Kann man mit 66 Kilo magersüchtig sein?

... komplette Frage anzeigen

11 Antworten

Mit gewissen Abstrichen: Ja, das geht.

Eine Anorexia nervosa ist, wie jeder Krankheit, an bestimmte Kriterien gebunden innerhalb der Diagnostik. Es gibt dementsprechend eine Reihe von Diagnosekriterien die erfüllt werden müssen, um die entsprechende Diagnose zu erhalten.

An der Stelle direkt ein Hinweis: Selbstdiagnosen respektive Selbsttests et cetera bieten keine Grundlage für eine Diagnose. Eine Diagnostik sollte stets vom Facharzt durchgeführt werden.

Wenn deine Freundin auf eine Körpergröße von 1,70m derzeit 66 Kilogramm wiegt, dann ist die Diagnose "Anorexia nervosa" ausgeschlossen. Einer der Diagnosekriterien nach dem ICD-10 und DSM-V hat als Kriterium ein BMI von 17 respektive 17,5 angegeben. Dieser ist bei deiner Freundin nicht gegeben.

Allerdings kann es womöglich sein, dass sie sämtliche anderen Kriterien dieses Störungsbildes erfüllt und auch langfristig gesehen in ein Untergewicht abrutscht. Unter diesen Umständen spricht man von einer "atypischen Anorexia nervosa". Der Zusatz "atypisch" besagt in diesem Fall nicht mehr als: "Es sind nicht alle Kriterien erfüllt, jedoch trifft die Symptomatik ansonsten auf das Krankheitsbild zu"

Es ist also möglich auch magersüchtig zu sein, ohne, zum aktuellen Zeitpunkt, untergewichtig zu sein. 

Unabhängig davon was es bei ihr ist - es ist wichtig sie darauf anzusprechen. Warum möchte sie abnehmen und was ist eigentlich ihr "Wunschgewicht"? Wie geht es ihr generell aktuell eigentlich? Es ist wichtig zu sehen, an welchem Punkt sie sich aktuell befindet, um darauf auch reagieren zu können. Sobald ihr "Diätwahn" eine Grenze überschritten hat, sie körperlich immer weiter abbaut und auch das Gewicht den Grenzwert unterschreitet, ist psychotherapeutische Hilfe ungemein wichtig - alleine mit einer Essstörung zu bleiben, ist gefährlich und gesundheits- wenn nicht sogar lebensbedrohlich.

Wichtig für dich ist jedoch, dass du dich nicht zu sehr involvieren lässt. Wenn du dich dazu entschließt ihr zu helfen, sofern diese Hilfe notwendig ist, dann achte auch auf dich und deine psychische Gesundheit. Das im Hinterkopf zu behalten, kann einem einiges ersparen. Im Zweifelsfall steht es dir auch frei, dich bei einem (Vertrauens-)Lehrer, sofern du noch in die Schule gehst, zu melden und diesem deine Bedenken mitzuteilen - mit der Bitte, dass dies unter euch bleibt. Diese hat dann auch die Möglichkeit, die Situation einzuschätzen und sich, sofern er dies als notwendig erachtet, mit den Eltern in Verbindung zu setzen. 

Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, dass deine Freundin rechtzeitig die "Notbremse zieht".

Liebe Grüße.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Gewicht im Verhältnis zur Größe und dem Geschlecht klingt eigentlich ziemlich normal. Ich bin Männlich, 14 Zentimeter größer, und wiege (gerade mal) 18 Kg mehr.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein, laut arzt und Psychologie nicht.

Ich selber leide seid 3 Jahren an Magersucht und bin seid da in Behandlung. Anfangs wollte ich nie behandelt werden und nahm einer weiter ab und heute naja will auch net.

