Kann man sich durch meditation berauschen?
naja, ich hab ein kleines cannabis problem. ich tu mir einfach schwer aufzuhören. ich habe echt schon viele versuche hinter mir. ich finde meditation interresant, weil entweder kann ich das cannabis mit meditation ersetzten oder das hilft mir auf eine andere weise mein problem in griff zu bekommen...
ich hoffe es gibt leute die sich damit auskennen
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das kannst du nicht aber gehe zum arzt der kann dir helfen
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Antwort von writingangel 17.01.20122 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Ich kenne mich mit beidem aus :-) Vor fast 43 Jahren bin ich durch einen Freund mit Cannabis in Berührung gekommen. Ich machte eine umwerfende Erfahrung von der Existenz der jenseitigen und feinstofflichen Welt. Das hat mir mit einem Schlag meine Weltsicht vom Kopf auf die Füße gestellt. Ich habe nach etwa 6 Wochen angefangen, eine selbstgebastelte Meditationsart zu versuchen, was mir auch anfänglich geholfen hat, wieder ruhiger und selbstbewusster zu werden. Während dieser Zeit habe ich mit Cannabis aufgehört, weil die Erfahrungen mit dem Kraut nicht besser, sondern immer schlechter wurden. Nur noch Chaos und Dumpfheit.
Etwa 6 Monate später hatte ich das Glück, dass ein Meditationslehrer, der von Maharishi in Indien ausgebildet worden war, in unsere Stadt kam. Ich nahm an dem Kurs teil und wusste schon in der ersten Sitzung: "Das ist es, was ich immer gesucht habe."
In dieser Technik wird ein Zustand erreicht, in dem der Geist in vollkommene Ruhe eintaucht, komplett still wird, keine Gedanken, aber innere Wachheit. Man nennt das Satori, Samadhi oder Transzendenz. Es ist absolutes, reines Bewusstsein ohne Wahrnehmung von etwas im Äußeren, auch keine Gedanken, keine Bilder, Töne, keine Emotionen, keine "Rauschzustände"! - was eine Zustand höherer synaptischer Erregung wäre. Hier entsteht auf natürliche Weise ein Zustand geringster neuronaler Erregung, und in dem Moment wird der erste Schritt in Richtung Erleuchtung getan. Es ist die Verwirklichung Deines wahren Selbstes.
Man kann diese Methiode sehr leicht erlernen, sie ist bequem auszuführen, jeder kann es und es macht einfach Spaß, sein Leben zu leben, in dem man mehr und mehr in seinem Selbst in Stille verankert ist und gleichzeitig mehr Energie und Freude verspürt. Man fängt an, einen besseren Durchblick zu bekommen und die Dinge des Lebens ganzheitlich zu verstehen. Deshalb habe ich mich drei Jahre später selbst zum Lehrer ausbilden lassen.
Andere Methoden, die ich im Laufe von vierzig Jahren auch aus Interesse ausprobiert habe, ware weit weniger effektiv und nicht so mühelos. Aber oft habe ich dort wunderbare, sehr tief spirituelle Menschen getroffen.
Wenn Du willst, kannst Du mir persönlich schreiben oder mich anrufen. Ich will Dich von nichts überzeugen, muss aber leider immer wieder feststellen, dass viele Beiträge in diesem Forum zum Thema Meditation wenig mit echtem Wissen und authentischer Erfahrung zu tun haben. Ich habe auch eine Seite, wo Du Dir ein paar allgemeine Informationen zu dem Thema Meditation holen kannst: [...]
