Frage von 4ch4n, 66

Kann man träumen das man einen Klaartraum hat ohne einen zu haben?

Ich glaube ich hatte einen Klaartraum und bin dann in den Trübtraum "gerutscht" Aber ich hab das Gefühl dass der Klaartraum kein echter war. Also hier nochmal die Frage: Ist es möglich einen Luziden Traum nur zu träumen ohne einen zu haben?

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von Tim16796, 13

Hehe :)
Ja das ist ein creepy Thema, für Anfänger und sogar fortgeschrittene ist es unglaublich schwer diese Frage zu beantworten.
Denn man kann es ohne Geräte nicht wirklich nachweisen ob man im Traum gedanklich aktiv war oder nicht. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher das ich die Träume selbst steuere, da ich in meinem komplexe Gedankengänge nachgehen kann. Ich könnte rein theoretisch eine mathematische Gleichung aufstellen, diese umformen, dann geh ich rumfliehen, Drachen bekämpfen what ever xD und geh zurück zu meiner Gleichung und kann weiter machen. Das wäre in einem trübtraum z.B. nicht möglich.

Aber da kommt dann wieder die Frage auf: und was wenn du nur geträumt hast das du so komplexe Handlungen vollzogen hast?

Das kann man nur in einem Schlaflabor testen, was auch schon oft genug getestet wurde, mit Erfolg.

Mit jedem Klartraum den du hast kommst du step by step weiter und irgendwann kannst du dir die Frage selbst beantworten. Denn egal was du hier liest, die Antwort musst du selber finden Wort wörtlich in deinen Träumen. ;)

Kommentar von 4ch4n ,

😮 Gut zu wissen... danke 😁

Antwort
von nowka20, 8

Das heißt, wir müssen tatsächlich außerhalb des physischen Leibes sein mit unseren seelischen Erlebnissen, wenn wir träumen. Insofern ist das, was sich ältere Seelenforscher gesagt haben, absolut unanfechtbar; es läßt sich gar nichts dagegen einwenden.
Aber etwas anderes muß gesagt werden. Irgendeine Erkenntnissicherheit über das Selbst kann mir der Traum nicht geben, er kann uns hinführen, wie man auf den Weg zu einer solchen Sicherheit kommt. Denn was wir innen sind, während der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wo wir außerhalb des Körpers sind: das, was uns der Traum da zeigt, das sind wir ja ganz gewiß nicht; denn das sind auf der einen Seite Bilder unseres körperlichen Inneren, noch dazu Sinnbilder dieses körperlichen Inneren, also das, was wiederum von unserem körperlichen Inneren genommen ist. Wir können doch nicht, wenn wir schlafend außerhalb unseres Körpers sind, sozusagen dasselbe sein, was wir im Inneren sind, im physischen Leibe sind. Es muß also etwas anderes vorliegen. Wir müssen da etwas sein außerhalb unseres Körpers, aber das macht sich nicht geltend. Dazu sind wir zunächst nicht fähig, das eigentliche Wesen des Seelischen im schlafenden Zustande zu erfassen. Das verbirgt sich und maskiert sich zunächst; es umhüllt sich mit Bildern der eigenen Körperlichkeit und zeigt sich in bezug auf sein Eigenleben in willkürlichen Zusammenstellungen des Erlebten. Daß wir außerhalb unseres Leibes sind, wenn wir träumen, das haben die älteren Seelenforscher gut geschlossen; aber daß uns der Traum etwas zeige über das außer unserem Körper befindliche Wesen, das haben sie zwar geglaubt, aber das ist nicht der Fall. Denn er zeigt uns gar nichts als das, was wir sonst erlebt haben im Leibe, und unseren eigenen Leib in Sinnbildern. Also, wenn wir außerhalb unseres Leibes etwas sind, so maskiert sich das im Traume, so trägt der Traum in bezug darauf eine Maske. Wollen wir hinter unser eigenes Wesen kommen, so müssen wir dem Traume, das heißt der Seele, diese Maske denn der Traum ist diese Maske — herunternehmen können. — Bis hierher leitet uns auf einen Weg eine intimere Anschauung vom Traume. Indem ältere Seelenforscher durchaus bemerkt haben, daß der Traum schließlich nichts anderes zeigt als das, was er selbst wiederum aus der Sinneswelt nimmt, kamen ihnen natürlich auch darüber die Zweifel. Und ebensowenig wie man Sicherheit zu haben glaubte durch eine gewöhnliche, rückwärtsgewendete Selbstbeobachtung, ebensowenig war man befriedigt von dem, was die Beobachtung der Traumwelt geben konnte.
Demgegenüber tritt nun das auf, was von mir immer genannt wird die anthroposophische Weltanschauung oder anthroposophische Forschungsart. Diese stellt sich zunächst auf den Standpunkt: Wenn uns der Traum zeigt, daß wir etwas außerhalb unseres Leibes sind, so erweist er sich ja für sich zu schwach, um sein eigenes Wesen zur Anschauung, zur Offenbarung zu bringen. Um sich zu offenbaren, bedient er sich der Erinnerungsfetzen des Lebens, der Sinnbilder der eigenen Körperlichkeit. Wir müssen daher das Seelenleben verstärken, erkraften, damit wir an das herankommen, was im Seelenleben maskiert im Traume vor uns steht. Das kann man. Man kann es dadurch, daß man, wie ich in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und in anderen Schriften ausgeführt habe, mit vollem Bewußtsein durch ein systematisch-exaktes sogenanntes «meditatives» Leben den Traum nachahmt, aber ihn nicht etwa dadurch nachahmt, daß man künstlich Träume erzeugt, sondern daß man dasjenige, was aus dem Unterbewußtsein unwillkürlich im Traume heraufsteigt, mit vollem Bewußtsein in der Seele erweckt. Dazu kommt man dadurch, daß man sich gewöhnt, ebenso zu verfahren, wie der Traum unwillkürlich verfährt so zu verfahren, daß man in innerer Meditation Dinge, die man gut kennt, sinnbildlich vorstellt. Der Traum gaukelt uns sinnbildlich unsere eigene Körperlichkeit vor. Man übt sich nun da uns weder unser eigenes Inneres noch die Natur Sinnbilder gibt streng systematisch, sinnbildlich vorzustellen. So werden Vorstellungen von uns willkürlich in ein Sinnbild gebracht, wie der Traum es uns unwillkürlich vorgaukelt. Durch innere Aktivität muß es erzeugt werden, das heißt aber, es muß der Traum verstärkt werden.
Wenn wir im äußeren Leben sind, geben wir uns passiv den äußeren Beobachtungen und Wahrnehmungen hin. Dann ist die innere Tätigkeit eine schattenhafte. Jeder empfindet eigentlich, wie schattenhaft das abstrakte Vorstellen ist, wie die Gedanken hingegeben sind an die Außenwelt und dann schattenhaft verlaufen. Jeder spricht von den schattenhaften Gedanken gegenüber der konkreten Wirklichkeit. Wenn man aber dazu aufsteigt, jetzt Sinnbildliches vorzustellen, so muß man diese Sinnbilder machen. Und wenn man nun ein vollbewußter Mensch ist und kein Narr, so weiß man, daß man sie selbst macht. Man ist dann durchaus kein Träumer, sondern ein gewöhnlich Wachender, ja noch mehr als ein gewöhnlich Wachender. Dem Träumer kommen die Sinnbilder unwillkürlich, dem Wachenden die Vorstellungsbilder durch äußere Anregung. Der Wachende, der selber sich rege macht, was die Träume geben, der Sinnbilder mit aller inneren Kraft sich vor die Seele hinstellt und in voller, bewußter Besonnenheit den Traum nachahmt, der erweckt sich sozusagen zu einer höheren Denk- und Vorstellungsaktivität und damit zu einer höheren Seelenaktivität überhaupt, als man sie im gewöhnlichen Bewußtsein hat. Das muß dann aber wirklich ganz systematisch durchgeführt werden.

