ErsterSchnee am 23.04.2009 um 20:13 Uhr
Ich bin immer wieder geschockt, wenn ich hier teilweise die Fragen lese. Da wird mit einer Selbstverständlichkeit etwas eingefordert, wo andere nicht mal im Ansatz auf die Idee kommen würden. Speziell bei so Sachen wie "Gibt es Urlaubszuschüsse für Großfamilien", "Mein Vermieter will mich rauswerfen, weil ich zwei Monate keine Miete gezahlt habe" (wo dann tatsächlich so Ratschläge kommen wie "nimm Dir einen Anwalt"), "Darf der Vermieter das NK-Guthaben an die ARGE auszahlen, wenn die die Miete übernommen haben" und (mein ganz persönlicher "Favorit") "Wie kann ich klagen, damit ich vom Amt bekomme, was mir zwar nicht zusteht, ich aber trotzdem gerne hätte" kommt mit echt die Galle hoch! Vor allem frage ich mich immer, wann bzw. wie sich dieses Denken entwickelt hat. Meine Horrorvorstellung ist halt einfach, daß meine Kinder auch eines Tages so werden - und das möchte ich gerne verhindern!
Ich würde ja gerne glauben, daß alles eine Erziehungsfrage ist - aber es sind doch auch ältere Semester dabei und nicht jeder hat das so von seinen Eltern vorgelebt bekommen! Wie kann ich also bei meinen Kindern verinnerlichen, daß man selber für sein eigenes Leben verantwortlich ist und auch für die Folgen der eigenen Entscheidungen einzustehen hat? Denn irgendwann hört ja mein Einfluß auf - aber trotzdem sollten sie "normal" bleiben...

Das ist halt die Abgreifermentalität vieler Leute. Zum Glück sind nicht alle so. Aber es fällt schon auf, wie selbstverständlich der Staat bzw. der Steuerzahler ausgenommen wird.

Erziehung, Umfeld, Freunde, Bildung und eine grosse Portion Glück spielen eine Rolle. Ich hatte diese Aengste früher auch, dass meine Kinder eine möglicherweise ganz andere Haltung zum Leben als ich haben könnten. Mittlerweile sind sie erwachsen und es ist alles gut gekommen :-). Mir fallen die von dir erwähnten Fragen hier auch besonders auf.

was ist dein frage
die frage lautet ganz klar: "Kann man dieses Anspruchsdenken verhindern?" und ich ich finde die frage sehr gut und berechtigt! gibt auch gleich mal einen extrapunkt von mir.
Arwen45 am 23. April 2009 20:16 Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Sie möchte wissen, sie sie es schafft, das ihre Kinder keine Sozialschmarotzer werden.
Himbeergeist am 23. April 2009 20:16 Erklärbärdaumen ^^
ErsterSchnee am 23. April 2009 20:22 Die Fragen sind natürlich die mit dem Fragezeichen (da gibt es zwei Stück von) - und dann sind da noch ein paar Sätze bei, die zwar als Frage gemeint aber als Aussage formuliert sind.

Das ist das Resultat von Gesellschaftlicher LAngeweile und Dummheit und Frechheit, diese kOmbination ist leider weit verbreitet. Schlimm find ich, dass es trotzdem immer noch Kohle hat fürn PC und die Telekomgebühr, aber die Kinder haben nix zum "fressen" aufm Tisch. Ich teile deine ANsicht voll und ganz- aber Vater Staat ist eine Vollkasko-Versicherung für Loser
Ich gebe Dir völlig Recht. Ich hatte hier mal eine Frage in ähnlicher Form gestellt und zum Teil BÖSE Antworten bekommen, bei mir ging es darum, ob man in der HArtzIV Situation weitere Kinder bekommen sollte bzw. ob es däfür dann noch mehr Geld geben sollte. Wurde gelöscht...

Denke schon, dass das von den Eltern kommt, diese Mitnahmementalität gibt es doch, seit es Sozialhilfe in Deutschland gibt.
ErsterSchnee am 23. April 2009 20:20 Ist ja nicht nur unbedingt Sozialhilfe, geht ja auch z.B. um Mieter oder so. Ein Bekannter von mir ist allen Ernstes der festen Überzeugung, daß er nicht zu arbeiten braucht, weil seine Mutter das 40 Jahre lang gemacht hat... Die Einstellung hat sie ihm bestimmt nicht beigebracht.
Arwen45 am 23. April 2009 20:24 Aber vielleicht hat Mutti ihn zu sehr verwöhnt und er hat immer alles bekommen.
ErsterSchnee am 23. April 2009 20:30 Das will ich nicht abstreiten. Mutti nennt ihn übrigens heute noch "Schnucki" - dabei wird der Junge demnächst 40!