Einem Bekannten wurde vor ca. 2 Wochen der Unterschenkel amputiert und hat jetzt hauptsächlich nachts ziemlich starke Phantomschmerzen. Kann man die auch ohne Schmerztableten lindern oder vieleicht ganz beseitigen. Hat da jemand Erfahrung? Ich muß noch dazusagen, dass er ist Diabetiker ist

ja. Ich habe vor einigen Monaten von einer Therapie gehört (bzw im TV gesehen), die so funktioniert, dass der Patient so vor einen Spiegel gesetzt wird, dass er das Gefühl hat, das amputierte Bein existiere doch noch. Und irgendwie hat das Gehirn dann den Schmerz (so denkt es) nicht aus dem "Leeren" gewholt, sondern aus einem "echten" Bein, (obwohl der Betreffende natürlich weiß, dass das Bein nicht mehr existiert). Und diese langsame Erkenntnis hilft wohl, den Phantomschmerz nach und nach auszuschalten.
Neben Medikamenten kommt in Frage:
Physikalische Therapie:
Massagen, Bäder, Krankengymnastik Prothesenanpassung
TENS (Transkutane elektrische Neurostimulation): Dabei erfolgt die Hemmung der Schmerzleitung durch Nervenstimulation mit elektrischem Strom, die Elektroden werden auf der Haut fixiert, z.B. mittels Klebeelektroden
Komplementäre Verfahren:
Akupunktur, Hypnose und Biofeedback zeigen nach Erfahrungsberichten sehr gute Erfolge in der Schmerztherapie. Häufig lässt sich durch diese Verfahren der Bedarf an Medikamenten deutlich senken. Die Wirksamkeit muss individuell ausgetestet werden.
(http://www.onmeda.de/krankheiten/phantomschmerzen.html?p=7)
Vielen Dank für die Antwort

Was ich hier noch anführen kann ist autogenes Training, sollte man natürlich nach Anleitung lernen. Habe selbst damit Erfahrung sammeln können. Viel Erfolg!
Vielen Dank für die Antwort

In der Energiemedizin, die mittlerweile mehr und mehr Anerkennung erreicht auch über Akupunktur, überlegt man, ob die Energie des Körpers trotz Amputation des Beines noch komplett da ist. Auf Aurafotgrafien ist sowas zu sehen. Daher könnte der Phantomschmerz rühren, wenn man bereit ist, sich auf diese Sichtweise einzulassen. Also würde ich es einfach mal mit Akupunktur oder Aurabehandlung bei einem Arzt oder sehr guten heilpraktiker versuchen. Denn Schmerzmittel sind auf Dauer ja auch keine Lösung.
Vielen Dank für die Antwort

hallo, lass dich ein auf naturheilkunde. die besondere richtung der anthroposophischen medizin hat für phantomschmerzen was anzubieten, frag apotheker nach einer entsprechenden praxis. mach einen - vielleicht lohnenden - sofortversuch mit einhüllen des stumpfes mit alu-folie (haushaltswaren), könnte eine soforthilfe bringen!
Vielen Dank für die Antwort

Es klingt bescheuert, aber mir haben Amputierte erzählt (mehrere), daß es hilft, wenn man Alufolie um den Stumpf macht, wobei die glänzende Seite nach innen gehört. Natürlich darf man das nicht machen solange die Narbe noch nicht ganz verheilt ist und man darf es auch nur kurz (also nicht die ganze Nacht) dranlassen. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber ein Versuch kostet nun wirklich nicht viel. Melde dich wenn du weißt ob es hilft.
Mein Bekannter hats probiert und es hilft im nicht wirklich. Aber trotzdem vielen Dank

Ich hab zufällig gerade noch etwas gefunden:
schau mal unter www.medi.de nach mediproLiner RELAX, das ist eine textile Umhüllung, die elektromagnetische Strahlung abschirmt, nach einer Studie ist der Phantomschmerz deutlich gemindert worden.
Vielen Dank für die Antwort