Frage von Cheeva, 25

Kann man gegen einen rechtskräftigen Titel vom Inkassobüro nach 2 Jahren noch Widerspruch einlegen, wenn nein, welche Möglichkeiten hat man dagegen vorzugehen?

Antwort
von mepeisen, 11

Es gibt folgende Möglichkeiten:

1. Falls der Titel nicht ordnungsgemäß zugestellt wurde (da bist du in der Beweispflicht), zählt die 2-Wochen-Frist ab dem Moment, wo der Titel erstmals nachweisbar zugegangen ist. Klassisches Beispiel ist ein Umzug und die Zustellung an alter Adresse, wobei man den Umzug dann mit einer Auskunft beim Meldeamt beweist.

2. "Der Titel verstößt gegen die Gerechtigkeit schlechthin." So formuliert es der Bundesgerichtshof. Die Hürde klingt bereits recht hoch und das ist sie auch. Echte Beispiele findet man kaum, wo diese Hürde jemals genommen wurde.

3. Der Titel basiert auf Straftaten. Beispielsweise auf einer Nötigung. Man wurde beispielsweise bedroht vom Gläubiger, ja nicht zu widersprechen, sonst würde man eines über die Rübe bekommen.

4. Es gibt neue Erkenntnisse oder Beweislagen, so dass man den Titel nachträglich angreifen kann. Auch hier muss man aufpassen, denn Erkenntnisse, die man bei verständiger Prüfung schon vorher hätte haben müssen, zählen nicht.

Ergo: Wege gibt es, aber die Hürden sind teilweise sehr hoch. Vielleicht erzählst du mal etwas zu deinem Problem, dann kann man dir auch helfen bzw. sagen, ob ein Gang zum Anwalt aussichtslos ist oder vielleicht Sinn ergeben kann.

Antwort
von konstanze85, 18

Die möglichkeit zum widerspruch hast du vergehen lassen, es gab sicher einen mahnbescheid, dann ging es vor gericht und wurde geprüft und nun wurde der titel erwirkt.

Dir bleibt also nur bezahlen. Wenn du beweisen könntest, dass du denen nichts schuldest, warum hast du das nicht vorher vorgelegt?

Kommentar von kevin1905 ,

Im Mahnverfahren wird nichts geprüft.

Erfolgt kein Widerspruch auf den MB erhält der Gläubiger Meldung, dass er nun den Vollstreckungsbescheid beauftragen kann.

Ergeht auf den VB auch kein Einspruch ist das Dingen rechtskräftig.

Kommentar von konstanze85 ,

Richtig lesen. Da steht deutlich "dann..." Ich habe nirgends geschrieben, dass beim Mahnverfahren etwas geprüft wird, sondern erst wenn es vor Gericht geht, woraus schlussendlich der VB erging und dass es nun der Titelerwirkt wurde und es rechtskräftig ist.

Kommentar von mepeisen ,

Egal, wie du es umformulierst, es ist total falsch.

Weder bim MB noch beim VB wird etwas inhaltlich geprüft. bestenfalls werden die Anwaltskosten oder Zinsforderungen auf Plausibilität überprüft. Ob die Forderung selbst korrekt ist, prüft da niemand.

Ansonsten ist der Vollstreckungsbescheid ein Titel. Da wurde nicht noch etwas dazu beantragt.

Bei solchen Fragen geht es um Geld, je nachdem auch für die betroffenen Personen um viel Geld. Da wäre es klug, sich erst mal über ganz grundlegende Dinge zu informieren wie den Ablauf solcher Verfahren, bevor man irgendwie dazu antwortet.

Kommentar von konstanze85 ,

Wenn du nicht in der lage bist deutsch zu lesen, dann beschränke dich auf deine eigene antwort und misch dich nicht in fremde threads ein. Was übrigends pauschal gültig ist

Nochmal für dich (übrigends wieder jemand  der NICHT der fragesteller ust und hier einfach nur prollen will)

Mahnbescheid wird erstellt, schuldner hat 14 tage widerspruchsfrist.

Erfolgt keiner, kann der vb beantragt werden, wieder mit widerspruchsfrist.

Erfolgt wieder keiner,  kann letztlich der GV beauftragt werden.

Erfolg aber ein ein widerspruch, wird es vor gericht verhandelt und letztlich geprüft, ob die fordrung rechtens ist.

Und zu deiner ungerechtfertigten maßregelung, wozu du nicht mal berechtigt bist: der fs hat 2 jahre, JAHRE vergehen lassen ohne zu handeln. Denk mal darüber jach was das bedeutet.

Antwort
von Artus01, 10

Hat die Inkassobude überhaupt einen Titel, oder behauptet sie das nur?

Kommentar von mepeisen ,

Berechtigte Frage. In dem Zusammenhang kann man auch mal an Personenverwechslungen denken. Solange keine Details vom TE kommen, kann man insgesamt nur mit "Vielleicht" antworten.

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