Frage von sophie1235, 245

Kann man sich die Beiträge einer privaten Krankenversicherung in Zukunft noch leisten?

Wie können die Beitrage, wenn immer mehr Menschen immer älter werden, noch bezahlbar bleiben?

Antwort
von Barmenia, Business Partner, 39

Hallo sophie1235,

um deine Frage zu beantworten muss ich etwas ausholen und zunächst ein bisschen was über die Beitragskalkulation in der PKV sagen.

In der privaten Krankenversicherung zahlt jeder Versicherte einen eigenen Beitrag. Dieser richtet sich - ganz anders als in der GKV - nicht nach dem Einkommen, sondern nach dem gewünschten Versicherungsschutz, sowie nach dem Alter und Gesundheitsstatus bei Antragsstellung.

Bei Antragsstellung wird außerdem von vornherein berücksichtigt, dass das Risiko zu erkranken mit dem "Älterwerden" steigt. Deshalb werden hierfür von Anfang an Rückstellungen (sog. Alterungsrückstellungen) gebildet.

Kurz und knapp bedeutet das: In jungen Jahren zahlt ein privat Versicherter etwas mehr an Beitrag, als eigentlich nötig wäre, um das aktuelle Risiko zu decken. Dieses (jetzt noch) "überschüssige" Geld wird angelegt, verzinst und im Alter verwendet um die dann anfallenden Krankheitskosten zu decken.

Ich habe dir eine Grafik angehängt, die das ganze nochmal deutlicher macht.

Würden sich die Annahmen über die Gesundheitskosten und die Lebenserwartung nicht ändern, so blieben die Versicherungsbeiträge über die gesamte Vertragsdauer hinweg gleich.

Nun hast du aber recht, dass die Menschen immer älter werden und dementsprechend länger Leistungen benötigen. Darüber hinaus gibt es immer neuere und ggf. teurere Behandlungsmethoden, die wir bei Antragsstellung noch nicht vorhersehen können.

Deshalb kann es trotz der Bildung von Alterungsrückstellungen immer mal zu Beitragserhöhungen kommen.

Je früher man sich das bewusst macht, desto besser. Denn auch hier kann man für's Alter vorsorgen!

Viele private Krankenversicherungen bieten Beitragsentlastungstarife an. Kern dieser Tarife ist es, dass sich der monatliche Beitrag ab einem bestimmten Alter (z. B. 65 J.) um einen vereinbarten Betrag reduziert.

Man kann sich das ähnlich wie eine Rentenversicherung vorstellen: Du zahlst zum Beispiel jetzt schon jeden Monat 50 € mehr ein und hast dafür die Garantie, dass sich dein Beitrag ab dem 65. Lebensjahr um 100 € (die Beträge sind natürlich nur fiktiv).

Solche Entlastungstarife haben außerdem den Vorteil, dass die Beiträge dazu vom Arbeitgeber bezuschusst werden und du sie steuerlich absetzen kannst.

Ich hoffe, das nimmt dir deine Sorgen ein wenig. :-)

Viele Grüße

Saskia vom Barmenia-Team

Expertenantwort
von DerHans, Community-Experte für Recht & Versicherung, 144

In der seriösen Kalkulation für den privaten KV-Beitrag ist auch eine Vorsorge eingerechnet, die dazu dient, im Alter den Beitrag zu subventionieren.

Wer in jungen Jahren nur aus "Spargründen" die private KV wählt, muss natürlich dafür sorgen, dass die ersparte Prämie auch tatsächlich gespart wird. 

Wer das macht, kann von diesem Geld, auch später, seine Beiträge locker bezahlen.

Wer natürlich der Werbung glaubt, dass man sich für 58 € im Monat versichern kann, hat selbst Schuld.

Kommentar von basiswissen ,

Genau so ist es!

Antwort
von bronkhorst, 98

Kommt, wie so oft, drauf an.

Wenn man schon recht jung in die PKV eintritt, kann der Versicherer aus den Beiträgen eine größere Altersrückstellung aufbauen - wenn man bewusst und gesund lebt, aber eben auch Glück hat, kann man dazu noch die Beitragserstattungen der "guten Jahre" ansparen.

Die Minderausgaben gegenüber der GKV sollte man in den jungen Jahren nicht in den Konsum stecken, sondern irgendwie zurücklegen.

