Frage von User7642, 168

Kann man eigentlich ein Mathematik studium schaffen auf einer Uni, wenn man eine 5 oder 4 im Matheabi hätte, was glaubt ihr?

Also ich bin im Fach Mathematik eher schlecht in der Schule und ich würde auch nie auf die Idee kommen Mathematik zu studieren. Also keine Sorge ;) Aber was mich nur zum Spaß interessiert, ob auch jemand ein Mathematikstudium in Deutschland an einer Universität schaffen würde, wenn er eine 5 oder 4 im Fach Mathematik im Abitur hätte. Oder muss man dafür hochbegabt sein ?

Das Studium müsste doch zumindest leichter als Biochemie oder Maschinenbau sein ;)

Was glaubt ihr ?

Antwort
von heide2012, 51

Hochbegabung ist sicherlich keine Voraussetzung für ein Mathematikstudium.

Einerseits haben alle, die ich kenne, die mit einer Mathe-Eins auf dem Abizeugnis ein Mathematikstudium aufgenommen haben, haben es ganz schnell wieder abgebrochen, weil es ihnen viel zu schwierig war.

Andererseits kenne ich einen superguten Physiklehrer, der obwohl er als Schüler in diesem Fach grottenschlecht war, Physik (Höheres lehramt) studiert hat, um die Physik endlich einmal richtig zu kapieren. Er sll sehr gut erklären können.

Das Mathe-Studium ist sicherlich nicht leichter als ein Maschinenbaustudium.

Antwort
von Peterwefer, 50

Leicht würde es ein solcher Student jedenfalls nicht haben. Und ob es leichter für ihn wäre als Biochemie oder Maschinenbau - das kommt auf seine Begabungen an.

Antwort
von ThomasJNewton, 27

Für ein Fach, für das man eine Begabung und Interesse hat, lernt man nicht, jedenfalls nicht den Unterrichtsstoff nach.

Um eine so schlechte Note zu erklären, reichen Langeweile und Desinteresse einfach nicht aus.
Da müssten schon ernsthafte psychische Probleme hinterstecken.

Wie gesagt, Begabung und Interesse sind nötig, um es überhaupt zu versuchen.
Um es zu schaffen, ist bei den meisten Begabten und Interessierten auch noch viel Fleiß nötig, was man so hört.

Ein Hochbegabung ist noch mal was anderes, aber auch die absolute Ausnahme.
Bei vielen Eltern hochbegabter Eltern sind wohl eher die Eltern schuld, die ihr Potential haben verkümmern lassen. Also die Diskrepanz zu den Eltern.
Jedenfalls wundert man sich immer wieder.

Kommentar von User7642 ,

Ja da stimme ich dir zu. 

Auch mit den Hochbegabten ist es immer so eine Sache. Die kommen bei uns in der Schule in spezielle hochbegabten Klassen. Denn sie sind sonst unterfordert, oder werden von den anderen Schülern gemobbt, weil sie anders sind.

Kommentar von ThomasJNewton ,

So eine Art Mobbing gab es zu meinen Zeiten nicht, oder vielleicht auch nur in meiner Klasse nicht.
Es gab auch keine speziellen Klassen, ich hatte sogar nicht mal das Kurssystem, sondern noch ein echte Klassen.

Unser Motto war immer "die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst".

Ich war wohl im Abi der Beste, aber wir haben das nicht wirklich verglichen.
Und ich hatte in Mathe/Naturwissenschaften einen Schnitt von 1,33...
Und einen Gesamtschnitt von 2.0. Damals wurde noch nicht mit Einsen rumgeschmissen wie beim Karnevalszug mit den Kamellen.

Aber dennoch würde ich mich nicht als hochbegabt bezeichnen, vielleicht als überdurchschnittlich, aber das sind meist 50 %.

So ist das wohl mit den meisten Hochbegabten, sie liegen deutlich über dem Schnitt, aber nicht sehr weit.
Geh mal in ein Spielwarengeschäft in die Abteilung für Minderbegabte ;-)

Kommentar von User7642 ,

Ja das stimmt. Ich habe allerdings auch gehört, dass eine gewisse Anzahl an Hochbegabten zumindest etwas autistisch ist. Dann könnte das Problem Mobbing wohl eher am Autismus liegen als an der Hochbegabung. 

Allerdings ließt man manchmal auch in der Zeitung, dass jemand schon mit 14 sein Abitur gemacht hat. Dann ist es natürlich klar, dass so jemand auch sehr unterfordert auf der Schule war.


Kommentar von ThomasJNewton ,

Ich bin auch leicht autistisch, aber nicht wirklich hochbegabt.

