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Kann man eigentlich die Links- oder Rechtshänder - Neigung bei Kindern beeinflussen?

gefragt von pilsen am 13.03.2007 um 8:54 Uhr

Gibt es da sanfte Methoden bzw Tricks, wie man das steuern kann?


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FraeuleinSchmidt
beantwortet von FraeuleinSchmidt am 13. März 2007 09:06
10x
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Wer will das denn heutzutage noch beeinflussen? Das grenzt ja an Körperverletzung....


Lexle
beantwortet von Lexle am 13. März 2007 09:10
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Man soll da nichts mehr steuern. Es ist mittlerweile erwiesen, dass eine "Umerziehung" auf rechts wie eine Vergewaltigung des Gehirnes ist und negative Auswirkungen hat wie z . B. Sprachstörungen, Legasthenie. Auch berichten umerzogene Linkshänder, dass sie sich schlecht orientieren können in fremden Umgebungen...

Linkshänder haben es heutzutage auch nicht mehr schwerer als andere ;-) Gibt ja haufenweise "Zubehör" wie Lineale, Scheren etc., womit das Leben unter Rechtshändern erträglich wird. Außerdem sagt man Linkshändern Kreativität und höhrere Intelligenz nach :-)


ulrike1974
beantwortet von ulrike1974 am 13. März 2007 09:08
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Im Grunde ist es doch eigentlich egal, was für ein "Händer" das Kind wird. Ein bisschen steuern lässt sich das, indem man dem Kind Spielzeug oder Stifte bewusst in die rechte Hand gibt. Wenn allerdings ein "waschechter Linkshänder" in dem Kind steckt, nützt das auch nicht viel, denn dann wechselt das Kind den Gegenstand / den Stift in die linke Hand und beginnt damit zu malen / schreiben etc.


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 13. März 2007 13:42
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Ja, natürlich kann man die "Neigung" beeinflussen. Früher wurden die Menschen hier bei uns spätestens in der ersten Klasse auf rechts getrimmt.

Mittlerweile weiß mensch aber, dass das einem Verbiegen der Veranlagungen gleichkommt. Man könnte genauso gut einen Menschen dressieren, immer nur auf den Händen zu laufen.

Ich bin selbst Linkshänder und habe damals den entscheidenden ersten Schultag damit gut überstanden, dass ich mich geweigert habe, den Stift in die rechte Hand zu nehmen. Als die Lehrerin insistierte, habe ich mich unter den Tisch gesetzt und bin erst wieder hervorgekommen, als sie mir zugestand, mit der linken Hand schreiben zu können (meine Geduld war länger - es brauchte zwei Schulstunden).

Mich würde wirklich interessieren, aus welchem Beweggrund Du diese Frage gestellt hast.


annasui
beantwortet von annasui am 13. März 2007 09:13
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würde ich nie beeinflussen, weil es bestimmt nicht nötig ist.

übrigens bin auch linkshänder und weiß wie schwierig es ist wenn man was mit der anderen hand tun soll. muß dazu sagen das ich aber auch manche sachen mit rechts mache wie zum beispiel schneiden mit der schere...habe bisher noch keinen wirklich guten linkshänderschäler für kartoffeln gefunden und schäle sie mit rechts muß aber immer zuerst überlegen in welche bzw. wie ich den schäler in die hand nehmen muß weil es nicht automatisch funktioniert. man merkt richtig wie das gehirn umdenken muß. drum denke ich es ist nicht ratsam es wirklich steuern zu wollen vorallem wenn es dann um eine andere person geht.


rosenpyramide
beantwortet von rosenpyramide am 13. März 2007 09:14
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Inzwischen sagen nahezu alle Kommentare: "Keine Beeinflussung!"


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 13. März 2007 13:20
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Auch meine Meinung ist: Nicht umgewöhnen, sondern Beidhändigkeit trainieren ich wäre froh, wenn ich links genauso geschickt wäre wir rechts.


Kolibri
beantwortet von Kolibri am 13. März 2007 09:36
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Die Neigung, Rechts- oder Linkshänder zu werden, wird bereits im Mutterleib ausgebildet und sollte später auch nicht umerzogen werden! Die Gründe wurden wurden von meinen "Vorrednern" bereits hinreichend erläutert. "Testen" kann man welche Hand das Kind bevorzugt, indem man ihm z.B. eine Papprolle mittig anbietet und dann schaut mit welcher Hand das Kind die Rolle an welches Auge setzt! Warum aber überhaupt umerziehen? Wer sagt, was "richtig" ist??? Nur weil ein höherer Prozentsatz der Bevölkerung (ich auch, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen!) rechts schreibt, ist das für mich keine ausreichende Begründung! Warum lassen wir unsere Kinder nicht einfach so, wie sie sind - als eigenständige Persönlichkeiten? Würden Sie Ihr Kind auch "sanft steuern" wollen, wenn es z.B. homosexuell wäre oder eine andere als die von Ihnen gelebte Religion bevorzugt, eine andere Lebensweise, andere Ess-Gewohnheiten, etc. ... ???


