Frage von pfannkuchen94, 181

Kann man sich selbst ins Krankenhaus einweisen lassen?

Habe eine seit einem ca Jahr eine depressive Angststörung oder so (zumindest laut meinem Hausarzt). Diese Angst dreht sich leider um mein Herz (wegen Extrasystolen). Sitze da jetzt schon ein Jahr lang mit. Vor einem 3/4 Jahr Langzeit EKG (normaler Sinusrhythmus mit gehäuften supraventrikulären Extrasystolen die nicht behandelt werden müssen), Belastungs EKG ok, bestimmt im laufe des Jahres 10-15 Ruhe EKGs ok, Herzeche ok (bis auf einen Mitralklappenprolaps (der laut Kardiologen keine Relevanz hat), Röntgen Thorax ok, BWS/HWS Röntgen leichte Skoliose (laut Arzt kein Beinbruch), Blutwerte ok, usw. Hab dann fürn halbes Jahr versucht das Herzstolpern nicht zu beachten, habe dies allerdings nie richtig hingekriegt und mich deshalb auch ziemlich geschont und zurückgezogen. Aber vor ca 4 Wochen wurde es wieder schlimmer. Zittern am ganzen Körper, Luftnot, Herzrasen/stolpern, Todesangst oder Angst, dass das Herz krank ist. Bin dann in die Notaufnahme: Ruhe EKG ok, Blutwerte ok. "Panikattacke" ab nach Hause. Es wurde nicht besser sondern eher schlimmer. Bin dann direkt nochmal zum Kardiologen. Herzecho ok! Ein paar Tage später habe ich bei meinem Hausarzt ein Belastungs EKG machen lassen und der Puls war schon nach 3 bis 4 Minuten auf 155. Haben deswegen abgebrochen. Das hat mich sehr überrascht, da ich 0 aus der Puste war und sonst auch keine Beschwerden hatte. Habs mit ihm abgesprochen. " Alles gut. Der Puls kommt bei dir denk ich von der Psyche". Ein LZ EKG könne man ja nochmal machen. Das dauert allerdings noch 1 1/2 Wochen. Solange kann ich nicht warten. Habe das Gefühl, dass mein Herz den ganzen Tag unregelmäßig schlägt. Manchmal Herzrasen, manchmal schlägt es langsam, dann stolpert es, dann kurzer Aussetzer. Bin wirklich verzweifelt. Jeder schiebt das sofort auf die Psyche. Das LZ EKG ist ja schon n 3/4 Jahr her und da kann sich ja viel geändert haben (selbst wenn es von der Psyche kommt). Mein Hausarzt sagt, dass ich die Angst loswerden müsse und deswegen in einer Reha (psychiatrische Reha oder so) soll. Das zieht sich aber auch hin. Es fühlt sich einfach so gefährlich an. Erst recht, wenn dann noch Brustschmerzen dazukommen (von denen ich nicht weiß ob sie von das Herz oder das Herzstolpern kommen, oder doch vom BWS oder so) und Luftnot. Muss es einfach jetzt wissen, wie soll ich denn sonst die Angst loswerden? Deswegen die oben genannte Frage.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Akka2323, 94

Mein Mann hat zwei Herzoperationen, zwei Schlaganfälle und einen Herzinfarkt hinter sich gebracht und es geht ihm im Moment sehr gut. Geht ins Fitnessstudio und kann sehr gut und hart trainieren. Die Extrasystolen hatte er nach den Operationen auch, vor allem im Winter und es hat ihn auch immer ziemlich gestört. Sein Kardiologe hat gesagt, einfach nicht beachten, sie sind nicht gefährlich. Eigentlich haben das alle Menschen, die meisten merken es gar nicht. Die, die es merken, steigern sich rein. Erst bei über 10.000 Extrasystolen in 24 Std. sind sie behandlungsbedürftig. Also hat der Kardiologe gesagt, nichtbeachten und jeden Tag eine Banane essen, wegen des Kalziums. Hat er gemacht und kaum noch Probleme. Diesen Winter hat er keine Extrasystolen gehabt. Jedenfalls hat er keine gemerkt. Das Herz reagiert sehr stark auf die Psyche.

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Aber Extrasystolen mit 22?

Kommentar von Akka2323 ,

Wieso nicht? Auch wenn es blöd klingt, mach Ausdauersport, und iß jeden Tag eine Banane.

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Erst bei über 10.000? sicher? das sind dann ja ca 7 in einer Minute!!

Kommentar von Akka2323 ,

Hat er gesagt. Ist anscheinend so.

