Frage von Renguees, 146

Kann man in Deutschland bei einem möglichen Afd Sieg 2017 noch sicher leben?

Hallo Leute,

ich habe den Eindruck das das Volk immer mehr verblödet. Ich verstehe nicht warum man im Jahre 2016 immer noch Ausländer hasst in Deutschland? Ich kann zwar verstehen das aufgrund der Flüchtlingstragödie ein bisschen zu viele Menschen aufeinmal zu uns hergekommen sind, aber ich mein das ist doch noch lange kein Grund Hassparolen überall im Netz (vorallem Facebook) gegenüber Migranten loszulassen?

Ich habe selber muslimische Freunde, die hier integriert sind und friedlich leben und trotzdem müssen solche Leute Hass erfahren. Sei es in der Arbeit, Schule, in irgendwelchen Behörden usw. Warum fallen so viele Leute auf die Hasswerbung der Afd rein? In der Presse läuft seit knapp einem Jahr nur noch Hetze gegen Muslime, Migranten, Frau Merkel usw., ich mache mir langsam Sorgen um dieses Land und seine negative Entwicklung die es grad einnimmt? Als Deutscher schäme ich mich nur noch für meine Landsleute, die nicht den Dialog zu unseren ausländischen Mitbürgern suchen, sondern denen überall die Türen vor der Nase zu machen und dann wundern sie sich über eine misslungene Integration usw. Und wenn ich mir viele Kommentare von Afdlern in Facebook durchlesen muss, dann denke ich mir manchmal "habts ihr nichts aus der Geschichte gelernt?"

Ich habe so viele Fragen, die ich mir selber nicht beantworten kann. Wie wird diese Entwicklung weitergehen? Kommt es irgendwann zum Bürgerkrieg oder finden die Menschen doch noch zu Vernunft?

Antwort
von Modem1, 27

Was sollen Christen in den muslimischen Staaten haben .. berechtigte Angst ? Da gehts gleich mal Rübe runter wenn du kein Muslim wirst. Das macht seine Runde in den Köpfen vieler Europäer. Da kommt schon Hass auf wenn man Menschen in die Luft sprengt.. unschuldige Menschen von einer abartigen muslimischen Strömung. 

Kommentar von Victoryice ,

Das stimmt schon gibt zu denken!Von Christen wird erwartet alles hinzunehmen und umgekehrt ist es anders!Was diese Beispiele deine klar zeigen!So kan es auch nicht sein beide Seiten müssen zu einander finden!

Antwort
von XL3yed, 80

Ich bin ganz deiner Meinung: die Fähigkeit zum kritischen Denken und Hinterfragen nimmt in unserer Gesellschaft rapide ab, aber dagegen kann man wohl nichts machen, außer selber nicht aufzuhören richtig zu handeln.

Kommentar von Renguees ,

Danke, mein Freund. Genauso ist das. Ein richtiger Deutscher steht für Weltoffenheit und Werte, aber dieses ganze Nationalsotzialistische Getöse kann ich nicht mehr hören..

Kommentar von HansH41 ,

Das hat mit "Nationalismus-Getöse" nichts zu tun. Das ist schlicht der Wunsch, keine weiteren Angriffe oder Eingriffe in unsere Lebensart zu bekommen.

Kommentar von scheune52 ,

Dann hör nicht hin okay. 

Antwort
von Victoryice, 1

Nun das wird die Zeit zeigen ob wieder Ruhe in Deutschland einkehrt.Das es Veränderungen gibt ist nur zu deutlich geworden!Gerade die hohen Flüchtlingszahlen blieben nicht ohne Auswirkungen!Viele sind einfach verunsichert haben Bedenken.Und Deutschland hat sich verändert.

So extrem war das ganze Rechtsgerede vorher nicht,vieleicht wenn es anders gelaufen wäre weniger Flüchtlinge wäre es heute anders!

Es gibt 2Möglichkeiten entweder kehrt Ruhe ein oder es kommt zum Knall!

