Frage von Lasse84, 64

Kann man die Schenkungssteuer senken durch lebenslanges Wohnrecht und birgt dies Risiken?

Leider habe ich folgendes Problem. Meine Großmutter ist vor einigen Wochen verstorben. Vor ca. 25 Jahren hat meine Oma ihr Haus zu 50% an meine Mutter und meine Tante überschrieben. Meine Mutter hat vor ca. 5 Jahren Ihren Anteil an meine Schwester und mich aufgeteilt.

Es war noch zu lebzeiten vereinbart, dass ich Ihr Haus übernehmen darf, da ich der einzige Angehörige in Gegend bin und ihr Herzenwusch war, dass das Haus in der Famile bleibt.

Leider hat niemand von uns an die Schenkungssteuer gedacht. Erst der Notar hat mich darauf hingewiesen (ganz schön naiv von uns)

Nun war ich beim Steuerberater, der mir gesagt hat, dass ich die Schenkungssteuer reduzieren kann, wenn ich meiner Tante ein Wohnrecht auf Lebenszeit einräume.

Stimmt das und hat meine Tante dadurch irgendwelche nachteile?

Vielen Dank

Antwort
von Franticek, 61

Ich gehe davon aus, dass vor 25 Jahren deine Oma das Haus komplett auf Tante und Mutter verteilt hat. Jetzt nach ihrem Tod will die Tante nun dir ihren Anteil schenken, der quasi dem halben Haus entspricht.

Die Spezialisten für solche Dinge sind Notare. Die braucht man nicht nur für Durchführung und Bekundung, dort gibt es auch Beratung, - und das u.U. sogar viel günstiger als beim Steuerberater. Sollte sich durch das Eintragen eines Wohnrechtes die Schenkungssteuer verringern lassen, dann ist es nicht so, dass man es unbemerkt wieder entfernen kann, da das Finanzamt von solchen Änderungen automatisch benachrichtigt wird. Da kann nichts untergehen.

Antwort
von Hefti15, 41

Da gibt es noch einen Hacken, den du abklären musst.

Hier mal ein Link:
http://www.erbrechtsforum.de/erbrechtstipps/wohnrecht-oder-niessbrauch-jul13.htm...

Deiner Tante würde man ja "Nießbrauch" empfehlen. Was aber für dich ev. negativ sein könnte (Pflichtteil anderer Erben).

Antwort
von schelm1, 64

Und was meint der Steuerberateer zur steuerlichen Situation, wenn die Tante stirbt?

Kommentar von Lasse84 ,

Ich hatte den Eindruck, dass er selber nicht so genau im Thema war. Er hat die Situation mit dem Wohnrecht auch nur angedeutet.
Er meinte aber, dass der Notareintrag, sollten wir in einigen Jahren das Wohnrecht zurückziehen, das Finanzamt nicht mitbekommt.

Kommentar von Franticek ,

Ich hatte den Eindruck, dass er selber nicht so genau im Thema war

Dieses Gefühl habe aber auch ich seeehr stark. Ich wollte es erst noch drastischer ausdrücken.

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