Und beide sagen, das man erst mit einem BMI UNTER 18,5 Magersüchtig gilt. Davor hat man einfach eine Anorektische Essstörung. Aber viele sagen halt ,,hey ich bin magersüchtig" dabei wissen sie gar nicht das sie einen bmi unter 18,5 haben müssen. Das bedeutet nicht, dass sie trotzdem nicht krank sind, aber sonst würde eine kollegin die ich kenne, die nur isst, wenn sie alleine ist und nicht vor anderen essen kann und zwar auch abnehmen will, aber im normal gewixht ist, auch als magersüchtige, dabei hat sie einfach eine essstörung weil sie vor niemanden essen kann.

Darum haben die Ärzte und so eine grenze gemacht ab wann es heisst, das man Magersüchtig ist, da muss man alle kriterien erfüllen.

Daher vor allem
Mit ihrem gewicht, würde ich nicht sagen das sie magersucht hat, weil sie ja nicht zu dünn oder so aussieht, denk ich mir mal zu 90 %. Ich wiege über 20 kilos weniger und bin nur 8 cm kleiner.

Ich hoffe aber trotzdem das sie sich in behandlung begeht. Ich bin in behandlung aber es ist so schwer da raus zu kommen. Statt wenn ihr schaut, dass sie jetzt hilfe bekommt wird sie es 100 mal leichter haben überhaubt auf dieser spur zu sein.

Viele sagen ja jetzt, ja eigentlich darf sie bis 60 kilos abnehmen weil sie dann immer noch im totalen normalen bereich ist, aber es ist eben schwierig, wenn man dann das geschafft hat, zu sagen, dass man jetzt nicht weiter abnimmt. Das ist ja auch eben diese Sucht. Darum lieber nicht anfangen, selbst wenn ihr freunde sagt, ihr wollt sie einmal die woche auf die waage setehn sehen und das gewixht wissen. Dann steigert ihr euch alle da rein und sie wird eh net gesund weil es die kranke seite als ansporn findet und es cool und toll findet das alle so vielaufmerksamkeit auf ihr gewicht geben.

Ist ein sehr heickles thema. Wenn du sonst noch tipps brauchst oder sonst mit jemanden reden willst, die erfahrung hat, darfst du mich gerne privat anschreiben. :) ich hatte auch schon freunde die in die magersucht rutschten denen ich da raus half, aber man muss wirklich das zwischenmass finden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von nnn020422
10.09.2016, 19:45

Es kommt bei ihr aber noch drauf an ob sie wie nur viele frauen abnehmen will, ohne andere wahrnehmungsstörungen oder ob sie wirklich typische anerektische anzeichen anzeigt ausser abnehmen wollen.

0

Die ICD-10-Diagnosekriterien für Anorexia nervosa sind: 

  • Tatsächliches Körpergewicht mindestens 15 % unter dem zu erwartenden Gewicht oder Body-Mass-Index von 17,5 oder weniger (bei Erwachsenen) 
  • Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung von energiereicher Nahrung und zusätzlich mindestens eine der folgenden
    Möglichkeiten: 
                          • selbstinduziertes Erbrechen 
                          • selbstinduziertes Abführen 
                          • übertriebene körperliche Aktivität 
                          • Gebrauch von Appetitzüglern und/oder  Diuretika 
  • Körperschemastörung in Form einer spezifischen psychischen Störung 
  • Endokrine Störungen, bei Frauen manifestiert als Amenorrhoe, bei Männern als Libido- und Potenzverlust 
  • Bei Beginn der Erkrankung vor der Pubertät ist die Abfolge der pubertären Entwicklung gestört (Wachstumsstopp, fehlende Brustentwicklung) 

Anorexia nervosa wird nur dann diagnostiziert, wenn ALLE Kriterien zutreffen. 

Demnach ist deine Freundin nicht magersüchtig. Sie könnte aber EDNOS oder eine andere Essstörung haben. Dafür gibt es aber noch nicht genügend Anzeichen. 

