Kann man mit offenen Immobilienfonds Geld verdienen?

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4 Antworten

Meines Erachtens wird die Frage zur falschen Zeit gestellt: Mangels Anlagealternativen überschütten extrem sicherheitsorientierte Anleger derzeit offene Immobilienfonds mit frischem Geld. Dabei lassen sie sich von den Anlageergebnissen der Vergangenheit blenden.

In der Zukunft sieht es mit den Renditen da weit weniger rosig aus:

Die hohen Liquiditätsreserven dieser Fonds werfen so gut wie keine Zinsen mehr ab und bei den jetzt neu erworbenen Immobilien müssen fast immer sehr hohe Kaufpreise gezahlt werden. Beides beeinträchtigt die Rendite erheblich.

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Kommentar von ArminSchmitz
28.06.2016, 03:57

Danke für den Stern!

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Man kann, wie mit vielen anderen Anlagestrategien auch. Eine Garantie für den Ertrag gibt es aber nicht. Hier gibt es eine gute Übersicht über solche Fonds: http://www.biallo.de/immobilienfonds/europa/#

Mindesteinlagezeit ist meistens 2 Jahre, Kündigungsfrist 1 Jahr

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Ich stimme ArminSchmitz zu, dass es momentan kein guter Zeitpunkt ist, um in offene Immobilienfonds zu investieren. Deshalb auf deine Frage, ob man damit Geld verdienen kann ein "Nein".

Offene Immobilienfonds sind wie andere Börsenprodukte auch eher eine langfristige Anlage, die ein paar Jahre gehalten werden sollten.

Du kannst sie einen Depot beimischen, um das Risiko zu streuen. Wie gesagt, sie bringen kaum Rendite. Du kannst damit kein Geld verdienen und zum Vermögensaufbau sind diese Produkte auch nicht sehr gut geeignet.

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Offene Immobilienfonds:

Dabei investiert eine Fondsgesellschaft meist in gewerbliche Immobilien wie Einzelhandelsimmobilien, Büros oder Logistikzentren. Natürlich auch in Wohnungen – wenn auch seltener. Dabei fallen Kosten an: Ausgabeaufschlag, jährliche Verwaltungsvergütung, Vergütungen für die Geschäftstätigkeiten, manchmal auch eine Erfolgsvergütung. Unterschieden wird zwischen Publikums- und Spezialfonds. Ein Publikumsfonds richtet sich in erster Linie an Privatanleger, wobei sich die Anleger unbeschränkt beteiligen können (Auch mit Kleinstbeträgen. Mehr als 10-15% seines Vermögens sollte man aber nicht investieren.). Spezialfonds sind ausschließlich an institutionelle Anleger gerichtet. Wurde der Fonds nach dem 22. Juli 2013 gekauft, müssen die Anteile min. zwei Jahre gehalten werden und ein Jahr vorher bei der Fondesgesellschaft gekündigt werden. Anteile können aber auch an der Börse verkauft werden (besonders an der Börse Hamburg). Eine Übersicht ist auf bvi. de zu finden. Manchmal ist es auch möglich, dass Immobilienfonds geschlossen (eingefroren) oder abgewickelt (die Immobilien werden verkauft und der Erlöse auf die Anteileigner aufgeteilt).


Eckdaten offene Immobilienfonds:

- Laufzeit: Praktisch unbegrenzt.

- Spezielle Rechtsgrundlage: Investmentmodernisierungsgesetz.
- Liquidität: Hoch da es einen funktionierender Zweitmarkt gibt. Täglicher An- und Verkauf von Anteilen möglich.

- Risikostreuung: Hoch, auch durch gesetzliche Vorschriften.


Checkliste offene Immobilienfonds:

– Wie viel Erfahrung hat der Fonds bereits?

– Wie ist die Wertentwicklung der vergangenen Jahre?

– Wie hoch waren die vergangenen Ausschüttungen?

– Objektnutzung (Büros, Wohnimmobilien, Handel, …)?

– Qualität der Immobilien?

– Wo sind die Immobilien (Deutschland, EU, Europa, Welt)?
– Leerstandsquoten in der Vergangenheit?
– Qualität und Laufzeit der Mietverträge?
– Qualität der Mieter?
– Höhe der Beleihungsgrenze?
– Höhe und Zinskosten des Fremdkapitals?
– Höhe des Ausgabeaufschlag?
– Laufende Kosten?



Risiken von offenen Immobilienfonds:
– Auflösung des Fonds.
– Risiken welche von den Immobilien ausgehen.
– Währungsrisiko wenn Auslandsimmobilien gehalten werden.
– Kreditrisiko wenn Kredite aufgenommen wurden.
– Zinsänderungsrisiko der Zinsanlagen.
– Offene Immobilienfonds müssen gesetzlich eine
Mindestliquidität von 5% des Fondsvermögens haben um Anleger auszahlen zu können. Deshalb investieren sie teilweise auch in Zinsanlagen.


Kündigung / Verkauf von offenen Immobilienfonds:

– Kauf des Fonds vor 22. Juli 2013: Es dürfen bis zu 30000€ pro Kalenderjahr abgezogen werden. Für eine komplette Kündigung muss 12 Monate vorher gekündigt werden.

– Kauf ab 22. Juli 2013: Den Freibetrag über 30000€ gibt es nicht mehr. Die Mindesthaltefrist beträgt 24 Monate sowie eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten. So soll verhindert werden, dass viele Anleger auf einmal ihr Geld abziehen und der Immobilienfonds
Liquiditätsprobleme bekommt.

– Über die Börse können Anteile von Immobilienfonds jederzeit verkauft werden. Dann sind allerdings Abschläge möglich die man in Kauf nehmen muss.


Die Rendite dürften selten über 5% liegen. Mehr Infos (Kauf, geschlossene Immobilienfonds, …) auf www.immobilien-einblick.de/indirekte\_investition\_in\_immobilien

Gruß



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