Ich habe ein altes Klavier geerbt und ließ jemand von einem großen Musikhaus kommen, um das Klavier stimmen zu lassen. Es ist sehr versimmt, das hört selbst jemand der nicht musikalisch ist. Der "Stimmer" erklärte dann 1. Piano ist nicht mehr stimmbar 2. Stimmstock mehrfach gerissen 3. Resonanzboden gerissen 4. Klaviatur total ausgespielt Ist das Klavier wirklich nur noch für den Sperrmüll? Oder soll ich noch einen anderen kommen lassen? Wir wollen auf dem Klavier keinen Konzerte geben, sondern nur das Klavierspielen an sich erlernen. Der "Stimmer" sagte, er könne es zwar stimmen, aber dann sei es nach 2-3 Wochen wieder verstim
Wenn der Stimmstock (mehrfach) gerissen ist, hat es wirklich keinen Zwecke mehr, in das Klavier zu investieren. Nach dem Stimmen werden sich die Saiten mangels ausreichendem Halt sofort wieder verziehen. Risse im Resonazboden sind da eher ein Schönheitsfehler, aber ein ausgespielter Tastensatz wird beim Üben nur Frust erzeugen.
Auch Klaviere haben irgendwann einmal ihr Lebensende erreicht. Trauris, aber das ist so.

Da der Profi eher an einer Reparatur vedient hätte ala an der Aussage, dass nichts mehr zu machen ist, würde ich es glauben. Deine Mängelliste klingt ganz schön massiv.

Ich denke, dass man dem Fachmann vertrauen kann. Da er von dem Gewerbe lebt, würde er sicher gern öfter zu euch kommen. Eigentlich doch ein Zeichen für Ehrlichkeit - es sei denn, er will ein neues Klavier verkaufen. Da würde ich dann eine 2. Meinung einholen.

Nun ja! Das war halt ein Fachmann.
Aber so bedingungslos glauben sollte man das alles auch nicht immer.
Ich würde da noch eine 2. Meinung einholen.
Wenn die das selbe sagt, dann ist es wohl leider so.
Fällt die zweite Meinung anders aus dan hat man ein Problem. Wem soll man nun glauben? Eine dritte Meinung einholen und daraus den letzten Schluss ziehen?
Auf jeden Fall sollte keiner was von der Meinung vorher erfahren um so unbefangener seine Meinung zu bilden.
Macjohn am 18. Februar 2008 10:04 Ob ein Stimmstock gerissen ist, ist eine Frage der Technik und nicht des Glaubens.
Da genügt ein Blick, und diese Beschädigung sieht auch ein Laie sofort.
Wenne am 18. Februar 2008 10:31 Da kann ich nur sagen dass ich als Laie das wohl nicht unbedingt sehen würde. Auch wenn mich jemand mit der Nase draufstößt!
Ich weiß ja nicht mal was ein Stimmstock ist - da könnte man mir wohl fast jedes Teil am Klavier zeigen und behaupten eine Reparatur wäre unmöglich.
░critter░ am 18. Februar 2008 11:30 Wenne, wenn Dir die Ausdrücke rund ums Klavier fremd sind, solltest Du Dich mit einer "Ratgebung" zurückhalten.
Wenne am 18. Februar 2008 12:20 @critter:
Wenn du dir meinen Rat durchgelesen hättest war da nichts das nur auf das Klavier bezogen ist!
Es war ein allgemeiner Ratschlag aus der Sicht eines ebenfalls solchen Laien wie der Fragesteller.
Wenn man solche Ratschläge nicht mehr gebnen darf, dann 'gut Nacht GF'!

Im Gegensatz zu Geigen und vielen Holzblasinstrumenten ist ein Klavier keine gute Geldanlage, weil es realem großen Verschleiß ausgesetzt ist. Im Allgemeinen geht man von einer maximalen Lebenserwartung von ca. 100 Jahren aus; je nach Qualität können es auch mal 10 mehr oder weniger sein.
Grund dafür ist die immense Last, der der gusseiserne Rahmen des Klaviers vom ersten Tag an ausgesetzt ist. Die Zugkraft der Saiten beträgt in der Summe mehrere Tonnen. Über die Jahre gibt deshalb selbst der stabile Rahmen langsam nach, was es nötig macht, das Klavier nachzustimmen. Dies vergrößert jedoch wieder den Zug, der durch das Nachgeben des Rahmens nachgelassen hatte. Da das Material mit der Zeit ermüdet, gibt es mit der Zeit Risse und Beschädigungen. Wenn dann der Klavierstimmer wieder anzieht, kann auch der gesamte Rahmen brechen.
Da möchte dann keiner von uns neben dran stehen, wenn das passiert, auch der Klavierstimmer nicht.
Elias1978 am 10. Mai 2008 17:17 Ich finde es unerhört, wie man sich solch ein Unsinn "aus den Fingern saugen" kann und den dann auch noch veröffentlicht ! mfG ein Klavierbauer
minister am 10. Mai 2008 23:15 Wollen wir doch einmal etwas klarstellen: in diesem Forum geben die meisten Leute nach bestem Wissen und Gewissen Ratschläge. Gibt es zu einem Thema unterschiedliche Meinungen, so kann man fundiert Stellung beziehen.
Also: entweder Sie offenbaren Ihr Hintergrundwissen oder Sie sind besser still.
Einfach Leute anmachen, ohne zu argumentieren, ist schlechter Stil und schlicht ungehörig.

Wenn ein Fachmann sagt das Klavier tot ist glaube ich ihn aber wenn das Klavier keine grossen Schäden hat oder ein wertvolles Instrument ist lohnt es sich manchmal das wieder ins Leben rufen. Mein Instrument ist ein Bechstein-Flügel der 102 Jahre alt ist aber klingt himmlisch gut. Er wurde vor 30 Jahren völlig repariert.
genau
Super Antwort. DH!
Danke für die Antwort. Ich kenne mich bei Klavieren überhaupt nicht aus. Die"Stöpsel" an denen die Saiten befestigt sind sind eigentlich sehr sehr fest, also trotz der Risse. Machen die Risse dann wirklich so viel aus? Die Stöpsel sind ja nicht locker. Kann man das Klavier nicht trotzdem stimmen und es hält länger?