst dich so praktisch ab und machst automatisch etwas, was dich generell glücklich macht (Musik machen, Laufen,...).

Das beste (was allerdings viel Mut verlangt) ist immer noch mit vertrauten Personen über deine Probleme zu reden (wenn es sein muss auch schreiben).

Ganz viel Glück & Kraft wünsch ich dir! :)

Antwort
von Dxmklvw, 55

Jeder Mensch übernimmt mehr oder weniger auch Charaktereigenschaften und Denkgewohnheiten von seinen frühen Bezugspersonen.

Es kommt darauf an, solche Eigenschaften und Gewohnheiten ständig darauf zu  prüfen, ob sie helfend oder beherrschend sind und ob sie für einen selbst und für andere nützlich oder schädlich sind.

Schädliches sollte man nicht zu seinem "Ich" hinzufügen, und man sollte sich ständig darüber klar sein, ob man sein eigenens Leben lebt oder das anderer.

Wer das Leben anderer lebt, der ist auch dem Wesen und den Urteilen anderer hilflos ausgeliefert und merkt es irgendwann nicht einmal mehr oder allenfalls daran, daß er sich ständig in jedem und allem unwohl fühlt.

Sich umbringen ändert nichts daran, daß das Leben der anderen, das man möglicherweise gelebt hat, trotzdem weitergeht wie bisher. Der bessere Weg wäre, einfach damit anzufangen, das eigenen Leben zu leben, das bis dahin eingesperrt und weitgehend aktionsunfähig war.

Gibt man diesem (dem eigenen) Leben seine Freiheit zurück, dann gewinnt es recht schnell seine Lebensfreude zurück. Das kann allerdings je nach Fall auch sehr anstrengend sein, weil man dann zwangsläufig auch diverse bisherige Gewohnheiten und Umgebungsbedingungen so ändern muß, daß sie zum eigenen Leben passen.

Antwort
von grossmogul, 38

Hallo, ich kann dir keine allgemein gültige Antwort geben, ich kann nur aus meiner Meinung sprechen. Ich würde von mir nicht sagen, dass meine Kindheit furchtbar war, darum ist das schwer zu vergleichen. Es gibt aber Dinge, die mich sehr beschäftigt haben, die für mich mittlerweile in Ordnung sind. Aus meiner Perspektive hilft folgendes:

1. Abstand gewinnen
Versuche, die Dinge und Situationen die dir nicht gut tun oder die dich immer wieder daran erinnern abzustellen oder zumindest, dass du diesen weniger oft ausgesetzt bist. Das kann sehr schwierig sein, besonders wenn es um Familie geht und du als Minderjähriger nicht einfach gehen kannst. Manchmal hilft es einfach schon sich Auszeiten zu nehmen und Freundeskreise oder Hobbies zu finden, die dir Abstand geben (das kann z.B. auch Kampfsport sein). Es kann auch langer Urlaub bei entfernten Verwandten oder Freunden helfen. Manchmal hilft nur dauerhafter Abstand, also aus- oder wegzuziehen. Als Minderjähriger ist das schwieriger, aber auch hier gibt es Möglichkeiten. Wenn die Eltern zustimmen ist das einfacher. Wenn nicht hilft dir vielleicht auch einfach der Gedanke, dass du bald volljährig bist und dann die Möglichkeit hast auszuziehen. Auch wenn man sich physisch nicht trennen kann, tut es manchmal gut sich zumindest in Gedanken schon damit auseinander zu setzen. Indem man Abstand gewinnt, nimmt man sich Druck raus und kann auch einfacher die Perspektive wechseln.

2. Schau nach Dir
Der Prozess, über etwas weg zu kommen bedeutet auch, sich immer wieder damit auseinander zu setzen. Das kann sehr schmerzvoll sein und sehr, sehr anstrengend. Mach dir klar, dass es okay ist, wenn es dir mal schlecht geht und setze dich nicht unter Druck. Damit du aber immer wieder die Kraft findest, dich damit auseinander zu setzen, such dir aktiv die Dinge, die dir gut tun. Das können wie gesagt Freunde sein, ein Hobby wie z.B. Sport oder Theater spielen (das hat mir sehr geholfen). Such dir etwas, was dir einen sicheren Rahmen gibt und wo du auch mal alles kurzzeitig vergessen kannst. Wenn man so etwas noch nicht hat, braucht es manchmal viel Kraft und Mut danach zu suchen. Aber es lohnt sich. Vielleicht möchtest du auch lieber dabei alleine sein und schreiben oder fotografieren. Wichtig ist, dass du etwas hast, was dir Energie zurück gibt. Es ist okay auch einfach ab und an allen Sch*** hinter sich zu lassen. Was selten hilft sind Alkohol oder andere Drogen. Spür einfach nach, was dir Kraft und Lebenslust gibt und umgebe dich mit Menschen, dir dir gut tun.

