Kann man im Wachzustand bewusst "sich keine Gedanken mehr machen"?
bzw. kann man bewusst nicht denken?
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Nennt sich Meditation und es dauert lange bis man das beherrscht.
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Antwort von sorrymaker 27.12.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
meditation nennt man die technik, die gedanken nicht dadurch zum verschwinden bringt, daß man sie etwa blockt, sondern als solche (wie sie kommen und gehen) SEIN LÄSST. diese wendung "etwas sein lassen" birgt in sich schon die dialektik, auf die es ankommt. wir sagen zu jemandem, den wir auffordern, etwas NICHT zu tun: lass es sein! zugleich bedeutet diese wendung ja auch, etwas ohne einschränkung zuzulassen. da sitzt ein mensch und starrt vor sich, er hat die "guckstarre". wenn wir ihn fragten, was er gerade denkt, würde er antworten: nichts. natürlich wird dann manchmal eingewendet, daß es nicht möglich sei, nichts zu denken. was ja auch stimmt. trotzdem würde derjenige wohl bei seiner feststellung bleiben, nichts gedachtet zu haben. er kann also jedenfalls seine gedanken nicht artikulieren - und das liegt daran, daß er gewissermaßen alles gedacht hat, allen gedanken freien lauf gelassen hat, nicht in der lage ist, einen EINZELNEN gedanken zu (isolierend) formulieren. (und das ist das, was wir mit nichts denken meinen) an diesen beispiel haben wir zugleich das hegelsche diktum entfaltet, alles und nichts seien dasselbe. wer nicht bestimmtes denkt, denkt alles und nichts. (wir sehen hier die macht der alltagssprache)
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Das ist sehr abstrakt... Wenn man sich denkt, dass man im Moment nichts denkt, aber eigentlich ja denkt, dass man im Moment nichts denkt und dann denkt, dass man ja gerade denkt, dass man nichts denkt, und genau das denkt und daher nicht nichts denkt...
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Ja, das geht. Bei Meditation wird das gemacht.
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Antwort von dachello 24.12.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
ya....es gibt verschiedene methoden...zeichnen,meditieren,lesen(etwas dass dich neugierig macht und spannend ist)manchmall sport,instrumente spielen
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Mit einiger Übung schon.
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Ja, das ist möglich.
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Antwort von AbArTaR 01.01.2011
Manche denken bei "bewusst nicht denken" an Meditation, ich kenne vor allem zwei Formen davon, nämlich • Philosophie studieren, da hängt mensch nur ihren, nicht-ihren, seinen oder nicht-seinen gedanken nach, und das ist nicht denken, bestenfalls nach-denken, • und ein Gläschen Wein darüber hinaus. Aber da gilt es aufzupassen, noch ein Glas darüber hinaus und aus mutwillig-bewusst nicht denken wird unbewusstes Denken und am nächsten Tag ist die Welt erklärt und entzaubert.
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Wichtig dabei ist, daß man es nicht erzwingt, sondern immer wieder einfach zum natürlichen Zustand des Geistes zurückkehrt, denn Gedanken sind ja nicht Schlechtes, wenn man sie einfach kommen sieht und sie dann wieder gehen läßt. Probleme entstehen nur dann, wenn man sich in einen Gedankengang verbeißt. Wenn man den Gedanken aber wieder entläßt, erfährt man große Ruhe und Entspannung im Wachen. Man sollte grade und aufrecht dabei sitzen, nur nicht den Kopf hängen lassen, auch die Augen noch einen Spalt offen halten, sonst fällt man in Schlaf, was nicht erwünscht ist, wenn die Übung zu Geistesruhe führen soll.
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Das ist es, was bei Meditation versucht wird. Der Zustand des Nichts-Denkens, in dem man sich lediglich seiner selbst bewusst ist, aber sich keinen Gedanken hingibt, wird als Beruhigungs- und Kraftquelle genutzt.
[Falls Interesse besteht, ich lese zu diesem Thema gerade ein Buch, das "Das zeitlose Selbst" (von Detlef Bartel) heißt, in dem das beschrieben wird, wie es funktioniert und wozu das gut ist. Kann ich nur empfehlen.]
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Das kann man üben.
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Man kann sich bewusst entscheiden, einen solchen Zustand herbeiführen zu wollen.
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Nicht denken? Ich krieg das nicht hin. Irgendetwas geht immer in meinem Kopf herum. Aber ich denke, dass es wirklich Menschen gibt, die zeitweise tatsächlich 'nichts denken'. Auch wenn es mir nicht vorstellbar ist....
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es gibt viele menschen, die sich in so einen zustand versetzen können, indem sie etwas machen, was sie wirklich gerne tun. bei mir ist es so, dass ich total 'selbstvergessen' werde, wenn ich zeichne.
Kommentar von GrusgrusGrusgrus 25.12.2010das ist was anderes. Meditation ist, wenn man sich gleichzeitig des Geisteszustandes bewußt ist, nicht wenn man sich selbst vergißt.
Kommentar von ricielazraelricielazrael 25.12.2010ist ja auch nur ne umschreibung.
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bei mir geht das nicht. ich sage mir dann immer wieder, das ich aufhöhren will zu denken. aber das denke ich dann ja wieder.
Kommentar von GrusgrusGrusgrus 25.12.2010Es geht nicht darum, mit dem Denken aufzuhören, sondern Gedanken, die aufkommen, immer wieder sich auflösen zu lassen. Das ist ein Kommen und Gehen. Manchmal wird es dann grade lebhaft, aber irgendwann entsteht eine Ruhe. Nur nicht verkrampfen im "ich will jetzt nichts denken", damit übt man auch wieder Gewalt aus.
Nicht sehr lange, um das Prinzip zu lernen, aber man hört niemals auf es zu lernen. Das sollte niemanden davon abhalten, es zu versuchen!