Frage von barisguergener, 26

Kann man ein KFZ auf einen Behinderten anmelden so das man nur das Auto mit der Anwesenheit des Behinderten fahren darf?

Guten Abend,

Mein Onkel sagte mir das er als Fahrer für meinen Opa der nicht laufen kann angemeldet ist und auch ein Behindertenschein hat um den Behinderten Parkplatz zu nutzen nun meine Frage das KFZ ist auf meinen Opa angemeldet und mein Onkel der oft zu Lügen neigt behauptet das er mit dem Auto nur fahren darf wenn mein Opa mit dabei ist... ich will nun klarstellen was stimmt oder nicht stimmt.

Antwort
von anitari, 12

Dein Onkel darf das Auto auch fahren um für den Opa Besorgungen zu machen. Zum Beispiel Lebensmittel einkaufen oder zur Apotheke.

Nur um zur Arbeit zu fahren darf der Onkel das Auto nicht nutzen und auch nicht um in den Urlaub zu fahren ohne Opa.

Ist der Opa nicht dabei darf der Onkel Behindertenparkplätze nicht nutzen.

Ob der Onkel lügt schließe ich mal aus. Er weiß es sicher nicht anders.

Antwort
von IXXIac, 12

Hallo

ist im Prinzip korrekt

- Fahren darf eigentlich jeder welcher vom Behinderten mittelbar beauftragt wurde und einen dafür gültigen Führerschein hat. Also auch ein Nachbar oder Arbeitskollegen zur Not der Anhalter vom Strassenrand. Die Versicherungen sehen das aber nicht so gerne die wollen einen Festen Personenkreis

- ausser das Auto hat behindertengerechte Umbauten die dafür eine Einweissung oder Führerschein benötigen.

- Im Prinzip darf man auch Auftragsfahrten ohne den Behinderten im Auto machen so lange es "primär" seine Angelegenheiten betrifft. Umstritten sind  Sammelfahrten oder "Fly By" Erledigungen. Zb man fährt mit dem Auto zur Arbeit und auf dem Rückweg holt man frische Brötchen für denn Behinderten. Wird teilweise toleriert wenn der Fahrer ein eigenes Auto besitzt und angemeldet hat.

- in einigen Landkreisen bekommen solche Fahrzeuge eine Grünes Kennzeichen und Fahrtenbuchauflage

- Behindertenparkplätze darf man nur benutzen wenn man wirklich dafür Behindert genug ist (Gehbeh, Blind) und/oder Begleitung braucht egal ob das Auto einem Behinderten gehört und der einen Behindertenausweiss fix montiert hat.

Antwort
von WosIsLos, 13

Unabhängig davon, in wessen Eigentum das Fahrzeug ist, sobald eine Ermäßigung der KfZ-Steuer erteilt wird, darf das Auto legal nur gefahren werden, wenn der Inhaber des Schwerbehindertenausweises mitfährt.

Also hat dein Onkel diesmal nicht geschwindelt. 

Ärgerlich, daß es nicht einmal gestattet ist, alleine Besorgungsfahrten für die schwerbehinderte Person zu erledigen.

Kommentar von anitari ,


Ärgerlich, daß es nicht einmal gestattet ist, alleine Besorgungsfahrten für die schwerbehinderte Person zu erledigen.

Doch, das ist gestattet. Nur Behindertenparklätze darf man nicht nutzen wenn der Behinderte nicht dabei ist.

Antwort
von Sanja2, 5

Wenn das Fahrzeug auf den Opa gemeldet ist stimmt das. Das Fahrzeug ist steuerermäßigt für den Zweck dem Menschen mit Behinderung das Leben zu erleichtern. Leider neigen zu viele Menschen dazu so etwas auszunutzen und ein Fahrzeug auf behinderte Angehörige anzumelden und es niemals für diesen zu nutzen. Allerdings sind auch Fahrten möglich die im Auftrag des Opas passieren, also z.B. ein Einkauf für ihn, ihn zum Arzt bringen und dann wieder weg fahren ohne ihn um ihn später zu holen, das Auto zur Reparatur bringen, ... Er muss dann jeweils nicht mit ihm Auto sitzen, aber die Fahrt muss halt für ihn sein. Der Behindertenparkausweis darf aber ausschließlich genutzt werden wenn der Opa auch ein- und aussteigen muss.

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