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Wer eine Sucht hat ist auf der Suche. Meistens auf der Suche nach sich selbst, nach dem Sinn seines Lebens und der Erfüllung seiner Person. Mary kann dabei helfen, aber hat die Eigenschaft, daß man zuviel Gefallen daran findet und die Dinge, die einem gezeigt werden, nicht in das eigentliche Innenleben transformiert. Das geschieht aus einer gewissen Ratlosgkeit und einer gewissen Portion spirituller Faulheit. Finde heraus, warum Du rauchst. Ist es nur Spaß, Freizeitbeschäftigung, Protest gegen die Gesellschaft? Wenn Du wirklich Freiheit des Geistes erlangen möchtest sollte Du nach einigen Wochen Meditation so viel Klarheit erreicht haben, daß Dich Dein Gefangensein in einer so langweiligen Sucht förmlich anödet, und Du kannst ohne Probleme von einem auf den anderen Tag damit aufhören.
Kommentar von sinner1sinner1 17.01.2012wie fange ich die einigen wochen an? einfach hinsetzten und augen zu???
Kommentar von waermefreundwaermefreund 17.01.2012Es gibt verschiedene Formen mit dem Meditieren anzufangen. Ich selber habe im Rahmen meiner Kampfkunstausbildung mit taoistischer Meditation angefangen.
Superkurzform:
Nimm Dir eine Decke zum Unterlegen. Nimm Dir ein Kissen (oder zwei) zum Setzen. Setz Dich in de Schneidersitz, daß Deine Knie unterhalb Deines Bauches sind. Lege Deine Hände auf die Knie. Halte Deinen Rücken gerade. Senkle Deinen Kopf und Deinen Blick so, als würdest Du eine Kerze etwa 2 m vor Dir auf dem Boden anschauen. Schliesse die Augen.
Sei.
Versuche Dich zu entspannen, ohne zu kollabieren (Rücken bleibt gerade). Lass die Welt um Dich herum geschehen. Atme durch die Nase langsam ein und aus. Lass Deine Gedanken kommen und gehen. Es geht nicht darum die Gedanken zu stoppen, es geht um deren Beruhigung. Der Wind in Deinem Geist, der Dich aufwühlt und aus dem Meer der Möglichkeiten die Gedanken erzeugt, dieser Wind wird sich legen. Setzt sich ein Gedanke fest frage ihn: Woher kommst Du? Er wird Dir entweder seinen Ursprung verraten, oder er wird sich auflösen. So erhälst Du nach und nach Klarheit über Dich.
Meditiere am Anfang nicht zu lange, es reichen 10 Minuten. Du wirst relativ schnell diese Zeit verlängern können, Du wirst noch andere Erfahrungen machen, aber das ist noch zu früh.
Wichtig ist, daß Du eine gewisse spirituelle Sehnsucht hast, zu merken, daß so, wie Du momentan lebst, nicht GENUG ist. Deine Sucht ist nur ein Weglaufen oder Übertünchen dieser Leere.
Leichte Buchkost dazu ist auch:
Swami Rama: Die Praxis der Meditation
Iranshär: Wie sollen wir meditieren
Kommentar von sinner1sinner1 17.01.2012und danke für diese antwort, danke :)
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Wenn Du Dich durch Meditation berauschen willst, wirst Du enttäuscht sein. Du willst schlicht einen Rausch durch einen anderen ersetzen. Das ist aber nicht Sinn des Ausstiegs aus problematischem Cannabiskonsum.
Möglicherweise klappt es hier: https://www.quit-the-shit.net/qts/start.do
Du solltest "Dein Problem" aber nicht dramatisieren. Es gibt keine klassischen "Entzugssymptome", wenn man aufhört zu kiffen. Ein wenig Nervosität, etwas Gereiztheit, vielleicht ein paar leichte Schlafstörungen. Die beste Strategie ist sich von Angeboten oder Konsumplätzen fernzuhalten.
