Unsere Tochter ist in der 4. Klasse und möchte im Sommer die Hauptschule besuchen. Ihr Notendurchschnitt liegt bei 2, so dass sie ohne weiteres die Realschule machen könnte, aber wir und sie möchten die Hauptschule. Diese kann sie sicher und mit guten Noten durchlaufen, und am Ende die Mittlere Reife mit den 10B-Abschluss erreichen (wie bereits Ihre ältere Schwester, die auf diesem Wege sogar Ihr Abi mit 1,2 geschafft hat). Desweiteren gehen alle Ihre Freunde demnächst auf der Hauptschule. Die Schulen möchten uns jetzt allerdings (mehr oder weniger) zwingen, das sie bei den Noten die Realschule besucht. Kann die Schule uns gegen unser aller Willen dazu zwingen?

Ihr seid die Eltern und ihr entscheidet; wobei ich es schön finde, dass du an erster Stelle auch deine Tocher erwähnst. Im Übrigen halte ich grundsätzlich diesen Weg, den du beschreibst (einen schulischen "Aufstieg"), für weitaus besser, als den umgekehrten Weg, wenn ein Kind nämlich die Erfahrung macht, "zu schlecht" zu sein, die Schule nicht zu schaffen, und dann quasi "zurückgestuft" wird (habe oft genug entmutigte und traurige Kinder gesehen, denen das widerfahren ist). Für das Selbstbewusstein und die Freude am Lernen wäre eure Entscheidung allemal richtig. Weitermachen mit der Schule kann man immer, aber die Voraussetzung dafür sind Freude und der Erfolg! Alles Gute für euch!;-)
Also,zwingen kann man dich nicht, aber wenn eure andere Tochter schon ihr Abi hat, ist das mit Hauptschule ja schon ein wenig her, oder. Vielleicht solltest du dir die Hauptschule heute nochmal vor Ort persönlich angucken und dann entscheiden.....
Mit einem Notendurchschnitt von 2 würde ich meine Tochter nicht auf die Hauptschule schicken!
Vor langer Zeit (bis 2003) war ich mal Lehrer, und in den 33 Dienstjahren sind mir durchaus Fälle untergekommen, wo die Hauptschule TROTZ gutem Notendurchschnitt die bessere Wahl war. Die Gründe können vielfältig sein, und der Notendurchschnitt ist nur ein Indiz, aber keine Garantie für den Realschulerfolg.
Nebenbei: Einer dieser Fälle ist inzwischen doppelter Dipl.Ing., sollte Realsch., wollte nicht (Vater auch nicht), machte Lehre (Werkzeugmacher), erwarb neben dem Beruf die Fachschulreife, dann die Hochschulreife, absolvierte das erste Studium (Maschinenbau) mit besten Ergebnissen (klar, hatte Praxis) und machte dann neben dem Beruf das zweite Studium (Verfahrenstechnik)! Und er selbst würde es nicht anders gemacht haben wollen!
ich glaube nicht das sie euch zwingen können!! Wenn du und dein kind wirklich auf die hauptscule wollen dann bleibt dabei und lasst euch nicht von eurer meinung abbringen.
Da kann euch NIEMAND zwingen, IHR meldet euer Kind auf der "weiterfürhenden Schule" an (das sind die Schulen nach der Grundschule, also Haupt- oder Realschule und Gymnasium), die IHR euch für euer Kind ausgewählt habt.
Oft geht es bei solchen "Zwängen" der Schule um die Schülerzahlen, da auch die Besoldung der Schulleitung von der Schülerzahl abhängig ist. Wenn jetzt die Realschule etwas unter eine solche "Zuschlagsgrenze" zu fallen droht, ist es "aus kollegialen Gründen" durchaus üblich, die Empfehlungen mit etwas "Nachdruck" auszusprechen.
Aber niemnad kann euch daran hindern, euer Kind auf der Hauptschule anzumelden. Die Schule ist verpflichtet, das Kind anzunehmen.

