Wie heißt es doch immer so schön: Pädagogen versagen bei der Erziehung der eigenen Kinder. Ich bin mit "harter Hand" erzogen worden. Als meine Kinder geboren wurden hatte ich mir vorgenommen, alles anders und besser zu machen als mein Vater. Ergo habe ich (haben wir) meine (unsere) Kinder zwar nicht antiautoritär, aber doch recht liberal und vor allem ohne starke Zwänge erzogen. Bei unserem Sohn ist das ganz gut gegangen, er ist ein reifer junger Mann. Unsere Tochter ist das blanke Gegenteil: launisch, provokant, respektlos, faul, unordentlich. Ich weiß nicht, wie ich das weiter aushalten soll, zumal sie am Wohnort studiert und weiter bei uns lebt. Wie gehe ich damit um? Ich bitte um Rat!
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Ich würde ihr das genauso wie hier sagen oder schreiben und die Schuld nicht allzu sehr bei Dir suchen. Vielke Dinge sind auch sehr charakterabhängig. Ich kenne eine Familie, wio sich 2 Kinder völlig normal bis sehr gut entwickelt hat und eine Tochter durchdreht, so das man denkt, sie wäre woanders erzogen worden. Die Konsequenzen, die Du/ihr jetzt ziehen könnt, ist, ihr das zu sagen und dann bei Fehlverhalten mit Konsequenzen zu "drohen", nämlich damit ihr nahe zu legen ein eigenes Appartment zu beziehen. Es kann auch sein, dass ihr bisher ein so gutes Verhältnis hattet, dass sie jetzt (durch neue Freunde beim Studienbeginn, generelle Lebensumstellung) versucht sich so abzunabeln. Das wird sich also vermutlich bald wieder legen.
Hi! Meine Kinder sind noch nicht so alt (9,11,13), aber da ich ja auch mal 20 war, :-), kann ich Dir vielleicht doch einen Rat geben: zunächst mal würde ich mir die Dame mal an den Tisch zitieren und auf ihr Verhalten ansprechen. Sie ist alt genug, das zu verstehen und eigentlich auch nicht mehr in der Pubertät, wo Eltern und Kinder scheinbar verschiedene Sprachen zu sprechen scheinen... Ich würde ihr klipp und klar die Dinge aufzählen, die mich stören und die ich abgeändert haben will. Dann würde ich ihr ein zeitliches Limit setzen, in denen sie dieses tun kann. Als Zusatz, oder eben als erzieherische Maßnahme, wenn Du so willst, würde ich ihr in Aussicht stellen, daß sie sich nach einem Job und einer Studentenbude umsehen kann, wenn sie das nicht ändert. Sie wäre damit nicht die erste und einzige... Das ist zwar hart, aber ich habe gelernt, aus eigener Erfahrung, daß es manchmal den Dampfhammer braucht! Viel Glück und liebe Grüße, Wolfgang

Ich glaube, Du änderst nicht mehr viel. Mit 20 sollte man langsam gelernt haben, auf eigenen Beinen zu stehen. Hat die Person es noch nicht... reduziere die Unterstützung... und Du wirst sehen... es kommt mit den Monaten von ganz alleine... Viel Erfolg !
Ach wäre das schön. Danke!
Pestopappa am 21. Februar 2008 15:52 Disziplin ist ab heute dein Zauberwort !!!

Macht dann ein "Vertrag" mit Rechten und Pflichten, Soll- und Kannleistungen. Dann kann man vielleicht ein erwünschtes Verhalten aushandeln.
DH, wenn auch wirklich auf die Einhaltung beiderseits geachtet und die Konsequenzen gezogen werden
Ich würde gewisse Regeln aufstellen und wenn Sie sich nicht daran hält, dann ist die Konsequenz das Sie ausziehen muss! Da Sie, wenn ich das richtig gelesen habe, volljährig ist, dürfte das kein grosser Problem sein!
Es kann ja nicht sein, dass Eltern sich ein lebenlang für Ihre Kinder aufopfern!
Du hast zwei Kinder, bei dem einen hat die Erziehungsmethode geklappt, bei dem anderen nicht! Das heisst aber, dass es im Grunde der richtige Weg war! Vielleicht lernt Deine Tochter nach einem Rauswurf, dass das Leben eben nicht nur eine Spaßgesellschaft ist und man seine Eltern zu respektieren hat, erst recht, wenn man dort noch wohnt!

Ich denke auch, daß der Zug abgefahren ist! Um etwas zu ändern muß die Tochter selbst mitziehen, was sie aber offenbar gar nicht will! Man hat auch keinerlei Handhabe mehr, außer vielleicht finanziellen Druck. Dann besteht aber die Gefahr, daß si vollkommen entgleitet!

Die Schule des Lebens wird das Problem mit der Zeit schon richten.

wirf sie aus dem Nest, gib ihr das allernötigste "Futter", sie wird wohl oder übel fliegen müssen - das Leben draussen wird ihr die Flügel stutzen. Norwegenadler kriegt einen Punkt von mir.

