Frage von Schuettelbier, 58

Kann man sich aufs Konzentrieren konzentrieren?

Oder aufs Fühlen? Oder aufs Nicht-Konzentrieren?

Antwort
von Suboptimierer, 35

Ja klar. Das ist der Moment, ab dem alles schief läuft.

Das ist der Moment, in dem du beim Klavierspielen anfängst, dich selbst zu beobachten. 

"Ich muss mich konzentrieren.", "Ich muss locker bleiben.", "Ich darf nicht nervös wirken.",...

Kommentar von achimhausg ,

hahaha, ja genau.

Kommentar von Schuettelbier ,

Stimmt, kenn ich vom Gitarre spielen ;)

Antwort
von voayager, 7

Auf Sachen, auf Aufgaben kann man sich konzentrieren, auch auf seinen Körper, auf einen bestimmten Gedanken. Doch eine Konzentration auf die Konzentration, das ist widersinnig, denn jegliche Form davon hat einen bestimmten Inhalt.

Antwort
von achimhausg, 19

Bewusstsein ist die Wahrnehmung der Wahrnehmung, aber Konzentration auf die Konzentration kenne ich nur aus Momenten, wo wirklich alles aus dem Ruder lief, wie etwa, wenn man als Pennäler  vollgesoffen ein Fahrrad schob und das Rad immer in eine andere Richtung will, als man selbst.

Vor ein paar Jahren fing ich plötzlich an immer schlechter zu hören, weil ich Wasser hinter beiden Trommelfellen hatte, und als ich mit Medikamenten von der Apotheke zurück ging, da musste ich plötzlich auf Sicht die Spur halten, weil mein Gleichgewichtssinn gestört war.

Ja, man kann, aber ist chrecklich, wenn man sich pausenlos vorsagt, dass man hochkonzentriert etwas 'per Hand' machen muss, was sonst auf Automatik läuft  ;)

Antwort
von brido, 25

Nicht konzentrieren sicher nicht, denke mal nicht an einen rosa Elefanten. 

Wenn man sich auf den Körper genau konzentriert, auf die Mitte , kann man die Gefühle wahrnehmen. 

Antwort
von todofo, 5

Beim Meditieren kann man solche Erfahrungen machen, ja. Regelmäßige Meditation kann auch dabei helfen, dass man sich z.B. bei wichtigen Dingen nicht zu sehr verspannt mit dem Konzentrieren.

Ich benutze jetzt eine Android-App zum Meditieren, es gibt eine Einführung für Anfänger und jeden Tag eine neue Idee zur Meditation. Ein Aufmerksamkeitsgong bringt einen immer wieder zurück, wenn die Gedanken mal abdriften.

https://play.google.com/store/apps/details?id=de.start2dream.meditation_des_tage...

Antwort
von DrachentigerNo1, 2

Ohne dass man zentriert ist, ist doch alles nur ein wildes Rumfummeln an irgendwelchen Dingen, irgendwie nebenher, sich bloß nicht wirklich einlassen auf eine Sache, ohne Sinn und Zweck. Dem Einwand mit dem Klavier- oder Gitarrespielen kann ich überhaupt nicht zustimmen. Habe selbst Gitarre, Flöte und Komposition studiert, und wenn ich beim Üben nicht bei der Sache gewesen wäre, hätte ich das Studium schmeißen können.

Dass ich durch das Mich-Zentrieren in den Flow komme, ist das Ziel bei all meinem Üben gewesen. Das ist eine Zentrierung, die jenseits von allem Intellektualisieren passiert. Den Flow kannst du nicht durch Konzentration erreichen, der wird dir geschenkt, wenn du ganz bei dir selbst und bei deinem Tun bleibst, ohne dich ablenken zu lassen.

Antwort
von Gruene9, 19

Klar, somit meditiert man unter anderem auch.

Kommentar von achimhausg ,

Habe ich auch im ersten Moment gedacht, aber verworfen, weil echte Meditation eher was mit Lassen als mit Tun zu tun hat.

Im Zen haben die Lehrer ihre Schüler gerne mal hart geschlagen, damit sie wach und locker bleiben, weil Einpennen bei der Meditation Usus ist  ;)

Kommentar von Gruene9 ,

Ich beziehe mich hauptsächlich auf die "bewusstes Wahrnehmen - Technik". - Zweck dabei ist ja die "Distanzierung" von den Eindrücken.

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten für den Versuch transzendale Zustände zu erreichen. - Ich bin aber auch alles andere als erfahren in dem Bereich, daher habe ich bei der Formulierung versucht es nicht direkt gleichzusetzen.

Antwort
von Nicodemus0815, 1

Direkt ist es sehr anstrengend. Indirekt ist es sehr einfach.

Z.B. möchtest du eine Frage beantworten. Dann formulierst du eine Absicht, z.B. "Ich interssiere mich dafür, diese Frage möglichst vollständig zu verstehen." Dann wartest du einfach ab und erlebst, wie sich das Verständnis der Frage nach und nach in dir entwickelt. Das Einzige, was man tun muß, ist ehrlich interessiert zu sein und die eigene Unwissenheit aufrecht zu halten.

Hast du die Frage verstanden, ist die Antwort meist offensichtlich.

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