Frage von BlackMonday81, 57

Kann man gegen eine freiwillige ED Behandlung im Nachhinein Widerspruch einlegen?

Guten Tag, Ich habe eine dringen Frage: Ich war vor ein paar Tagen bei der Polizei vorgeladen, da ich in meiner Schule Mitschüler wegen Mobbing und Bedrohung angezeigt habe. Da diesen aber nichts nachgewiesen werden kann, ermittelt die Polizei nun auch gegen mich. Da ein Beweisstück vorliegt dieser Bedrohung vorliegt, wollten diese nun meine Fingerabdrücke und eine Speichelprobe von mir auf freiwilliger Basis. Von den Beschuldigten nehmen die keine, da diese "nicht tatverdächtig sind". Der Polizist hat mich dabei aber unter Druck gesetzt und mir immer wieder vorgeführt dass ich das wahrscheinlich alles inszeniert hätte und so stimmte ich irgendwann unter Druck einer Erkennungsdienstlichen Behandlung zu und unterschrieb die Einverständniserklärung. Meine Frage nun: Kann ich diese Einverständniserklärung jetzt noch im Nachhinein widerrufen? Die Fingerabdrücke sind ja schon genommen, aber wenn will ich dass auch von allen welche genommen werden und ich hab dem nur unter Druck zugestimmt. Mit freundlichen Grüßen (Bitte nur wer einigermaßen Ahnung hat und keine dummen Kommentare :) )

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 26

Das dürfte eine ED-Behandlung nach § 81 b StPO 1. Alternative gewesen sein. Die würde auch durchgeführt, wenn du nicht einverstanden bist. Deine Einverständniserklärung machte die Sache nur einfacher. 

Aber keine Sorge, deine FA werden nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. 

Antwort
von Still, 13

Die Polizei geht wohl davon aus, dass du den Brief selbst geschrieben hast. Wenn jetzt nur und ausschließlich deine Fingerabdrücke darauf sind, ist das ein Indiz (kein Beweis) für deine (mögliche) Täterschaft. Wegen Mobbings von der ganzen Klasse Fingerabdrücke zu nehmen, stünde außer Verhältnis!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten