Frage von slax65, 67

Kann man eine Spiegelreflex nach einer bestimmten Zahl von Auslösungen praktisch in die Tonne werfen?

Hallo alle miteinander,

ich habe vor mir eine Spiegelreflexkamera zu kaufen (gebraucht). Da stand bei den Angaben 450 Auflösungen, habe dann mal nachgeschaut was es damit auf sich hat und bin entsetzt. Heißt das also, dass wenn man je nach Kamera 150.000 Fotos gemacht hat, was ja nicht sehr viel ist, die Kamera praktisch im Ars** ist und man muss eine neue kaufen?

Antwort
von MetalMaik, 29

Die 150.000 Auslösungen sind ja nur eine Angabe, wie lange der Verschluss mindestens halten sollte. Bei meiner 70D soll er z.B. 100.000 Auslösungen halten, hab aber schon 150.000 Auslösungen drauf und die Kamera funktioniert noch immer tadellos (ich betreibe hauptsächlich HDR Fotografie und mache daher meistens Belichtungsreihen mit fünf oder sieben Belichtungen pro Bild).

Gebraucht würde ich sie mit über 100.000 Auslösungen wohl nicht mehr kaufen, aber 450 Auslösungen ist ja noch so gut wie neu. Und 150.000 Auslösungen sind `ne ganze Menge, ich habe dafür zwei Jahre gebraucht, aber ich fotografiere auch jeden Tag und das ziemlich viel.

Wenn ich auf "Fototour" bin und HDR Bilder mit 7 Belichtungen mache, kommen da schonmal 1000 Auslösungen am Tag zustande. Das ist aber nicht der "Normalfall", die meisten werden da sicherlich mindestens fünf Jahre (oder mehr) brauchen, bis sie 150.000 Auslösungen auf der Kamera haben.


Antwort
von dennismh, 39

Allzu entsetzt sein solltest du da nicht, denn wie hier schon richtig gesagt wurde: 150.000 Auslösungen sind schon eine Menge! Außerdem sagt niemand, dass deine Kamera wirklich nach dieser Anzahl von Fotos den Geist aufgibst... aber eine DSLR ist eben ein Gebrauchsgegenstand. Da steckt jede Menge empfindliche Technik drin - und die geht eben irgendwann kaputt. Das ist ganz normal. Und das ist im Grunde auch bei allen Herstellern so...

Antwort
von PSVitafan, 49

Du kannst die Kamera entweder wegschmeißen und eine neue kaufen, oder du schickst die Kamera zu dem Hersteller ein, welcher die Kamera kontrolliert und eine "Inspektion" macht. kostet zwar ein bisschen, ist aber besser als ob du eine neue Kamera für 700 Euro kaufst.

Antwort
von Jerne79, 47

So wenig sind 150 000 Auslösungen nun nicht...

Wegwerfen oder reparieren lassen, die Frage stellt sich doch erst, wenn der Auslöser tatsächlich hinüber ist. Das kann deutlich früher oder deutlich später als diese 150 000 sein.

Schau dir vielleicht erstmal an, wieviel du in den letzten Jahren tatsächlich photographiert hast. Der normale Hobby-Nutzer braucht eine ganze Weile, bis er in einen 6stelligen Bereich kommt.

Kommentar von slax65 ,

Gilt das eigentlich auch für Systemkameras oder nur für die mit einer Spiegelmechanik?

Kommentar von migebuff ,

Auch viele spiegellose Systemkameras haben einen mechanischen Verschluss. Jedes bewegliche Bauteil unterliegt dem Verschleiss. Kann genauso möglich sein, dass ein Stellmotor oder Flexkabel im Objektiv kaputtgeht.

Antwort
von prelude89, 32

Bei den einen klemmt der Spiegel bei den anderen der Verschluss, bei den Sonys wars gern der interne Bildstabilisator, als die noch DSLR hatten. Ist halt wie beim Auto alles ist irgendwann hinüber.

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