Kann man die Selektionsttheorie Darwins auch als einen Vernichtungskampf zwischen Individuen und Arten bezeichnen?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

ES mag sein, das die Interpretation dieses durch Selektion verursachte "regelmäßige" Verschwinden von ARTEN/INDIVIDUEN als Vernichtungskampf zu theatralisch KLINGT, de facto ist es aber eine Vernichtung von Arten durch die - gleichwohl immer noch - hypothetische Selektion.

Das ist Quatsch. Es geht -wie realsausi schon schrieb- nicht um eine aktive Handlung, sondern das Aussterben von Arten ist darauf zurückzuführen, dass sie sich -aus welchen Gründen auch immer- nicht schnell genug an eine sich verändernde Umwelt anpassen konnten. Allerdings beschränkt sich Selektion nicht nur aufs Aussterben, sondern auf so ziemlich alle Aspekte des Lebens... siehe resistente "Keime", siehe G6P-DH-Mangel, sexuelle Selektion, Weisheitszähne, Lactaseproduktion jenseits des Kindesalters etc.

Beispielsweise werden nicht-resistente "Keime" durch resistente nicht vernichtet, im Gegenteil gibt es etliche Beispiele, wo die Anwesenheit resistenter Bakterien die Kultur anderer nicht-resistenter Bakterien noch fördert (wenn z.B. Beta-Laktamasen oder Penicillinasen ausgeschüttet werden). Alternativ können bei vielen Prokaryonten auch durch horizontalen Gentransfer "Resistenzgene" übertragen werden... im Prinzip ebenso bei Viren (gerade Viren sind da sehr interessant, da schon eine einzelne Punktmutation massive Veränderungen in der Pathogenität herbeiführen können).

Evtl. solltest du dir das LTEE mal näher ansehen.

Wie auch schon gesagt wurde, ist an Selektion rein gar nichts hypothetisch...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gromio
13.01.2016, 17:25

Leider hast Du meine Frage nicht verstanden.

Ich zitierte eine "Definition" der evolutionären Selektion und schrieb, Arten wären im Vorteil, die sich geänderte Umweltbedingungen besser anpassen können.

Dies entspricht dem ersten Teil Deiner Antwort.

Der zweite Teil Deiner Antwort trifft auch nicht meine Frage.

Meine Frage war und ist, ob man die evolutionäre Selektion als Vernichtungskampf zwischen Individuen/Arten bezeichnen kann - oder nicht?!

Trotzdem danke.

0

Nein. Erstens ist es keine Hypothese sondern eine durch zahllose Belege fundierte Theorie, die die Realität beschreibt.

Zweitens scheinst du grundsätzliche Prinzipien der Evolution nicht verstanden zu haben. Ist ja nicht schlimm, kann man ja lernen.

Hier mal zwei einführende Links:

https://de.wikipedia.org/wiki/Evolution

http://www.frustfrei-lernen.de/biologie/charles-darwin-evolutionstheorie-biologie.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gromio
13.01.2016, 17:31

#OnkelSchorsch, vielen Dank für die links, aber das kenne ich en Detail und Du hast meine Frage entweder nicht verstanden oder nicht beantwortet.

Und eine Hypothese bleibt eine Hypothese:

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist das Wort Hypothese i.d.R. Bezeichnung für ungeprüfte Spekulation; Gegenteil von sicherem Wissen. Im erfahrungswissenschaftlichen Sinn Vermutung über strukturelle Eigenschaften der Realität, die meist in Form einer Wenn-dann-Aussage formuliert wird.

ICH kenne keine Beweise für eine SELEKTION im Sinne Darwins, die es rechtfertigen würden, aus dieser Hypothese eine Theorie abzuleiten.

Da helfen Deine links auch nicht wirklich.....

....cheerio

0

Selektion ist keineswegs hypothetisch. Das ist eine gesicherte Theorie.

Vernichtung ist hier ein völlig ungeeignetes Wort. Dieses unterstellt eine Akt der Gewalt, ein Ziel, eine Strategie.

Die Evolution funktioniert aber anders. Arten sterben aus, weil sie sich veränderten Umweltbedingungen nicht anpassen konnten. Immerhin sind 99% aller je existierenden Arten schon ausgestorben.

Die Mechansimen sind zu komplex, als dass sie hier erläutert werden könnten. Du mußt Dir als Wissen besorgen.

Ich empfehle "Das egoistische Gen" von Richard Dawkins. Da bekommt man einen guten Eindruck, wie Selektion tatsächlich funktioniert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gromio
13.01.2016, 17:37

Wenn man bedenkt, das die ko-existenten Arten miteinander um den Erhalt ihrer eigenen Art konkurrieren, nun dann kann man durchaus von einem Vernichtungskampf sprechen.

Dawkins bspw. vermeidet in seinem Buch DER GOTTESWAHN den Begriff der zufälligen Selektion, stattdessen bringt er ein kosmisches "PRINZIP" der Zuchtwahl ins Spiel.Nur - wer genau züchtet?

Gleichwohl reden wir hier in beiden Varianten über Hypothesen, nicht über Theorien.

cheerio

0