Frage von 1alman1, 236

Kann man die Juden überhaupt noch als Volk bezeichnen?

Es gab zwar immer mal halbwegs Völkerwanderungen in der Welt, aber dennoch haben z.B. wir Deutschen (ich mein so krass Deutsche wie mich) ihre Wurzeln total hier, wo es nur Deutsche gab und daher auch die Ethnie komplett deutsch ist, weil sich einfach nicht mit anderen Völkern vermischt wurde, wie auch.

Wenn ich mir jetzt mal bspw. Kurden anschaue, die wurden zwar wenn ich das richtig denke auch mal bisschen hier und da vertrieben, aber nicht "zerstreut", jedenfalls kann man die oder so ein ähnliches Volk ja immer noch als Volk bezeichnen, weil/wenn es unter sich bleibt.

Oder auch die Sinti & Roma, sind ja auch ein festes Volk, was man auch äußerlich oft erkennen kann.

So jetzt wurden die Juden aber 1. vor 2000 und nochmal vor 1500 Jahren! vertrieben und 2. wird es ja nicht umsonst immer nicht Migration oder Völkerwanderung sondern DIASPORA gennant. Die Menschen sind in alle Richtungen weit verstreut worden. Das heißt diese Ausmaße sind extrem. Es gab vermutlich extrem oft Mischehen zwischen (Volks-)Juden und anderen Volksangehörigen. D.h. das wird sich doch stark durchmischt haben - und die Leute haben sich nur als Juden bezeichnet, weil/wenn ihre Mutter jüdisch war. Wenn dann eine halbjüdische Frau nochmal einen andern geheiratet hat, war das Kind dreiviertel Nichtjude und trotzdem "Jude". Aber nicht mehr abstammungsmäßig ernstzunehmend dem jüdischen Volk angehörig.

Also kann man die Juden heute überhaupt noch als "Volk" bezeichnen? Oder einfach als Religion mit Scheinvolk, welches sich eigentlich mit der Zeit durch viele Völker gemischt hat?

Antwort
von Accountowner08, 124

Ja, das ist eine gute Frage. Tatsächlich leben die Juden seit 2000 jahren verstreut in aller Welt, und die Kulturen der verschiedenen Juden sind ebenso verschieden wie die Kulturen der Lànder, in denen sie leben.

Trotzdem finde ich, es dass es dem jüdischen Volk erlaubt sein soll, sich selbst als Volk zu definieren, auch wenn es anders ist als die meisten anderen Völker, durch die Diaspora.

Armenier in den USA dürfen sich doch heute auch noch als Armenier definieren, genauso Tibetaner in Indien...

Das mit dem Mischehen stimmt tendenziell eher nicht, die Tendenz bei den Mischehen geht viel mehr zur assimilation, d.h. auch wenn das Kind bzw. Enkelkind theoretisch noch jüdisch wäre, empfindet es sich meistens nicht so. Hingegen gibt es aber immer wieder Konvertiten, die mit Judentum an sich gar nichts zu tun hätten und die aus religiösen Gründen zum Volk stossen. Ich nehme an, dass eher Konvertiten für die ethnische Vielfalt innerhalb des Judentums verantwortlich sind als Mischehen...

Kommentar von 1alman1 ,

Interessante These mit den Konvertiten, meinst du dass es so viele sind in Relation zu den gemischten Ehen? Eine Jüdin bei ner Synagonführung hat uns mal erzählt, dass die Gemeinde WENN mal jemand ankommen sollte die denjenigen immer warnen, dass er dann sicher mal schief angeguckt oder benachteiligt wird draußen und danach dauert es auch recht lange, bis er dann wirklich Jude ist und aufgenommen wird.

Kommentar von Accountowner08 ,

Das war je nach Epoche verschieden. z.B. zur Römerzeit konvertierten recht viele Römerinnen zum Judentum, das war damals "in".

Die Christen hatten ein striktes Konversionsverbot erlassen, tw. war es so, dass Christen, die zum Judentum konvertierten, umgebracht wurden (und die Rabbiner, die sie konvertierten gleich auch). Heute gibt es in Deutschland relativ zur Anzahl Juden auch viele Konvertiten. (Judne sind unter 1% der Bevölkerung, d.h. wenn 0,5% der Deutschen auf Idee kommen, zu konvertieren, sind die jüdischen Gemeinden überschwemmt. Was ich so höre kriegen Rabbiner in Deutschland täglich anfragen von (mehr oder weniger seriösen) Kandidaten für einen Uebertritt). 

