Frage von BrilleFielmann,

Kann man eine Schenkung rückgängig machen?

Mal angenommen eine Privatperson beschenkt eine andere und der beschenkte nimmt die Schenkung an weil ihm zugesagt wurde der zu verschenkende Gegenstand hätte bestimmte Eigenschaften.

Wenn sich im nachhinein herausstellt, das der Gegenstand der Schenkung einen Mangel hat, kann der beschenkte den Gegenstand dann zurück geben?

Hilfreichste Antwort von Schafschaf,
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Ok, habe mal das Gesetz bemüht

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__524.html

Lies selbst

Kommentar von BrilleFielmann,

Vielen Dank! Das ist das was ich gesucht habe.

Kommentar von Schafschaf,

Danke fürs Sternchen :)

Antwort von jaro54321,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

der Mangel ist doch völlig egal, sobald angenommen wurde, geht es in den Besitz des anderen über! er kann es natürlich versuchen "zurückzuschenken", aber nur wenn der alte Besitzer es auch annimmt.

Kommentar von BrilleFielmann,

Aber was ist wenn durch den "kostenlosen Erwerb" eines Gegenstandes Kosten entstehen die den Wert der Schenkung weit übersteigen und dieses zuvor nicht ersichtlich war?

Kommentar von kluetje,

Das ist Pech für den Beschenkten...

Kommentar von BrilleFielmann,

Aber was ist, wenn der Vorbesitzer davon Kenntnis hatte, dass die entstehenden Kosten den Wert der Schenkung übersteigen und dem beschenkten das verheimlicht hat?

Kommentar von Manne67,

Dumm gelaufen. So etwas kommt häufig bei alten Häusern vor bei denen nicht erkennbar war, dass die Sanierung in die Millionen geht. Wenn das Objekt auf den neuen Besitzer eingetragen ist, bleibt dem nur das Objekt einigermaßen gewinnbringend zu verkaufen.

Kommentar von Commodore64,

Alleine ein Grundstück ist viel wert. Ich glaube kaum dass wenn man ein Haus geschenkt kriegt, dass man dann abgesehen von Gru8ndstückssteuer usw. kosten hat wenn man das dann verkauft oder weiter verschenkt.

Es können aber erhebliche Kosten entstehen wenn sich das Objekt z.B. als Sondermüll heraus stellt. Oder es handelt sich um ein Problemtier, in beiden Fällen kann man das nicht einfach so kostenneutral oder zumindest kostengünstig los werden!

Antwort von SophieMarie,
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Du hättest mal sagen sollen, dass es sich bei der Schenkung um zwei Katzen handelt. Katzen sind Lebewesen. Jetzt hat sie sie kastrieren lassen. Sie kann höchstens versuchen mit dem Vorbesitzer zu reden und von ihm das Geld zu bekommen, auf nette Art versteht sich. Als sie die Katzen zum Tierarzt gebracht hat hat sie doch wohl erfahren dass diese nicht kastriert waren. Deine Bekannte hätte also die Katzen unkastriert zum Vorbesitzer oder ins Tierheim bringen können und fertig. Keiner hat mit einer Waffe neben ihr gestanden und sie gezwungen. Ich persönlich würde Katzen nur nehmen wenn ich sie wirklich will und mir der Verantwortung bewußt bin. Wenn ich sie geschenkt bekommen würde umso besser. Und dann würde ich sie nehmen wie "übergeben". Hätte Deine Bekannte sich Katzen aus dem Tierheim geholt, sie hätte was bezahlen müssen. Eigentlich verstehe ich so gar nicht das Problem, nur dass hier zwei Lebewesen als Gegenstände dargestellt werden. Jetzt kann sie höchstens die Katzen ins Tierheim bringen weil sie so sauer ist über die Umstände. Bestraft werden die armen Tiere. Naja, ich persönlich bin schon immer anders zu meinen Tieren gekommen, und da blieb mir nichts anderes übrig als mich zu entschließen Verantwortung zu übernehmen oder nicht. Ich sag es mal so: wenn die Katzen kastriert gekommen wären und zwei Tage später krank geworden wären - was hätte Deine Bekannte denn dann gemacht? Ausgesetzt? Wenn man Gegenstände, also Dinge, geschenkt bekommt und diese dann mangelhaft sind kann man ins Geschäft gehen und sie umtauschen. Ich sag mal bei einem Buch fehlen Seiten oder so. Aber bei Katzen die nicht kastriert sind kann sie ja versuchen sie umzutauschen. Wird aber nicht gehen.

Kommentar von BrilleFielmann,

Sie hat die Katzen noch und ich hätte sie letzten Endes auch behalten.