Das Problem beim Mobbing ist das Mobbing PUNKT

Auch der Dümmste und Schrägste kann erkennen, dass halt jeder Mensch anders ist, eine einzigartige Kombination von Stärken und Schwächen.

Und dass jeder Mensch auch das Recht hat, so zu sein, wie er ist.
Was dann auch jeder Mensch anerkennen sollte.

Kein Mensch wird dadurch groß, dass er andere Menschen klein macht.
Diese Erkenntnis wird in unserer Kultur nicht grad mit der Muttermilch eingesogen. Richtig ist sie aber.

Und noch immer verstehe ich den Hintergrund deiner Frage nicht.

Kommentar von User7642 ,

Der Hintergrund meiner Frage ist, dass mir Mathe Spaß macht, ich aber nur mittelmäßig in Mathe bin. Es ist halt für mich ein reines Lernfach. 

Daher wollte ich mal wissen, was es mit dem Mathestudium auf sich hat. Da es wohl aber zu einem der schwersten Studien überhaupt gehört,wie ich heute erfahren habe, ist es wohl definitiv nichts für mich. Was ich ja eigentlich auch schon vorher wusste.

Wenn dann würde ich zu BWL tendieren. Das ist aber wohl auch recht mathelastig, werde dann sehen, wie ich damit zurecht komme;)

Kommentar von ThomasJNewton ,

In meiner Jugend waren die BWLer die Deppen, knapp hinter den Juristen, etwa so wie die Mediziner.

Aber mit steigendem Alter und wachsender Reife sieht man vieles gelassener.
Habe selbst meine Brötchen ein viertel Jahrhundert mit dem Erstellen betriebswirtschaftlicher Software verdient.

Mathelastig halte ich übrigens für übertrieben, Mathematik ist was anderes als Rechnen, und das Rechnen ist eine Grundfertigkeit in fast allen Bereichen, nicht die Mathematik.

Und wenn man Mathe nicht kann, und auch sonst nichts, nimmt man Excel.
Und wenn man gar nichts kann, nimmt man Powerpoint.
So einfach kann die Welt sein.

Kommentar von User7642 ,

Ja danke, den Ruf kenne ich.

Hier mal ein Auflistung aller Klischees die ich gehört habe.

Juristen und Anwälte werden alle arbeitslos, wenn die Noten nicht gut sind und müssen dann Taxi fahren.

Betriebswirtschaftler gibt es wie Sand am Meer, die werden nicht mehr gebraucht.

Die die Philosophie studiert haben sind später alle arbeitslos.

Politikstudenten können später allenfalls als freier Mitarbeit bei einer Tageszeitung anfangen.

Soziologien landen später alle mal beim statistischen Bundesamt.

Wer Geschichte studiert, hat es später mal sehr schwer.

Maschinenbauer werden gebraucht, das Studium schafft aber eh kaum einer.

Biochemie schaffen auch nur die wenigsten.

Du siehst es gibt eigentlich zu jedem Fach eine negative Meinung.

Da muss man sich erstmal selber einen Überblick verschaffen, was wahr ist und was nicht ;)

Antwort
von AnglerAut, 42

Wenn der Schüler sehr faul war aber intelligent ist, dann kann er das schon hinkriegen.

Mathe ist anspruchsvoller als Maschinenbau und hat andere Anforderungen als Biochemie, ist aber auch hier eher schwieriger.

Kommentar von Ahzmandius ,

Wie soll das gehen? Wenn er faul war und faul bleibt schafft er Mathe auch nicht, wenn er hochbegabt ist.

Kommentar von User7642 ,

Ich dachte Mathe ist ein Lernfach und einfacher, weil man nur Formeln lernen und dann einsetzen muss.

Beim Maschinenbau muss man ja glaube ich komplexeste Maschinen entwickeln, das stelle ich mir noch mal schwieriger vor.

Kommentar von AnglerAut ,

Mathe ist kein Lernfach, da geht es um Beweise, das ist wesentlcih komplexer.

Kommentar von User7642 ,

Achso ich dachte man muss in Mathematik wie im Gymnasium, nur das Schema und die Formeln lernen und dann alles passend anwenden.

Kommentar von Tannibi ,

Also keine Ahnung von Mathe und auch nicht vom Studieninhalt.
Geh mal in eine Studienberatung, auch wenn das wohl nicht
viel Sinn hat.

Kommentar von User7642 ,

Dann reicht logisch denken und sich Formeln merken können wohl nicht aus ?

Antwort
von hyp3rbolicus, 35

ja klar kann man das schaffen. die meisten lehrer ist inkompetente Bürokraten die null vermitteln können. an der uni ist Mathematik ein ganz anderes Niveau. da gehts wirklich um Mathematik und nicht um dieses rumgekacke wir "da fehlt ein antwortsatz"

Kommentar von Ahzmandius ,

Lol na klar, weil an den Unis alle Professoren astreine Pädagogen sind, haha. Tendenziell können die meisten Profs an den Unis den Leuten noch weniger beibringen als Lehrer in der Schule.