Dann kam es auch vor, dass ganze Stämme konvertierten, z.B. ein Berberstamm in Tunesien oder die Chasaren in Russland.

Grundsätzlich ist es so, dass über die ganze Geschichte gesehen wahrscheinlich mehr Menschen vom Judentum weg konvertiert haben und sich mit dem Gastland assimiliert haben als umgekehrt, einfach weil es nicht leicht ist, eine Identität als Minderheit zu halten. Hinzu kamen Verfolgung, etc... es war also einfacher, das Judentum einfach aufzugeben und Christ oder Moslem zu werden, als daran fest zu halten...

Der Grund, warum die Juden eine Identität als Volk behalten haben liegt wohl auch daran, dass die Religion den Alltag sehr stark prägt dass die Gemeinden eng zusammen halten, dass als0 etwas da ist, womit man sich identifizieren kann, besonders in zeiten der Verfolgung.

Antwort
von Eselspur, 64

es ist überhaupt nicht eindeutig, was überhaupt mit dem begriff "Volk" gemeint ist. Die Forschung sagt uns, dass das viel mehr mit Lebensstil zu tun hat als mit Abstammung, was man gerade in der Völkerwanderung schön sehen kann.

Warum gerade "die Deutschen" auf jeden Fall ein Volk sein soll, weiß ich nicht, Historisch belegbar scheint mir das nicht. Dass sich nie jemand "vermischt" haben soll, ist Unsinn.

Bei den Juden ist es zumindest gut belegt, dass sie sich seit über 2500 Jahren als so etwas wie ein Volk fühlen.

Antwort
von arevo, 96

Warum nicht ?.Die Juden in der Diaspora haben sich in ihrer neuen Umgebung immer sehr schnell und gut angepasst.Unter den orthodoxen Juden gab es praktisch keine Mischehen; von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen.Allerdings gibt es inzwischen Juden mit brauner und schwarzer Hautfarbe und ddr chasarische Anteil im Ostjudentum ist sicherlich nicht zu unterschätzen.

Nur weil ein Volk mit einer bestimmten Religion keinen eigenen Staat für sehr lange Zeit besessen hat, ist es kein Volk mehr ?.Die Juden haben als Volk aufgrund ihrer Religion überlebt, nicht aufgrund ihrer Sprache.

Wenn der Vater Jude und die Mutter Nichtjüdin war, konnten mit Hilfe eines Rabbiners die Kinder trotzdem dem Judentum . bzw. der jüdischen bzw. mosaischen Glauben angehören.Die Familie einer jüdischen Tochter hat immer versucht einen jüdischen Mann für sie zu finden.

Jedes Staatsvolk in Europa ist im Übrigen ein sogenanntes Mischvolk, ein Ausdruck der im Dritten Reich übrigens eine sehr negative Bedeutung hatte.

Bei der Deiner Frage höre ich etwas wie einen verkappten Anti-Zionismus heraus.

Kommentar von 1alman1 ,

Nö, wertfreie Interessenfrage

Kommentar von arevo ,

#1alman1

Auch wenn eine Intereessenfrage nie ganz wertfrei ist, akzeptiere ich Deine Antwort, wenn sie tatsächlich ehrlich gemeint ist.

Antwort
von Maimaier, 84

Mir fällt kein besserer Begriff ein. "Scheinvolk" hab ich noch nie gehört.

Kommentar von 1alman1 ,

Hab ich auch erfunden

Antwort
von nowka20, 37

die juden sind das erste volk, das das klarte logische denken entwickelte

Antwort
von lonne110, 89

Man würde die Juden, da sie über die Welt verteilt sind, ehr als Religionsgeminschaft bezeichenen.

Antwort
von Diimiitrii, 98

Also ich hab da mal ne Frage. Ist mir nur so in den Sinn gekommen.

Was macht es für einen Unterschied ob man eine Gruppe "Volk" nennen "kann" oder nicht?

Ist das nicht irgendwie die Definition von Rassismus, wenn man eine Gruppe von der anderen trennt aufgrund ihrer Abstammung?

Du "richtig voll korrekt Deutscher" wie du "Alman" es zu sagen pflegst (Sorry das musste sein). Ich würde gerne sehen, wie du nachweist, dass sich keiner deiner Vorfahren jemals mit einem anderen "Volk" vermischt hat. Was schwierig werden könnte, weil es "Deutschland" in dem Sinne noch gar nicht solange gibt, als das es möglich wäre "krass Deutsch" zu sein. 

