Kann man sich bekehren lassen?

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17 Antworten

Der christliche Glaube ist immer eine freiwillige und persönliche Entscheidung. Deshalb ist es m. E. nicht möglich, sich von anderen Menschen bekehren zu lassen.

Zwangsbekehrungen haben im Normalfall nichts mit echter Bekehrung und richtigem Christsein  zu tun. Ganz im Gegenteil widerspricht die Praxis der Zwangsbekehrung den Aussagen und Lehren der Bibel.

Gott hat nur Kinder und keine Enkel. Jeder der an Gottglaubt, wird automatisch sein Kind und damit auch sein Erbe (Römer 8,17). Ebenso wie Gott keine Enkel hat, kann sich auch niemand bekehren lassen.

Um sich zum Christentum zu bekehren, muss man glauben, dass Jesus Sohn Gottes ist und dass er für unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden ist. Man muss mit Gott darin übereinstimmen, dass man ein Sünder sind, welcher Erlösung und Errettung bedarf. Ebenso muss man Jesus vertrauen, dass er uns erretten wird.

Vielleicht passen folgende Bibelstellen dazu, da sie beschreiben, dass die Menschen sich persönlich für Gott entscheiden müssen. Diese Entscheidung kann einem niemand abnehmen, jeder muss sie für sich selbst in aller Freiheit treffen...

"Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." 1. Timotheus 2,4

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Johannes 3,16

"Ohne Glauben ist´s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt."  Hebräer 11,6

"Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." 1. Johannes 1,9

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." Johannes 5,24

"Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen; jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen." 1. Petrus 2,25 

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Kommentar von chrisbyrd
22.01.2016, 17:24

Vielen Dank für den "Stern", liebe Grüße und Gottes Segen wünsche ich dir!

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Du hast recht: jeder kann sich nur selber bekehren bzw. werden wir von Gott zu unserer Bekehrung geführt, an der auch andere Menschen beteiligt sind.
Die von dir zitierte Frage ist polemisch gemeint und drückt den Unwillen aus, sich zu verändern. Das ist der Hinweis, dass sie das Gespräch über Glaube nicht weiterführen wollen.

Manchmal laufen allerdings wirklich peinliche Möchtegern-Bekehrer durch die Welt - auch hier auf Gutefrage.

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Kommentar von Eselspur
11.12.2015, 13:36

lese gerade zufällig Klagelieder 5,21: "kehre uns, Herr, dir zu, dann können wir uns zu dir bekehren."

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Manche gläubigen Menschen können penetrant aufsässig sein, wenn sie jemanden glaubensmäßig unbedingt auf ihre Seite ziehen wollen. Die Frage "willst du mich unbedingt bekehren?" ist also eigentlich nur eine rhetorische Frage, auf die keine Antwort erwartet wird.

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Eigentlich nicht. Im Prinzip kann einem eigentlich nur eine Alternative aufgezeigt werden, aber bekehren, also den alternativen Weg gehen, kann man nur (sich) selbst.

Eine Bekehrung ist also nichts passives, das man von jemand anderen erhält, sondern eigentlich etwas aktives, was nur dann geschieht, wenn man es für sich selbst macht.

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Diese Redewendung kannst Du auch hören, wenn es gar nicht um Religion geht, sondern einfach auch, wenn verschiedene Leute einfach unterschiedlicher Meinung sind, zum Beispiel zu politischen Themen. Mehr oder weniger bedeutet es, dass einer oder eine Gruppe jemand von seiner/ihrer Meinung überzeugen will/wollen.

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Nein, eine echte Bekehrung ist die ganz persönliche Antwort auf das Klopfen von Jesus. Das ist eine zutiefst persônliche Herzensentscheidung weil man das WILL. Man will sich bekehren. Man will Frieden mit Gott. Man will Vergebung der Sünden. Man will Gemeinschaft mit Gott.

Ein Mensch kann einen anderen nicht bekehren und wo irgendwie Zwang sein sollte, wird es eine Fehlgeburt geben aber keine Wiedergeburt.

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Kommentar von KaeteK
13.12.2015, 11:29

Den letzten Abschnitt muß ich mir merken :-) lg

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Ja, viele Leute sagen das so. Ich glaube, sie meinen eigentlich "Erzähl mir nicht so viel von deinem Glauben" oder "versuch nicht, mich zu überzeugen". Bekehrung ist eine sehr persönliche Angelegenheit zwischen einem Menschen und Gott

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Hallo Fred4u2,

Bekehrung ist eine Umkehr. Ihr geht die Reue voraus, was bedeutet, dass man seine bisherige sündige Lebensweise jetzt hasst und fortan entschlossen ist, das Richtige zu tun.Auf echte Reue folgt dann die „Bekehrung“ (Apg 15:3)

Die hebräischen bzw. griechischen Verben, die sich auf die Bekehrung beziehen (hebr.: schuv; gr.: stréphō; epistréphō), bedeuten einfach „umkehren“, „sich umwenden“ oder „zurückkehren“ (1Mo 18,10; Spr 15,1; Jer 18,4; Joh 21,20; Apg 15,36).

Hier, im theologischem Sinn, ist gemeint ein Ablassen von einer verkehrten Handlungsweise und eine Umkehr zu Gott (1Kö 8:33).

