Frage von knutschi1983, 196

Kann man die Sachmängelhaftung bei Gebrauchtwagen (Ver)kauf ausschließen?

Ich habe mein Auto verkauft. Habe dazu so ein ADAC Kaufvertrag benutzt. ( So ein Standard Kaufvertrag... unter Ausschluss der Sachmängelhaftung usw ) zusätzlich wurde unter dem Punkt Sondervereinbarung eingetragen das das Auto ohne Gewährleistung verkauft wird , es sich um ein Bastlerfahrzeug ( Unfallfahrzeug) handelt und "gekauft wie gesehen"

Vorsichtshalber wurden alle Schäden bzw Unfallschäden die am PKW während meines Besitzes entstanden sind aber Repariert wurden zusätzlich notiert. Steinschlag Scheibe wurde repariert , Erneuerung Flexrohr Vorder rohr und Mittelschalldämpfer und das der Anlasser vor 1 Jahr ausgetauscht wurde . Die Belege dazu habe ich dem Käufer mitgegeben. Da der Tüv im Februar 2016 fällig ist frage ich mich ob ich mir nun Gedanken machen muss wenn der Wagen nicht überm Tüv kommt weil weitere Mängel festgestellt werden oder jetzt der Wagen einen Motorschaden bekommt die ich nicht im Kaufvertrag erwähnt habe. Dazu muss ich jetzt sagen das der Wagen über 13 Jahre alt ist und schon über 300000 Km gelaufen hat. der Wagen qualmte beim Gas geben aber das hat der Käufer bei der Besichtigung gesehen. ( Probefahrt wollte der Kaufer nicht machen.

Ich habe wie bereits schon gesagt den Wagen Privat verkauft. Im Kaufvertrag war der Käufer auch Privatperson. Da ich die Kennzeichen behalten wollte und der Käufer das Auto nur Ummelden wollte bin ich mit zum Straßenverkehrsamt gefahren. Der Käufer hat das Auto auch umgemeldet jedoch nicht auf sich als Privatperson sondern auf seiner Firma. Also ist das Auto jetzt " ein Firmenfahrzeug" gibt es da Besonderheiten die ich da hätte beachten müssen ? Im Internet lese ich immer nur was von Privat an Privat , Gewerblich an Privat und Gewerblich an Gewerblich aber nichts von Privat an Gewerblich. oder kann mir das quasi egal sein ob die Person das auto jetzt Privat oder gewerblich benutzt. ich frage jetzt nur weil mein Bekannter mir heute gesagt hatte das als er sein PKW von Privat gekauft hatte und obwohl im Kaufvertrag erwähnt wurde das es sich um ein Unfallauto handelt und die Gewährleistung ausgeschlossen wurde musste der Private Verkaufer meinem Bekannten 10% des Kaufpreis als Entschädigung zahlen weil bei dem Wagen meines Bekannten Mängel aufgetreten sind.

Ich hoffe ihr könnt meine Frage(n) beantworten

Antwort
von Rockuser, 187

Da kann nichts mehr kommen. Das ist Egal, ob der Wagen nun Privat oder von einer Firma genutzt wird. Du hast ein Auto mit 300.000 km und 4 Monaten TÜV verkauft, und die Haftung ausgeschlossen, alles Gut. Da kommt nichts von.

Antwort
von ALEMAN2015, 165

Eine Haftung deinerseits kommt nur bei Maengeln in Betracht, die du "arglistig" verschwiegen hast, aber keinesfalls bei Maengeln, die erst nach Uebergabe auftreten, z.B. ein Motorschaden.

Kommentar von knutschi1983 ,

Das der Motor qualmt wenn man Gas gibt ,  das habe ich mit dem Käufer bei der Besichtigung erst festgestellt.   (habe gestern einen KFZ mechaniker gefragt was das sein könnte und er sagte mir das es viele Ursachen haben kann.  Steuergerät , Einspritzdüsen / Injektoren  oder Dieselpartikelfilter.) wie dem auch sei  das der Wagen qualmt beim Gasgeben weiss der Käufer ja  das wurde jetzt nicht nochmal schriftlich festgehalten... 

Wie bereits gesagt ich bin Monatlich so meine 3800km gefahren. Was für mängel der Wagen jetzt im Detail hat weiss ich nicht , ich bin ja kein KFZ Mechaniker und ich habe den Wagen jetzt auch nicht für den Verkauf durchchecken lassen. oder hätte ich das etwa machen müssen?  Also ich weiss was ich alles Repariert habe bzw Repariert lassen habe  und das habe ich dem Käufer auch mitgeteilt bzw gesagt aber das meiste wurde vor einem Jahr gemacht bzw. vor 450000 Km  ( Radlager ..Stoßdämpfer , Glüchlampen , Anlasser, Bremsen  usw. )  Ölwechsel habe ich alle 15000Km gemacht der letzte Ölwechsel war vor 2 Monaten quasi vor 8000km. ob jetzt irgendwelche Verschleissteile  wie Radlager , Stoßdämpfer , Bremsen oder ne Glühlampe nach 45000 Km erneuert werden muss weiß ich nicht . Dafür ist in meinen Augen die Werkstatt da ;-) bzw. der Tüv wird das einem schon sagen ;-)  Es geht mir jetzt darum vor 45000 Km wurden die Stoßdämpfer und Radlager erneuert. wie lange hält sowas? Nicht das die jetzt erneuert werden müssen weil die jetzt zum beispiel wieder defekt sind  und ich das Auto jetzt mit " defekten" Radlager / Stoßdämpfer verkauft habe.  wie bereits gesagt ich habe das Auto  jetzt vor dem Verkauf nicht extra durch checken lassen. 

Die zweite Frage ist .. wer muss jetzt was beweisen.  Muss ich dem Käufer jetzt beweisen das alles in Ordnung war bzw. Mängel erst nach dem Verkauf entstanden sind  oder muss der Käufer mir jetzt das beweisen das ich  von den ( wenn es welche gibt ) Mängel wusste und ich die " arglistig verschwiegen " habe . ? Immer hin reden wir hier von einem Auto das älter wie 13 Jahre alt ist  und mehr als 300000Km hinter sich hat  Nicht zu vergessen  wurde das Auto für weniger wie 1500€ verkauft . 

Kommentar von ALEMAN2015 ,

Beweispflichtig ist hier der Kaeufer.

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