Sie ist jetzt ja erwachsen, andere haben in dem Alter eine eigene Wohnung, vielleicht schon Familie. Begründung genug, um familienintern neue Regeln einzuführen (falls ihr sie nicht schon habt): zum Beispiel wie in einer Wohngemeinschaft (bei Studenten ja sehr üblich).
Jeder ist für sein eigenes Zimmer verantwortlich. Und wenn es unaufgeräumt ist, ist das eben Pech. Läuft Ungeziefer da raus, muss der WG-Bewohner den Kammerjäger zahlen...
Putzplan: Gemeinschaftsflächen (Küche, Wohnzimmer, Badezimmer, Flur etc.) werden von allen vollen Mitgliedern der WG im Wechsel gereinigt, der Plan ist strikt (am festgelegten Wochentag) einzuhalten...
...
Bei einer 20-jährigen ist das sicherlich schwieriger aber nicht unmöglich. Jedoch funktioniert das nur, wenn die Eltern selbst ihre Verhaltensmuster verändern. Dadurch wird auch das Verhalten, der unmittelbaren Umgebung beeinflusst - sprich der Tochter. Kleine Veränderungen ziehen große nach sich, deshalb ist es ratsam sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen.

du darfst ihr nicht das gefühl geben, sie wie ein kind zu behandeln, aber dennoch deine wünsche durchsetzen zu wollen. was brauchst du für dein wohlbefinden und in welcher form schränkt deine tochter dich da ein? wenn du das klar formulieren kannst, argumentiere von dir aus, sag was du willst und wo du respekt forderst und welche (im zusammenhang stehende!) konsequenzen dir vorschweben. kein respekt vor deinen wünschen? - mach ihr klar, dass du sie respektierst und wo du sie mit respekt behandelst. wenn du ernst genommen werden willst nimm auch sie ernst. sieh sie (ohne vorwurf!) als erwachsene und sie wird sich wie eine verhalten.
sag ihr wenn sie sich nich ändert muss sie ausziehen,zur abschreckung kannst du ihr ein ultimatum stellen,und die sachen dann mal vor die tür stellen wenn sie sich nich dran hält.vielleicht macht es dann klick bei ihr

Leider kann keiner den Charakter eines Menschen ändern. Es gibt sogar Eltern die von Anfang an mit ihren Kids Probleme haben, da stimmt einfach die Chemie nicht. Das hat meiner Meinung nach mit Erziehung nicht viel zu tun. Wir können unsere Kinder doch nur ins Leben begleiten und Vorbilder sein. Ich denke, mit 20 Jahren kannst du mit der Dame schon mal ein ernstes Wörtchen reden, wie du/ihr euch ein weiteres Zusammenleben vorstellt. Vieleicht gibt es auch nur Mißverständnisse, die bei dieser Gelegenheit mit geklärt werden können. Ich lese so raus, daß du mit deinem Sohn sehr zufrieden bist, vieleicht merkt deine Tochter deine positive Einstellung zum Bruder und provoziert dich deshalb. Eifersucht gibts auch bei großen Kindern. LG
Ich habe eure Antworten und Ratschläge aufmerksam gelesen. Einige Anregungen werden wir aufgreifen und versuchen, Veränderungen zu erreichen. Ich bedanke mich bei euch allen. DH
Also so viel falsch hast du wohl nicht gemacht,wenn sie studiert. Eigentlich denke ich,dass eine eigene Wohnung bzw eine WG deiner Tochter helfen würde,bzw dir .Das macht viel aus,wenn sie nun weiss,dass sie nicht mehr auf Mama zurückgreifen kann,wenn sie keinen Bock hat.Wenn das nicht geht,dann musst du mit ihr zusammen wie schon gesagt Regeln aufstellen und daran festhalten.
Da sie 20 Jahre alt ist, kann sie selbst Lebensunterhalt verdienen. Auch wenn sie studiert. Ich würde sagen, klare Regel stellen, wenn sie diese Regel nicht akzeptiert, ganz hart "ins Leben setzen": sie soll ein Job annehmen und ausziehen.
Wir haben das mit unsere 20Jährige Tochter gemacht. Sie hat eine schwere Zeit, aber sie überlebt und vor allem hat ihr Verhalten uns gegenüber verbessert.
Hallo! Das frage ich mich auch oft: mein Sohn ist 21 Jahre alt!!
Jedes Kind entwickelt sich eben anders...und ausserdem sind Fragen bezüglich Ordnung, Arbeiten usw immer auch sehr subjektiv!!! Und in dem Alter ist man sowieso noch anders drauf als 20 Jahre später!!!Da hat man noch einen anderen Blickwinkel, andere Interessen...und das Gehirngewitter, das man der Pubertät zuschreibt, legt sich bei vielen noch nicht so schnell....
Es ist furchtbar nervig für uns Erwachsene, ich verzweifle auch manchmal,aber zu reifen braucht viel Zeit, und Auseinandersetzung, Gespräch, eigene Erfahrungen...
Ich denk, es tut sich über die Jahre in jedem Fall was, egal welchen Alters... aber dranbleiben, Kontakt halten,...nicht zuviel Druck aufbauen.
(Es gibt ja auf der anderen Seite auch Kinder bei uns, denen es nicht so gut geht, deren Eltern sie alleine lassen, misshandeln, die krank sind... also auch das Positive sehen; notfalls mit Humor: "Wenigstens sind sie gesund!!!"
Auf diesem Weg würde ich es auch versuchen.