(GA 213, Seite 18f : aus dem Vortrag vom 15. 11.1923 von Dr. R. Steiner)

Kommentar von 4ch4n ,

Das beantwortet zwar nicht direkt meine Frage aber... trotzdem sehr interessanter Beitrag. Danke dir.😀

Kommentar von nowka20 ,

ich weiß, aber was besseres hatte ich nicht

lieben gruß

Antwort
von Silberlilie, 14

Ja, das geht in der Tat!

Ich habe einmal geträumt und dann gedacht: Moment Mal, ich träume gerade. Daraufhin bin ich zu sämtlichen Personen gerannt und habe es ihnen erzählt (im Traum). Die wollten mir das natürlich nicht glauben, war ja ein Traum... Na ja, irgendwie habe ich diesen Traum aber nie gesteuert, überhaupt nicht dran gedacht, vermutlich weil das ganze ja nur ein Traum von einem Klartraum war XD

Kommentar von 4ch4n ,

krass 😂 und wie merkt man das wenn es der fall ist?

Kommentar von Silberlilie ,

Ganz einfach: Reality Checks, und dann kannst du versuchen deinen Traum langsam zu steuern. Wichtig: Erst klein anfangen, sonst kann es in die Hose gehen XD

Kommentar von Silberlilie ,

Wenn du keine Reality Checks machen kannst und den Traum auch nicht steuerst, dann stimmt was nicht

Kommentar von 4ch4n ,

ok Danke 👌

Antwort
von DasMaik0220, 43

Ja, das Gefühl hab ich auch meistens.

Ich könnte mir sogar vorstellen dass JEDER "Klartraum" nur sozusagen Einbildung ist, dass man halt denkt man steuere den Traum, tut es aber in Wirklichkeit garnicht.

Antwort
von Blubberlutsch97, 13

wenn du während der Zeit, die

Kommentar von Blubberlutsch97 ,

du als Klartraum im Traum bezeichnest, gesagt hast, dass es ein Traum ist und es wusstest, ist das auch ein Klartraum. nur wenn du dich fälschlicherweise danach zurück erinnert hast, du hättest im Traum gewusst dass es einer ist, aber so war es nicht. dann ist es kein Klartraum gewesen. aber das erste von beiden hatte ich auch mal. sogar zu Beginn sehr oft. man hat einen Klartraum und erlebt dann ein falsches erwachen (weil dein Unterbewusstsein lieber trübträumen will) und denkst, du hättest grade klargträumt und seist jetzt wach. dann wachst du wieder auf und stellst so eine Frage hierrein.
natürlich war das ein Klartraum, anders geht es nicht. also entweder du erinnerst dich falsch und du hattest keine Klartraum bevor du dich daran erinnert hast, oder aber es war schon ein Klartraum

Antwort
von xCarotte, 27

Ist mir auch schon passiert, also wird das wohl möglich sein

Antwort
von DerTroll, 39

Klar, man kann fast alles träumen.

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