Frage von bemakehappy, 80

Kann man sich eigentlich immer wieder selbst aufmuntern? Kann das gut enden?

Hey Leute,

also...in der Vergangenheit musste ich irgendwie viel erleben, im Vergleich zu den Kriegsländern z.B., ist es natürlich nichts, aber...

damals in der Schule wurde ich irgendwie oft ausgegrenzt und hatte keine richtigen Freunde. In der Oberstufe hat es sich aber gebessert und jetzt an der Uni habe ich richtig coole Leute kennengelernt. Ich weiß allerdings, dass davon leider keine Person da ist, an die ich mich 100% zählen kann.

Meine Mutter wurde krank, mein Vater hatte einen Unfall. Meine Mutter ist jetzt leicht behindert und meinen Vater geht es zum Glück besser, trotzdem war es ein kleiner Schock für mich, dass er im Koma lag etc. So ähnlich war es auch mit meiner Mutter. Außerdem sind sie getrennt und ich lebe mit meinen Vater und meiner Stiefmutter. Mein Vater ist top, aber zu meiner Stiefmutter fehlt eine richtige Mutterbeziehung und mit meiner wahren Mutter habe ich auch keine Mutterbeziehung. D.h. irgendwie habe ich auch von der Seite der Familie keinen richtigen Halt, ausßer mein Vater ist schon ganz cool und für einen da, aber ihn kann ich ja auch nicht alles erzählen :D Ja das alles habe ich erlebt (wie gesagt: im Vergleich zu anderen Geschichten, ist es ganz harmlos), und ich konnte mich deswegen niiie so richtig bei irgendwen rausheulen, stattdessen, habe ich damals oft selbstmitleid gehabt und jetzt gerade auch etwas und dann muntere ich mich selbst auf!! Mein Abitur habe ich mit 1, abgeschlossen und zurzeit studiere ich an einer Uni und habe die Klausuren auch bestanden, obwohl in mein Studiengang so ca. 60% - 55% durchgefallen sind. Irgendwie muntere ich mich sebst auf und das Lernen ist und bleibt eine Ablenkung bzw. Verdrängung von meinen "mini Problemen" :D Ich freue mich zur Uni zu gehen und andere anzulächeln und mit denen zu quatschen und zu lernen. Allein so eine Art von Nähe reicht mir erstmal...

Ist diese "Selbstaufmunterung" eine gute Wahl, oder kann es irgendwann böse enden??

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Dichterseele, 13

Erstmal solltest Du Dir von der Seele heulen, was Dich belastet - und dann das Thema beenden. Ständiges Selbstmitleid schwächt.

Du hast Dich selbst aufgemuntert und in die Arbeit gestürzt - das ist gut so, aber auf Dauer solltest Du auch Dein Seelenleben pflegen, Freundschaften eingehen, eine Liebe finden.

Zuneigung gleich welcher Art lässt sich nicht erzwingen, auch nicht planen - aber Du solltest offen dafür sein und Dich nicht einigeln.

Automatisch geschieht nichts mit Dir - Du hast es selbst in der Hand, was aus Dir wird, indem Du Dein Hirn entsprechend programmierst. "Wer sich nicht selbst befiehlt, bleibt immer Knecht", meinte schon Goethe...

Dazu gehört auch Gelassenheit gegenüber weniger sympathischen Personen. Du bist alt genug, keine Mutter mehr zu brauchen - mütterliche Freundinnen kannst Du überall finden, oder sie finden Dich.

Expertenantwort
von pingu72, Community-Experte für Liebe, 35

Ich habe mich auch immer selbst aufgemuntert, heute bin ich über 40 und glücklich... Also nein, es endet nicht böse! Außerdem wirst du auch irgendwann eine Person finden der du vertraust und mit der du mal über alles reden kannst, das wird dir helfen. Mach dir also keine Sorgen.

Antwort
von Frranzi0209, 35

Hallo, ich vermute mal auf die Dauer wird das nicht mehr so gut klappen. Versuch deinen Mitmenschen zu vertrauen, sie können dich dir sehr gut helfen. Zu zweit geht vieles einfacher.

Liebe Grüße

Antwort
von lenchen28041, 25

JA auf jeden fall genau das brauchst du jz. Eine Art Neustart mit besseren Freunden usw;) 

Antwort
von Bodybuilder99, 42

Such dir einen Psychologen. Oder einen Therapeuten. Das hilft.

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