anonym
beantwortet von alex0triebel am 13. März 2007 13:23
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Wie schon meine Vorschreiberlinge: man erzieht heute nicht mehr um, auch wenn viele (wie ich auch) das meist ohne größere Einschränkungen überstehen, gibt es oft Fälle, wie auch z.T. schon angesprochen, in denen sich das mit erheblichen Nachteilen für das Kind und auch noch den Erwachsenen verbindet. Manchmal werden Kinder auch unbewußt umerzogen, in dem sie es den Erwachsenen nur nachmachen. Bei meiner Nachbarin war das so mit ihrem Sohn. Die Folgen: schwere Kindermigräne die immer noch andauert, obwohl er nun schon ein Jugendlicher ist. Es gibt außer dem Trick mit der Rolle noch zahlreiche andere Test, wie man Linkshändigkeit feststellen kann. Meist hat die Linkshändigkeit eher Vorteile, finde ich, solche Leute sind oft kreativer .....Dazu gibt es zahlreiche Literatur, vielleicht mal in der Bibliothek dananch fragen. Auf jeden Fall sollte man weit vor Schulbeginn notfalls einen Test machen lassen. Sonst könnte es dann Probleme geben. Bei meiner Tochter steht der jetzt auch an, sie ist 4 und hat sich noch nicht endgültig entschieden.


anonym
beantwortet von poldy1977 am 13. März 2007 15:31
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ich hab mal gelesen, dass jeder fünfte ein Linkshänder ist. (ich übrigens auch) Wollen wir wirklich 20% zum Umlernen zwingen ? Bestimmt nicht. Ich finde, jeder sollte die Hand benutzen, mit der er/sie am Besten die Aufgabe erledigen kann. Verkappte Linkshänder kann man auch daran erkennen, dass sie den Suppenlöffel links halten... PS: Meine Mutter kann mir immer noch nicht zuschauen, wenn ich ein Brötchen aufschneide oder ein scharfes Messer in der Hand halte... Aber wenn ich es in der rechten halte, schneide ich mich eher ...


krucker
beantwortet von krucker am 13. März 2007 10:19
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Ich bin auch Linkshänder, aber gottfroh, dass ich zum Rechtsschreiben angeleitet wurde. Es sieht so 'linkisch' aus mit Links zu schreiben! Sic!


anonym
beantwortet von Thormalk am 13. März 2007 10:42
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Als geborener Linkshänder bin ich sehr froh während der Schule und später in der Lehrzeit als Maschinenschlosser zur Beidhändigkeit dadurch erzogen worden zu sein, dass ich die rechte Hand gebrauchen musste, weil die Lehrer und Meister meiner Neigung nicht nachgaben ! Heute, 65 Jahre danach kann ich rechts oder linkes schreiben und mit dem Hammer in der rechten oder in der linken Hand einen Nagel in die Wand schlagen.


Morgaine
beantwortet von Morgaine am 13. März 2007 16:41
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Heute weiß man, dass die linke Gehirnhälfte durch die rechte Hand aktiviert wird und die rechte Gehirnhälfte durch die linke Hand. Auch weiß man um die verschiedenen Fähigkeiten und Talente die in der jeweiligen Gehirnhälfte positioniert sind. So wird z. B. durch das vermehrte Benutzen der linken Hand die Kreativität, Sensitivität und vieles mehr aktiviert. Eine Umerziehung von der linken Hand auf die rechte ist auch eine Umerziehung von einem "Rechtshirn auf ein Linkshirn". Also würde man einen kreativen, sensitiven und sehr wahrscheinlich künstlerisch begabten Menschen auf einen Menschen umerziehen der absolut Logisch, genau und akkurat denkt. Vielleicht wird dadurch eher klar wie gravierend der Eingriff in die Persönlichkeit des Menschen ist, der umerzogen werden soll.


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Linkshändigkeit
Wenn sich jemand linkisch (ungeschickt) oder gar link (hinterhältig) benimmt, ist das alles andere als rechtes und damit erwünschtes Verhalten.

Kein Wunder also, dass auch Linkshändigkeit lange Zeit als etwas Ungutes angesehen wurde. Selbst heute wird immer wieder versucht, kleine Linkshänder auf das „richtige Händchen“ umzugewöhnen. Das aber kann sich für das Kind negativ auswirken und sogar schulische Probleme nach sich ziehen.Darauf weist die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse zum Internationalen Linkshändertag (13. August) hin. „Manch 'umgepoltes' Kind kann sich nur schwer konzentrieren, ermüdet schneller oder entwickelt eine Lese-Rechtschreibschwäche“, warnt die Kasse auch mit Blick auf den Beginn des neuen Schuljahres im September.




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