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Kann man Magersucht und Bulimie im weitesten Sinn zum Selbstmord zählen?

gefragt von barbarela am 11.10.2007 um 10:20 Uhr

Sind diese "modernen" Zivilisationskrankheiten nicht eine Form der langsamen Selbstzerstörung, bei der der Betroffene den Tod mit einkalkuliert?


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Morris
beantwortet von Morris am 11. Oktober 2007 10:24
8x
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Eine Form der Selbstzerstörung bestimmt, dass die Betroffenen aber den eigenen Tod einkalkulieren? Nein, da widerspreche ich vehement.


andreas48
beantwortet von andreas48 am 11. Oktober 2007 10:29
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Ich glaube nicht, dass die Kalkulation auf den Tod die Essstörungen mit begründet, viel mehr leben diese Menschen in einer kranken eigenen Welt und bedürfen dringender psychologischer Behandlung..


anonym
beantwortet von Italobaer am 11. Oktober 2007 10:31
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Hochinteressante Frage, aber ich schließe mich Wolfgang an. Ein Selbstmörder will mehr oder weniger sterben, wohingegen ein magersüchtiger oder bulimischer Mensch eigentlich nur schlank sein möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass es diesen Menschen zunächst nicht einmal klar ist, dass sie an ihrer Erkrankung sogar sterben könnten, insofern sie überhaupt schon begriffen haben, dass sie erkrankt sind.


MaryPoppins
beantwortet von MaryPoppins am 11. Oktober 2007 10:32
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Es sind Krankheiten, bei denen das Körperbild so zerstört ist, das die eigene Wahrnehmung nicht mehr mit der objektiven übereinstimmt. Das führt zu einer Selbstzerstörung, ist aber nicht bewußt herbeigeführt (keine Todessehnsucht, Tod ist nicht das Ziel, sondern manchmal leider die Nachwirkung). Einkalkuliert ist der Tod also nicht!!!


teekesselchen
beantwortet von teekesselchen am 11. Oktober 2007 10:36
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Dann müßte man Rauchen auch zum Suizid zählen. Passt aber meiner Meinung nach nicht. In allen drei Fällen nicht.



gerwitt
beantwortet von gerwitt am 11. Oktober 2007 10:39
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Ich würde aber Magersucht und Bulimie nicht dazu zählen, weil es hier meist an einem Bewußtsein dafür mangelt, dass dieser Umgang mit sich selbst und seinem Körper auf Dauer und zwangsläufig zum Ableben führen wird. Selbsttötung hingegen liegt der - oft irrationale - Wunsch zu Grunde, das Leben bewußt zu beenden. Wenn magersüchtige und bulimische Patienten sich bewußt das Leben nehmen wollten, würden sie sicherlich eine Form der Selbsttötung wählen, die weniger leidvoll wäre.

Zum Begriff "Selbstmord": Ich verwende den Begriff Selbst"mord" nicht. Allenfalls Selbsttötung. Denn "Mord" ist ein moralisch wertender Begriff. Doch ist es in diesem Zusammenhang angebracht? Ich meine nicht.


Nicole73
beantwortet von Nicole73 am 11. Oktober 2007 10:30
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meine persönliche meinung JA! aber es ist ein sehr langsammer prozess! essen und dann später die magersucht sagt es schon, es ist die sehnsucht danach so zu sein wie zb: es einem die medien vor machen und gerade junge menschen merken leider gar nicht wie schnell sie da in diesem sumpf stecken! meiner meinung sollte mann sich da sofort spezi- unterstützung von fachmann holen ! alleine schafft es kaum einer raus! also eine krankeit die so oder so enden kann! aber auch selbstzerstörend ist und von betroffenenen wird der tod eikalkuliert! in beiden fällen auf jeden fall hielfe in anspruch nehmen!!!

Kommentar von Simple_avatar2smallNicole73 am 11. Oktober 2007 10:35

sorry habe mich verschrieben!!!


juekor
beantwortet von juekor am 11. Oktober 2007 11:09
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Nein das ist für mich eine Krankheit und nicht mehr.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 11. Oktober 2007 12:32
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Magersüchtige wollen nur schlank werden, sie haben ein völlig verdrehtes Selbstbild, aber sterben wollen sie meist überhaupt nicht.

Und dass sie an dieser Krankheit sterben könnten, liegt für die meisten Betroffenen weit jenseits ihres Vorstellungsvermögens.


Patron
beantwortet von Patron am 11. Oktober 2007 19:37
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die todessehnsucht ist selbstverständlich nicht bewußt, aber sie ist da. und so gesehen muß man sagen, dass zb jeder zigarettensüchtige auch eine todessehnsucht hat, ganz ernsthaft!


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