Und Hetze gibt es nicht nur von deutscher Seite so einfach ist das auch nicht!

Aussagen wie habt ihr schon vergessen,das kan auch umgekehrt kommen!

Aber jetzt ist es zu spät,es kommt was kommt!Wüsste nicht wie man dem noch entkommen kan!

AFD Wähler haben schon ihre Gründe sich von den anderen Pateien abzukappseln!Sind die nicht für das heute mitverantwortlich???

Antwort
von HansH41, 39

"Ich habe selber muslimische Freunde, die hier integriert sind und friedlich leben und trotzdem müssen solche Leute Hass erfahren"

Ich auch. Und das ist schade.

Schuld daran sind die Muslime, die nicht integriert sind, die sich nicht integrieren wollen, die in einer Parallelwelt leben. Man bekommt das dann mit, wenn man die Auswüchse sieht oder  hört:
wenn ein Muslim einer Frau die Hand verweigert,

wenn ein Muslim im Gericht nicht aufsteht, wenn die Richterin eintritt,

wenn ein muslimischer Vater oder muslimische Brüder Töchter oder Schwestern ermorden, um die Familienehre zu schützen.

Dies zeigt das negative Bild des Islam und das lehnen die Menschen in ihrer Mehrheit ab. Ich auch. Leider differenzieren viele Menschen nicht.

Ein Grund noch: Die gutwilligen integrierten Muslime müssten sich deutlicher von den Fundamentalisten und Gewalttätern abgrenzen.

Antwort
von PrivateUser, 66

Also, ich kann mir nicht verstellen, dass hier ein Bürgerkrieg ausbricht. Unruhen vielleicht.
Die Afd wählen sehr viele Protestwähler, die Merkel zeigen wollen, wie schlecht sie doch sei. Und nicht zu vergessen: die extremen Rassisten. Und Nazis...
Ich kann es auch nicht verstehen. Einfach nur traurig, dass so etwas im 21. Jahrhundert in einem demokratischen Land noch möglich ist.
Es bleibt uns wohl nichts als auf den Verstand unserer Mitmenschen zu hoffen!:)

Kommentar von Victoryice ,

Nun es ist halt der Weg mit der AFD mal zu zeigen,das einiges schief gelaufen ist und einige sich einen anderen Ausgang in Thema Flüchtlinge gewünscht hätten!Eine Volksabstimmung wäre bez.Flüchtlingszahlen gar nicht so verkehrt gewesen oder?

Aber ungefragt zu überumpeln nun das ist nicht ohne!Irgendwie kan man AFD Wähler verstehen wollen einfach mal sagen,hört uns mal!

Kommentar von PrivateUser ,

Nein, das kann ich nicht verstehen - wir haben hier nunmal keine direkte Demokratie, da ist es nur logisch, dass "die ganz oben" entscheiden.
Ich lebe in einer Kleinstadt und wir haben hier sehr viele (nette) Flüchtlinge, ich arbeite in einer Einrichtung mit Kindern & im KiGa hilft seit einiger Zeit ein Asylant mit - die Kinder mögen ihn total gerne!!:)
Der einzig richtige Weg war der, den Fr. Merkel gewählt hat & diesen zu akzeptieren sollte unser aller Ziel werden - nur so können wir die Menschen hier integrieren.

Antwort
von HansH41, 23

"Ich verstehe nicht warum man im Jahre 2016 immer noch Ausländer hasst in Deutschland?"

Deine zeitliche Perspektive ist falsch.  Jahrzehntelang hat sich niemand über Ausländer aufgeregt. Im Gegenteil, es war und ist schick, zum Italiener oder Griechen Essen zu gehen oder zum Vietnamesen. Und man konnte bewundern, wie gerade diese Vietnam-Flüchtlinge hier reüssiert sind.

Wenn in den letzten Jahren oder ganz krass, wenn in den letzten Monaten die Ablehnung gegen Ausländer gestiegen ist, dann ist das eine Folge des Verhaltens speziell der muslimischen Migranten. Viele, leider zu viele wollen hier leben wie in Anatolien. Das geht nicht und das lehnen die Menschen in ihrer Mehrheit ab. Manche hassen dann.