Deinen Interessen und dem Nicknamen nach zu urteilen würde ich sogar sagen, dass du keineswegs "krass Deutsch" bist sondern eher Albaner. 

Kommentar von 1alman1 ,

Es macht keinen Unterschied, abgesehen von der Frage wie sich ein Jude dann selbst definiert. Da ich das nicht suggeriert habe frage ich mich wie du auf so eine Frage kommst. Eine Entartung deines Links-Seins? :D Angst vor allem haben, was so klingt, als könnte jemand mit einem kleinen rechten Gedanken dahinterstecken? :D

Und naja, ich habe mir die Frage halt gestellt.

Was laberst du? Rassismus? Weißt du was das ist? Benachteiligung aufgrund der Abstammung - und eine wertfreie Bezeichnung ist bestimmt kein Rassismus xD Meinst du nicht auch?

Abgesehen davon ist es sehr hilfreich, die Menschen in Völker aufzuteilen - warum? Weil da verschiedene Kulturen hinterstecken, oft verschiedene Mentalitäten und auch Verhaltensweisen. Geographisch verändert sich auch das Aussehen. Und ich bezweifle dass du wenn du jemanden in Deutschland mit einem arabisch-asiatischen Aussehen mit italienischem Akzent fragst, woher denn seine Eltern kommen, er sagt "Von der Erde!" :D

Hahaha :D krass im Sinne von übertrieben, nicht von "richtig voll korrekt", wie du es formulierst, man - wenn ich mir meinen Stammbaum anschaue, ist es wirklich extrem, dass da nur Deutsche sind. Das ist ein Fakt und hat nichts mit "korrekt sein" zu tun, und natürlich wird es irgendwann mal welche gegeben haben, die woanders her kamen. Aber keine die bekannt sind, daher...

Mit der Formulierung wollte einfach lediglich von halb- oder dreiviertel-Deutschen abgrenzen, weil auf die ja nicht mehr die Formulierung mit den Wurzeln greift. Um es "korrekt" zu sagen :D also chill :D

Und alman heißt Deutscher auf Türkisch. "1 alman" ist eine abwertende Bezeichnung

Schon im Hl. Röm. Reich DT.! Nation gab es den Begriff Deutsch :D weiß jetzt also nicht was du meinst mit dass es schwierig wäre deutsch zu sein... ist leichter als man es sich wünscht!

HAHAHA und Dicka ich feier dich :D danke für das Kompliment, aber ich bin kein Albaner sondern lerne einfach nur die Sprache und bin an dem Land/Volk und dessen Kultur interessiert.

Und wie gesagt alman ist kein Albanisch sondern Türkisch und heißt "Deutscher"

Kommentar von Diimiitrii ,

Die Frage zielt aber darauf ab einer Gruppe ihre Identität zu nehmen, indem sie suggeriert, dass deren Wurzeln unrein seien. Da könnte man durchaus rassistische Gedanken reininterpretieren. 

Unwahrscheinlich ist es ja nicht so etwas anzunehmen, nachdem ich von deinem Onkel und Großvater weiter unten gelesen habe.

Ich bin noch nicht dahinter gekommen, warum man jemand nach seiner Herkunft fragen sollte, weil es keinen Unterschied macht und ich tatsächlich lieber von der Erde stamme als aus einem bestimmten Land in das ich hineingeboren wurde und worauf ich keinen Einfluss hatte.

Mir ist das heilige Römische Reich deutscher Nation durchaus bekannt und darauf wollte ich auch hinaus. Davor wird es nämlich schwierig. Da es den "modernen Menschen" nämlich seit etwa 150.000 Jahren gibt und nicht erst seit weniger als 2000.

Das mit dem Albaner war auch nur eine Vermutung und ich habe mir schon etwas in der Art gedacht. 

Das türkische Wort kannte ich natürlich nicht, aber Interessant.

Kommentar von 1alman1 ,

"Die Frage zielt aber darauf ab einer Gruppe ihre Identität zu nehmen, indem sie suggeriert, dass deren Wurzeln unrein seien. Da könnte man durchaus rassistische Gedanken reininterpretieren."

Ja gut, das stimmt natürlich schon. Ist nicht so gemeint.


