Sind diese "modernen" Zivilisationskrankheiten nicht eine Form der langsamen Selbstzerstörung, bei der der Betroffene den Tod mit einkalkuliert?
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Eine Form der Selbstzerstörung bestimmt, dass die Betroffenen aber den eigenen Tod einkalkulieren? Nein, da widerspreche ich vehement.

Ich glaube nicht, dass die Kalkulation auf den Tod die Essstörungen mit begründet, viel mehr leben diese Menschen in einer kranken eigenen Welt und bedürfen dringender psychologischer Behandlung..
Hochinteressante Frage, aber ich schließe mich Wolfgang an. Ein Selbstmörder will mehr oder weniger sterben, wohingegen ein magersüchtiger oder bulimischer Mensch eigentlich nur schlank sein möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass es diesen Menschen zunächst nicht einmal klar ist, dass sie an ihrer Erkrankung sogar sterben könnten, insofern sie überhaupt schon begriffen haben, dass sie erkrankt sind.
Es sind Krankheiten, bei denen das Körperbild so zerstört ist, das die eigene Wahrnehmung nicht mehr mit der objektiven übereinstimmt. Das führt zu einer Selbstzerstörung, ist aber nicht bewußt herbeigeführt (keine Todessehnsucht, Tod ist nicht das Ziel, sondern manchmal leider die Nachwirkung). Einkalkuliert ist der Tod also nicht!!!

Dann müßte man Rauchen auch zum Suizid zählen. Passt aber meiner Meinung nach nicht. In allen drei Fällen nicht.

Ich würde aber Magersucht und Bulimie nicht dazu zählen, weil es hier meist an einem Bewußtsein dafür mangelt, dass dieser Umgang mit sich selbst und seinem Körper auf Dauer und zwangsläufig zum Ableben führen wird. Selbsttötung hingegen liegt der - oft irrationale - Wunsch zu Grunde, das Leben bewußt zu beenden. Wenn magersüchtige und bulimische Patienten sich bewußt das Leben nehmen wollten, würden sie sicherlich eine Form der Selbsttötung wählen, die weniger leidvoll wäre.
Zum Begriff "Selbstmord": Ich verwende den Begriff Selbst"mord" nicht. Allenfalls Selbsttötung. Denn "Mord" ist ein moralisch wertender Begriff. Doch ist es in diesem Zusammenhang angebracht? Ich meine nicht.
meine persönliche meinung JA! aber es ist ein sehr langsammer prozess! essen und dann später die magersucht sagt es schon, es ist die sehnsucht danach so zu sein wie zb: es einem die medien vor machen und gerade junge menschen merken leider gar nicht wie schnell sie da in diesem sumpf stecken! meiner meinung sollte mann sich da sofort spezi- unterstützung von fachmann holen ! alleine schafft es kaum einer raus! also eine krankeit die so oder so enden kann! aber auch selbstzerstörend ist und von betroffenenen wird der tod eikalkuliert! in beiden fällen auf jeden fall hielfe in anspruch nehmen!!!
sorry habe mich verschrieben!!!
Nein das ist für mich eine Krankheit und nicht mehr.

Magersüchtige wollen nur schlank werden, sie haben ein völlig verdrehtes Selbstbild, aber sterben wollen sie meist überhaupt nicht.
Und dass sie an dieser Krankheit sterben könnten, liegt für die meisten Betroffenen weit jenseits ihres Vorstellungsvermögens.

die todessehnsucht ist selbstverständlich nicht bewußt, aber sie ist da. und so gesehen muß man sagen, dass zb jeder zigarettensüchtige auch eine todessehnsucht hat, ganz ernsthaft!