Frage von gnuman79, 23

Kann man trotz der 1%-Regelung mit dem Firmenwagen die Bürofahrten absetzen?

Es ist ja so, wenn man keinen Firmenauto hat und zur Arbeit fährt, schreibt man die km auf und setzt die dann bei der Steuererklärung ab. Also man bekommt Geld zurück, weil man zur Arbeit fährt.

Wenn man einen Firmenauto hat und man zum Büro fährt, wird die Strecke verrechnet und man bekommt dadurch weniger Netto-lohn. Also man zahlt Geld dafür, dass man zur Arbeit fährt. Das sind ja auch Ausgaben.

So, kann man nun das "zuwenig bekommenes Geld" irgendwie wieder bekommen auch Anteilsweise? Quasi so wie ich oben beschrieben habe, als hätte man keinen Firmenauto.

Antwort
von Havenari, 15

"Weniger Nettolohn"? Der Firmenwagen (bzw. dessen Überlassung zur privaten Nutzung) ist doch Bestandteil deines Lohns, deshalb musst du das ja gerade versteuern. Du hast also mehr Lohn als jemand ohne Firmenwagen.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Nein, er hat erst mal weniger Lohn. Die 1% des Neuwagenwertes die er brutto auf den Lohn draufbekommt, bekommt er ja auch netto wieder abgezogen. Zusätzlich muss er die Fahrten von Wohnung zur Arbeitsstelle versteuern. Das hat aber lediglich den Hintergrund, dass er mit einem eigenen Auto ja auch Kosten hätte um zur Arbeit zu kommen. Netto hat er also definitiv weniger raus als jemand ohne Firmenwagen. Er muss halt privat nichts für sein Auto bezahlen, dadurch spart er wieder.

Antwort
von Messkreisfehler, 18

Du kannst bei deiner Einkommenssteuererklärung die Fahrten zur Arbeit ganz normal wie jeder ohne Firmenwagen auch angeben.

Darüber hinaus gibts nix.

Kommentar von gnuman79 ,

also, alle Fahrten zur Arbeitsstelle aufschreiben und dafür 0,3€/km Steuern zurück, trotz 1%-Regelung? Meinst du so?

Kommentar von Messkreisfehler ,

Nein, die 30 Cent pro km bekommst Du nicht zurück, sondern sie schmälern einfach dein zu versteuerndes Einkommen, du zahlst also weniger Lohnsteuer, du erhälst aber nicht die vollen 30 Cent pro km zurück.

Kommentar von gnuman79 ,

der Lehnsteuerabzug ist bei mir ja monatlich. Aber die Angaben der Fahrten zur Arbeit werde ich doch bei der Steuererklärung im nach hinein machen. Also bekomme ich von den Steuern
z.B. für das Jahr 2015 später  zurück. Aber halt, wie du sagst, nicht die vollen 30Cent.

Wieso denn nicht die vollen 30Cent? Immerhin muss ich aufgrund der weiten Strecke ca. 400,- wegen den Fahrten zum Büro bezahlen, bzw. von Nettolohn abziehen

Antwort
von Hoegaard, 14

Bezahlst du bei deinem Firmenwagen denn den Kraftstoff, Reparaturen usw. selbst?

Kommentar von gnuman79 ,

ich sag nur eins. Mittlerweile bekomme ich monatlich 550,-€ weniger Nettolohn wegen den Firmenwagen.

Ich glaube, dass ich für dieses Geld mir zwei kleine Autos leisten kann. Es muss ja kein super teure Neuwagen sein ;-) der mich zur Arbeit bringt

Kommentar von Messkreisfehler ,

Bei der Summe würde ich aber mal prüfen ob es nicht sinnvoller wäre über Fahrtenbuch anstatt pauschal mit 1% abzurechnen. Bei 550 Euro weniger Netto im Monat würde ich mir 2 mal überlegen ob ich nen Firmenwagen haben wollte.

Bei mir machts steuerlich knapp 300 Euro aus.

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