3. Sich auseinander setzen
Leider hilft reines Vergessen nicht über innere Verletzungen weg. Die Erinnerungen werden auch wieder kommen, wenn du dich nicht damit auseinander setzen willst. Wenn du das steuern kannst, wann und wie du dich damit auseinander setzt, gibst du dir Freiraum und nimmst dir den Druck. Wie du dich damit auseinander zu setzen solltest kann dir keiner sagen. Es ist hilft auch nicht immer das gleiche. Vielen Menschen helfen kreative Tätigkeiten z.B. Schreiben, Malen oder Musik machen. Früher oder später führt meist kein Weg daran vorbei, dich auch in Worten damit auseinader zu setzen, ob du jetzt mit jemandem sprichst oder Tagebuch führst. Du hattest geschrieben, dass Therapeuten nicht dein Ding sind - vielleicht solltest du es trotzdem nochmal probieren. Oft braucht man auch mehrere Anläufe bis man jemanden gefunden hat, mit dem man gut zusammen arbeiten kann. Außerdem können diese Personen professionell damit umgehen. Das heißt zum einen, dass sie dir neue Impulse oder Ideen geben können. Zum anderen heißt das aber auch, dass sie mit den Dingen umgehen können, über die ihr sprecht. Oft sind Freunde oder Verwandte schnell überfordert und wissen nicht wie sie damit umgehen sollen, wenn du ihnen schlimme Dinge oder immer und immer wieder von den gleichen Dingen erzählst. Therapeuten können damit umgehen. Dass eine Auseinandersetzung mit deinen Themen wirkt, merkst du wenn sich deine Gefühle oder Meinungen ändern. Vielleicht bist du plötzlich mehr traurig über ein Thema, das dich vorher nur wütend gemacht hat. Oder du dachtest, dass dich eine Situation besonders verletzt hat und stellt im Laufe der Zeit fest, dass es noch andere Situationen gab, die du bereits vergessen hast. Manchmal schafft man es auch irgendwann, sich in den gegenüber hinein versetzen zu können und manche Dinge zu verstehen (auch wenn man sie nicht okay oder entschuldbar findet). Wichtig ist: gib nicht auf.

Ich hoffe, du findest deinen Weg. Es ist nicht leicht und es wird seine Zeit brauchen. Aber aus deiner Frage lese ich heraus, dass du das eigentlich willst: über deine Kindheit hinweg kommen und dein Leben leben. Und das ist das wichtigste - immer wieder zu kämpfen. Lass dich nicht durch dich und andere unter Druck setzen, geh deinen Weg in deiner Zeit (als ungeduldiger Mensch fällt mir das auch nicht immer leicht). Du wirst vermutlich heulen, du wirst vermutlich sauer und wütend sein, du wirst dich vermutlich leer und traurig fühlen. Das ist okay. Denn du wirst dich auch immer wieder dazwischen besser fühlen. Und die guten Zeiten werden zunehmen. Hör nicht auf das, was andere sagen, was du machen musst, sondern auf das was sich für dich gut und richtig anfühlt.

Ich wünsche Dir alles gute!

Antwort
von TheTrueSherlock, 119

Ich hatte zwar nicht solche ernste Probleme, war aber dennoch depressiv. Meine Probleme lagen in der Kindheit und unter anderem bei der Beziehung zu meinem Vater. Und ich finde schon, dass man sich damit auseinandersetzen muss! Mir hat es sehr viel geholfen.

Gerade bei der Scheidung oder bei dem Todesfall kann man sehr viel reden, Wege finden, wie man besser damit umgeht und so weiter.

Wie lang warst du denn beim Psychologen? So etwas braucht Zeit und die solltest du dir auch geben. Selbstmord ist kein Ausweg und ich wünsche dir, dass du die Kraft hast eine Therapie anzufangen/durchzuziehen. Vielleicht war dieser eine Psychologe nichts für dich oder die Therapieform hat dir nicht zugesagt. Allerdings gibt es sehr viele unterschiedliche Therapiearten und da ist definitiv auch für dich etwas dabei.

Liebe Grüße :)

Antwort
von Fliegengewicht4, 55

Versuch mehrere Sitzungen mit einen Psychotherapeut, man kann leider nicht einmal zur Therapie gehen und die Probleme sind danach weg, sondern man muss es aufarbeiten und an sich arbeiten und deswegen kann es sehr gut für die Seele sein mit einem guten Therapeuten zusammen zu arbeiten. Oder schau dir mal verschiedene Psychologen an. Versuch es die Therapie durchzuziehen und mit dem Thema abzuschließen sonst kommt es immer wieder hoch. Schau mal in Google nach was es noch für Therapieformen gibt.


