Kann man Schwierigkeiten bekommen weil man angeblich zu schnell fuhr aber es keine Beweise gibt?

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9 Antworten

Also ich wurde mal angezeigt weil ich in einer 30er-Zone angeblich mindestens 70 gefahren wäre. Die Polizei meldete sich bei meinem Chef weil die Anzeige vorlag und sie der nachgehen müssen und baten lediglich darum künftig möglichst langsamer am Haus der betreffenden Person vorbeizufahren.

Allein durch eine Schätzung kann fast gar nicht eine Geschwindigkeitsübertretung nachgewiesen werden, schon wenn geschulte Polizisten dies machen ist es sehr schwierig, von Passanten nahezu unmöglich.

Höchstens wenn Du dabei gefilmt wurdest könnte das Fimmaterial ausgewertet werden und eine Geschwindigkeit rekonstruiert werden können, ob dies aber rechtlich überhaupt zugelassen wäre sehe ich als sehr fraglich.

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 12:18

Nein, es existiert kein Video davon.

Mir haben einige Freunde lediglich gesagt dass die Leute die dort wohnen mich angezeigt haben. (sie wurden selbst noch von den Leuten dort aufgehalten)

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Eine Zeugenaussage ist ein Beweis, und wenn ein Richter das für glaubwürdig hält, reicht das auch.

Es gibt zwar immer das Problem der Schätzgenauigkeit, aber man kann auch einem Laien zutrauen, dass er erkennt, wenn jemand mit z.B. über 70 durch eine Zone mit Tempo 30 brettert.

Es werden dann halt viel größere Abschläge von der Schätzung abgezogen, als das der Fall wäre, wenn ein Polizist einem nachfährt.

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 12:20

Ja dass kann schon sein, aber glaubst du, dass ich vor Gericht lande weil ich zu schnell war?

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Kommentar von bronkhorst
17.04.2016, 18:46

tja... das ist der Nervenkitzel der Geschwindigkeit... das muss man dann abkönnen.

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Da dein Vater den Brief bekommen hat, nehme ich an, daß er der Halter des Fahrzeuges ist. Du warst Führer, aber das muss ja niemand wissen. Sprich mit deinem Vater.

Wenn also eine Anhörung bei der Polizei erfolgt, sagt er, daß er dort gar nicht war. Bestenfalls bringt er einen Beweis. Eine Arbeitsbescheinigung zum Beispiel. Dann ist das Ruck-Zuck vom Tisch.

Andernfalls kann es schon zu einem Verwarn- oder Bußgeld kommen, wenn die Anzahl der Zeugen ausreicht. Da man aber keine Messungen und/oder bildgebende Beweise hat, wird es in den meisten Fällen eingestellt.

Kommt die Anzeige von einem Beamten der Polizei oder Beamten/Angestellten des Landkreises oder der Stadt, wird es schwieriger, weil die ja irgendwann mal die Hand gehoben haben, um zu beeiden, daß sie niemals falsch aussagen. Da reicht dann mitunter ein Zeuge, der deine Fahrweise beschreibt, Nummernschild und Automarke (bestenfalls noch mit Aufklebern oder so) beschreiben kann und man glaubt ihm.

Gruß S.

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 12:22

Ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt, es kam deswegen noch kein Brief, dieser Vorfall ereignete sich ja erst gestern.

Ja, dass er nicht fuhr kann er bestätigen.

Also es haben schon ein paar gesehen, aber die mit denen ich unterwegs war traue ich nicht zu dass sie mich verraten. Und ich glaube auch nicht dass alle Leute die das sahen gegen mich aussagen, und es war soweit ich weiß kein Polizist dabei.

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Kommt auf die Situation und auch aufs Land an. Wenn sie dich in Österreich oder Frankreich rausziehen und die Ansicht vertreten, du seist zu schnell gewesen, dann zahlst du, ganz einfach. Oder wanderst halt ins Kittchen. Die Frage nach Beweismitteln fällt da auch gern mal unter "den Polizisten unverschämt/dumm kommen" und wirkt strafverschärfend.

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Dass du hier Schwierigkeiten bekommst, ist sehr unwahrscheinlich, aber prinzipiell möglich. 

Sofern es keine nachvollziehbare Messung deiner Geschwindigkeit sondern nur eine Schätzung gibt, ist diese mit großer Vorsicht zu genießen. 

Niemand kann genau sagen, ob das an ihm vorbeifahrende Auto nun 50 oder 60 km/h fährt. Deswegen hast du bei kleineren Tempo-Verstößen nichts zu befürchten. 

Anders sieht das aus, wenn du mit 90 durch die 30er Zone donnerst. In diesem Fall sieht jeder Blinde mit dem Krückstock, dass das viel zu schnell war. Natürlich wird dann von der geschätzten Geschwindigkeit ein gutes Stück als Toleranz abgezogen, aber gänzlich unmöglich ist das nicht. 

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 01:18

Danke für die Antwort (natürlich auch danke an die anderen die mir in etwa das geschrieben haben, aber ich schreibe es einmal hier hin)

Was sollte ich da nun genau machen?