Tatsächlich besteht die Gefahr recht hoher Beiträge im Alter.

Aber ich mache mal meine Gegenrechnung auf.

Ich bin seit 13 Jahren privat krankenversichert.

Zum Zeitpunkt meines Wechsels lag der Monatspreis der PKV um über 70% unter dem des für mich als gutgehenden Freiberuflers fälligen Höchstbetrag der GKV.

Seitdem sind die Beiträge meiner Krankenversicherung um ca. 70% angestiegen.

Aufgrund der ständigen Erhöhungen der Beitragssätze, der Beitragsbemessungsgrenze, der Zusatzbeiträge sowie der höheren Pflegeversicherung hätte sich die GKV in der Zeit aber auch um ca. 50% verteuert, und zwar von einer wesentlich höheren Basis aus.

Insgesamt ist der absolute Beitragsunterschied zugunsten der PKV in diesen Jahren sogar leicht gewachsen.

Nicht beachtet ist, dass ich in der Zeit nur Kleinigkeiten gehabt habe, die ich selber zahlen konnte, so dass ich nach den ersten fünf Jahren ziemlich regelmäßig 50% der Beiträge erstattet bekommen habe. Das hat sich in diesem Zeitraum auch schon zu einem hohen vierstelligen Betrag addiert, während die GKV nur sehr geringe Anreize bzw. Rückvergütungen anbietet.

Insofern würde ich mich nicht pauschal vor der Belastung im Alter ängstigen lassen, sondern das mal mit ein paar verschiedenen Szenarien durchrechnen (lassen).

Antwort
von Azubine2017, 49

Guten Tag. Ich habe auch ein Anliegen für private Krankenversicherung. 

Die Mutter meines Freundes ist verstorben,  sie war Messie und hat daher regelmäßig vergessen ihre Rechnungen einzureichen . Nun haben wir beim Ausräumen der Wohnung mehrere Beträge  70-2.000€ gefunden. Diese sine teilweise von 2009. Kann ich diese aus Kolanz noch nachreichen?

Kommentar von Apolon ,

Nein - maximal die Rechnungen der letzten 3 Jahre !

Antwort
von DrPsych0, 155

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht.
Begründen möchte ich das mit den Themenschwerpunkten:
- Altersarmut mit steigender Tendenz
- Älter werdende Gesellschaft (wer länger lebt, kann auch länger Geld kosten für eine Versicherung)
- steigendes Alter birgt die Gefahr, auch anfälliger für Krankheiten zu werden. Bedeutet: mehr Kosten.
- Rentenerhöhung deckt nicht den nach Alter und Gesundheitszustand festgesetzten Versicherungsbeitrag

Die Kostenschere geht da auseinander...

Kommentar von DerHans ,

Wer es "richtig" macht und in jungen Jahren den Wechsel vornimmt, dem bleibt  ja sein Eintrittsalter erhalten.

Schlecht ist es natürlich, wenn man dann irgendwelchen tollen Ratgebern folgt und das Unternehmen wechselt.

Antwort
von Apolon, 105

Wenn man es richtig macht und bei Abschluss einer PKV nicht erwartet Geld zu sparen, dann kann man sich die PKV im Alter immer noch leisten.

Wichtig ist, dass man das ersparte Geld in einer zusätzlichen Altersversorgung anlegt um damit dann im Rentenalter die Kosten für die Krankenversicherung zahlen zu können.  In den meisten Fällen hat man sogar noch die Möglichkeit von dem Ersparten jedes Jahr eine schöne Urlaubsreise zu machen.

Kommentar von user8787 ,

Altersvorsorge...also ich habe eine private Alersvorsorge, seit vielen Jahren schon und investiere erhebliche Summen jeden Monat . 

Beobachte ich die Entwicklung der letzten Jahre erlaube ich mit gegenüber deinen Aussagen äußerst skeptisch zu sein .

Die versprochenen Gewinnen schrumpfen....Jahr für Jahr und eine wirklich Prognose kann KEINER stellen . 

Meine PKV damit deckeln zu wollen halte ich für absurd. Dafür braucht es mehr Sicherheiten . 


Kommentar von Apolon ,

Du scheinst den Begriff einer Altersversorgung nicht zu verstehen !

