Ich möchte mir eventuell einen Einbaubackofen in meine Küche bauen. Ich wohne in einem Altbau und habe angst, dass die Leitungen diesen Strom nicht aushalten. Kann man das mit einem Gerät irgendwie testen oder geht das erst wenn der Backofen dran ist?

Einfach einen Elektriker fragen. Die Strombelastbarkeit richtet sich nach Leitungsmaterial (normalerweise Kupfer) und dem Leitungsquerschnitt. Im Wohnbereich sind Leitungsquerschnitte von 1,5 und 2,5 mm² üblich. Der Fachmann sieht das auf Anhieb und kann auch im Stromkreis liegende Klemmstellen berücksichtigen.
Um den zulässigen Stromwert zu ermitteln ist die Leitungslänge und der Kabelquerschnitt wichtig. Gerade bei Altbau ist die vorhandene Sicherung nur ein sehr grober Anhalt, denn wer weiß wer und wie die sicherung eventuell schonmal getauscht wurde. Zudem ist es auch nicht unüblich den Elektrofen extra Abzusichern, denn ein FI Schalter kann gerade auch für den Herd wichtig sein.
shagdalbran am 16. April 2007 00:19 EIn FI-Schalter hat mit der Absicherung nix zu tun. Ein solcher Schalter bestimmt den Fehlerstrom, das ist der Strom, der nicht durch den Draht in die Steckdose zurück kehrt, sondern unterwegs verloren geht (deshalb Fehlerstrom). Das kann ein Erdschluss sein (der berühmte Fön, der in die Badewanne fällt) oder eine sonstige "Abkürzung" des Stroms.
FI-Schalter sind sehr sinvoll. Je kleiner der Fehlerstrom, auf den sie reagieren, desto besser. Ab 10 Milliampere (abwärts) spricht man von Personenschutzschaltern (Fön in Badewanne). Aber die Dinger werden auch immer empfindlicher - bis ein Abwischen einer Steckdose bereits zur Auslösung führt (nix mehr Strom). Shag d'Albran
JoGerman am 20. Dezember 2007 21:33 FI-Schalter werden üblicherweise mit 30 mA Auslösestrom eingebaut. Läuft ein ganzes Haus über den Schalter, sind sogar 300 mA möglich. Ein 10 mA-Schalter würde zum häufigen Fehlauslösen führen, was besonders empfindlichen Geräten, wie Computer, sicher nicht gut tut. Sollte also ein "Abwischen" der Steckdose bereits eine Auslösung des Schalters bewirken, ist dringend der Fachmann zu befragen. Der Elektriker

Am Besten orientierst Du Dich an der Sicherung, mit der der Stromkreis abgesichert ist. Vergleiche den Wert mit der Stromaufnahme des Gerätes. Oft ist nur die Leistungsaufnahme angegeben (z.B. 2000 Watt, manchmal auch mit VA bezeichnet - ist nicht genau dasselbe, aber für eine schnelle Rechnung reicht's). Teile diesen Wert durch die Spannung (230 Volt) und Du hast die Amperezahl. Wenn Du einen Verbraucher mit höherer Stromaufnahme anschließt, fliegt die Sicherung eh' 'raus. Wenn Du aber eine zu starke Sicherung einbaust (illegal!) hast Du ein Riesenproblem.
Was ist denn eine Sicherung? Es ist die gewollt schwächste Stelle im Stromkreislauf. Wenn also der Strom zu stak wird, "fliegt" die Sicherung und es besteht nicht die Gefahr, dass irgendwo in der Wand was zu kokeln anfängt.
Shag d'Albran
JoGerman am 20. Dezember 2007 21:39 Was ist, wenn noch andere Geräte am selben Stromkreis hängen? (im Altbau durchaus üblich)
Was ist, wenn der Wert der Sicherung nicht dem Querschnitt und der Länge des Kabel angemessen ist, weil sie mal von einem Laien gewechselt wurde, der einfach einen größeren Sicherungs-Nennwert benutzt hat? Ratschläge dieser Art können auch nach hinten losgehen und dem Nutzer Gesundheit und Leben kosten.