Antwort
von ThomasNiemt, 43

Was glaubst Du, befähigt Dich, einen persönlichen Eindruck, wie Du ihn hast, zu generalisieren und auf "das Volk", das nach Deinem Eindruck verblödet, auszuweiten? Als Teil dieses Volkes und Inhaber eines Abschlusses in Logik und Wissenschaftstheorie kann ich nur feststellen (1) dass ich es unglaublich finde, als Mitglied eines verblödenden Volkes bezeichnet zu werden, und da Volk, die Gesamtmenge der Deutschen umfasst, MUSST Du mich mitgemeint haben und (2) kann ich Dich entschuldigen, denn offensichtlich kennst Du keine Logik und verbreitest hier munter und fröhlich den Fehlschluss der unzulässigen Verallgemeinerung. Woraus die Frage folgt: Auf welcher Grundlage Du die Verblödung von anderen bewerten willst?

Kommentar von XL3yed ,

In Wahrheit ist es doch so, dass damit nicht das ganze Volk gemeint ist, da sich der Fragesteller zum einen damit selber beleidigt hätte und zum anderen "das Volk" als Synonym für einen Teil der Bevölkerung umgangssprachlich verwendet wird und auch verwendet werden kann.
Wenn die Leute von Pegida "Wir sind das Volk" grölen, sprechen sie ja auch nicht für alle Deutschen, oder? Ich zumindest würde es als Schande empfinden, wenn ich es nicht besser wüsste, nämlich, dass damit tatsächlich NICHT ALLE gemeint sind.

Außerdem halte ich es für unangebracht hier einen wissenschaftlichen Abschluss zu erwähnen, da er erstens nicht nachweisbar ist und zweitens nur eine scheinbare Legitimation der Meinung abgibt. Nicht alles, was Menschen mit "Auszeichnungen" sagen, muss richtig sein, was man auch schon in der Schule lernt: Stichwort "Scheinlegitimation" bei Zitaten.

Die Grundlage, auf der die besagte "Verblödung" bewertet wurde, ist meiner Ansicht nach die schwindende Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen, was sich auf Grundlage der stumpfen Zustimmung bei so manchen politischen Vereinigung, insbesondere beim Thema Asylpolitik, zeigt, da die meisten dieser Menschen, und jetzt seien wir mal ehrlich, noch nie mit einem Asylanten gesprochen haben und alle Lügenmärchen über Kriminelle sofort verallgemeinert auf alle Ausländer glauben.

Kommentar von ThomasNiemt ,

Wenn man Aussagen wie "da die meisten dieser Menschen, ... noch nie mit einem Asylanten gesprochen haben", macht, und somit eine empirisch prüfbare Behauptung aufstellt, sollte man sich der Gefahr bewusst sein, dass man nach den Belegen für diese Behauptung gefragt wird:

Also sind Sie doch einmal ehrlich: Woher wissen Sie, dass die "meisten dieser Menschen ... noch nie mit einem Asylanten gesprochen haben"? 

Zum Thema Abschluss:

Ihr erster Absatz: 

Ihr Prämisse: Umgangssprache ist unlogisch. Wenn Sie das wirklich glauben, warum schreiben Sie dann hier, wo es doch niemand verstehen kann, weil Sprache darauf baut, dass ihre Begriffe verständlich sind und in einem logischen Verhältnis zueinander stehen?

Wenn andere (Pegida) denselben Fehler machen, wie der Fragesteller, dann wird der Fehler dadurch nicht richtig. Vielmehr ist der Fehler davon unabhängig, wer ihn macht. Sie machen hier einen Fehlschluss ad auctoritatem, weil sie der Pegida die Deutungshoheit darüber zusprechen, welche Begriffe wie verwendet werden!