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Hm...ok. Morgen oder übermorgen kommt das Langzeit EKG Ergebnis. Dann mal schauen.  

Kommentar von Akka2323 ,

Interessiert mich, was dabei rauskommt. Melde Dich dann mal.

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Ist alles ok. Die sagten zu mir, dass jeder Extrasystolen hat und dass die bei mir auch nicht in einer hohen Anzahl auftreten. Ich bin natürlich froh, dass alles ok ist, aber andererseits auch ein bisschen ratlos. Naja...mal probieren jeden Tag eine Banane zu Essen 😉

Kommentar von Akka2323 ,

Siehst Du! Und such Dir jetzt keine andere Krankheit! Du bist jung und gesund! Such Dir lieber eine Freundin und denk an die tägliche Banane.  

Antwort
von Veritas2016, 93

Du solltest einen Psychiater aufsuchen und dann einen Therapeuten finden. Der Hausarzt ist da meiner Meinung nach nicht der richtige Ansprechpartner. Du merkst deinen Herzschlag und vermeintliche Aussetzer so deutlich, weil du genau in dich hinein schaust und darauf achtest.

Bei einer Panikattacke  treten folgende Symptome auf:
Herzrasen, Herzklopfen oder schneller unregelmäßiger Herzschlag
Schweißausbrüche
Fein- oder grobschlägiges Zittern
Mundtrockenheit
Atemnot, Kurzatmigkeit, Erstickungsgefühle
Enge- oder Beklemmungsgefühl im Hals oder in der Brust, Schluckbeschwerden
Schmerzen in der Brust, Angst vor Herzinfarkt
Hitzewallungen, Kälteschauern, Frösteln
Kribbeln der Haut, Taubheitsgefühle, Kribbeln an Fingern, Mund oder Lippen
Übelkeit oder Missempfindungen im Magenbereich (Unruhegefühl), Bauchschmerzen, Würgereiz
Gefühl von Schwindel, Unsicherheit, Schwäche oder Benommenheit, Gefühl in Ohnmacht zu fallen
Gefühl, die Objekte sind unwirklich (Derealisation), oder man selbst ist weit entfernt oder nicht wirklich hier (Depersonalisierung)
Angst vor Kontrollverlust, verrückt zu werden, auszuflippen
Angst zu sterben

Das würde auch deine Brustschmerzen erklären! Du solltest dich ablenken und nicht auf jedes Holpern und Stolpern deines Herzens warten. Alles Gute  

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Diese Symptome kommen aber unabhängig von Panikattacken. Erst kommen die Symptome und dann baut sich die Panik darauf auf. Muss das nicht normal umgekehrt sein?

Kommentar von Veritas2016 ,

Welches Symptom tritt denn zuerst auf? Bei einer Panikattacke ist es so, dass du vielleicht ein Herzstolpern bemerkst und du dann Angst bekommst. Du teilst dann deinem Körper praktisch unweigerlich mit, dass eine Gefahr besteht. Bei Gefahr reagiert dein Körper wiederum mit anderen Signalen wie Adrenalin, Herzraswn etc.

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Diese Stolperer und Rhythmusstörungen...

Antwort
von Lavendelelf, 86

Ich habe mir mal dein Profil und deine bisher gestellten Fragen angesehen. Ich bin überzeugt das du wirklich Hilfe benötigst. Gehe doch einfach mal zur Caritas und frage dort.

Oder schau mal auf der unten eingefügten Seite. Da kannst du einfach mal anrufen. Die sind für Menschen im Alter bis ca. 21. Jahre da. Die sind wirklich super, hören zu und helfen auch wirklich sehr gut weiter. https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/kinder_und_jugendt...

Alles Liebe und Gute.

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Mein Problem ist nur, dass mein Herz rum hampelt wie es will. Muss da einfach Gewissheit haben. Selbst von der Psyche können doch gefährliche Rhythmusstörungen entstehen oder nicht...

Kommentar von SupendedCathal ,

Ich gebe Lavendula Recht. So sieht das Fragenprofil eines Hypochonders aus. Such dir einen Therapieplatz!

Kommentar von Lavendelelf ,

Lavendula ist ja auch süß ... ;)

Kommentar von pfannkuchen94 ,

Aber die "Symptome kamen ja erst. Dann hat sich darauf eine Angst aufgebaut klar (Herzstolpern mit 22?). Aber ist das bei einem Hypochonder nicht anders herum? 

Antwort
von sarahleila, 30

Hallo lass mal deine schilddrüse kontrollieren...kann auch alles von da kommen. Lg 

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