Naja ich habe ja "leider" habe diese Verwandten geschrieben :D und das nicht ohne Grund :|


Aha, dieser Gedanke also. Hm, da du echt klug scheinst denk ich mal du meinst den Unterschied in der Behandlung. Den zwischen Menschen gibt es natürlich, schon weil wir nicht alle gleich denken.

Das andere ist, du sprichst selbst von "einer Gruppe ihre Identität" - also kannst du so etwas wie "Stolz aufs Volk" nachvollziehen? Ich z.B. hab den nicht, fände es daher überhaupt nicht schlimm, bspw. als "scheíß [ieine Nationalität] oder so bezeichnet zu werden - Aber andere wären da sauer, also meine Frage, kannst du das verstehen?

Naja und ich frage wenn überhaupt jemanden halt aus Interesse. Wegen Herkunft des Aussehens oder der Religion z.B.


Ach so, weil du "Deutschland" geschrieben hattest dachte ich, du meintest das nach dem Dritten Reich.

Na klar, stimmt vollkommen. Die Sache ist, es wäre ja Schwachsinn, "unsere Vorfahren" "die Germanen" zu sagen und uns mit denen zu vergleichen, das finde ich auch. Wohingegen schon unsere Vorfahren vor 500 Jahren und später definitiv unsere "deutsche" Kultur geprägt haben. 

Kommentar von Diimiitrii ,

Ich verstehe dich jetzt absolut und es tut mir Leid dir fälschlicherweise einen rassistischen Gedanken unterstellt zu haben.

Ist aber auf dieser Plattform leider :) nicht so selten. Apropos "leider" das hab ich in deinem Kommentar tatsächlich verpasst, da ich eher überflogen als gelesen habe.

Ja, ich kann absolut verstehen, dass Leute da sauer werden. Auch wenn ich mich nicht zu der Gruppe zähle.

Kommentar von Kuppelwieser ,

"Wer im Glashaus sitzt..." Du scheinst dann aber auch aus Ost/Südost zu kommen, stimmt's?

Kommentar von Diimiitrii ,

Ich mache aber auch nicht solche Aussagen und nein komm ich tatsächlich nicht, der Nickname kommt vom Schuh des Manitu und dem witzigen Griechen von Rick =)

Kommentar von Patchouli ,

Herrje, das war ja klar, dass irgendjemand in der Frage Rassismus herausliest. Hätter er geschrieben er sei krass italienisch, hättest du bestimmt nicht so einen Wind gemacht. Ich denke der Fragesteller möchte wissen, ob jüdisch nicht eher eine Religion ist.

Kommentar von 1alman1 ,

Macht nix, ist immer so auf dieser Seite, bzw. generell in Deutschland, die Leute haben furchtbar Angst :D

Kommentar von Diimiitrii ,

Da kann man tatsächlich Rassismus rein lesen, weil die Frage einem Volk sozusagen die Legitimität aufgrund von Unreinheit entzieht.

Volkszugehörigkeit ist für mich eher Einstellung als Abstammung. Es macht keinen Unterschied ob jemand schwarz, weiß, braun, lila, grün oder türkisfarben ist oder welche Kopf, Nasen bzw Augenform man hat.

Das interessiert vielleicht in einem speziellen Stammbaum um eine spezielle Familiengeschichte nachvollziehen zu können, wenn da Interesse dran besteht, aber im großen Stil halte ich es für reichlich überflüssig einem Volk die Legitimität nur aufgrund der Reinheit der Stammbäume zu zusprechen.

Wie oben schon erwähnt, bin ich der Meinung, dass wir alles Menschen sind und uns nicht um Abstammung oder Religion kümmern sollten und sowas kein Thema sein sollte. Jedoch, falls jemandem eine Volkszugehörigkeit so wichtig ist, dann ist diese gegeben, sobald er sich diesem Volk zugehörig fühlt unabhängig vom genetischen Code.

Ich fand die Formulierung "krass deutsch" nur amüsant und ich glaube er hat es verstanden. 

Antwort
von BVBDortmund, 23

Aschkenasisch oder Sephardisch?

Das ist zwar nicht die Frage   zeigt aber

dass es bei Juden verschiedene Ethien gibt.

Kommentar von BVBDortmund ,

Es soll 10 Stämme Israels gegeben haben.

s.

Verlorene Stämme Israels

Antwort
von Misrach, 71

Es hat schon immer das Volk Israle geben und das deutsche nicht vermischt wurden mit anderen, sei dir da mal nicht so sicher.