Kommentar von sinner1sinner1 17.01.2012danke die seite hat mir meine drogenberaterin auch gegeben^^
Kommentar von writingangel 17.01.2012Meditation erzeugt keinen Rausch, sondern das Gegenteil davon, nämlich einen Zustand geringster Anregung im Nervensystem, vergleichbar mit der Anregung von Atomen auf quantenphysikalischer Ebene, wenn die Temperatur auf fast 0 Grad Kelvin, ca. -272 Celsius, fällt. Wenn eine "Meditation" vermeintlich einen Rausch erzeugt, verdient sie den Namen Meditation nicht. Sie ist dann ein erregter Wachzustand, aber kein Zustand unbegrenzter Stille und Wachheit.
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Meditation wirkt bei manchen Menschen, bei anderen nicht. Bei dir bin ich mir aber ziemlich sicher, dass es wirken würde - warum? Ganz einfach weil du bereits ein gewisses Grundvertrauen hast, dass es funktionieren kann, sonst würdest du dich mit der Frage gar nicht erst herumschlagen. Ich bin kein Experte für Meditation, auch nicht für Suchtbekämpfung, aber trotzdem weiß ich, dass das ein sehr guter Weg sein kann aufzuhören, solange du Vertrauen darin hast, dass es funktioniert. Im Endeffekt musst du aufhören, nicht dein Arzt oder sonstwer. Das Endresultat muss rein aus dir kommen, alles andere kann dir dabei helfen, wenn du das Gefühl hast dass es dir hilft. Der beste Psychiater nutzt nichts, wenn ich ihm nicht vertrauen kann.
Wenn du wirklich daran interessiert bist: tu es, du kannst nichts falsch machen.+
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mach besser eine Entziehungskur, meditieren kannst du danach immer noch
Kommentar von waermefreundwaermefreund 17.01.2012Sooooooo eine schwache Antwort ...
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Ähmm das konnte vllt schon gehen
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nein, nur entspannen.
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Sicherlich kann man sich mit Meditation berauschen. Vielleicht sogar der nachhaltigrer Rauch . Am Anfang je nach Grad des Suchers kommt es immer wieder zu "Berauschungen" und wird dan immer häufiger. Natürlich aber auch mit Durst Strecken
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In gewisser Weise ja, denn man kann durch tiefes Loslassen bei der Meditation starke Zustände von Glück und Zufriedenheit erreichen. In diesem Zusammenhang ist das Buch "Im stillen Meer des Glücks" von Ajahn Brahm eine empfehlenswerte Lektüre. Bei youtube findest Du auch diverse Vorträge von ihm.
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cannabisergebnisse sind bzgl.etwas-damit-anzufangen AUF DAUER nicht garantiert.
meditattionsergebnise sind es.
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Antwort von Meditation1 17.01.2012
Es ist schön, dass du offen zu deiner Sucht stehen kannst und das du das Vertrauen hast, hier eine Lösung für dich zu finden. Ein Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker ist immer ratsam und die Tipps und Hilfestellungen hier ersetzen sicher nicht einen Besuch bei einem solchen.
Du könntest folgendes für dich mal ausprobieren: Lass das Rauchen zu deiner Meditation werden. Wenn du rauchst, dann mach es ganz bewusst. Verlier dich nicht und vergesse nicht, dass du jeden Zug ganz bewusst machst. Spüre in dich hinein und verfolge jeden Zug ganz genau. Schau dir auch deine Reaktion an. Was verändert sich? Wie wirkt sich die Bewusstseinsveränderung für dich aus? Was macht es mit dir? Lass dich ganz darauf ein. Ohne Widerstand. Kämpfe nicht dagegen an, lass es einfach zu. Akzeptiere, dass du "süchtig" bist und werde eins mit deiner Sucht. Warum dagegen ankämpfen? Sie ist Teil von dir und du kannst es im Moment einfach nicht lassen. So ist das nun mal. Mach kein Stress daraus. Hör auf es anders haben zu wollen. Es ist nicht anders und du kannst dich einfach nicht dagegen wehren. Akzeptiere es erst einmal!!