Niemand kann einen dazu zwingen. Die Noten geben ja auch nur eine Empfehlung. Da spielen ja auch noch andere Faktoren eine Rolle. Mein Sohn hatte auch einen Notenschnitt, der zur Realschule gereicht hätte. Dennoch haben wir es vorgezogen ihn auf der Hauptschule zu lassen, da er halt noch etwas verspielt und lernfaul war. In der Grundschule hat sich das noch nicht so ausgewirkt und auch in den Hauptschule ist das noch O.K.. In der Realschule hätte er sicher Probleme. Im Gegenteil. Mancherorts kann man trotz schlechterer Empfehlung durchaus auch durchdrücken, daß das Kind die höhere Schule besuchen kann. Also blos nicht kirre machen lassen. Ihr solltet genau das tun, was ihr denkt, dass für euer Kind das Beste ist!
Lass dirch nicht breit Reden. Es ist schön für deine Tochter so einen Notendurchschnitt zu haben. Geht es langsam an! Ich habe auf zu reden der Lehrerin, damals meinen Sohn auf die Realschule gegeben (obwohl ich meine Zweifel angemeldet habe. Antwort war: Wenn Sie es sich leicht machen wollen, dann geben Sie ihn auf die Hauptschule!). Also war ich brav und schickte Junior auf die Realschule. Nach dem zweiten Jahr musste ich ihn wieder runter nehmen. Für meinen Sohn war das sehr peinlich, denn die Hauptschule ist gleich neben der Realschule.
In welchem Bundesland wohnt ihr denn? In NRW ist mittlerweile die Empfehlung der Schule maßgebend. Aber bei einem Notendurchschnitt von 2 wäre deine Tochter mit der Hauptschule doch wirklich unterfordert. Warum seid ihr gegen die Realschule? Ich als Lehrer würde euch auch Druck machen, denn eine schlechtere Schule kann man hinterher immer noch besuchen. Allerdings steht da wohl kein Verdacht drauf. Natürlich hat man heutzutage mit jeder Schule alle Chancen, aber warum nicht gleich die Realschule nehmen, wenn es dem Kind möglich ist? Verbaut euch doch nicht die Zukunft.
Hallo Agnes, die Zukunft wird doch nicht verbaut. Mit einem 10B- Abschluss bekommt sie genauso die Mittlere Reife wie mit Realschule. Der Unterschied zwischen Real- und Hauptschule liegt nur darin, das sie es bei der Hauptschule kann, und bei der Realschule muß (also unter Erfolgszwang steht). Wir möchten ihr es nur leichter machen, und wenn sie gute Noten in der H-Schule hat, geht das zwanglos.

Entscheidend ist hier doch die Frage, ob die Wahl der Schule in den Wunsch zu finden ist, die alten Klassenkameraden nicht zu verlieren. Ist dies primär der Fall, so würde ich das Begehren vorsichtig behandeln. Ist es in der Schule begründet, dann steht dem Nichts entgegen, den "langen" Weg zu beschreiten. Entgegen der hinlänglichen Meinung gibt es gute Hauptschulen und man kann durchaus von dort bis zum Studium durchstarten. Letztlich kann die Schule niemanden zwingen, da die Sorgeberechtigung nicht bei den Pädagogen liegt! Wäre ja noch schöner!
wieso meldet ihr sie nich auf einer gesamtschule an,dann kann sie sogar abi machen wenn sie will
Es ist immer gut, wenn man/frau die rechtlichen Grundlagen kennt. Nach Artikel 6.2 ist das Elternrecht vorrangig. Keine Schule kann Sie also zwingen, Ihr Kind auf eine bestimmte Schule zu schicken. In diesem Forum habe ich zum Problem des Überganges von der Grundschule zur weiterführenden Schule einige Antworten gegeben, so dass ich mir Wiederholungen spare. Wenn Sie und Ihr Kind in erster Linie für richtig erachten, die Hauptschule zu besuchen, dann tun sie das; es gibt auch sehr gut etablierte Hauptschulen. Nicht immer ist die Wahl einer "höheren" Schulform die beste.
Ein ganz normales Gespräch führen und die Frage stellen was später ist. Da gibt es ausserdem noch die Wirtschaftsschule, das Gymnasium, Realschule. Versuche doch mal ein Gespräch mit ihr und anderen Eltern. Meisten ist das so, das man von der Beste Freundin getrennt wird. Ich hatte auch das Vergnügen.
kinder muss man zwingen,wir wären froh wenn unser sohn auf die realschule könnte,es mangelt nicht an intelliens sondern er ist stinkfaul
Ich würde sie auf jeden Fall auf die Realschule schicken. Meine Eltern haben mich damals auch auf die Hauptschule geschickt, weil ich chronisch krank bin. Ich war damals auf der Hauptschule total unterfordert, habe auch die 10 HS als Klassenbeste geschafft. Heute erzähle ich niemanden mehr, dass ich auf der Hauptschule war. Es ist mir selber peinlich, aber man kann die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Bei uns ist die Hauptschule leider sehr schlecht angesehen!!!