Nach deiner Theorie dürfte es ja nur ein Volk geben, das afrikanische. Den von Afrika aus fanden große Völker wanderungen statt, und so ist zum beispiel dann auch das Deusche Volk, dahmals Germanische  Volk entstanden, weil sie sich in Germanien nierder gelassen haben.

Kommentar von 1alman1 ,

Das ist kein Volk sondern eine Rasse und zwar der "Homo sapiens" und das ist auch keine Theorie sondern anerkannte Wissenschaft :D

Glaubst du überhaupt an die Out-of-Africa-Theorie? Mit Evolution vornedran? :D

Und deine Aussage "Es hat schon immer das Volk Israle geben" geht nicht wirklich auf die Frage ein, sondern klingt er nach einer angepissten Antwort von einer Betroffenen, die sich nicht krass damit auseinandersetzen will XDD lies mal die Antworten von Accountowner08 (auch sein Kommi unter seiner Antwort ist sehr gut!), DrStrosmajer und auch von Kuppelwieser (oder auch areva).

Die haben sich wenigstens mal halbwegs Gedanken darüber gemacht. :D gute Leute

Kommentar von Misrach ,

Kannst du bitte aufhören das Wort  Rasse  zu beutzen, bei sowas bin ich froh, dass ich dir keine gute Antwor geliefert habe. Echt, da reagiere ich sehr empfindlich drauf wenn man das Wort Rasse in bezug auf Juden nutzt.

Kommentar von 1alman1 ,

Du kannst auch keine gute Antwort darauf geben... wäre sonst ja längst passiert. ;D Gib dir keine Mühe.


Und wann habe ich bitte Rasse in Bezug auf Juden verwendet? Sag mal spinnst du?

Kommentar von Kuppelwieser ,

Da hast Du wohl etwas aufgeschnappt und nicht ganz verstanden. Die Vormenschen, vielleicht sogar der Homo sapiens,haben sich zwar von Afrika aus verbreitet und sind im kalten Nordeuropa zu einer hellhäutigen Rasse geworden. Und wenn man sich in Germanien niederlässt, dann müssen ja dort schon Germanen gelebt haben. Logisch, daher der Name! Nebenbei: Germanien ist kein abgegrenztes Gebiet gewesen, sondern fast der gesamte europäische Norden. Nicht nur die alten Deutschen, auch Die Engländer, Skandinavier außer den Finnen, Niederländer, Flamen etc., stammen von den Germanen ab!

Kommentar von Misrach ,

Ich  weiß das Germaine nicht das deutschland war was wir heute kennen sondern viel größer. Deswegen gibt es ja auch die germainschen sprachen.

Kommentar von emily2001 ,

hahaha, die Germanen stammten aus Afrika, das sah man ihnen an!

Antwort
von grubenschmalz, 102

Deine Formulierungen klingen etwas schräg und könnten auch den Nürnberger Gesetzen entnommen sein.

Kommentar von 1alman1 ,

Was denn? Zitate bitte.

Antwort
von Accountowner08, 29

Ich denke, dass die Religion in der Diaspora so ausgestaltet wurde, dass sie das Volk als Volk zusammen hält und ihm eine Identität verschafft.

Die Gesetze, die mit dem Tempel (Opferdienst) und mit dem Land Israel (Erstlingsfrüchte, Brachjahr, Jubeljahr, Feldecke) zu tun haben konnten ja in der Diaspora und nach Zerstörung des Tempels nicht mehr umgesetzt werden.

Statt dessen stellten die Rabbiner das Gebet (auf hebräisch) und das Lernen der Schriften und Gesetze (auf hebräisch und aramäisch) in den Mittelpunkt der Religionsausübung.

Zudem wurden einige Gesetze, die darauf abzielten, eine Identität als Volk zu wahren, verschärft und stärker in den Mittelpunkt gestellt, z.B. Shabbat, die Speisevorschriften (Kashrut).

Das führt dazu, dass orthodoxe Juden in der ganzen Welt auf hebräisch beten, lernen und religiöse Fragen beantwortet. d.h. sie haben eine gemeinsame Sprache, in der sie sich verständigen können, über die Jahrhunderte weg und über alle Länder der Erde. So konnten die Juden in Jemen ohne Weiteres Fragen an Maimonides in Aegypten stellen. 

