Wenn man heute irgendwo arbeitet und Kontakt mit Menschen hat, wird verlangt, dass man höflich und freundlich ist. Mir fällt auf, dass in vielen Ämtern dieser für mich normale Umgang nicht üblich ist. Oft bekommt man nur halbe Auskünfte, wird von einem zum anderen geschickt und ein Lächeln ist Seltenheit. Ausnahmen bestätigen die Regel. Was ist eigentlich wenn Unfreundlichkeit zur Ungerechtigkeit wird und man nicht beraten oder behandelt sondern abgefertigt wird - teilweise mündliche Beratungen - nicht schriftliche Entscheidungen - sogar gegen das geltende Recht verstoßen. Wie kann man sich wehren bzw. beschweren?

Du kannst Dich schriftlich an den zuständigen Amtsleiter wenden, oder aber Du kannst u. U. auch eine förmliche Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Es wäre sinnvoll, wenn Du Deine Beschwerde durch Beweise oder Zeugen untermauern kannst, sonst steht möglicherweise Aussage gegen Aussage.

Die einzige Möglichkeit ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Leider meist fruchtlos!
wj2000 am 1. Oktober 2007 15:39 Wie war das mit der Krähe....! Na ja, so ist das Leben.
Dienstaufsichtsbeschwerde -- die 3 F: Fristlos, formlos, fruchtlos. Ups, das hatte ja unten schon einer geschrieben, sehe ich jetzt erst.

Wenn es "nur" um Höflichkeit geht, kannst und solltest Du Dich beim Amtsleiter beschweren. Wenn ein Beamter fachliche Fehler macht, solltest Du schriftliche Beschwerde einlegen.
man kann, man sollte und immer schriftlich an die Vorgesetzten Leiterinnen

Gegen einen Beamten kannst Du Dich bei seinem direkten Vorgesetzten und dem Dienststellenleiter beschweren. Bis Du danach immer noch unzufrieden, bleibt Dir der Weg einer Dienstaufsichtsbeschwerde.
tradaix am 1. Oktober 2007 15:55 Die nächste Ebene ist Dein Ratsmitglied. Danach folgen Presse, Funk und TV.
thebrain am 1. Oktober 2007 17:08 militär, kavalerie.
thebrain am 1. Oktober 2007 17:16 SEK, GSG9 dann die uno, blauhelmtruppen....
Schiebedach am 1. Oktober 2007 17:30 Die Fremdenlegion und Kindersoldaten nicht vergessen

Natürlich, mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde. Ob diese Beschwerde allerdings erfolgreich ist, bleibt dahin gestellt; immerhin sitzen da unkündbare (im Regelfall) Beamte, denen es herzlich egal ist, von wem sie bezahlt werden. Was soll ihnen denn ernsthaft passieren? Und ich denke, gerade Beamte haben (wie Lehrer) eine besondere "Fürsorge-Pflicht". Gerade bei Beamten in Kontakt mit der Öffentlichkeit habe ich schon ein paarmal erlebt, wie sie ihre Stellung ausnutzen. Auch wenn ich nach einer formellen Beschwerde Recht bekam, erhielt ich nicht mal eine Entschuldigung, geschweige denn ein Zeichen der Wiedergutmachung.
Die beschwerde beim Amtsleiter ist Ratsam. Strebst du eine Dienstaufsichtsbeschwerde würde ich dir Persönlich raten das du eine schriftliche Stellungnahme verlangst. Bei dieser ist gewährleistet das sich noch einmal jemand damit auseinandersetzen muss.
Ein Rat jedoch meinerseits ich bin selbst Beamte. Versuche bei der Beschwerde sachlich zu bleiben und die Argumente verständlich herüberzubringen.
Eine Anmerkung meinerseits viele der Pauschalfloskeln wie Beamte sind faul unhöflich und ihnen sei alles egal halte ich persönlich Vorurteile und diese herunterzurattern nur weil man selbst schlecht gelaunt ist finde ich nicht in ordnung. Denn man kann an einem Berufsstand nicht die Persönlichkeit von Leuten festmachen. Und es Stimmt viele der Leute in einem Amt sind keine Beamten.
thebrain am 1. Oktober 2007 17:12 Grundsätzlich sind viele Beamte nett. Es kommt nur immer auf den Ton an. Viele kommen noch vor offizeller Amtsöffnung. Haben meist kein Aktenzeichen, oder keine Unterlagen, lesen sich die Schreiben, die sie bekommen gar nicht erst durch. Es nervt schon wenn man die Schreiben am Telefon gemeinsam lesen muß. Hab seltenst erlebt das ich ein Gespräch unfreundlich geführt habe. Meistens hat schon der Bürger negativ vorgelegt. Ich hab schon vielen über mein Aufgabenfeld hinweg geholfen. Und nur weil die Behörden um 12.00 zumachen heißt das nicht das der Beamte dann nicht noch bis 16 Uhr und später am Arbeitsplatz arbeitet. Die meisten haben 42 Stunden Wochen. Und da man immer Beurteilungen bekommt ist sehr wohl wichtig welchen Ruf man hat. Im Gegensatz zu den Angestellten, die auch nachzu unkündbar sind wenn sie einen festen Vertrag bekommen und keine Beurteilung. Die geben gern Kontra.