Deine Meditation lautet also: Alles ganz bewusst machen! Sei immer ganz aufmerksam. Sei dir selbst ganz nah. Atme ganz bewusst ein und aus. Egal was du tust, sei achtsam und verlier dich nicht in irgendetwas anderes. Du bist nur bei dir und machst alles, was immer du gerade tust, ganz bewusst. 100 Prozentige Aufmerksamkeit auf den Augenblick!
Dies könnte ein Anfang für dich sein. Ich rate dir trotzdem, eine Beratungsstelle oder ähnliches aufzusuchen. Wie gesagt, diese Tipps ersetzen nicht den Arzt und stammen aus meiner eigenen Erfahrung.
Alles Gute und viel Erfolg! Du bist bereits auf einem guten Weg, sonst würdest du deine Sucht nicht erkennen und bereits nach Lösungen suchen. Das bedeutet, du hast schon Abstand zu deiner Sucht und kannst sie betrachten. Beobachte sie genau und entspann dich ;-)
Kommentar von writingangel 17.01.2012Lass das Rauchen zu deiner Meditation werden. Wenn du rauchst, dann mach es ganz bewusst. Verlier dich nicht und vergesse (vergiss!) nicht, dass du jeden Zug ganz bewusst machst. <
Gut gemeint, aber mit Sicherheit der zweitschlechteste Rat, den man einem Süchtigen geben kann. Würdest Du auch einem Alkoholiker sagen, ja trinke nur, aber sei Dir Deines Besäufnisses bewusst und akzeptiere es? Oder einem Spielsüchtigen? Oder einem Fresssüchtigen?
Die Wahrnehmung aller Denkprozesse wird durch den Gebrauch von halluzinogenen Drogen welcher Art auch immer so verzerrt, dass eine distanzierte Betrachtung eines Suchtverhaltens nicht möglich ist. Diese Distanz kann nur durch das Überschreiten der Sucht, die auch nichts anderes als eine komprimierte Form von Gedanken- und Gefühlskonstrukten ist, erreicht werden. Dieses Überschreiten wird wiederum auf natürliche Weise dadurch möglich, dass man in einen Zustand von Fast-Nichtaktivität geht, ihn irgendwann vollständig hinter sich lässt, automatisch transzendiert, und das macht man, wenn man sich zum Meditieren hinsetzt. Aber das macht man nicht, indem man Öl ins Feuer gießt...
Kommentar von Meditation1 23.01.2012Danke für deine Belehrung. Natürlich nicht. Wahrscheinlich konnte ich den Prozess nur nicht so gut erklären wie du. Dennoch bin ich persönlich der Meinung, dass man sich und das was man tut, erstmal vollständig akzeptieren sollte. Mein Rat war zudem auf den Fragestellenden bezogen und ist nicht auf eine ganze Gruppe von Süchtigen. Man kann ja nicht von dem einen auf das andere schliessen, genauso wenig wie man sagen sollte, dass der eigene Rat der Bessere im Vergleich zu den der Anderen sei. Das sind doch lediglich Vorschläge die wir hier austauschen. Da muss man niemanden offiziell als schlechter oder besser beurteilen.
ich empfehle Dir Dr. Ulli Bauhofer (München) oder Dr. Karin Pirc (Bad Ems). Die kennen sich in dem Metier aus und sind keine verlängerten Arme der Pharmaindustrie.
Der normale Arzt versteht von Meditation so viel wie eine Kuh vom Zitherspiel.
Man kann die "Sucht" des Cannabisrausches durch die "Erfahrung" (genaugenommen keine Erfahrung, sondern eine Verwirklichung) der Transzendenz leicht ersetzen und löschen. Transzendenz ist der vierte Hauptbewusstseinszustand neben Tiefschlaf, Traum und Wachzustand. So gut wie kein Arzt wird wissen, dass es einen vierten (...und weitere) Zustand gibt. Dabei ist das die wirkungsvollste, weil vollkommen natürliche, nebenwirkungsfreie Therapie gegen JEDE Art von Sucht.