Eine Altersversorgung kann man unterschiedlich aufbauen.

Bei Arbeitnehmern wäre z.B. eine betriebliche Altersversorgung sinnvoll, da man dort Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen kann.

Alternativ könnte man sich auch mit den ersparten Beiträgen eine Eigentumswohnung kaufen und diese vermieten. (Rendite meist so bei ca. 5 %)

Alternativ könnte man auch in Investment-Fonds investieren.

Auf jeden Fall müssten aus den Rücklagen die Beiträge für die Zahlung der PKV im Alter zur Verfügung stehen.

Altersversorgung bedeutet nicht - Anlage in privaten Rentenversicherung !

Kommentar von user8787 ,

Meine  Rente baut sich ausschließlich  auf private Altersvorsorge auf. :o)

Eine Mischung aus Eigenheim was bereits , gezahlt ist / Vermietung / Fons und Aktien. 

Du hast vorgeschlagen damit die höheren PKV Kosten im Alter zu decken...nur weil ich älter, für die Versicherung risikoreicher und kranker werde. Das sollte genau so in der Vertragsbedingungen der PKV`s stehen. 

Ich vermisse das bis heute....und ich kritisiere die Art und Weise der Risikoberechnungen der Unternehmen . Gelockt werden junge, gesunde Leute mit günstigen Beiträgen.....






Kommentar von Apolon ,

 Du hast vorgeschlagen damit die höheren PKV Kosten im Alter zu decken...nur weil ich älter, für die Versicherung risikoreicher und kranker werde.

Nein - ich stelle so langsam fest, dass du keine Ahnung hast, wie die Beitragsgestaltung wie auch die Einkünfte von PKV-Versicherten in den einzelnen Altersstufen erfolgen.

Mein Hinweis hat mit dem Alter, bzw. Krankheit nicht das geringste zu tun, aber mit den Einkünften die der PKV-Versicherte im Renten-Alter hat.

 Gelockt werden junge, gesunde Leute mit günstigen Beiträgen.....

Dies mag bei diesen sogenannten Feld, Wald, Wiesen Versicherungsvermittlern vorkommen, die keinen blassen Schimmer in Punkte PKV haben, oder auch von solchen Versicherungs-Vergleichsseiten die Leute nur anlocken mit dummen Sprüchen.

Von einem PKV-Experten wirst du so etwas nicht erleben.

An anderer Stelle schreibst du von deinen PKV-Kunden, was vermuten lässt, dass du als Versicherungsvermittler tätig bist.

Nur würde mich dies sehr überraschen, denn als KV-Experte würde ich dich nicht einschätzen.

Gruß N.U.

Kommentar von user8787 ,

Ich bin in und für KEINE Versicherung tätig, wie ich bereits sagte ist das ein Bereich der mir absolut wiederstrebt . 

Ich arbeite in der Medizin und habe eine eigene Praxis. 

Täglich habe ich mit kranken Menschen inclusive deren Probleme mit den Krankenversicherungen zu tun. 

Täglich ärgere ich mich mit den Versicherungen rum, ich sitze also an der Basis und ja....ich erlaube mir Kritik zu üben. 




Kommentar von user8787 ,

Ich schrieb von PkV PATIENTEN.

Meine PKV - ich glaube du verwechselst da etwas....ICH bin von Geburt an ebenfalls privat versichert, das drückte ich damit aus. 

Ich habe die Betreuung MEINES Vertrages einer unabhängigen Ökonomin unseres Vertrauens ( sie betreut unsere Familienfinanzen ) in die Hände gelegt.  Das läuft seit über 20 Jahren perfekt. Sie führt die Verhandlungen mit den Versicherungen, sie holt Angebote ein....sie hat das Fachwissen. 

Ich möchte dich auffordern derartige Gerüchte / Unterstellungen in Zukunft bitte zu Unterlassen. 


Kommentar von Apolon ,

 

Ich möchte dich auffordern derartige Gerüchte / Unterstellungen in Zukunft bitte zu Unterlassen. 

Hier handelte es sich nicht um eine Unterstellung, sondern um eine Feststellung - dass du keine Ahnung hinsichtlich abzuschließender Versicherungsverträge hast und auch keine Verbindung erkennst, welche zusätzliche Absicherung noch sinnvoll ist.