Falls Du eine begründete Beschwerde einlegen möchtest, wäre der richtige Weg die DIENSTAUFSICHTSBESCWERDE . Diese wird auch die DREI "F" Beschwerde genannt, da Formlos, Fristlos und Fruchtlos .
Nur ein kleiner Tipp:
Das sind nicht immer Beamte, die hinter dem Schalter oder Schreibtisch sitzen. Im öffentlichen Dienst gibt es sehr viele Angestellte.

Ich persönlich finde, dass es in den letzten Jahren deutlich besser geworden ist.
Unfreundlich sind die Beamten vor allem da, wo die überragende Masse der Bürger, die zu ihnen kommen, unfreundlich ist. Ich finde, wer heute auf dem Sozialamt arbeitet, der wäre auch mit doppeltem Lohn noch nicht ausreichend für die Qualen seiner Arbeit entschädigt.
Für mich nochmal zum Verständniss: wer hat hier die Qual: der Beamte oder der Mensch, der Hilfe nötig hat?
Stimmt!!!
Wie bei jedem Berufszweig gibt es solche und SOLCHE. Nicht jeder ist schlecht, aber jeder Mensch hat mal einen schlechten Tag. Es stimmt, viele im öffentlichen Dienst vergessen, das sie Dienstleister sind. Eine Beschwerde hat in der Regel nur Aussicht auf Erfolg, wenn diese schriftlich eingereicht wird. Manchmal reicht es aber auch schon aus, den Bediensteten höfflich anzusprechen und nachzufragen, warum er einen so herablassend oder unfreundlich behandelt. Viele "Kunden" sind zu den Mitarbeitern im öffentlichen Dienst aus Prinzip unfreundlich, es sei sie wollen etwas. Bei allem gilt auch hier die Regel, BEAMTE sind auch nur Menschen.
Hallo Anna, meine Tochter hat sich an die Bundesagentur für Arbeit gewand, zwecks Ausbildungsstellengesuch. Was bei dem Termin vereinbart wurde, wurde nur einseitig und zwar von meiner Tochter eingehalten. Nachdem sie mehrmals Kontakt aufgenommen hatte wurden dann Ausbildungsstellen angeboten die schon lange als besetzt gemeldet waren. Auf jeden Fall wurde sie vertröstet und man hat alles auf das Computersystem geschoben. Dann kam mein Tag, weil ich diese jämmerlichen Ausreden und Briefe nicht ertragen konnte und habe die Emailadresse der Abteilungsleiterin erhalten. ( nicht öffentlich) Eine Email hat gereicht, Antwort in zwei Stunden. Selbst die "Kundenbetreuung" hat sich entschuldigt und es hat geklappt. Dieser Vorgang, vor meinem Schreiben, hat 3 Monate in Anspruch genommen.