Frage von briter1, 82

Kann man irgendwie die Verluste aus Investitionen absetzen?

Hallo Community,

folgendes ist passiert. Person A leiht Person B 20000 Euro um eine Kneipe zu eröffnen. B wirtschaftet den Laden allerdings innerhalb von zwei Monaten herunter und meldet voraussichtlich Privatinsolvenz an. Das Geld ist also weg. Da das Gewerbe auf B lief, kann A das natürlich nicht von der Steuer absetzen. Gibt es trotzdem noch irgendeine legale Möglichkeit für Person A, wenigstens einen Teil von der Steuer absetzten zu können? Person A ist selbst Gewerbetreibender in der Immobilienbranche.

Antwort
von NickgF, 55

Nein, Pech gehabt...

http://www.iww.de/gstb/archiv/stille-gesellschaft-die-beendigung-einer-typisch-s...

2.4    Vermögensverluste der Einlage durch Konkurs bzw. Insolvenz und Liquidation des Handelsgewerbes

Ebenso wie die Veräußerung ist auch der Verlust einer typisch stillen Beteiligung lediglich ein Vorgang auf der Vermögensebene. Verliert der stille Gesellschafter seine Beteiligung durch Konkurs bzw. Insolvenz und Liquidation des Handelsgewerbes, ergeben sich für ihn somit keine ertragsteuerlichen Auswirkungen.

Kommentar von briter1 ,

Vielen Dank. Das sieht dann wohl eher schlecht aus.

Antwort
von marcussummer, 82

Wenn man die 20.000 Euro nicht geliehen, sondern als verzinsliches Darlehen ausgegeben hätte (am besten mit schriftlichem Vertrag) könnte man es unter Umständen als Verlust im Rahmen der "Einkünfte aus Kapitalerträgen" geltend machen.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 30

In der Konstellation hat sich die Person aus der Immobilienbrnche als nicht so clever gezeigt, wie die Leute es normal sind.

ER hätte das Geld entweder:

1. als Beteiligung geben sollten (z. B. KG Anteil, oder atypische stille Gesellschaft), dann hätte er nun einen Verlust aus Gewerbebetrieb, der

2. das Darlehen aus seinem Immobilienbetrieb heraus geben sollen, dann wäre es nun Abschreibungen auf Forderungen.

Man sollte den Steuerberater immer vor der Investition fragen, nicht danach.

Antwort
von archibaldesel, 78

Nein, gibt es nicht. Es gibt keinen Zusammenhang zu einer steuerpflichtigen Einkunftsart.

Antwort
von Herb3472, 71

Wenn das Darlehen über den Betrieb gelaufen ist und schriftlich fixiert wurde, dann sind das uneinbringliche Forderungen, die man selbstverständlich steuermindernd geltend machen kann. Aber darüber gibt Dir ja doch Dein Steuerberater Auskunft ?!


Kommentar von DrBrainwash ,

wenn man sie als firma im rahmen des geschätsbetriebes vergibt, nicht, wenn man das privat tut

Kommentar von Herb3472 ,

Es kommt auf den Titel an. Wenn ich als Unternehmer eine Verlustbeteiligung kaufe, kann ich die Verluste daraus auch den betrieblichen Erträgen gegenrechnen.

Kommentar von briter1 ,

Vielen Dank für die Antwort. Heißt das, dass A B den Betrieb für einen symbolischen Euro abkaufen könnte und somit die Verluste absetzen kann?

Kommentar von Herb3472 ,

So wird das nicht funktionieren, man müsste das Darlehen aus dem Betriebsvermögen entnommen haben, um es als Verlust geltend zu machen. Aber für solche Fragen ist eigentlich Dein Steuerberater zuständig.

Kommentar von briter1 ,

Danke. Ja ich weiß, die Frage gehört zum Steuerberater. Aber bevor hierfür auch noch mal Geld verbrannt wird wollte ich hier erst mal vorsondieren.

Kommentar von Herb3472 ,

Ja ich weiß, die Frage gehört zum Steuerberater. Aber bevor hierfür auch noch mal Geld verbrannt wird

Was hast Du denn für einen Wucherer als Steuerberater? Für eine solch einfache Frage wird er Dir doch hoffentlich nichts verrechnen?!

Kommentar von briter1 ,

Keine Ahnung. Ist ja nicht meiner sondern von Person A. Muss er sich halt mal an seinen Steuerberater wenden. Trotzdem vielen Dank für die Hilfe.

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