Mir ging es bei der Frage eher um das Prinzip. Stell dir mal vor, jemand würde seine seine mit Asbest verseuchten Nachtspeicheröfen wegen Renovierung verschenken und stellt sich dabei ein wenig doof: "keine Ahnung aber ich glaube so alt sind die noch nicht"

Der Beschenkte stellt hinter her fest das zwei kaput sind und er die teuer entsorgen lassen muss...

In meinen Augen wäre so etwas Betrug

Kommentar von SophieMarie,

Wenn sie die Zeitungsanzeige noch noch hat und belegen kann dass man ihr glauben gemacht hat, dass die Katzen kastriert und entwurmt sind, ja dann kann sie Anzeige wegen Betruges machen. Wobei aber wahrscheinlich nichts bei rauskommen wird. Ich nehme an es wird im Sande verlaufen. Bei zwei Öfen die kaputt sind und sogar noch Gesundheitsschäden hervorrufen ist das was anderes, da sind Menschen in Gefahr, und das wird dann bestimmt weiterverfolgt. Zumal da festgestellt werden kann wann die Öfen kaputt gegangen sind. Und ein Kaufbeleg ist vorhanden. Aber bei zwei Katzen und deren Kastrationen wird Deine Bekannte kaum Erfolg haben. Ich habe das mit meinen zwei Katzenbabys anders gemacht. Mir war wichtig, dass sie möglichst lange bei der Mutter blieben, und so habe ich mit der Besitzerin gleich ausgemacht, dass ich selbst die Babys zum Tierarzt bringe, alles selbst bezahle und dafür nichts für die Katzen bezahlen muss.

Antwort von Commodore64,
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Im allgemeinen kann man das wohl eher nicht auf jeden Fall zurückgeben, nur wenn der andere es auch freiwillig zurück nimmt. Was soll man da auch machen? Auf Geld zurück verklagen?

Nur wenn einem durch das Objekt Kosten z.B. für die Entsorgung entstehen oder Gefahren von diesem Objekt ausgehen, dann kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich auf Rücknahme oder Erstattung der Entsorgungskosten klagen.

Wenn das geschenkte Objekt ein Tier ist, z.B. ein bissiger Hund hat man es schwer den wieder los zu werden, man übernimmt ja die Fürsorgepflicht. Einfach in die graue Tonne stecken geht ja ganz und gar nicht! Hier hat man dann auf jeden Fall ein problem und kann hier mit Sicherheit rechtlich durchsetzen, dass das Tier wieder zurückgenommen wird.

Antwort von Schafschaf,
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Der Beschenkte kann damit machen, was er will, is ja seins. Was meinste mit zurück geben? Dem Schenker kanner es auchzurück geben, klar, aber im Geschäft umtauschen oder zurückgebennur mit Kassenzettel, sonst wissen die ja net dass es da gekauft wurde

Kommentar von BrilleFielmann,

Eine Bekannte von mir bekam vor einiger Zeit über ein Zeitungsinserat zwei Katzen geschenkt mit der Zusage sie wären Entwurmt und kastriert. Was aber nicht der Fall war.

Durch die nötige Kastration entstanden meiner Bekannten Kosten von über 200,- und wenn sie gewust hätte, dass die Katzen nicht kastriert waren, dann hätte sie die nicht genommen.

Kommentar von Schafschaf,

Hmm. hat deine Bekannte irgendwas Schriftliches von der 'Züchterin' oder was auch immer??

Kommentar von BrilleFielmann,

Nein das waren keine Züchter sondern eine "ganz normale" Familie, deren kleine Kinder irgendwo ein par Katzenbäbys gefunden und aufgepäppelt haben. Um die wieder loszuwerden haben die dann die Anzeige in die Zeitung gesetzt in welcher entwurmte und kastrierte Jung-Katzen zu verschenken angeboten wurde.

Meine Bekannte ist dann hingefahren und hat zwei von denen mitgenommen (ohne Vertrag) inzwischen sind die mit Unterstützung vom Tierschutzvereien kastriert worden. Ich persönlich finde die ganze Aktion allerdings grenzwertig und frage mich was man in solchen Fällen (Betrug durch Schenkung) machen kann.

Antwort von suzisorglos,
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Unter bestimmten Umständen kann eine Schenkung rückgängig gemacht werden bzw. unwirksam werden. Beispiel: Die alte Mutter verschenkt ihr gesamtes Vermögen incl. Immobilien an ihre Kinder und wird dadurch nahezu mittellos. Wenig später wird sie zum Pflegefall, und das Sozialamt müsste nun wegen ihrer Mittellosigkeit Hilfe zur Pflege leisten. In dem Falle würden nun die Beschenkten herangezogen werden, die Geschenke müssten ggfs. verwertet werden, um die Pflegekosten zu finanzieren.

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