Frage von Centario, 119

Kann man die Jäger überhaupt noch bei ihren Jagdverhalten stoppen?

Also ich halte es für eine bodenlose Dreistigkeit wenn ich bei meinen Aufenthalten in der Natur immer wieder feststellen muß das Jäger mit Fütterungen das Wild an Futterpätze gewöhnen, um sie genau dort Tage später zu erlegen. Ich mußte erst neulich wieder feststellen das Maiskörner ausgestreut waren und da weit und breit kein Mais wachsen kann,

Antwort
von Daoga, 76

Die Jäger haben dummerweise die Pflicht, das Wild kurzzuhalten, also für ausreichende Abschußzahlen zu sorgen, weil Rehe den Wald verbeißen (so daß keine jungen Bäume nachwachsen können - die Devise lautet: Wald vor Wild) und Wildschweine immense Schäden auf Feldern verursachen, die der Jagdpächter dann ersetzen müßte. Die Tiere mit Futter anzulocken erleichtert diese Aufgabe.

Antwort
von FloTheBrain, 42

Der Bauer füttert die Tiere auch und lässt sie dann schlachten.

Nimms mir nicht übel, werte nur die Antwort ab, aber du hast scheinbar keine Ahnung warum in Deutschland überhaupt Jagd betrieben wird. Mach dich da schlau und nutze nicht nur einseitige Quellen.

Dann lernst du warum Jagd notwendig ist.

Weißt du wie ein Stück Rotwild natürlich sein Ende findet? Es verhungert. Einer der schlimmsten Tode die man sich nur vorstellen kann. Aber wenn es nach den Antis geht, dann ist das wohl besser als wenn es der Jäger zur Hege abschießt.

Und wenn du in der "Natur" bist, dann störst du und verschreckst die Wildtiere. Die sind teilweise gegen ihre innere Uhr nachtaktiv, weil die Naturfreunde im Wald radfahren, Pilze sammeln, wandern, joggen und mit dem Hund spazieren gehen.

Durch die Bewirtschaftung und Fragmentierung der Flächen gibt es kein ökologisches Gleichgewicht mehr. Durch das Futterüberangebot im Sommer gibt es zu viel Schwarzwild was ohne Eingriff durch die Jäger das Nachwachsen der Bäume durch Abfressen der Triebe verhindern würde. Und trotzdem Füttert der Jäger im Winter das Wild, weil er kein Unmensch ist wie die Grünen sind, die diese Tiere lieber verhungern lassen würden, in ihrer unendlichen Ahnungslosigkeit!

Und dann sind da noch die Krankheiten, die durch die Jäger erfolgreich im Zaum gehalten wurden und werden. Ohne Jäger gäbe es keine Wildtiere mehr in unserer Umgebung, die mit "Natur" nichts mehr zu tun hat. Jedes Feld und jeder Wald gehört irgendjemanden, der da Geld rausziehen will. Holzgewinnung, Nahrungsgewinnung, Energiepflanzen für Biosprit, Erholungsgebiet für den Menschen usw. usw.

Die Jäger sind die einzigen Führsprecher des Wildes! Nur wegen ihnen gibt es überhaupt noch Wildtiere, die sonst ausgerottet worden wären, da sie ohne Kontrolle zu einem Wirtschaftlichen und Biologischen Totalschaden geführt hätten, nachdem der Mensch vor spätestens 200 Jahren das Gleichgewicht komplett zerstört hatte.

Aber ich will dich nicht verwirren, reg dich jetzt wieder über die Jäger auf und wähle die Grünen. Dann wird alles gut!

Kommentar von Imago8 ,

Die Jäger sind die einzigen Führsprecher des Wildes! Nur wegen ihnen gibt es überhaupt noch Wildtiere, die sonst ausgerottet worden wären

War es nicht der Mensch, der einst den Top-Prädator Wolf ausgerottet hat? Vor allem deswegen ist die Jagd doch erst notwendig geworden.

Und wenn du in der "Natur" bist, dann störst du und verschreckst die Wildtiere

Genau, lieber zuhause vor der Glotze hocken! Nicht, dass noch ein Reh vor Schreck tot umfällt, wenn es einen Menschen sieht. Wobei...wäre das nicht sogar im Sinne der Jagd zur Populationsregulierung?

Füttert der Jäger im Winter das Wild, weil er kein Unmensch ist wie die Grünen sind, die diese Tiere lieber verhungern lassen würden, in ihrer unendlichen Ahnungslosigkeit

Der Jäger als Retter der Moral. Mir kommen fast die Tränen...

Ich bin kein Jagdgegner, aber deine Argumente und Begründungen sind wirklich sehr fraglich.

Antwort
von Raptoryoshi, 76

Naja solange es kontrolliert und nocht zuviel wird wie bei der Büffelausrottung in Amerika ist es irgendwie notwendig. Wild wie Reh und Hirsch können sich ohne Wölfe frei fortpflanzen und bei zu vielen Tieren kommt das zu echten Problemen. 

Und meistens füttert der Förster die Tiere, welche theoretisch ihm gehören

Kommentar von darkhouse ,

Die Tiere gehören dem Förster nicht. Und bitte Förster und Jäger nicht zusammenschmeißen...

Kommentar von Raptoryoshi ,

Habe ich nicht, ich habe nur gesagt, dass der Förster die Tiere füttert, nicht, dass er sie jagt.

Kommentar von Raketenfritze ,

Da muss ich dich leider auch enttäuschen, füttern wird das Wild im Regelfall nur der Jäger, den meisten Förstern ist das wiederkäuende Schalenwild (und um das gehts bei der Fütterung) als Waldschädling ein Dorn im Auge, den es zu dezimieren gilt.

Antwort
von Kleckerfrau, 59

Du hast keine Ahnung von der Jagd und der Arbeit der Jäger. Sonst würdest du nicht solchen  Unfug schreiben, sorry.

Jäger erschießen nicht einfach mal so das Wild. Und die Futterplätze sind nicht aufgestellt, damit das Wild besser abgeschossen werden kann.

Du solltest dich mal besser über die Hege informieren, bevor du so etwas schreibst.

Und was soll das jetzt mit Mais zu tun haben ?

Kommentar von Centario ,

Für Wildschweine

Kommentar von darkhouse ,

Und du informierst dich mal über die Jagdmethode der Kirrung.

Antwort
von darkhouse, 54

Ja, die Kirrung ist eine bei Schwarzwild gebräuchliche Methode der Jagd. Dazu vielleicht mal der interessante Beitrag:

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=157798

Andere Methoden sind demzufolge weit mehr belastend als die Kirrung.

Kommentar von Centario ,

Für mich pietätlos

Kommentar von darkhouse ,

Mag als deine ethische Ansicht vertretbar sein, jedoch ist grad in den letzten Jahren der Bestand an Schwarzwild derart explodiert, dass man jede Form der Minimierung des Bestands beachten muss. Grad der zunehmende Maisanbau ist ein gedeckter Tisch für Schwarzwild. Wenn es andere Möglichkeiten gäbe, die teuren Schäden zu vermeiden, würden diese sicher auch Beachtung finden. Die Jägerschaft ist sehr wichtig für die Regulierung des Wildbestands, die Natur allein mag das zwar auch schaffen, aber leider nicht nach den Vorstellungen der geordneten Zivilisation.

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