Sie wiegt aktuell 66kg bei 1,70m, d.h. sie hat etwa oberes (bis mittleres) Normalgewicht. Sie nahm aber 11kg ab, d.h. sie war vorher übergewichtig, und Übergewicht sollte eine Gewichtsabnahme immer rechtfertigen. Und was heißt hier bitte "besessen vom Abnehmen"? Sie hat richtigerweise erkannt, dass sie übergewichtig war und ihrer Gesundheit zu Liebe abgenommen, daran ist nichts schlimmes. Schlimm finde ich eher die Kommentare der anderen, die jetzt versuchen, ihren Erfolg schlecht zu reden, vermutlich aus Neid. 

PS: Den Zeitrahmen glaube ich dir nicht, das ist schlichtweg nicht möglich. 7000kcal muss man einsparen, um 1kg Fett abzunehmen. Bei 11kg wären das schon insgesamt 77.000kcal. Wenn sie die innerhalb von 4 Wochen eingespart hätte, hätte sie 2.750kcal täglich einsparen müssen. Einen so hohen Verbrauch haben vielleicht 0,5% der übergewichtigen Frauen, und das sind Bodybuilder. Die Norm liegt bei knapp über 2000kcal. Auch mit viel Sport kommt sie als untrainierte Person nicht sofort auf einen solchen Wert. Weiterhin hätte sie ja nicht nur täglich 2750kcal benötigen müssen, sondern min. 3250, damit sie richtig abnimmt. 

Sorry, die 11kg sind gelogen und das meiste davon wird wohl nur Wasser sein...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man kann auch mit 150gross und 70kilo magersuechtig sein. Das ist immernoch eine Kopfsache und nix Koerperliches. Untergewicht ist nur ein symptom. Wenn man bei der groesse so viel wiegt dann ist wahrscheinlich noch am anfang der krankheit. Wichtig ist was du denkst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sie hat ein normales Gewicht, aber ihr Essverhalten ist offensichtlich nicht normal, denn 11 Kilo Abnahme in 4 Wochen ist viel zuviel. Das geht nur mit extremem Hungern, und das ist ein Zeichen für eine Eßstörung. Ein weiteres Zeichen ist, "besessen" zu sein vom Abnehmen.

Magersucht sitzt im Kopf, und man kann auch mit einem normalen Gewicht magersüchtig sein.

Auf dieser Seite www.bzga-essstoerungen.de findest du weitere Informationen und Ansprechpartner.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach ihrem Verhalten zu urteilen ist sie magersüchtig.

Denn das Gewicht ist ok.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es kommt darauf an, was sie isst und wie? Und wenn du schreibst, sie nimmt in vier Wochen 11 kg ab, ist das schon ein bisschen viel. Zu wenig wiegt sie nun noch nicht, das kann aber schnell passieren, wenn sie so weitermacht. Wieviel will sie denn wiegen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MrsStyles98
10.09.2016, 18:40

55 war ihr ziel

0

Im Moment ich ihr Gewicht zu der Größe völlig in Ordnung.

Aber sie sollte nicht so weiter machen und nicht unbedingt unter die 55 kg kommen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

magersüchtig gaube ich weniger aber esssüchtig kann sie doch sein? mache sagen  auch eine essstörung? diese hat man wenn man über viel ans esse oder nicht essen denkt? und man dies nicht mehr lassen kann?

dazu gehöröt sprot, ko, abführmittel usw?

perfektion wird immer angestrebt und wenn man da versagt fühlt man sich als nicht mensch oder sowas?

aber mal zu sage mut zur lück ist unmöglich?

gesunde eigenliebe ist ein fremdwort?

das wird aber mit masken und schönheitsbilder ausgeglichen?

das beste was man machen kann ist zum arzt zu gehen oder mal bei einer sucht beratungstelle anrufen? oder

http://dick-und-duenn-berlin.de/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Magersucht beginnt im Kopf, das ist v.a. eine psychische Krankheit. 11 kg in 4 Wochen ist schon ziemlich viel und die Besessenheit vom Abnehmen ist kein gutes Zeichen.

Der krasse Gewichtsverlust wird noch kommen, wenn sie so weiter macht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung