Frage von Pharmamaus, 31

Kann man einen schriftlich in Aussicht gestellten Kaufvertrag für eine Immobilie einklagen, wenn der Kauf dann doch nicht zustande kommt?

Wir wollten eine Eigentumswohnung kaufen. Der Kaufvertrag sollte uns zur Prüfung zugestellt werden. Da es ein Neubau ist, haben wir viel Zeit investiert und Änderungen mit Architekten und Handwerkern abgestimmt. Diese wurden auch teilweise dvhon umgesetzt, so dasd wir davon ausgegangen sind, dass der Vertrag zustande kommt. Eine zweite Immobilie die wir in Aussicht hatten, haben wir abgesagt. Jetzt hat uns der Bauherr eröffnet, dass er die Wohnung selbst behalten will. Kann man da was machen?

Antwort
von wfwbinder, 15

Wenn Ihr durch die Absage der zweiten Wohnung Kosten hattet, dann besteht eventuell Anspruch auf den Kostenersatz. "Culpa in contrahendo"

Der Verkäufer hat ja durch die schriftliche Zusage den Abschluss des Vertrages zugesagt und Ihr habt dann die anderen Sachen in Gang gebracht.

Antwort
von FouLou, 21

Ihr habt änderungen in einer wohnung umgesetzt die euch nicht gehört?

Ne da nichts unterschrieben ist habt ihr da keine rechte. Der verkäufer hat es sich halt anders überlegt.

Oder ist der vertrag bereits einseitig vom Verkäufer unterschrieben sodass nur noch eure unterschrift fehlt?

Antwort
von Hugito, 2

nach § 311b BGB ist bei Verträgen über Immobilien nur das verbindlich, was in Form einer notariellen Beurkundung geregelt wurde. Alle anderen Vereinbarungen, Inaussichtstellungen, Erwartungen u.s.w., egal ob schriftlich oder mündlich, sind unverbindlich.

Wenn ein Käufer einer Immobilie verbindliche Verhältnisse haben will, muss er einen notariellen beurkundeten Kaufvertrag abschließen. Vorher darf er sich auf nichts verlassen.

Das heißt, ihr könnt nichts machen.

Antwort
von D2000, 11

Hallo,

wenn Sie eine mündliche Übereinkunft über den kauf haben zählt dieser auch aber erstens ist die Beweispflicht hier sehr schwierig und zweitens kommt der Abschluss des Vertrages erst beim Notar zu Stande somit sind Kaufverträge die nicht beim Notar abgeschlossen sind nur Beweise Ihrer beider Absichten.

Insoweit haben Sie keinen Anspruch auf das Objekt aber Ihre entstandenen kosten für Ihren Aufwand durch die Zusicherung sieht da schon besser aus wen Sie Beweise haben.

Ob dies wirklich der Fall ist gilt im Einzelfall abzuklären aber das Objekt werden Sie definitiv nicht einklagen können.

Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen


Antwort
von Reviewer, 20

nö, solange nix unterschrieben ist, haben beide die möglichkeit, es sich anders zu überlegen.

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