Frage von DeepNquieT, 82

Kann man jemanden Zwangseinweisen von der Familie?

Mein Vater ist alkoholabhängig schon seit 20 Jahren. Er macht meine Mutter total kaputt. Sie leidet wirklich darunter!!! Sie bekommen Geld vom Arbeitsamt und wahrscheinlich bekommen sie nächsten Monat eine 100%ige Sanktion weil er seit Monaten nicht in die Maßnahmen geht -.- Meine Mutter arbeitet nur Teilzeit... Aber ja.. Kann man sich ja vorstellen das dass meiste Geld für Alkohol drauf geht. Es muss sich etwas ändern! Wir haben schon soo oft probiert.. Erst gerade erst, das wir mit ihm normal reden um eine Lösung zu finden wie Therapie. Aber nein er gibt sich selbst auf, Hat keine Lust zu reden und sagt er stirbt an seiner Leberzerose. Meine Mutter will sich nicht trennen weil er sich sehr wahrscheinlich selbst umbringen wird und sie sich dann die Schuld dran gibt >< was sollen wir machen??? Bitte helft uns oder Besser gesagt meiner Mutter!

Antwort
von hazelnut19, 47

nein. ..ihr könnt ihn deswegen nicht einweisen lassen. ...
so viel ich weis gibt es da diese Regelung das er für sich oder andere eine Gefahr dar stellen muss ...also z.B Selbstmord gefährdet. ..aber auch da ist es nicht so einfach jemanden einweisen zu lassen. ..
ihr könnt vielleicht mal in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von abhängigen gehen oder euch im Internet in solchen foren schlau machen. ..da sind viele die das gleiche durch haben und euch gute Tips geben können :)

Kommentar von DeepNquieT ,

Okay danke ich schaue mal ob es da in einem Forum Hilfe gibt.

Antwort
von JenniBerlin, 56

Ihr tut mir leid es ist noch nicht Hopfen und Malz verloren.

    1.)Ist die Bedrohung akut, die Polizei rufen.
    2.)Hat die Sache ein paar Tage Zeit, dann das Gesundheitsamt, den Sozialpsychiatrischen Dienst und auch den Hausarzt bzw behandelnden Arzt einschalten.
Kommentar von DeepNquieT ,

danke... naja wer weiß... er stellt keine Bedrohung dar, ist nicht gewalttätig o.s. Gesundheitsamt?

Antwort
von Lavendelelf, 45

Gehe am besten zu einer Suchtberatung der Caritas. Die gibt es in jeder größeren Stadt. Du kannst dich dort auch als Angehöriger beraten lassen, das ist für die Caritas ganz normal. Oder google nach anderen Beratungsstellen in deiner Stadt. Beratung für Angehörige ist überall normal.

Kommentar von DeepNquieT ,

ja toll was soll das bringen? die sagen mir doch auch nur das er eine Therapie braucht und sonst machen die nichts! Ich habe ja Erfahrung über die Sucht und habe es mit allen Wegen probiert mit ihm zu reden, aber er gibt sich ja selbst auf...

Kommentar von Lavendelelf ,

Wenn ihr deinen Vater einweisen lassen könnt, dann wird euch die Caritas sagen wie ihr das machen könnt. Welche Wege notwendig sind.

Hier wurden Antworten gegeben wie z. B. "gehe zum Gesundheitsamt" und "rufe die Polizei". Diese sinnlosen Antworten lässt du unkommentiert ... Meine Antwort kann dir jedoch weiterhelfen, da schreibst du "na toll ..."

Du wirst deinen Vater nicht zwangseinweisen können. Selbst bei Suizid-Gefahr nicht. Das geht nur wenn er entmündigt wurde. Ihr braucht also Hilfe von aussen. Und die bietet z. B. die Caritas.

Entschuldige bitte die Störung ...

Kommentar von DeepNquieT ,

Tut mir Leid wegen dem ausfallenden Kommentar.. ich war gerade nur sehr aufgeregt. aber wenn man ihn nicht zwangseinweisen lassen kann, wie soll die Caritas denn helfen? Er müsste ja eigentlich von sich aus Initiative zeigen aber das macht er nicht. Egal welchen Vorschlag man ihn macht! ich und meine Mutter haben es wirklich schon in ruhigen Ton versucht mit ihm zu reden und eine Lösung zu finden aber er blockt total ab und will uns einfach nicht zuhören. Die Caritas wird da ja wohl wahrscheinlich nichts anderes empfehlen und wahrscheinlich sagen wenn er nicht will kann man nichts machen... ich kenne doch solche Stellen :/

Kommentar von Lavendelelf ,

Du kennst solche Stellen? Wirklich? Na dann ...

Antwort
von auchmama, 27

Schau mal hier:

http://al-anon.de/gruppe-finden/

Und dann schau bitte, ob sich eine Gruppe davon in Eurer Nähe trifft und da gehst Du bitte gemeinsam mit Deiner Mutter mal hin!

Die Menschen, die Ihr dort trefft, kennen sich mit dem Problem Alkohol in der Familie bestens aus und vielleicht öffnet das Deiner Mutter ja die Augen, dass sie sich bereits seit Jahren in einer "Co-Abhängigkeit" befindet!

Ja, sie geht leider kaputt, wenn sie nicht zur Einsicht kommt, dass sie einem Alkoholiker nur dann helfen kann, wenn sie ihm nicht mehr hilft!

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und alles erdenklich Gute!


Kommentar von DeepNquieT ,

Ich habe ihr ja auch schon klar machen wollen das es keinen Sinn mehr hat und sie ihn am besten einfach verlassen soll.. sie sieht das auch alles ein aber Sie kann ihn leider nicht verlassen... Wie schon gesagt würde sie sich dann die Schuld geben weil er sich zu 99% selbst ausknipsen wird. er hat ja sonst nichts.. -.- Eigentlich hatte ich auch nie einen richtigen Vater.. ich hab die Hoffnung schon aufgegeben aber ich schaue nur auf meine Mutter und solange man ihm nicht helfen kann reißt es Sie mit runter... verzwickte Angelegenheit...

Kommentar von DeepNquieT ,

da gibt es tatsächlich eine in der Stadt. meine Mutter zu überreden wird jedoch schwieriger weil Sie da selbst keine Lösung drin findet.. :/ aber ich spreche morgen nochmal mit ihr darüber. Danke

Kommentar von auchmama ,

Und wenn Deine Mutter da nicht hingeht - NOCH nicht - dann geh Du wenigstens und hol Dir Rat und vielleicht sogar Unterstützung!

Oft können Menschen von außen doch mehr erreichen als Du. Du bist und bleibst das Kind, da kannst Du noch so viel Recht haben!

Versuch es einfach, Du hast nichts zu verlieren!

Nochmals alles Gute und ganz viel Kraft wünsche ich Dir/Euch ;-)

Antwort
von sogger30, 46

Wie alt bist du? Denn jenachdem wie Jung du bist stellt das eine gefahr für dich da. melde dich beim Jugendamt, die helfen dir definitiv weiter, gutes gelingen!

Kommentar von DeepNquieT ,

Ich bin schon 24 also mit Jugendamt wird das wohl leider nichts...

Antwort
von beangato, 21

Ihr könnt ihn nicht zwangseinweisen. Er muss selbst wollen, dass sich was ändert.

Ihr solltet dort raus - Frauenhaus vlt.

Ich denke, Dein Vater bringt sich nicht um - er säuft sich eher zu Tode.

Kommentar von DeepNquieT ,

Denke da würde Selbstmord zuerst kommen... vielleicht hätte ich erwähnen sollen das er das schon mal versucht hat...

Kommentar von beangato ,

Auch dann muss sich Deine Mutter keinen Vorurf machen. Wer das tun will, findet immer Mittel und Wege.

Vlt. hilft Euch diese Seite:

https://www.anonyme-alkoholiker.de/content/02willk/02index.php

Antwort
von Felixie1, 29

Deine Mutter sollte sich sofort trennen,das hätte sie schon längst tun sollen.Sich wegen so einem Mann .........na ja....mir fehlen die worte.Lasst ihn einweisen in eine Klinik,geht zur Polizei,die helfen euch.

Kommentar von DeepNquieT ,

leichter gesagt als getan... Ja... auch nie ein richtiger Vater gewesen...

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