Und wie ich bereits an anderer Stelle antwortete, konnte man aus deinem Text auch entnehmen, dass du in der Versicherungsbranche tätig sein könntest.

Auf die Idee, dass du im medizinischen Sektor tätig bist, konnte man aus deinem Text nicht schließen.

Antwort
von piobar, 110

Für viele sind die Beiträge jetzt schon nicht erschwinglich, darum haben wir so viele auf Basis der gesetzlichen Krankenversicherung. Es werden immer Leute sich finden lassen auf privaten Beiträge umzusteigen.

Die eigentliche Frage ist ob man eine Private Krankenversicherung braucht bzw. ob das noch Sinnvoll ist. Bei Fast allen Ärzten kann man durch zusatzkosten ebenfalls an die Premiumdienste gelangen.

Wenn ich mein Verhalten ansehe spare ich durch die gesetzliche Krankenversicherung Unmengen an Geld, so dass ich beim Zahnarzt gegen Aufpreis eine bessere Behandlung bekomme welches immer noch günstiger ist als von Dauer einen hohen Fixkosten Block monatlich zuhaben. 

Kommentar von GGraf ,

Wie spart man als Single mit der GKV Geld? Die ist je nach Eintrittsalter in die PKV mindestens 200 Euro billiger, also spart man als Arbeitnehmer mindestens 100 Euro bei besseren Leistungen. Beim mit der GKV vergleichbaren Basistarif ist's noch mehr.

Antwort
von zivandivan, 91

Das solidaritätsprinzip ist auch in der politik stark umstritten da wirst du hier kaum eine lösung finden

Kommentar von basiswissen ,

Seit wann greift das bei einer PKV?

Antwort
von archibaldesel, 77

Ist das denn bei der gesetzlichen Krankenversicherung anders?

Kommentar von GGraf ,

Jeder Arbeitnehmer ist versicherungspflichtig und zahlt etwa die Hälfte von 14,6 % seines Einkommens dafür, sofern er nicht über der Beitragsbemessungsgrenze verdient.
Über dieser Grenze kann man sich bei der gesetzlichen KV freiwillig versichern und zahlt gut 300 Euro dafür, gehaltsunabhängig.

Kommentar von archibaldesel ,

Pardon, da hast du mich missverstanden. Die Frage bezog sich nicht auf die Funktionsweise, sondern auf die erwähnten Probleme. Auch die Menschen in der GKV werden älter. Auch dort müssen die höheren Kosten für Gesundheitssystem von immer weniger Arbeitnehmern gezahlt werden. Insofern habe ich das besondere Problem der PKV nicht verstanden.

Kommentar von archibaldesel ,

Ein Beitrag i. H. v. EUR 300,00 für eine Vollversicherung außerhalb des Basistarifs wäre übrigens ein Traum. Ich zahle gut das doppelte.

Antwort
von pblaw, 51

Ja, wenn du auch in Zukunft ein gehobenes Einkommen hast.

Antwort
von kenibora, 89

Nicht jeder kann eine private Krankenversicherung abschliessen. Das ist nur ab einem bestimmten Einkommen möglich.... (Private Zusatzversicherungen kann jeder, sofern er das Geld dazu hat) abschliessen

Kommentar von Apolon ,

  Das ist nur ab einem bestimmten Einkommen möglich.

Falsch - dies trifft nur bei Angestellten zu.

Bei Beamten oder Selbständige ist das Einkommen völlig egal.

Antwort
von Bluerb, 81
Kommentar von basiswissen ,

Wunderschöner Werbetext der nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun hat.

Antwort
von user8787, 146

Ein schwieriges Thema. 

Viele meiner älteren Privatpatienten lassen nach der Ausstieg aus dem Job ihre Verträge zurückstufen, d.h. sie gehen in einen günstigeren Basistarif . 

Das hat natürlich Nachteile....und ja, ich finde das traurig. 

Kommentar von GGraf ,

Was bedeutet das, ist das dann schlechter als in der gesetzlichen KV?

Kommentar von user8787 ,

Ich sage ganz deutlich....ja. 

Ich habe Senioren die ab Mitte des Monats Probleme haben bei den benötigten Medikamenten in Vorkasse zu gehen. 