Orthodoxe Juden in der ganzen Welt essen koscher, d.h. sie können nicht einfach ins nächste Restaurant gehen, sondern sie müssen ein koscheres (Jüdisches) Restaurant finden, wenn es keines gibt eine (orthodoxe) jüdische Familie, die sie einlädt (was auch ohne weiteres geschieht, auch wenn man die Person noch nie gesehen hat).

Genauso halten orthodoxe Juden in der ganzen Welt Shabbat und jüdische Feiertage. Da gilt das Gleiche: wenn möglich muss man sich eine jüdische Gemeinde suchen, wo man Shabbat verbringen kann (und auch gleich zum Essen eingeladen wird).

Es stimmt zwar, dass sie diese verschiedenen Praktiken in den Details voneinander unterscheiden (das Hebräisch im Gebet wird je nach Region verschieden ausgesprochen, Gebete weichen je nach Ortsbrauch leicht voneinander ab, Details der kashrut werden nicht überall gleich gehandhabt, und auch bei den verbotenen Arbeiten am Shabbat kann es leichte Unterschiede geben), aber im grossen und ganzen machen sie schon das Gleich und man erkennt auch von aussen, dass es gleich ist. Kein orthodoxer Jude wird am Shabbat Feuer anzünden, egal wo in der Welt, egal wann in der GEschichte, kein orthodoxe Jude wird Schweinefleisch oder Crevetten essen, egal wann, egal wo.

Dadurch, dass die Religion den Alltag so stark bestimmt, (jeden Tag 3x beten für Männer, Kashrut, Shabbat, und noch viel mehr) erlaubt sie auch eine Identität als Volk.

Für mich sind die religiösen Schriften und das Einhalten der Gesetze (Shabbat, Kashrut, etc) das Kulturerbe des jüdischen Volkes. d.h. die Juden drücken ihr Volk-sein nicht so sehr in Gebäuden, etc. aus, sondern in den Büchern und im religiösen Alltag.

Deshalb glaube ich auch dass die religiösen Gebote das Volk zusammen halten (ein Bonmot sagt: Mehr, als dass die Juden shabbat halten, hält shabbat die Juden) und dass die Bewahrung der Identitàt als Volk ohne die religiösen Gebote in der Diaspora langfristig nicht möglich gewesen wäre. 

Heute gibt es zwar 80% juden, die die religiösen Gebote nicht einhalten, aber ich glaube nicht, dass sie es langfristig sein werden, die das jüdische Erbe weiter tragen. Ich glaube, das werden eher die 20% orthodoxen Juden tun, die auch viele Kinder kriegen (von denen manche wieder orthodox sein werden, andere weniger und sich assimilieren werden).

In Israel ist die Situation vielleicht anders, weil dort eine Identität durch das Land und durch die Sprache besteht. d.h. vielleicht können die Juden in Israel auch ohne die strikten religiösen Gesetze einzuhalten ihre jüdische Identität wahren.  

Antwort
von terrial, 33

Alle Angehörigen der jüdischen Religion bilden das Volk Israel. Es gibt auch Leute, die sich für jüdisch halten, obwohl sie nicht religiös sind. Aus deren Sicht bilden alle, die sich der jüdischen Kultur zugehörig fühlen, das Volk Israel.

Ein Deutscher kann entweder jemand mit einem deutschen Pass sein oder jemand, der sich der deutschen Kultur verbunden fühlt.

Das deutsche Volk im religiösen Sinn gibt es nicht. Der Spruch am Reichstag bezieht sich auf die Staatsbürger. Früher hat man dazu halt Volk gesagt.

Kommentar von 1alman1 ,

Das mit dem Deutschen ist Bullshit. 


Zwar kann man Kultur zwar verschieden definieren aber ich fühle mich nicht "unserer" "Kultur" "angehörig". Ich würde diese gerne verlassen, ganz ehrlich. D.h. die Bedingung ist gestrichen.

Wenn ich mir jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft für eine andere streichen lasse und stattdessen bspw. nach Russland gehe und dort die Staatsbürgerschaft annehme (ich werde trotzdem niemals Russe sein), dann ist auch diese Bedingung für mich, Deutscher zu sein, für mich gestrichen.

Dennoch bin ich nach wie vor Deutscher. Entgegen deiner abstrusen Definition, weil ich nun mal "volksdeutsch" bin, eine Frage der Vorfahren. Btw. what? Was laberst du? "Früher hat man dazu halt Volk gesagt" sagt man auch heute noch, steht selbst im Grundgesetz, lies mal den allerletzten Artikel. Da steht nicht aus Zufall deutsches >Volk<.


