Frage von 0Rainbow0, 78

Kann man mit einer psychischen Erkrankung Psychiater oder Psychologe werden?

Die Überschrift sagt schon alles, das würde mich mal interessieren. :D

Antwort
von ThorstenBW87, 45

Hallo,

zuerst einmal gilt zu erkennen: Das Psychologiestudium ist keine Selbsttherapie. Schließlich soll der Beruf (anderen) Menschen mit psychischen Störungen helfen. Wenn man dabei in erster Linie auch mit sich selbst beschäftigt ist, wird man seiner Verantwortung eventuell nicht in vollem Umfang gerecht werden können. Eine psychische Störung, egal in welchem Studium, ist immer auch eine Zusatzbelastung und kann zu Überforderung führen. Deshalb sollte man sich - falls man dieses Studium unbedingt in Angriff nehmen möchte - Unterstützung suchen und gut auf die eigene Belastungsgrenze achten. Ein Psychologiestudium ist quantitativ und qualitativ sehr anstrengend.

Dennoch kann eine psychische Störung natürlich auch das Verständnis klinischer Inhalte verbessern, da man direkt ein “Fallbeispiel” liefert. Wichtig ist jedoch, ein Studium nicht als Therapie zu verstehen und sich bei Überlastung psychotherapeutische Unterstützung zu suchen.

Antwort
von Suboptimierer, 26

Das kommt sicherlich auf die Erkrankung und deren Schweregrad an.

Mit Depressionen wirst du zum Beispiel mit deinen eigenen Sorgen schon genug zu kämpfen haben, allgemein, wenn deine Krankheit eine Antriebslosigkeit bewirkt.

Du wirst natürlich nicht Patienten gut behandeln können, die die gleiche Erkrankung haben wie du. Das geht schon in Hinsicht auf eine Vorbildfunktion nicht. Das ist so, wie wenn ein Kettenraucher eine Suchtberatung anbietet. Das ist nicht sehr authentisch.

Antwort
von cassandra1999, 38

Denke schon, das ist ein Beruf wie jeder andere. Ich habe auch eine Bipolare Störung und möchte später gern Jugendpsychologin werden. Deine Berufswahl triffst du ja schließlich selbst, sowas kann dir keiner vorschreiben. Wenn du natürlich nicht den nötigen Abschluss hast ist das eine Sache, aber grundsätzlich ist eine psychische Störung meiner Meinung nach kein Hindernis im Job (außer bei Burn-Out).
Liebe Grüße

Antwort
von MrsScamander, 40

Man muss psychisch gesund und stabil sein, um sich mit den Problemen anderer Leute befassen zu können. Es kommt natürlich auch darauf an, was für eine psychische Krankheit man hat.

Antwort
von Feldfuchs, 40

Ich denke es kommt darauf an, was man für eine psychische Erkrankung hat.

Wenn man vielleicht AD(H)S hat, dann sollte nichts dagegensprechen....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten