Frage von Carlystern, 80

Kann man per Fernstudium seine Fachhochschuleife nachholen und gleichsam Hartz4 beziehen?

Hallo

Eine gute Freundin von mir hat die Mittlere Reife, bekommt Hartz4 und würde gerne ihre Fachhochschulreife an der Fernschule nachholen. Darf sie das? Muss sie das melden? Kann sie sich dort einfach anmelden? Ist sie weiter Hartz4 berechtigt?

Fragen um Fragen! Danke für eure Antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isomatte, Community-Experte für Jobcenter, 32

Warum sollte sie das nicht können ?

Solange sie dadurch keine vorrangigen Ansprüche hätte ( Bafög ) und somit ein Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 5 SGB - ll entstehen könnte und dem Arbeitsmarkt auch weiterhin zur Verfügung steht,sollte sie auch weiterhin Anspruch auf ALG - 2 haben.

Sie müsste dann auch nichts melden,solange das dann keinen Einfluss auf die Vermittlung in Beschäftigung hätte.

Kommentar von Carlystern ,

Wie ist es sie bekäme  sowieso kein Bafög mehr, da sie bereits 37 ist. Ich wüsste auch garnicht ob man für ca.16 Stunden pro Woche selbstständiges lernen Bafög berechtigt  wäre?

Also sie kann sich die Zeit beim Fernschulabschluss ja frei einteilen, also ist sie auch ganz normal vermittelbar. Diese sind ja deswegen etra so, dass Berufstätige neben demk Beruf auch ihgren Abschluss nachmachen können Ähnlich wie im Abendgymnasiumhalt ohne das man anwesend sein muss.

Kommentar von isomatte ,

Wenn sie dem Grunde nach keinen Anspruch auf Bafög - hat und der Vermittlung weiterhin zur Verfügung stehen kann,dann sollte das ganze ja kein Problem sein !

Kommentar von isomatte ,

Danke dir für deinen Stern !

Expertenantwort
von Joshua18, Community-Experte für Schule, 18

Das könnte sie auch neben einer Berufstätigkeit machen, sie wäre damit also weiter voll vermittlungsfähig. Da sie bereits über 30 ist, hat sie auch dem Grunde nach keinen BaFöG Anspruch mehr, denn sonst müsste sie dieses zuerst beanspruchen, statt Alg II.

Würde ich dem Integrationbeauftragten, je nach dem, gar nicht erst unter die Nase reiben. Eine Pflicht über alle Privatangelenheiten Auskunft zu geben besteht jedenfalls nicht. Die sind teilweise schlecht informiert und könnten evtl. auf dumme Gedanken kommen.

http://www.ils.de/studienfoerderung/bafoeg-schulabschluesse/

Kommentar von Carlystern ,

Ja das sie  vermittlungsfähig ist darum geht es. Sie macht es ja quasi in ihrer Freizeit

Antwort
von sunnyhyde, 51

und wie will sie das bezahlen? natürlich muss sie dem amt von ihrem vorhaben erzählen..das hat sie unterschrieben

Kommentar von Carlystern ,

Kostet nur 138 Euro imMonat. Ich seolber könnte das bezahlen. Bekomme ja zur Zeit auch noch Hartz4 und wir sind beim gleichen Fallmanager.  Naja jedenfalls sind wir uns sicher, dass sie es nie erlauben würde. Wäre für ihre Zukunft halt sehr wichtig. Was sie in ihrer Freizeit macht geht die Fallmanagerin doch nichts an oder?

Kommentar von Carlystern ,

Der Unterschied ist halt zu mir sie muss noch Miete zahlen.

Kommentar von sunnyhyde ,

trotz allem muss sie das angeben..und wieso sollte das amt ihr nicht einen zweiten bildungsweg bewilligen..da gibt es sogar massnahmen tagsüber für, an denen sie teilnehmen könnte

Kommentar von Carlystern ,

Nein sie will ja arbeiten in Teilzeit  und nebenher eben Fachhochschulreife per Fernstudium. Ich glaube Fachhochschulreife Gesundheit.

Kommentar von sunnyhyde ,

wenn sie kein geld mehr vom amt bekommt kann sie machen was sie will und ist niemanden rechenschaft schuldig...vorher leider nicht

Kommentar von Carlystern ,

Man ist doch eigentlich ein freier Mensch! Es heißt doch fordern und fördern. Aber wo ist da die Förderung? Sie ist doch ein eigenständiger erwachsener Mensch und hat das Recht zu machen was sie will wie jeder andere auch. Nur weil man Hatrtz4 bekommt verliert man nicht seine Rechte. Esgeht um ihre Zukunft und nicht um die Zukunft des Jobcenters. Ich mache auch bald ohne Einverständnis eine Ausbildung wo ich mir selber gesucht habe, da meine Fallmanagerin den Aa nicht hoch bekommen hat.

