Kann man mit geringen Noten Durchschnitten auch in einer Spezial-Einheit in der Armee dienen oder kann man das direkt vergessen Bitte Beschreibung noch lesen?

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2 Antworten

Du bringst hier einiges durcheinander:

Was die Bundeswehr in erster Linie interessiert (und ich vermute mal, dass es um die Bw geht), sind nicht die Noten, sondern Deine Schulabschlüsse. Diese ermöglichen - grob gesagt - nach folgendem Schema das Einschlagen verschiedener Laufbahnen:

  • Hauptschabschluss: Mannschaftslaufbahn
  • Mittlere Reife und/oder Berufsausbildung: Feldwebellaufbahn
  • (Fach)hochschulreife: Offizierslaufbahn

Dementsprechend beginnt man seinen Dienst und steigt mit zunehmender Dauer der Aus- und Weiterbildung in den Dienstgraden der Laufbahnen auf, wobei man nur ab Feldwebel Berufssoldat werden kann.

Spezialeinheiten rekrutieren sich aus gedienten Soldaten, die dann entsprechend Aufnahmeprüfungen zu bestehen haben, um überhaupt ins Auswahlprogramm aufgenommen zu haben. Kommandosoldaten des KSK sind ausschließlich längerdienende Unteroffiziere und Offiziere, anders sieht es z.B. bei den Minentauchern aus. Erst nach Bestehen solcher Aufnahmeprüfungen beginnt man die eigentliche, mehrjährige Ausbildung in der Spezialeinheit, und auch dann gibt es noch die Möglichkeit zu scheitern. Dann geht man in seine Ursprungseinheit zurück.

Also: Notenschnitte können entscheidend sein, wenn es um die allgemeine Bewerbung geht - wenn z.B. zwei Bewerber für eine Stelle da sind, die beide Mittlere Reife haben, dann kann es gut sein, dass der mit dem besseren Notenschnitt den Vorzug erhält. Dabei geht es aber nicht um den Zugang zu Spezialeinheiten, das kommt später.

aber fit etc. bin ich gut dran eig.?

Leute, bitte vergesst den Quatsch, euch selbst im Zusammenhang mit Spezialeinheiten als "fit" einordnen zu wollen. Bei Spezialeinheiten geht es um eine Form der körperlichen Belastung, die ausschließlich durch die Psyche (also den eigenen Willen) kontrollierbar ist. Die wenigsten Angehörigen von Spezialeinheiten sind Supersportler - aber sie haben die Fähigkeit, z.B. über die Erschöpfung des Körpers und/oder den Schmerz hinaus weiterzumachen. Das ist viel entscheidender. Und ob man wirklich fit ist oder nicht, kann man objektiv niemals selbst beurteilen.

Zudem werden gerade von Soldaten in Spezialeinheiten ausgeprägte geistige Fähgkeiten verlangt - da geht es nicht nur um Muckis und Puste, flapsig gesagt.

Zu Deiner Marinefrage kann man nur sagen: Es gelten die gleichen Richtlinien für Laufbahn und Aufnahme wie für den Rest der Bundeswehr.

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Kommentar von JW61218
12.02.2016, 22:47

Viele Informationen danke für deine Zeit die du dir genommen hast☺

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Kommentar von JW61218
12.02.2016, 22:51

😊☺

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Kommentar von ShotsFired
13.02.2016, 12:04

Man kann mittlerweile mit dem Hauptschulabschluss + Berufsausbildung (die man auch beim Bund machen kann) in die Feldwebel Laufbahn reinrutschen. Hatten wir vor zwei Wochen in nem Info Unterricht :)

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Kommentar von Hamburger02
15.02.2016, 17:34

"Zudem werden gerade von Soldaten in Spezialeinheiten ausgeprägte geistige Fähgkeiten verlangt - da geht es nicht nur um Muckis und Puste, flapsig gesagt."

Das trifft es aber ziemlich gut. Gefordert ist die absolute Selbstkontrolle. Man muss jederzeit die Aggression auf Befehl hoch- und runterfahren können. Eine einzige Panikattake in der Ausbildung reicht, um rauszufliegen.

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Wenn es um eine Spezialeinheit geht, spielen die Zeugnisse kaum noch eine Rolle. Bis da gibt es dann schon genügend Zeugnisse und Beurteilungen in der BW. 

Bei der Marine gibt es so viele unterschiedliche Posten, dass sowohl im Arm als auch im Kopf starke ihren Platz finden können. Mein Decksmeister war z.B. wirklich nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber wahnsinnig engagiert, und hat deshalb auch seinen Weg gemacht.

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