Also bekomme ich da einen Brief wo steht: Sehr geehrter Herr... Sie sind laut Zeugen um 50 km/h zu schnell gefahren, Ihnen wurden ein Toleranzwert von 20 km/h abgezogen. Das wären dann bitte 150€.

Oder wie sieht das dann aus? Ich kann mir kaum vorstellen das man dann Besuch der Polizei bekommt. Ich meine die Polizei kam an diesem Tag nicht mehr dort hin, es wurde nur das Kennzeichen notiert wie ich erfuhr. Kann ich dann irgendwie Einspruch erheben oder vgl.? Oder sagen dass ich von nichts weiß und an diesem Tag nicht dort war etc.?

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Du wirst hier nichts zu befürchten haben.

Selbst wenn die Polizei durch hinterherfahren einen Geschwindigkeitsverstoß feststellt liegt die Meßlatte sehr hoch, sprich die Toleranzabzüge die zugestanden lassen nur bei hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen eine geringe nachgewiesene Geschwindigkeit zu.

Bei Überschreitungen die durch Beobachtung vom Straßenrand gemeldet werden geschieht nichts. Es hat Versuche gegeben wie präzise solche Beobachtungen sind. Selbst erfahrene Verkehrspolizisten konnten keine vernünftige Schätzung angeben.

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 12:19

Gut das kann ich mir denken wenn die dann der Polizei sagen dass ich "viel zu schnell" fuhr wird das wohl nicht viel bringen.

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So lange die Person keine stichfesten Beweise hat kann dir nix passieren. Wie das jetzt allerdings mit Zeugenaussagen is (also ob eine Zeugenaussage Dritter oder vierter Personen als Beweismaterial gilt) weiß ich nicht.

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 00:51

Was genau sind vierte Personen?

Meinst du damit jetzt wenn es mehrere angebliche Zeugen gibt, oder was heißt das?

Aber da kann man dann ja auch überhaupt nicht sagen wie schnell ich fuhr wen jetzt einer sagt 10km/h zu schnell ein anderer 20km/h zu schnell wie ist das dann?

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Kommentar von deathbyhacks
17.04.2016, 00:52

Wenn jetzt 20 Leute auf der Straße stehen und dir dabei zusehen wie du mit 80 durch die Straße fährst, und wenn diese 20 Personen dann gemeinsam Aussagen dass du zu schnell warst

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Kommentar von deathbyhacks
17.04.2016, 01:05

Ja sowas mein ich. Im Normalfall reichts schon wenn zwei Leute gegen dich Aussagen aber da es hier um spezifische Geschwindigkeiten geht war ich mir da nicht so sicher.

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 Habe ich etwas zu befürchten?

Nein

Wenn ja wie läuft das ab und wie sollte ich mich verhalten?

Dies scheitert an mehreren Dingen.

Zum einen der Vorwurf der Geschwindigkeitsübertretung, nur durch Schätzung von anderen Leuten die vielleicht am Straßenrand standen, kann dir kein Vorwurf dessen gemacht werden, es fehlen einfach die Beweise der tatsächlichen Übertretung.

Zum Hinterherfahren und Geschwindigkeit "schätzen" sind hohe Anforderungen nötig, gewisse Strecke und hoher Toleranzabzug, selbst bei geschulten Streifenpolizisten nicht immer verwertbar.

Daher keine Angaben zu der Geschwindigkeit machen, wenn Du aber etwas zugibst dann kann dir dies angerechnet werden.

Zum anderen muss der Fahrer identifiziert werden können, daher auch dort keinerlei Angaben zu machen.

Was genau hast Du denn bekommen ? Wie schaut die Anzeige aus ?

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 13:22

Ich habe noch keinen Brief bekommen, das war ja auch erst gestern.

Soweit ich es mitbekommen habe hat eine Person die Polizei angerufen und mich angezeigt. Ich war ja zu dieser Zeit bereits Zuhause und mir wurde es nur von den anderen gesagt.

Also die Leute dort kennen mich nicht und sahen mich nur beim vorbeifahren. Wenn ich nun einen Brief bekomme, sollte ich dann eine Beschwerde erheben und zurückschreiben dass ich nichts davon weiß und zu dieser Zeit nicht dort war oder was maceh ich dann am besten?

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du wurdest also von irgendeiner dritten person angezeigt?! 

pff, klar ich könnte auch meine nachbarn dafür verklagen, dass sie zu schnell durch meine straße fahren... beweise habe ich nicht also ist es schwachsinn

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Kommentar von Zipfiberger299
17.04.2016, 00:45

Danke, dann kann ich ja beruhigt sein.

Ich dachte mir schon dass da mangels Beweise wegen der Unschuldsvermutung nichts herauskommt.

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Kommentar von Interesierter
17.04.2016, 01:06

Ganz so schnell würde ich das nicht abtun. 

Wenn eine oder gar mehrere unbeteiligte Personen als Zeugen aussagen, ist das sehr wohl ein Beweis. 

Bei einer Schätzung müssten selbstverständlich große Abzüge für die Ungenauigkeit der Schätzung vorgenommen werden. Wenn aber der Geschwindigkeitsverstoß sehr deutlich ausfiel, wäre eine erfolgreiche Anzeige durchaus möglich. 

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