Vielleicht wäre  Heilpädagogisches Voltigieren/Hippotherapie etwas für dich. Viel Glück

Antwort
von konstanze85, 60

Du solltest bei Selbstmordgedanken wohl besser eine stationäre Therapie machen, statt ambulant einmal die Woche oder alle 2 Wochen für ne Stunde mit jemandem zu reden. Das ist zu wenig. Außerdem solltest Du begleitend Antidepressiva nehmen

Antwort
von JZG22061954, 32

Nun ich sage es mal ganz knallhart, es gibt auf dieser Welt Millionen von Menschen, die eine mehr oder weniger misslungene Kindheit hinter sich haben und an diesem Zustand wird sich auch in den kommenden Jahrzehnten nichts wesentliches ändern. Die meisten von diesen davon betroffenen Menschen sind infolge dessen dennoch zu keinem sozusagen geistigen Krüppel, einem psychisch belasteten Wrack respektive gar zu einem psychopatisch veranlagten Wesen mutiert. Was ich damit sagen will, es kommt immer auf das jeweilige Individuum an wie es mit derartigen Belastungen klar kommt und wie es später als Erwachsener dazu in der Lage ist unbeeindruckt von der Vergangenheit sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und auch sinnvoll zu gestalten. Bei dir aber gibt es da ganz offensichtlich diverse unüberbrückbare Hürden und so scheint es mir in der Tat für dich persönlich angebracht eine längere psychologische und vielleicht sogar psychiatrische Behandlung in Anspruch zu nehmen und auf der Formulierung „ längere „ möchte ich dein besonderes Augenmerk richten.


Antwort
von socki68, 71

Du schreibst, " es hilft mir nicht , mich immer wieder mit meiner Vergangenheit auseinander zu setzen" Genau! 

Therapie und Verarbeitungstrategien kann Vieles sein,  das hängt nicht vom Therapeuten ab, sondern von deinen Entscheidungen, was dir gut tut. Und daraus sollten sich auch die  Wege und Ziele  mit einem Therapeuten entwickeln. Und du äußerst ja ganz deutlich, dass du nach VORN schauen willst.  Offenbar  passt dein jetziger Therapeut an dieser Stelle oder aktuell nicht zu dir.

Deswegen wäre es sicherlich gut, nochmal jemand anderen zu suchen, jemanden der " lösungsorientiert" arbeitet, d. h. der darauf schaut, was bereits gut in deinem Leben funktioniert ( und das wird es , auch wenn man so etwas manchmal selbst nicht sieht) und  eben nicht nur dort, wo es wehtut. Thema Depression und AKUTE Not : das ist schon ernst zu  nehmen, insofern, als das man so einen Schmerz nicht einfach mit einem Fingerschnippen abstellen kann. In dem Fall können Medikamente tatsächlich ein Segen sein, zumindest , um wieder klarer zu sehen. Auch ein stationärer oder Tagesaufenthalt in einer Klinik für ein paar Wochen können Dämonen vertreiben. 

Und was ich dir auf jeden Fall sagen kann: JA! Man kann auf jeden Fall  über schlechte  Erfahrungen und Kindheitsbedingungen hinwegkommen. Es ist oft so, dass gerade Menschen, die es schwer hatten, später sehr starke und wunderbare Persönlichkeiten werden.   Diese Stärke ist - trotz allem Schmerz- auch in Dir, sonst  würdest Du  hier nicht nach einer Lösung suchen. Lösungen suchen nur Menschen, die nach vorne schauen und zur Veränderung bereit sind. Es gibt auch viele Bücher , über Menschen, die sich wie Phönix aus der Asche von ihren familiären Fesseln gelöst haben. Ich habe noch eine Frage: Wohnst du noch zu Hause? Vielleicht wäre es auch gut, aus dem Umfeld wegzuziehen ?  Liebe Grüße socki

Antwort
von delena0207, 90

Vielleicht war es nicht der richtige Psychologe für dich. Oder nicht die richtige Therapieform. Es gibt noch viele ander Möglichkeiten (Gesprächstherapie, Hypnosetherapie, Therapie + Medikamente beim Psychiater, ...). Probier noch was anderes und gib nicht auf.

Antwort
von bachforelle49, 65

ja, das kannst du - mit Hilfe (hoffentlich) eines guten, verständnisvollen Menschen, der auch gewillt ist, der unentgeltlich zuzuhören

oder /und ja, das kannst du auch alleine schaffen, wenn du dich - bildlich gesprochen - je öfter desto lieber auf deine Schulter klopfst und dir Mut zusprichst. Sei dabei ruhig egoistisch und lobe dich selbst, denn im Grunde ist das dann kein Egoismus, weil es sonst ja keiner macht...

das mit dem professionellen ist so eine Sache.., da kommt vieles zusammen von Menschen, die gar keine Ahnung haben, weil sie es nicht selbst durchlebt und durchlitten haben. das ist, wie wenn jemand über Kinder spricht und hat selbst gar keine - geht also nicht!