Man könnte mich nach dem Beispiel höchstens dann als Russe bezeichnen, wenn ich wirklich früh genug nach Russland komme. D.h. wenn nicht bei der Geburt, dann spätestens bis zur Einschulung. Weil sonst die Mentalität einfach zu deutsch anerzogen wird.



Allerdings frage ich mich, wieso du überhaupt die letzten beide Absätze geschrieben hast. Die haben rein gar nichts mit der Frage zu tun. Vor allem das mit dem "deutsche Volk im religiösen Sinn" ergibt überhaupt GAR KEINEN Sinn, ich weiß nicht wie du darauf kommst.

Antwort
von DrStrosmajer, 59

Eindeutig sind die Einwohner von Israel ein Volk, auch wenn dort neben den Ureinwohnern, nämlich den orientalischen Juden, auch jede Menge zugereiste Juden mit Wurzeln von überall in der Welt leben.  Wer assimiliert ist, gehört zum Volk; das ist bei uns in Deutschland ja auch nicht anders und weltweit wird das genauso gehandhabt.

Die Juden, die in der Diaspora leben, z.B. in New York mit seiner weltweit größten jüdischen Gemeinde, sind nicht jüdisches Volk, sondern US-Bürger mit jüdischem Glauben und somit Angehörige es "US-Volks". Das ist überall so, wo Juden außerhalb Israels leben: sie sind Staatsbürger des Landes mit allen Rechten und Pflichten ihres jeweiligen Vaterlandes.

Was die "Mischehen" usw. angeht, frage ich mich genauso wie grubenschmalz, ob Dir eventuell entgangen ist, daß die Nürnberger Gesetze aufgehoben wurden...?

Kommentar von 1alman1 ,

Nein, ich bin mir über die umgangssprachliche Verwendung des Wortes nicht bewusst. Ich habe leider einen sehr rechten Opa und einen politisch aktiven rechten Onkel, von dem ich das Wort habe. Da ich nie negative Äußerungen darüber und es nie in einem negativen Kontext gehört habe und es wertfrei ist, habe ich es verwendet. Nichtmal mein Vater, der sonst immer bei so was wie "Lügenpresse" oder "Untermensch" (wird in Raptexten von Kollegah, der definitiv links ist :D, benutzt) betont, dass das von den Nazis kommt oder auch "Kristallnacht", wie meine Sis es in der Schule gelernt hat, eigentlich problematisch ist, hat etwas gesagt als ich das Wort verwendet habe :D Naja und nationalsozialistischer Hintergrund war mir nicht bewusst, daher keine Vorverurteilungen bitte...

Kommentar von DrStrosmajer ,

Kein Problem.

Ganz wertfrei betrachtet, ist eine Mischehe nicht mehr als eine Ehe zwischen Partner unterschiedlichen Glaubens, und mehr darf man da auf keinen Fall hineininterpretieren. Ob ein Ehepartner zufällig Christ ist und der andere Hindu oder Buddhist oder Jude oder sonstwas, ist wurscht wie irgendwas. - Daß die Ehepartner unterschiedliche Hautfarben und Gewänder haben, ist ebenfalls völlig unbedeutend.

Leider haben vor einiger Zeit irgendwelche realistätsfernen Theoretiker, die samt und sonders linksgestrickt waren, die "Political Correctness" ersonnen, welche uns verbietet, Begriffe zu benutzen, die in irgendeiner Weise an den NS-Sprachgebrauch erinnern könnte oder eine (an den Haaren herbeigezogene) Diskriminierungsabsicht beinhalten könnte.

Mischehe ist halt so ein Begriff, der der "PC" nicht genehm ist.

Übrigens sind "Lügenpresse" und "Untermensch" in der Tat Goebbels-Wortschöpfungen. Ersteres bezieht sich auf die Berichterstattung unabhängiger Zeitungen -die den Nazis ein Dorn im Auge war- vor der NS-Machtergreifung , und zweites ab Kriegsbeginn mit der Sowjetunion auf die Russen allgemein und explizit auf die Soldaten der Roten Armee.

Kommentar von 1alman1 ,

"linksgestrickt" klingt aber auch nach so nem neorechten Wort :D

Kommentar von 1alman1 ,

abgesehen davon sehr gute Antwort

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