Hier balancieren die Apotheker und Ärzte leider immer öfter...die Rechnung kann hier nur nach Zahlung erstattet werden, hier heißt es flexibel zu sein. 

Parkinson Medikamente sich z.B. sehr teuer, bei intensiver Therapie durch gute Medikamenten Kombis heißt das alle 2 Monate ca. 300 Euro in der Apotheke vorlegen. 

Das ist für immer mehr ein Problem..... 

Kommentar von DerHans ,

Wenn sich die Vorlage von 300 € monatlich einmal eingespielt hat, steht ja im nächsten Monat das Geld aus dem Vormonat wieder zur Verfügung. Es sind also NICHT jeden Monat 300 €.

Schlechter für den Patienten ist, dass der Arzt durch diese Abrechnung mehr Arbeit für weniger Geld hat. Bei manchen wirkt sich das dann wohl auf die Motivation aus.

Kommentar von user8787 ,

Nicht wenn die monatl. Kosten die Rente komplett aufbrauchen....wo nichts übrig bleibt kann sich nichts einspielen. Jeder 2. Monat beginnt praktisch mit einem minus....

Das ist straff kalkuliert, dazu kommen noch die Therapiekosten für Ergo / Kg .

Unterstelle den Ärzten hier bitte nicht Motivationslosigkeit, es ist traurig das erleben zu müssen....

Kommentar von Apolon ,

 Nicht wenn die monatl. Kosten die Rente komplett aufbrauchen....wo nichts übrig bleibt kann sich nichts einspielen. Jeder 2. Monat beginnt praktisch mit einem minus....

Man könnte bei diesem Text auch vermuten, dass der Versicherungsvermittler den Kunden falsch beraten hat und ihm einen Billig-Tarif aufgeschwätzt hat, der einige Leistungen nicht übernimmt.

Kommentar von Apolon ,

 Viele meiner älteren Privatpatienten lassen nach der Ausstieg aus dem Job ihre Verträge zurückstufen, d.h. sie gehen in einen günstigeren Basistarif . 

Könnte es sein, dass dir hier die notwendigen Fachkenntnisse fehlen ?

Für Privatversicherte die bereits 2009 in der PKV waren, wäre der Standardtarif die bessere Lösung, denn dieser ist bedeutend günstiger als der Basistarif und die Leistungen sind auch noch besser.

Kommentar von user8787 ,

Ich schildere hier nur oberflächlich was das PRAKTISCHE Problem vieler privat versicherter Senioren ist, egal ob Standart- oder Basistarif. Die Leistungen werden def. gekürzt und Teile von Rechnungen nicht übernommen. 

In der Theorie sind die Versprechungen natürlich wundervoll, ich bin selber von Geburt an privat versichert . Mein Versicherungsstatus ist recht umfangreich und wird von einer Ökonomin meines Vertrauens regelmäßig abgeglichen. 

Nur schaut es praktisch bei dem heutigen Rentenniveau anders aus.

Und darüber wurden die heute berenteten PKV Versicherten damals nicht genügend aufgeklärt. Nach wie vor sind Alter + Krankheit ein Risiko . 

Kommentar von Apolon ,

 Ich schildere hier nur oberflächlich was das PRAKTISCHE Problem vieler privat versicherter Senioren ist, egal ob Standart- oder Basistarif. Die Leistungen werden def. gekürzt und Teile von Rechnungen nicht übernommen. 

Sorry - aber wenn du noch nicht mal den Unterschied zwischen einem Standardtarif und einem Basistarif kennst, kommt man ganz einfach zu dem Ergebnis, dass du keine Fachkenntnisse besitzt.

 Nach wie vor sind Alter + Krankheit ein Risiko . 

Du scheinst es wirklich nicht zu begreifen - solltest du tatsächlich als Versicherungsvermittler tätig sein, höre auf private Krankenversicherungen zu vermitteln.  Denn dir fehlt das notwendige Fachwissen!

Kommentar von user8787 ,

Um Gottes Willen nein !  *lach  Niemals könnte / wollte ich so einen Job machen....

Ich habe mit der Bürokratie der Krankenversicherungen nur zusätzliche Arbeit und es wird immer mehr....d.h. ich bin praktisch mit der Realität der Versicherungen konfrontiert . Jeden Tag....

Und ja, die Zeit hätte ich viel lieber für meine Patienten.

