Frage von jason21, 22

Kann man in die mangelnde Kommunikationsfähigkeit und führungsqualität mit Aussehen , Erscheinungsbild und Erfolg im Beruf kompensieren?

Antwort
von Grobbeldopp, 9

Die Frage ist unvorstellbar kompliziert, nicht zuletzt weil du so viele Variablen eingeführt hast. 

Und weil es viele Umstände/Berufe gibt, in denen diese Faktoren sehr unterschiedlich gewichtet sind.

Ich tendiere zu JA, weil "Erfolg im Beruf" ist ja das Hauptziel, letztendlich. Wenn man das mit mangelnder Kommunikationsfähigkeit und Führungsqualität erreicht, na und?

Ich bin darin nicht besonders erfahren weil ich fast nur allein arbeite, aber mir scheint es immer so, dass der Fokus auf Softskills wie "Kommunikationsfähigkeit" und "Führungsqualität" viel Schaumschlägerei enthält und damit vor allem eine windige Beraterszene unterhalten wird, die dafür Lösungen vorschlägt, die ganz schön nach hinten losgehen können.

Also ich hatte schon mit Leuten zu tun, die offensichtlich "planvoll" kommuniziert haben weil sie es so "gelernt" haben. Das ist eine sehr unangenehme Erfahrung. Wahrscheinlich hat man denen auch eingeredet, sie müssten was für ihre Kommunikationsfähigkeit tun.

Wirklich kommunikationsunfähig sind die wenigsten Leute (und wenn dann oft aus Angst oder Minderwertigkeitsgefühl und nicht weil sie es nicht könnten), und Genies im menschlichen Umgang sind auch selten. Man muss sich da nicht Asche aufs Haupt streuen wenn man irgendwo im Mittelfeld liegt. 

Antwort
von Tamtamy, 5

Die Frage scheint mir: was ist das Ziel, um dass es geht?

Wenn es um die Bewerbung um eine (neue) Stelle geht, dann ist vorangegangener 'Erfolg im Beruf' natürlich ein starker Pluspunkt.

Es kommt aber entscheidend auf die vorgesehene FUNKTION drauf an.
Wenn es um eine Leitungsstelle geht, dann sind eben Führungsqualität und Kommunikationsfähigkeit wichtige Faktoren - und so gut wie nicht zu kompensieren. Es sei denn, man hätte einen Assistenten, mit dem man gut auskommt, der sozusagen in 'Brückenfunktion' tätig ist zwischen eigentlicher Leitung und den Mitarbeitern.

Fazit: So jemand erschiene mir in leitender Funktion (als Vorgesetzter) nicht geeignet.

Die Frage erinnert mich an das PETER-Prinzip (das Anfang der 70er Jahre diskutiert wurde). Demnach kann vorangehender 'Erfolg im Beruf' bei weiterem Aufstieg genau zum Gegenteil führen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

Antwort
von Skibomor, 17

Manchen Männern gelingt das, ist aber eher die Ausnahme.

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