Der Grund dafür ist, dass es den meisten Profs scheiß egal ist.

Kommentar von hyp3rbolicus ,

ja aber es gibt die ultrageilen goldenen Ausnahmen <3

Kommentar von hyp3rbolicus ,

und Professoren haben eher ahnung vom Fach

Antwort
von Fragensind, 49

5 oder 4 Punkte oder die Note 5 ? Ich würde mal behaupten das es nicht realistisch ist.... möglich ist es aber schon. Aber die Chance das Studium zu schaffen liegt bestimmt bei 20%

Kommentar von hyp3rbolicus ,

unabhängig vom Notenschnitt schaffen 95% der erstis das master nicht. also hohe Durchfallquote mit 20% wäre er gut dabei

Kommentar von User7642 ,

20 Prozent ist doch wohl viel zu gut. Das hieße jeder fünfte mit einem schlechten Matheabi schaft es und das obwohl schon angeblich über 30 Prozent der Studenten ihr Studienfach sowieso abbrechen.

Antwort
von zonkie, 56

machbar ist alles.
Kommt auch ein wenig auf den Grund deiner schlechten Noten in Mathe an. War es pure Faulheit geht es sicher einfacher solang man sich jetzt motivieren kann.

Ob das Studium leichter oder schwerer ist würde ich nicht beurteilen wollen ^^ Für mich ist ein großer Teil der schwierigkeit eines Studiums die eigene Faulheit und Motivation. Ich könnte mich NIE dazu motivieren Formeln zu lernen, mathematische Beweise zu führen .. ich würde gnadenlos versagen ... andere dinge Lerne ich gerne da geht das :D

Antwort
von TheTrueSherlock, 40

Mathestudium ist sehr viel schwerer als das Mathe in der Schule. Ein Kumpel von meinem Bruder hat sein Studium abgebrochen, weil es zu schwer war, obwohl er in der Schule nur gute Noten geschrieben hat.
Und mit der schlechten Note wirst wohl kaum angenommen werden.

Kommentar von Ahzmandius ,

Es ist aufjeden Fall ganz anders als Mathe in der Schule

Antwort
von FuHuFu, 50

Eine 5 oder 4 im Abi, heisst doch, dass einem das Verständnis für einige mathematische Zusammenhänge fehlt. Und an der Uni rechnet man nicht mehr und wendet Formeln an. Beweise sind an der Uni das A&O 

Antwort
von nutzer131, 19

Möglich ist das, die Frage ist dabei aus welchem Grund man die 5 im Abi hatte. 

Wenn man einfach kein Interesse und kein Verständnis für Mathematik hat, dann wird man das Studium nicht schaffen. 

Hochbegabt muss man nicht unbedingt sein, aber Mathe gehört wohl du den Studiengängen, die nur wenige erfolgreich abschließen können. 

Leichter als Maschinenbau ist es nach meiner Erfahrung auf keinen Fall. Der Großteil der Mathestudenten könnte wohl auch ohne größere Schwierigkeiten Maschinenbau studieren. Andersherum könnten das eher wenige, denke ich. 

Mit Biochemie hab ich keine Erfahrung, aber ich kann mir auch da ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es schwieriger ist als Mathe. 

Kommentar von User7642 ,

Das ist wirklich witzig. Ich dachte am schwersten ist Biochemie, dann kommt Maschinenbau und dann erst Mathe. Jetzt sagen alle, dass Mathe am schwierigsten ist, damit hatte ich nicht gerechnet.

Ich habe auch vorhin gelesen, dass die Studenten die das Mathestudium schaffen, dann auch hervorragende Aussichten auf sehr gut bezahlte Jobs haben.

Kommentar von nutzer131 ,

Auf einen gutbezahlten Job nach dem Mathestudium würde ich mich nicht verlassen. 

Wie viele Jobs gibt es schon für die man ein Mathestudium braucht? Mir fallen da nicht viele ein. 

Kommentar von User7642 ,

Ich dachte zum Beispiel Banken/Broker brauchen solche Leute die sehr schnell komplexe Aufgaben analysieren und lösen können. 

Also die wollen eher das Superhirn das sich durch das Mathestudium qualifiziert hat als den gelernten Mathematiker;)

Antwort
von ghul666, 42

Das kommt drauf an, warum man die schlechten Noten hatte. Aber es sieht eher schlecht aus würd ich sagen

Kommentar von User7642 ,

Naja, ob ein eher Matheunbegabter das mit Förderung und in der doppelten Studienzeit schaffen könnte, weil es ja auch irgendwie ein Lernfach ist? Er muss dann wohl aber ein Masochist sein :D

Kommentar von ghul666 ,

Also ich hab mal Mathe studiert.