Kommentar von sunnyhyde ,

klar, aber nur wenn sie auch so frei ist nicht vom amt abhängig zu sein.. das zählt rechte und pflichten...und die meldepflicht bei veränderungen liegt bei ihr

Kommentar von isomatte ,

Eine Meldepflicht bei Veränderungen in den wirtschaftlichen wie finanziellen Verhältnissen ist in der Regel nur notwendig,wenn diese Einfluss auf den Leistungsanspruch hätten !

Wenn das aber nicht der Fall ist,warum sollte es dann gemeldet werden müssen ?

Selbst wenn man eine Beschäftigungsaufnahme nicht melden würde,was zur Mitwirkungspflicht gehört,würde hier bei nicht Meldung auch nichts passieren,wenn man dann keinen Monat über seine 100 € Grundfreibetrag kommen würde,denn dann hätte diese Beschäftigung keinen Einfluss auf den Leistungsanspruch.

Kommentar von sunnyhyde ,

dann lest euch doch einfach mal eurer Merkblätter für ALG 2 durch, die ihr u.a. auch unterschrieben habt..Selbst schulische Ausbildungen sind anzumelden, man muss jederzeit erreichbar sein, auch samstags! wenn man sich nicht abgemeldet hat und zudem könnte ja auch ein Job in den Abendstunden angenommen werden...Rechte und Pflichten eines ALG2 Empfängers

Kommentar von isomatte ,

Erreichbarkeit am Samstag ?

Zeig mir mal welcher Mitarbeiter des Jobcenters da arbeitet !

Man ist nur verpflichtet 1 x täglich ( Mo - Sa ) nach seiner Post zu sehen bzw.dafür zu sorgen das dies gemacht wird,dass man evtl.Briefe vom Jobcenter nicht verpasst.

Eine schulische Ausbildung ist wohl kaum mit diesem Vorhaben zu vergleichen,denn da steht man in der Regel dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung,was aber hier der Fall sein würde und man muss nur auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelbar sein.

Es ist also keineswegs die Pflicht hier nur Beschäftigungen in den Abendstunden anzunehmen oder Schichtarbeiten,es käme evtl.auf den erlernten Beruf an,aber ansonsten gilt die allgemeine Vermittelbarkeit und die wäre hier ja gegeben und selbst wenn würde man dann Freizeit haben und könnte die Woche über täglich 2 - 3 Stunden dafür aufbringen,die Zeit kann man sich selber einteilen.

Wenn sich in den wirtschaftlichen wie finanziellen Verhältnissen nichts ändert,dann muss auch nichts mitgeteilt werden,die Ortsabwesenheit ist dann schon wieder eine ganz andere Sache.

Oder ist man auch dazu verpflichtet eine Meldung zu machen, wenn man die Woche über nach den allgemein üblichen Arbeitszeiten dann jeden Tag für ein paar Stunden ins Fitnessstudio gehen würde ?

Kommentar von sunnyhyde ,

"Sie müssen grundsätzlich an jedem Werktag (hierzu
zählt auch der Samstag) unter der von Ihnen angegebenen
Anschrift für Ihr Jobcenter persönlich und auf
dem Postweg erreichbar sein und das Jobcenter täglich
aufsuchen können"

Auszug Merkblatt SBG2 Bundesagentur für Arbeit PDF) kann  ich leider nicht als link einfügen.

Kommentar von isomatte ,

Noch einmal,am Samstag arbeitet keiner auf dem Amt,selbst wenn das da stehen sollte und wer sagt denn das durch das Fernstudium die Erreichbarkeit nicht gegeben ist,dass wird von Zuhause aus gemacht bzw.dann in der Freizeit,also warum sollte dann eine Mitteilung erfolgen,für das Jobcenter ändert sich nichts !

Kommentar von sunnyhyde ,

@ isomatte..ich hab den SGB2 tesxt nicht verfasst....allerdings besteht die meldepflicht..ob du das nu gut findest oder nicht.

Kommentar von Joshua18 ,

Diese privaten Fernschulen bereiten übrigens nur auf die Externenprüfung in irgend einem Bundesland vor !

Man FHR übrigens auch ziemlich preiswert als Online-Fernkurs bei der staatlichen bayrischen vibos.de machen. Nur zu den Prüfungen muss man dann nach Bayern. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich mall deren Angebot genauer anzuschauen, auch wenn es nicht so werbewirksam gestaltet ist wie das der privaten Anbieter.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community