Ziel muß sein, daß du das aufarbeiten kannst (aufarbeitest), daß deine Eltern und damit mein ich beide Teile im Endeffekt versagt habe.. da ich sehr altmodisch denke, gehe ich soweit zu sagen, daß zur Erziehung Vater und Mutter gehören; nur ein Teil geht nicht

eine Trennung kann es nicht geben, es sei denn, dein Vater wäre gewalttätig (gewesen) oder wäre dem Alkohol verfallen und anderen Süchten.. Laß dich bitte also nicht unterkriegen und versuch jetzt ohne Tabletten dich aus dem Sumpf zu ziehen. es klappt bestimmt, denn Gott hat dich zum Leben geschaffen, und er liebt ganz besonders dich! Alles Gute wünsch ich dir erstmal für deinen weiteren Weg :-)

Antwort
von Sigimike, 77

Gönn Dir bitte einen Neu-Anfang.

Was du nicht tun solltest, ist ständig an das vergangene und passierte zu denken. Du kannst die Vergangenheit nicht ändern. Und denkst du nur an die Vergangenheit, ist es schwieriger, im "Hier und jetzt" zu sein, die Zukunft ist so auch schwieriger zu sehen.

Wenn du es jedoch schaffst, Dich von dieser blöden Vergangenheit zu verabschieden, wirst du weiterleben, ohne die ständig Negative-Gedanken der Vergangenheit im Kopf zu haben..

Ich sage nicht, das es einfach ist, jedoch sage ich, das es möglich ist.

"Also lass den Dreck dort liegen, wo er hingehört... Beachte ihn nicht mehr."

Antwort
von Kokos2509, 48

Ich könnte ein Buch schreiben,ne Moment mehrere sogar so viel Mist habe ich schon erleben müssen...Sehr sehr schlimme Sachen . bin 18 und nur geht's nicht anders. Du musst mit jemand sprechen einfach so vergeht das niemals ! Ich habe den Fehler gemacht das ich mit niemand gesprochen habe und mir geht's heute immer schlimmer,wäre ich nicht bald Mama weiß ich nicht was mit mir noch passiert wäre. Depression ist eine schlimme Krankheit die man nur selbst heilen kann!! Geh zum Psychologen du darfst mehrere dir mal anschauen und schauen wer dir am meisten passt. Ich müsste 13 Psychologen anschauen weil keiner mir gepasst hat, jetzt habe ich einen und der hört sich mein Geschreie und weinerei jede Woche an *haha* es tut gut .
Bete zu Gott und glaub daran das es Menschen gibt die froh wären so was erlebt zu haben wie ich,du oder jemand anders. Es gibt viel grausamere Dinge .
Herzliche Grüße(Nicole)

Antwort
von josef050153, 22

Es gibt eine Grundregel in der Hilfeleistung:

Man kann nur demjenigen helfen, der sich auch helfen lässt.

Wenn du die Hilfe durch den Psychologen aber ablehnst, dann kann er dir auch nicht helfen.

Ich habe aber noch zwei Fragen:

  • Wie soll deiner Meinung nach die Hilfe aussehen?
  • Wo wohnst du? - Vielleicht kann ich dir jemanden vermitteln.
Antwort
von Atemu1, 36

Wenn du stark genug bist, dich in einer Weise mit dir selbst auseinanderzusetzen, die deinen Eltern unmöglich war, erzeugt das eine Sehnsucht nach Gerechtigkeit, welche es dir schwer macht, ihnen in irgendeiner Form zu vergeben.

Trotzdem stärkt die durch eine solche Anstrengung gewachsene Differenzierung die Selbstheilungskräfte und die Wertschetzung der eigenen Erfahrung und entbindet uns von der Abhägigkeit von einer elterlichen Beichte.

An diesem Punkt wird Vergebung ein Akt der Sorge um sich selbst und eine bewußte Entscheidung, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Antwort
von TL0905, 46

Geh in eine Tagesklinik um die Vergangenheit zu verarbeiten

Antwort
von AlterHallunke, 41

Einzigste Möglichkeit : Neuanfang. Heißt damit abzuschließen. Einen Partner zu suchen. Eigenes Leben aufzubauen.

Antwort
von gnarr, 68

das einzige was dir dabei hilft, ist die bewältigung deiner vergangenheit. dazu gehörst du in intensive therapie.

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