Dass jemand eine vollmundige Aussage macht, die ihn selbst miteinschließt, ist auch kein Argument dafür, dass die Aussage anders gemeint sei, eher dafür, dass jemand nicht weiß, was er sagt.

Das war der erste Absatz.

Soll ich weitermachen?

Kommentar von XL3yed ,

Machen Sie gerne weiter.

Dass viele dieser Menschen noch nie mit einem Asylanten gesprochen haben, ist, rein faktisch gesehen, natürlich eine Behauptung die man schwer überprüfen kann.
Vor dem ideologischen Hintergrund von Menschen mit fremdenfeindlicher Gesinnung hingegen ist es in vielen Fällen die logische Grundlage, dass sie noch nie mit einem Asylanten gesprochen haben, da sie diesen Fremdenhass sonst nicht hätten, da die viele der Asylanten (hier spreche ich aus Erfahrung und Sie brauchen mir außerdem nicht sagen dass man nicht pauschalisiert für alle sprechen kann) sehr höflich sind. Die Grundlage des Fremdenhasses kann somit nur fortbestehen, solange keine positiven, also zur eigenen Meinung gegensätzliche, Einflüsse dieses in sich geschlossene Weltbild gefährden.

Zu der Begriffsverwendung: Ich habe Pegida nicht die Deutungshoheit zugesprochen, vielmehr habe ich erklärt, dass aufgrund eines flexiblen Verständnisses von Sprache für mich klar ist, dass wenn jemand von "Volk" spricht, er nicht automatisch für mich spricht.

Mit dem Punkt, dass Sprache und Begriffe in einem logischen Verhältnis zueinander stehen mögen Sie Recht haben, aber man kann Sprache nicht nur auf einer rein sachlichen Ebene betrachten. Sprache ist ein flexibles Konstrukt, dass sich mit der Zeit immer wieder ändert.

Wenn man Sprache auf einer rein sachlichen Ebene betrachten würde, würde es zum Beispiel keine Ironie geben, weil es nur eine Deutung der Aussage gäbe.
Wenn also jemand von "Volk" spricht, dann spricht er zwar vordergründig von jedem Zugehörigen dieses Volkes, aber als Betrachter muss man an dieser Stelle doch erkennen, dass er nicht das gesamte Volk meinen kann, da es unmöglich ist, die Meinung eines jedes einzelnen zu kennen und darzustellen.

In diesem Zusammenhang fällt mir das linguistische Modell "Die Dreidimensionalität sprachlicher Zeichen" von Helmut Seiffert ein.
Dort wird differenziert zwischen der "Pragmatischen Dimension" (Situativer Kontext), der "Syntaktischen Dimension" (Beziehung der Zeichen untereinander/Kombinatorik) und der "Semantischen Dimension" (das Gemeinte).

Auf der syntaktischen Ebene ist bei "Volk" vielleicht das gesamte Volk gemeint, durch den situativen Kontext hingegen, also durch die pragmatische Dimension, bei der der Autor von Verdummung in Bezug auf die politische Einstellung spricht, ergibt sich in der semantischen Dimension, dem eigentlich Gemeinten, dass nicht das ganze Volk angesprochen wird, sondern nur ein Teil.

Antwort
von ScaryChair, 44

Hallo..!

Ich bin der Meinung, falls die AfD regiert, wird das ernsthafte Folgen für Deutschland haben. Man kann nur hoffen, dass es nie dazu kommen wird und die Leute wirklich zur Vernunft kommen. Allerdings wird das bei manchen wohl nie der Fall sein.

Kommentar von Renguees ,

Wie gesagt, ich lese Beiträge von Leuten die sich innerlich das dritte Reich zurückwünschen...

Antwort
von Orney, 53

Das größere Problem sind die vielen Wähler von Union und SPD, die sich an die USA annähern möchten. Die USA ist keine Demokratie mehr

Kommentar von Renguees ,

ja da hast du Recht. Aber was hat jetzt die USA mit der Afd zu tun?

Kommentar von Orney ,

Die AfD sind glaub ich Anti-USA, oder?

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