kann man sich als Tänzerin bezeichnen, wenn man es nur als hobby macht?

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12 Antworten

Man kann.

Tänzerin ist kein geschützter Begriff. Ebenso wie die Bezeichnungen Fotograf, Schauspieler oder Designer nicht geschützt sind.

Es gibt Berufsbezeichnungen, die man sich nicht ohne Weiteres anlegen darf, weil sie geschützt sind und nur durch bestimmte Vorraussetzungen für sich verwendent werden dürfen, wie Apotheker, Architekt, Notar oder auch Psychologe oder Arzt.

Bei anderen sieht es anders aus. Jeder kann sich Detektiv nennen und und eine Detektei aufmachen, ebenso ist es beim Fotografen, bei Pädagogen   oder eben auch bei Tänzern. Aber nicht jeder kann von seiner gewählten Berufsbezeichnung leben. Ein Fotograf kann wirklich gut sein oder aber grottenschlecht. Das gleiche gilt für Tänzerinnen.

Wieder eine andere Sache sind die ganzen Ausbildungszusätze. Als Beispiel: Jeder kann sich "Tanzpädagoge" nennen, aber niemand darf sich einfach so: "staatl. geprüfter Tanzpädagoge" nennen. Diese Bezeichnung wiederum ist geschützt und setzt eine entsprechende Ausbildung vorraus.

Bei den ganzen künstlerischen, kreativen und ungeschützten Berufen ist es eh relativ egal, wie sich wer nennt. Ob jemand engagiert oder gemocht/respektiert wird, hängt stark von der persönlichen Leistung ab. Und als gute Balletttänzerin mit entsprechender Ausbildung, bist du halt nicht nur Tänzerin, sondern klassische Tänzerin in einer renomierten Kompanie und mit einer Ausbildung an einer guten (meist sehr bekannten) Schule.

Davon abgesehen ist der Begriff Tänzerin sehr sehr weit gefächert, er
schließt Balletttänzer ebenso mit ein wie, Standard-, Hiphop- oder auch
Gogotänzer.

Fazit: wenn du dich Tänzerin nennen willst, dann kannst du das tun. Du darfst dich aber nicht mit falschen Feder schmücken und irgendwelche Ausbildungskürzel dazufügen, die du nicht verdient hast oder behaupten, dass du Solotänzerin an irgendwelchen Theatern wärst, obwohl das nicht stimmt. :)

PS und kleiner Zusatz: Auch wenn es dir frei steht, dich so zu nennen, würde ich es mir gut überlegen. Manchmal wirkt es albern, sich eine Bezeichnung zuzulegen, wenn man dann die geweckten Erwartungen nicht erfüllen kann.

Niemand würde zum Beispiel einen "Fotografen" für voll nehmen, wenn dieser kaum den Auslöser findet und von Belichtung und manueller Schärfeeinstellung keine Ahnung hat.

LG TE

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Kommentar von Tanzistleben
23.12.2015, 12:51

Da scheint es inzwischen eklatante Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich, oder auch Frankreich zu geben. 

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Dies hängt ganz davon ab wie wichtig die dieses Hobby ist . So wie neuerprimat es geschrieben hat, ist es schon ganz richtig . Nur muss man beachten ob dir dieses Hobby wichtig ist oder ob es nur einfach ein Kurs ist, wo du aus anderen Gründen hingehst.

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Kommentar von Tanzistleben
22.12.2015, 22:09

Dann ist also jeder Mensch ein Schauspieler, der als Hobby an einem Laientheater mitwirkt? Das ist und bleibt ein tolles Hobby, hat aber mit dem Beruf des Schauspielers nur sehr wenig zu tun. 

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Ja klar jeder bezeichnet zwar etwas anderes als Tänzerin, aber wenn es deiner Meinung entspricht dann tus einfach.

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Wenn Du entsprechend Auftrittserfahrung mit Gage erarbeitest, ja. Sonst nicht. 

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Wenn du es gut kannst, dann kannst du dich auch ruhig als eine bezeichnen.

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Kommentar von Tanzistleben
22.12.2015, 21:49

Nein, kann sie nicht! Selbst die beste Hobbytänzerin ist von einem Berufstänzer noch meilenweit entfernt. Daher bitte ein bisschen mehr Respekt vor dem Beruf!

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Es ist eigentlich egal wie man das tanzen bezeichnet... wie du es magst

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Hallo,

solange du dich als Hobbytänzerin bezeichnest, ist es okay. Dich als "Tänzerin" zu bezeichnen, wäre schon sehr anmaßend. Es ist ein schwerer Beruf, für den man verdammt viel arbeiten und opfern muss, und, sorry, aber jeder professionelle Tänzer würde sich ziemlich verar**** fühlen, wenn sich einfach jeder, der als Hobby ein bisschen tanzt, mit der Berufsbezeichnung schmücken würde. 

Wie Gina schon sehr richtig sagte, nicht jeder, der gerne brutzelt, ist ein Koch. Nicht jeder, der eine gerade Naht an der Nähmaschine nähen kann, käme auf die Idee, sich Schneider zu nennen. Nicht jeder, der für sich kleine Geschichten oder Gedichte schreibt, ist ein Autor. Diese Liste ist beliebig fortsetzbar. Warum sollte es dann ausgerechnet beim Tanzen anders sein?

Die Antwort lautet daher nein, nein und nochmals nein!

Liebe Grüße und viel Spaß mit dem schönen Hobby Tanzen

Lilly "Tanzistleben"

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Kommentar von neuerprimat
22.12.2015, 22:01

Also ich glaube da hast du die Frage etwas in den falschen Hals bekommen. Oder ich steh auf dem Schlauch. Oder was auch immer.

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Es spricht doch explizit überhaupt nichts dagegen, wenn Du dich als Hobby Tänzerin bezeichnen würdest und das würde doch wohl letztendlich auch den tatsächlichen Sachverhalt auch am besten widerspiegeln. Ergo mache dir diesbezüglich auch keine so großen Gedanken, Du bist eine Hobby Tänzerin und basta.

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Tänzerin ist kein geschützter Beruf für den man eine Prüfung ablegen muß. Schauspieler kann sich auch jeder nennen.

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Kommentar von Tanzistleben
23.12.2015, 12:46

Irrtum! Inzwischen gilt auch für alle Bühnenberufe, dass ein anerkannter Abschluss gemacht werden muss, um die Berufsbezeichnung führen zu dürfen. Leider ist das immer noch nicht bis in alle Köpfe vorgedrungen.

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Ja. Eine Tänzerin bezeichnet beides: ist eine weibliche Person die momentan oder gewohnheitsmäßig tanzt oder eine Berufstänzerin.

Das nimmt sich nix.

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Kommentar von Tanzistleben
22.12.2015, 21:55

Doch, das nimmt sich sogar sehr viel. Es ist ziemlich anmaßend und respektlos einem wunderschönen, aber verdammt schweren, künstlerischen Beruf gegenüber, der mit dem schönen Hobby zu tanzen nicht allzu viel gemeinsam hat. 

Das ist nicht böse gemeint, sondern soll nur die Tatsachen klarstellen.

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Klar, wenn du dich als Tänzer/-in fühlst, warum nicht?

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Ja ich finde das geht

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