Und glaub mir, das wird nix. Es sei denn man ist ganz plötzlich Überflieger

Kommentar von User7642 ,

Haha, ok. Aber man kann ja auch sich für das Matheabi alte Originalausgaben aus dem Internet laden und dann das Schema auswendig lernen. 

Geht das bei der Matheabschlussprüfung an der Uni nicht genauso.

Also erst die Hauptaufgaben in Algebra, Geometrie und dann noch in Stochastik lernen, beim Abi ist das ja irgendwie immer das gleiche Schema.

Kommentar von ghul666 ,

Nein, so einfach geht das da nicht

Kommentar von User7642 ,

Muss man praktisch im Mathematik Studium neue Aufgaben erfinden?

Man muss doch wenn man sich Sachen gut merken kann,nur wissen welche Formeln man wofür braucht.

Kommentar von ghul666 ,

Na der Soff ist einfach weitaus umfangreicher. Der komplette Stoff der Oberstufe wird in der Uni in 4 Stunden durchgeballert. Und wenn das in dem Tempo weitergeht, kannste dir ja vorstellen, dass mit Auswendiglernen nicht viel ist. Da muss man die Materie schon verstehen

Kommentar von Ahzmandius ,

Ich würde mal sagen du hast von Mathematik (Uniniveau) kein Plan.

Kommentar von ghul666 ,

Woran machst du das jetzt fest? Ergibt doch gar keinen Sinn

Kommentar von Ahzmandius ,

ich meinte nicht dich^^, sondern den User7642

Kommentar von ghul666 ,

Achso, sorry

Kommentar von User7642 ,

@azmandius

Was?^^

Kommentar von Ahzmandius ,

Was ist denn bitte kein Lernfach??? Wenn du meinst auswendig lenren, dann ist es falsch.

Kommentar von User7642 ,

Also ich habe nur den Mathematikstoff vor Augen den man fürs Abi braucht. Irgendwie ist das ja alles schaffbar durch Schemata lernen und dann in der Prüfung das Schema erkennen und dann die Formeln einsetzen.

Kannst du mir aus meiner begrenzten Schülersicht erklären was soviel schwerer ist. Ich stelle mir das so vor, das seit über 20 Jahren im Mathematik Studium die gleichen Aufgaben in etwas umgewandelter Form gelehrt werden. Irgendwann wenn man jede Prüfung 2 mal oder 3 mal macht, müsste man doch den Bogen raus haben ;) Und dann zur nächsten Prüfung kommen.

Kommentar von ghul666 ,

Na die Aufgaben werden einfach komplexer.

Außerdem: In der Schule rechnest du, in der Uni machst du Mathe.

Kommentar von User7642 ,

Ja ich habe gerade gegoogelt das man die Fähigkeit haben muss auch hochkomplexe Aufgaben sehr schnell lösen zu können, weil man sonst sofort das Zeitlimit überzogen hat in einer Prüfung.

Da ich hochkomplexe Aufgaben wenn überhaupt nur sehr sehr sehr langsam lösen kann, ist wohl der Studiengang für mich endgültig gestorben:)

Kommentar von ghul666 ,

Besser ist das, sonst ist es nur frustrierend

Kommentar von User7642 ,

Haha, ja, das glaube ich auch. Aber vielleicht besuche ich mal aus Spaß ein Mathematik- Schnuppersemimar für neuankommende Studenten, die noch unentschieden sind. 

Aber weil Mathematik wohl noch schwerer als Maschinenbau ist, kann ich das wohl gleich vergessen. 

Ich hoffe nur BWL ist nicht annähernd so schwer wie Mathe. Eventuell werde ich es damit mal versuchen. 

Kommentar von ghul666 ,

Mathe ist ein Teil des Maschinenbaustudiums, allerdings in einfacherer und abgespeckter Version.

Ja besuch doch mal so ein Seminar und schau mal was du davon hältst

Kommentar von Ahzmandius ,

Hochkomplex im Sinne von Rechenaufwand eher nicht. 

Kommentar von User7642 ,

Ah ok, ja Physik habe ich gar nicht in der Schule, also ist Maschinenbau nix für mich ;-)

Antwort
von gilgamesch4711, 23

  Aus dem Funkkolleg pädagogische Psychologie weiß ich: Die ===> Korrelation zwischen Abi und Vordiplom beträgt 40 % ; beim Diplom sind es nur noch 10 %

Kommentar von User7642 ,

Danke ;)Ich habe gerade Korrelation gegoogelt und das heißt Zusammenhang.

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