Kann man eine HI - Virus - Infektion mithilfe von Medikamenten verhindern?

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5 Antworten

Ein Freund von mir meinte, man könne eine HIV - Infektion mithilfe von Tabletten verhindern. Stimmt das?

Ja, das stimmt, das gibt es. Von beiden Seiten (infizierter & nicht-infizierter) geht das sogar.

  • Der Infizierte: Mit der aktuellen Standard-HAART-Therapie (highly active antiretroviral therapy)) sinkt die Viruslast auf ein nicht-infektiöses Niveau. Eine Infektion ist dann nicht mehr möglich. Die Viruslast muss natürlich vorher im Labor überprüft werden. Aber bei den meisten Patienten ist das der Fall.
  • Der nicht-Infizierte: es gibt antivirale Prophylaktische Arzneimittel die eine HIV-Infektion zuverlässig verhindern. Ein neues Arzneimittel ist dem Bereich ist Truvada. 


Auch wenn die medikamentöse HIV-Prophylaxe mittlerweile extrem zuverlässig ist, sollte man nicht ausschließlich darauf vertrauen. 

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Kommentar von MaxGuevara
01.09.2016, 12:13

Der nicht-Infizierte: es gibt antivirale Prophylaktische Arzneimittel die eine HIV-Infektion zuverlässig verhindern. Ein neues Arzneimittel ist dem Bereich ist Truvada.

Ein Nicht-Infizierter braucht keine PEP :D  

Da hast du dich doof ausgedrückt. 

Du meinst den "möglicherweise frisch infizierten". 

Und Truvada ist nicht neu, nur neu als PEP zugelassen. ;)

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Diese Tabletten sind rezeptpflichtig. Mit einer modernen "Dreierverordnung" kann eine HIV Infektion verhindert werden (bis zu 90% bei nichtresistenten Virusstamm). Dazu muss aber der Antibiotikacoctail für drei Monate (exakt pünktlich) eingenommen werden. 

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Kommentar von Chillersun03
31.08.2016, 15:07

Woher kommen die Zahlen "90%" und "3 Monate"?

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Nein, Schutz ist nur Kondom.

So eine Aids- Therapie kostet deine Versicherung Unsummen und ist nicht für den Aids-Schutz gedacht, sondern nur die Behandlung nach einer Infektion.

Hätten wir ein Medikament, welches zuverlässig vor Aids schützen würde hätten wir ein großes Problem weniger auf der Welt, und einen super reichen Nobelpreisträger mehr :)

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Kommentar von svenwie
02.09.2016, 07:44

Nein, Schutz ist nur Kondom.

Nicht ganz - die Therapie (HAART) eines Infizierten ist in etwa genau so sicher wie die Benutzung eines Kondoms und die jetzt zugelassene PrEP als Vorbeugung soll eine moegliche HIV Infektion zu ca. 80% verhindern (wenn ich das recht erinnere).

So eine Aids- Therapie kostet deine Versicherung Unsummen

Das stimmt allerdings. Eine PrEP mit Truvada wuerde momentan mit ca. 800 Euro pro Monat zu Buche schlagen. Jedoch koennte sich das bald aendern. Ich denke, dass naechstes Jahr mit dem Auslauf des Patentschutzes die Generikas aus den Markt kommen, die dann wohl nur noch einen Bruchteil dessen kosten werden.

... und ist nicht für den Aids-Schutz gedacht, sondern nur die Behandlung nach einer Infektion.

Mittlerweile wird Truvada auch aus Prophylaxe eingesetzt. In Deutschland bisher nur als Notfallmassnahme (PEP) und bald wohl auch als Prophylaxe (PrEP). In den USA ist so eine PrEP schon laenger zu haben.

Hätten wir ein Medikament, welches zuverlässig vor Aids schützen würde hätten wir ein großes Problem weniger auf der Welt, und einen super reichen Nobelpreisträger mehr :)

Haben wir eigentlich - es kostet nur ne menge Geld. Und ueber den Begriff Zuverlaessig laesst sich hier streiten. Wenn man jeden HIV Patienten mit den Medikamenten versorgen wuerde und diese dass auch zuverlaessig nehmen wuerden, dann wuerde es kaum Neuinfektionen geben.

Leider wissen nicht alle von Ihrer Infektion und einige wissen davon und machen trotzdem weiter munter ungehandelt und ohne Kondom rum. Es gibt sogar Leute, die sich absichtlich infizieren lassen, nur um dann keine Angst mehr vor einer Infektion haben zu muessen (was allerdings ein trugschluss ist - man kann sich naemlich trotzdem mit einem anderen HIV Stamm infizieren).

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Naja ist schon möglich. 

Wenn man Sex hatte und sich infiziert hat, gibt es die sogenannte PEP Behandlung. Damit kann man eine Ansteckung verhindern. 

Man bekommt dann für ein paar Wochen HIV Medikamente die das Eindringen der Viren verhindern. 

Bei einer Ansteckung befinden sich die Viren für ca. 3 Tage auf der Schleimhaut und dringen erst nach diesen 3 Tagen in den Blutkreislauf ein.

Deshalb sollte man diese PEP bis allerspätestens 72 Stunden nach dem Sex begonnen haben. Je früher desto besser. Dadurch wird verhindert, dass die Viren in den Blutkreislauf gelangen können.

Wenn man aber bereits ein positives HIV Testergebnis hat, dann kann man es leider nicht mehr verhindern. Man kann dann nur noch durch Medikamente die Virusvermehrung verlangsamen.

Fazit: Man kann also nur nach dem Risikokontakt eine mögliche Ansteckung verhindern durch die PEP

Gruß

eure Maxie

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Kommentar von svenwie
02.09.2016, 07:48

Wenn ich richtig Informiert bin, wurde gerade die PrEP zugelassen. Das ist im Prinzip nichts anderes, wie eine PEP, nur dass die Tabletten dabei nicht wie bei der PEP nur ein paar Wochen genommen werden, sondern man nimmt die wie ein HIV Positiver Mensch in seiner Therapie dauerhaft.

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Woher hat Dein Freund diesen Schwachsinn?

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