Das kann jeder nur für sich selber tun.

Apg 2,36 Ganz Israel soll wissen: Gott hat Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Retter gemacht." 37 Als die Leute das hörten, waren sie von dieser Botschaft tief betroffen. Sie fragten Petrus und die anderen Apostel: "Brüder, was sollen wir tun?" 38 "Kehrt um zu Gott!", forderte Petrus sie auf. "Jeder von euch soll sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen, damit euch Gott eure Sünden vergibt und ihr den Heiligen Geist empfangt.

Grüße, kdd

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Missionieren ist ein anderer Ausdruck. Das hatte aber immer mit Zwang und Waffengewalt zu tun, soweit es die Christen betrifft. Bekehren kann man jemanden, indem man ihm ein Beispiel vorlebt. Wenn derjenige wissen möchte, warum Dein Beispiel funktioniert, kannst Du ihm von der Liebe zu Deinem Gott erzählen. Wenn er das für sich als Weg erkennt, ist er bekehrt worden. Alles andere sind Lippenbekenntnisse.

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Kommentar von Viktor1
12.12.2015, 01:55
Missionieren ist ein anderer Ausdruck. Das hatte
aber immer mit Zwang und Waffengewalt zu tun,
soweit es die Christen betrifft

stimmt. Die Apostel sind mit Söldnern losgezogen auf ihren als
Missionsreisen getarnten "Feldzügen" und haben mit Gewalt die Menschen "bekehrt" wie auch noch Jahrhunderte danach die anderen Christen.
Daß die Christen wegen ihrer Botschaft verfolgt wurden ist eine Lüge.

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Dazu sagt Gottes Wort: Epheser 2,8  Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; 9 nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.

lg

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Bei Suchenden geht es auch passiv, ähnlich einem offenem Gefäß, in das hineingefüllt werden kann. Es gibtr zudem noch die Schwankenden, die zuweilen froh sind, inspiriert zu werden und die völlig Ahnungslosen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben und so zu allem Möglichen hingeführt werden können. Sie nehmen aus geistigen Mangel dann Sachen auf, um nicht völlig leer zu sein.

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Schwache Menschen ohne Meinung oder konstante religiöse Bindung oder gar in schwierigen Lebenslagen können leicht vom Christentum, als auch jeder anderen Glaubensgemeinschaft bekehrt werden. Ich bin auch gläubiger Christ, sehe aber davon ab anderen von den Inhalten und dem Praktizieren der christlichen Religion vorzuschwärmen. Weil ich weiß, wie sehr das nerven kann. Religion ist für mich eine Unterstützung auf dem Lebensweg. Aber ich bestehe nicht darauf, dass das Christentum die einzige ultimative Wahrheit parat hält. Kann ja sein, dass wenn ich sterbe plötzlich vor Krïshna, Mahavira oder Siddharta stehe und nicht vor Jesses. Was soll ich denen dann bitte sagen? Dass ich mein ganzes Leben so intolerant war, nur an Jesses zu glauben und alles andere zu verteufeln?

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Der von Dir zitierte Spruch hat eigentlich nur den Charakter einer Floskel.

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man kann keinen menschen bekehren der an was glauben will.............selbst bei echten gegenbeweisen würde ein fanatiker weiter glauben, denn er richtet sein leben nach seinem glauben aus..............und alles was dann diesen glauben, sein leben gefährdet, wird dann als bedrohung angesehen und im schlimmsten fall ausgelöscht..........

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Das kommt daher, das viele den Eindruck haben, dass Gläubige diejenigen die nicht glauben von ihrem Glauben überzeugen wollen. Nun ist Glauben aber eine eigentlich komische Sache, da die die glauben fast immer an Dinge glauben die man nicht beweisen oder irgendwie nachweisen kann, ja die sich einer logischen Analyse wiedersetzen. Bekehrung kann nun auf mehrere Weisen geschehen. Einmal dadurch, dass man sich durch Worte überzeugen lässt und irgendwann selbst glaubt. Andererseits aber auch durch Erlebnisse oder eigene Erkenntnisse, die dazu führen, dass man anfängt zu glauben. Mit Zwang würde ich beide Varianten nicht assoziieren.

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...jede religion hat in ihrem §1 diesen missionierungszwang, da jede für sich den absoluten warheitsgehalt beansprucht, und sie meinen den andersgläubigen und auch den nichtgläubigen , auf den  , ihnen selbst schon oktroyierten und indoktinierten weg, führen zu müssen.....bis hin zur brutalsten gewalt , zu der die menschen fähig sind..... bei den menschen, die im erwachsenen alter, entweder konvertieren oder sich zur irgendeiner religion entscheiden, haben meist, nach meiner persönlichen erfahrung, erhebliche persönliche defizite..... tut mir leid, diese so schreiben zu müssen...

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Hi Fred, die heutige Führung der Kirchen fordert schon eine Bekehrung - von aussen. -Beichte- Bekehrung steht aber für eine selbstbestimmte Umkehr zum rechten Weg. Also hast du schon recht, bekehren kann man sich nur selbst..

Gruß

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Kommentar von Herb3472
11.12.2015, 00:31

Wobei natürlich die Frage aufkommt, was der rechte Weg ist und wohin er führt bzw. führen soll.

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