Beschreibung: Ich will meinen Oldtimer gegen zukünftigen Rost schützen und habe gehört das man den tauchverzinken kann, hat jemand Erfahrung damit und weiß was das kostet? Oder gibt es besser Alternativen?

In deinem Fall empfehle ich wegen der Kosten vielmehr das "Pulver-Beschichten". Das ist ähnlich effektiv und die Kosten liegen im Bereich einer Lackierung.
Ja, du kannst es wenn du eine Verzinkerei in akzeptabler Nähe hast. Ein Bekannter von mir hat einen Oldtimer sandgestrahlt und tauchverzinkt. Hat super funktioniert.

Das könnte theoretisch gehen. Allerdings brauchst du jemanden, der ein so großes Tauchbad hat das die Karosserier vollständig hinein paßt. Es ist auch zu bedenken, das durch nachträgliche Bohrungen etc. wieder ungeschützte Schnittkanten entstehen können. Aber ganz sicher ein sehr kostspielige Angelegenheit.
Bevor du deinen Oldtimer zu einem Haufen Weißblech verwandelst, lese bitte, was Experten zum Sandstrahlen und Verzinken sagen: http://www.wer-weiss-was.de/theme60/article28057.html
verzinken funktioniert natürlich an unterbodengruppen und karrosserieteile, jedoch im thermischen spritzverfahren, die oberfläche sollte vorher von einem fachmann im softstrahlverfahren gestrahlt werden. fahrzeugoberflächen, wie dach und motorhaube sollten nur im randbereich bearbeitet werden da sonst eigenspannung verloren geht und es zu verwerfungen kommt.beim spritzverzinken wird zink in form von draht auf 400 grad erhitzt und mittels druckluft gleichmäßig auf das objekt apliziert. schichtdicke cirka 80 my . einen besseren korrosionsschutz gibt es nicht.
matthias hotho

Natürlich funktioniert das. Schwierig sind jedoch gerade die versteckten Hohlräume die unsichtbar Rost gefährdet sind. Die zusätzliche Hohlraumversiegelung mit Kondenswasserablauf dürfte das Optimum an Schutz erreichen. Mein Oldie hat nur marginalen Unterbodenschutz und eine einfache Wachskonservierung. Allerdings habe ich in meiner Stellhalle eine Klimaanlage, die Sommer und Winter gleiche Feuchtigkeits- und Temperaturwerte aufweist. Fahrzeug wird im Winter nicht bewegt. Energiekosten ca. 50 EUR / Monat. Aber ein traumhaftes Ergebnis!

mir entgleiten gerade alle gesichtszüge.
erstens strahlt man keine karosserien weil man die orangenhaut hinterher nur schwer wieder gespachtelt bekommt. strahlen kann man achsen und radhäuser und unterböden.
besser. chemische entlackungsbäder.
zweitens verzinkt man keine autos. du weißt nicht wie die bleche reagieren. kann sein, dass die sich verziehen. und dann is aus die maus. außerdem musst du hinterher alle löcher neu bohren. lieber sauberer lackaufbau und gute konservierung und nur bei sonne fahren.

Im Prinzip ist dies möglich. Nur benötigt man ein entsprechend großes Tauchbad dazu. Auch müssen alle zu verzinkenden Teile demontiert und penibel gereinigt und gestrahlt werden. Das kommt sehr teuer und ist arbeitsintensiv. Ich habe meine Fahrzeuge alle nach dem strahlen mit Vertan behandelt. Eine optimale Hohlraumversiegelung und stets funktionierende Öffnungen zum Ablauf von Kondenswasser sind obligatorisch. Wichtig gegen Korrosion ist in jedem Fall der gesamte Unterbodenbereich, alle Hohlräume und die nicht lackierten Teile. Mit diesem Verfahren, einem trockenen Standplatz (max. 60% Luftfeuchtigkeit) und dem Betrieb dieser Fahrzeuge nur im Sommer ist das Fahrzeug viele Jahre bei guter Lackpflege wie neu.