Frage von Executter, 15

Kann man gegen Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete angehen?

Mein Vermieter fordert 11,2% mehr Miete. Statt 8,64€ soll ich nun 9,50€ pro qm² zahlen. Er bezieht sich hierbei auf immowelt.de. Wenn ich bei Immowelt schaue, dann liegt der aktuelle Durchschnitt in meinem Stadtteil bei 8,74€. Also exakt 10 Cent mehr. Wie kommt er auf einen Euro? (Ich vermute ja Raffgier, an der Stelle)

Und frage mich, muss ich das schlucken (oder halt kündigen und aussziehen)?

Er hat klar geschrieben, sich meine Zustimmung einzuklagen, falls ich bis zum Ende der Frist nicht unterschreibe. Was soll ich machen? Ich würde nun das persönliche Gespräch suchen. An seine Fairness appellieren. Eine geringere Mieterhöhung und vielleicht noch eine zeitliche Bindung (die das gesetzliche Jahr übersteigt) versuchen auszuhandeln... Und wenn alle Stricke reißen und wir uns nicht geeinigt bekommen, es drauf ankommen lassen.

Ich freue mich über jeden sachdienlichen Hinweis ;-) Vielen Dank!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gerhart, 12

Biete dem Vermieter an auf der Basis der Mietdurchschnitte in deinem Stadtteil die Miete zwar zu erhöhen aber nur bis zur Miethöhe, die du ermittelt hast. Damit signalisiert du einen Vergleich, der keiner Partei etwas kostet und deine Bereitschaft einer moderaten Mieterhöhung zu folgen. Weiterhin stellst du dar, dass du sehr wohl die Möglichkeiten der Mieterhöhung des Vermieters erkannt hast.

Wenn der Vermieter unseriös gleich mit einer Klage auf Zustimmung droht, dann ist das meistens nur eine Drohung.

In einer Klage kann der Vermieter keine neuen Gründe für eine Mieterhöhung vorbringen als die, die er dir genannt hat. Und damit hat er schlechte Karten.

Antwort
von Reanne, 15

Geh zm Mieterverein und werde Mitglied. Der Beitrag ist durchaus erschwinglich. Dort wird man Dir helfen und dem Vermieter entsprechend schreiben.

Kommentar von Executter ,

Joar 90€ im Jahr zzgl. 1x 15€. Aber scheinbar ist sogar eine Rechtschutz in Mietbelangen enthalten. Bei meiner Wohnung müsste ich 80€ im Monat nun mehr latzen... Also schon im zweiten Monat hätte sich das amortisiert ^^

Antwort
von kayserm, 11

Eine sehr gute Frage, ich würde dir empfehlen, das Mietrecht in und Auswendig kennenzulernen. Muss ich auch noch, dann kann man das allein auch durchziehen. BGB, Stiftung Warentest usw.

Kommentar von Executter ,

Nun ich denke ich mir halt: Er hat mir nicht nachgewiesen das der Mietspiegel hier seine Erhöhung rechtfertigt. Wenn ich bei den nur grob genannten Quellen selbst recherchiere, erhalte ich einen Wert deine eine Erhöhung um 10 Cent pro qm rechtfertigen würde. Und das würde ein Gericht doch dann auch? Also für den Fall, das er mich verklagt. Aber ich glaube das tut er nicht wirklich. Er wollte halt mal versuchen die Kuh zu melken, doch wenn sie sich wehrt, wird er bestimmt ganz klein, mit Hut!

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