Kommentar von Apolon ,

 Um Gottes Willen nein !  *lach  Niemals könnte / wollte ich so einen Job machen....

Na - dann ist es ja bestens, aber in einer Antwort schriebst du von deinen Kunden und man konnte davon ausgehen, dass du in der Versicherungsbranche tätig bist.

Dann muss ich meine Antwort natürlich etwas korrigieren:

Fakt ist, dass die Einkünfte während der aktiven Arbeitszeit um einiges höher ist, als während der späteren Rentenzeit.

Und um dieses auszugleichen sollte jeder den Betrag den er bei Wechsel von der GKV zur PKV spart in eine spätere Absicherung einzahlen um damit die Beiträge im Alter aufzufangen.

Ein Beispiel dazu:  Ein 30 jähriger Arbeitnehmer wechselt in die PKV und zahlt den mtl. Differenzbetrag in Höhe von ca. 130 € in eine Betriebliche Altersversorgung.  Die weitere Ersparnis aus der BAV - (reduzierte Sozialversicherungsbeiträge + geringere Steuer) legt er zusätzlich noch mtl. an.

Als dieser dann mit 65 Jahren in die wohlverdiente Rentenphase wechselt, bekommt er aus der BAV eine mtl. Rente von ca. 300 € + Rente aus den zusätzlichen Ersparnissen der SV+ Steuer ca. 130 €

Er selbst zahlt als PKV Versicherter einen mtl. Beitrag von 450 € incl. einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung.

= 450 - 420 = Eigenbeitrag wären also 30 €, wenn da nicht noch die Beteiligung der Deutschen Rentenversicherung wäre in Höhe von 160 € mtl.

Bedeutet der PKV Versicherte hat daraus einen Gewinn erwirtschaftet von mtl. 130 € - außerdem hat er noch eine zusätzliche Absicherung im Form einer Pflegeleistung in Pflegestufe II von 1200 € + Pflegestufe III von 1500 € mtl.

Kommentar von user8787 ,

Diese Theorien sind mir bekannt.

Ich schrieb deutlich, das mir um meine PRAKTISCHEN Erfahrungen mit den Versicherungen geht....ganz real, direkt im Kontakt. Ich habe MEINE realen, Praxis bezogenen Erfahrungen ins Spiel gebracht und hier gibt es def. immer wieder Probleme . 

Dabei kritisiere ich offen die oft ungenügende Beratung und Betreuung der Versicherten wenn es zu Krisen ( Krankheiten, Unfällen ) kommt. 

Hier nun bin oft ich gefordert, weil es mir wiederstrebt die vor allem älteren Herrschaften im Regen stehen zu lassen.

Mein PkV Vertrag läuft bis jetzt völlig ruhig und problemlos....und ja, ich zahle einiges mehr als du. 



Kommentar von DerHans ,

Scheinbar sind die Senioren, die du "betreust" wie auch immer, in jüngeren Jahren in die PKV gewechselt, weil sie sich dem Solidarsystem entziehen wollten. Das haben sie doch erreicht und viele Jahre Geld gespart.

Mit welcher Begründung soll jetzt das Solidarsystem wieder gelten?

Ich kann das Gejammere nicht verstehen und auch nicht mehr hören.

Kommentar von user8787 ,

Die Senioren von denen ich spach sind Privatpatienten mit schmaler Rente . 

Ich möchte nun auch mit Versicherungsagenten nicht mehr über Therorie und wirkliche Praxis diskutieren. 

Zwischen Soll und dem Ist - Zustand der tatsächlichen Versorgung klafft leider oft eine gewaltige Lücke. Die Betreuung der Versicherten lässt oft sehr zu wünschen übrig.

Fazit...ich übernehme das oft und die Bürokratie geht mir einfach auf die Nerven. Sie raubt mir wertvolle Zeit am Patienten. 

Die Werbung suggeriert hingegen etwas anderes....komme du in ein Alter wo du nicht mehr alleine schaffst, dann erst begreifst du die Misere . 

Ich weiß, Kritik hat niemand gerne, aber ich bin ein Mensch der Missständen offen anspricht und ständige Schönrederei geht an mir vorbei.

Realität und Fakten....das ist was zählt. 

Für mich ist das Thema hiermit durch.....

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